Home
http://www.faz.net/-gqg-7b4ha
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, HOLGER STELTZNER
easyfolio

Gesundheitsystem Privatversicherte sind schneller dran

Privatversicherte warten in Arztpraxen häufig nur eine Viertelstunde, bis sie aufgerufen werden. Bei Kassenpatienten sieht das anders aus. Das hat eine Umfrage unter Patienten ergeben.

© dpa Vergrößern Wie lange dauert’s noch?

Privatversicherte müssen in den Wartezimmer von Ärzten meist nur kurze Zeit verbringen, bis sie zur Behandlung aufgerufen werden. 56 Prozent der Privatpatienten, aber nur 41 Prozent der Kassenpatienten waren innerhalb von einer Viertelstunde an der Reihe. Das hat die Versicherungsbefragung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) ergeben. 30 Prozent der Kassenpatienten warten demnach zwischen 15 und 30 Minuten, acht Prozent sogar mehr als zwei Stunden.

Insgesamt sind die Deutschen allerdings sehr zufrieden mit ihren niedergelassenen Ärzten. Mehr als 90 Prozent der Befragten bewerteten die fachliche Kompetenz und das Vertrauensverhältnis zum zuletzt besuchten Arzt mit „gut“ oder „sehr gut“.

Infografik / Wartezeiten in der Praxis / 1 © Kassenärztliche Bundesvereinigung, Versichertenbefragung 2013 Vergrößern Wartezeiten in der Praxis

Infografik/ Wartezeit für Termin © Kassenärztliche Bundesvereinigung, Versichertenbefragung 2013 Vergrößern Wartezeit für einen Termin

Infografik / Wartezeiten für Termin © Kassenärztliche Bundesvereinigung, Versichertenbefragung 2013 Vergrößern Wartezeiten nach Fachärzten

Auch die Wartezeiten für einen Termin hielten sich demnach im Rahmen. 32 Prozent der Befragten bekam beim letzten Arztbesuch sofort oder ohne vorherige Terminvereinbarung einen Termin. Bei den Fachärzten brauchten Patienten bisweilen einen längeren Vorlauf. Am längsten dauerte der Umfrage zufolge, einen Termin bei einem Psychiater zu bekommen. Auch bei Kardiologen, Gynäkologen und Urologen war mehr Geduld gefragt. Hatten Patienten allerdings ein dringendes Anliegen oder akute Beschwerden, bekam gut die Hälfte der betroffenen Patienten  sofort  oder ohne Voranmeldung einen Termin.

Infografik / Wartezeiten in der Praxis © Kassenärztliche Bundesvereinigung, Versichertenbefragung 2013 Vergrößern Wartezeiten in der Praxis

Die Versichertenbefragung führt die Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen im Auftrag der KBV regelmäßig durch. Für die aktuelle Untersuchung befragte das Unternehmen vom 15. April bis 16. Mai insgesamt 6.093 zufällig ausgewählte Bundesbürger. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die Deutsch sprechende Wohnbevölkerung im Alter zwischen 18 und 79 Jahren.

Mehr zum Thema

Quelle: FAz.NET

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Burnout und Depression Halbtagspraxis auf Kosten psychisch Kranker

Burnout wird immer häufiger diagnostiziert. Viele Psychotherapeuten lassen Kassenpatienten aber lange warten. Steckt dahinter finanzielles Kalkül? Mehr

28.07.2014, 07:04 Uhr | Wirtschaft
Trotz Schwierigkeiten Gesundheitskarte kommt mit E-Unterschrift voran

Teuer, kompliziert - nutzlos? Die elektronische Gesundheitskarte machte bisher viel Ärger und wenig Freude. Doch auf die Versicherten und Ärzte rollt eine Welle neuer digitaler Möglichkeiten zu. Mehr

25.07.2014, 11:30 Uhr | Finanzen
Aufklärung vor Operationen Wie viel Einblick wollen wir?

Das wird kein großes Ding, sagt der Arzt vor der Operation – und dann folgt Fachchinesisch. Patienten sind unzufrieden mit der Art, wie Ärzte sie informieren. Aber ist das nur die Schuld der Ärzte? Und sollten Patienten wirklich alles wissen? Mehr

21.07.2014, 20:16 Uhr | Gesellschaft

Mut zu harten Sanktionen gegen Russland

Von Henrike Roßbach

Die deutsche Wirtschaft sagt, gegenüber Moskau gilt das Primat der Politik. Daran sollte sie sich jetzt halten - wenn es anfängt, wirklich weh zu tun. Mehr 59 26


Die Börse
Name Kurs Änderung
  Dax --  --
  F.A.Z.-Index --  --
  Dow Jones --  --
  Euro in Dollar --  --
  Gold --  --
  Rohöl Brent --  --

Wirtschaft in Zahlen Im Land der Zuhause-Arbeiter

Viele Deutsche arbeiten von daheim aus - mindestens ab und zu. Das gilt für Angestellte, für Selbständige sowieso. Und sogar für mehr als 40 Prozent der Beamten. Mehr