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Gesundheitsystem Privatversicherte sind schneller dran

 ·  Privatversicherte warten in Arztpraxen häufig nur eine Viertelstunde, bis sie aufgerufen werden. Bei Kassenpatienten sieht das anders aus. Das hat eine Umfrage unter Patienten ergeben.

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© dpa Vergrößern Wie lange dauert’s noch?

Privatversicherte müssen in den Wartezimmer von Ärzten meist nur kurze Zeit verbringen, bis sie zur Behandlung aufgerufen werden. 56 Prozent der Privatpatienten, aber nur 41 Prozent der Kassenpatienten waren innerhalb von einer Viertelstunde an der Reihe. Das hat die Versicherungsbefragung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) ergeben. 30 Prozent der Kassenpatienten warten demnach zwischen 15 und 30 Minuten, acht Prozent sogar mehr als zwei Stunden.

Insgesamt sind die Deutschen allerdings sehr zufrieden mit ihren niedergelassenen Ärzten. Mehr als 90 Prozent der Befragten bewerteten die fachliche Kompetenz und das Vertrauensverhältnis zum zuletzt besuchten Arzt mit „gut“ oder „sehr gut“.

Auch die Wartezeiten für einen Termin hielten sich demnach im Rahmen. 32 Prozent der Befragten bekam beim letzten Arztbesuch sofort oder ohne vorherige Terminvereinbarung einen Termin. Bei den Fachärzten brauchten Patienten bisweilen einen längeren Vorlauf. Am längsten dauerte der Umfrage zufolge, einen Termin bei einem Psychiater zu bekommen. Auch bei Kardiologen, Gynäkologen und Urologen war mehr Geduld gefragt. Hatten Patienten allerdings ein dringendes Anliegen oder akute Beschwerden, bekam gut die Hälfte der betroffenen Patienten  sofort  oder ohne Voranmeldung einen Termin.

Die Versichertenbefragung führt die Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen im Auftrag der KBV regelmäßig durch. Für die aktuelle Untersuchung befragte das Unternehmen vom 15. April bis 16. Mai insgesamt 6.093 zufällig ausgewählte Bundesbürger. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die Deutsch sprechende Wohnbevölkerung im Alter zwischen 18 und 79 Jahren.

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