Home
http://www.faz.net/-gqg-sgh3
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Gesundheitsreform Ministerium: Keine Änderung bei Praxisgebühr

05.05.2006 ·  Das Gesundheitsministerium hat Berichte über Änderungen bei der Praxisgebühr als „Unsinn“ zurückgewiesen. Laut weiteren Gerüchten über Details der Gesundheitsreform sollen Kassenbeiträge auch auf Mieten und Kapitaleinkünfte erhoben werden.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (3)

Das Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung hat einen Zeitungsbericht über eine angeblich geplante Änderung bei der Praxisgebühr als „Unsinn“ bezeichnet. Über die Praxisgebühr sei in der Arbeitsgruppe Gesundheit der Koalition gar nicht gesprochen worden, sagte Ministeriumssprecher Klaus Vater am Freitag in Berlin. Er sehe keine Forderungen, die in diese Richtung gehen. Offenkundig versuche jemand, die Beratungen zu stören, so Vater.

Die Tageszeitung „Die Welt“ hatte unter Berufung auf Koalitionskreise berichtet, Patienten sollten künftig nicht mehr eine Praxisgebühr von zehn Euro pro Quartal zahlen, sondern pro Arztbesuch fünf Euro entrichten. Auf diese Weise könnten die gesetzlichen Kassen schätzungsweise eine Milliarde Euro zusätzlich einnehmen, berichtete die Zeitung. Die Praxisgebühr gibt es seit 2004.

Kassenbeiträge auch auf Mieten und Kapitaleinkünfte

Zudem sei es wahrscheinlich, daß die große Koalition Kassenbeiträge auch auf Mieten und Kapitaleinkünfte erheben lasse, hieß es in dem Bericht weiter.

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Wolfgang Böhmer sprach sich unterdessen dafür aus, Risikosportarten aus dem Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen auszugliedern. Wer solche Sportarten betreibe, solle sich dafür künftig über eine private Unfallversicherung absichern, sagte der CDU-Politiker der „Berliner Zeitung“.

Begünstigung von Gesundheitsbewußten

Die meisten Kosten verursachten Gesundheitsschäden, die mit Lebensgewohnheiten zusammenhingen. Das gelte auch für Übergewicht. Daher müßten diejenigen, die gesundheitsbewußt lebten, begünstigt und die anderen stärker in die Verantwortung genommen werden.

Fachpolitiker der Koalition wollen bis zur Sommerpause Eckpunkte für die Gesundheitsreform erarbeiten. Dazu tagen sie derzeit hinter verschlossenen Türen. Zu Beginn berieten sie in dieser Woche über Veränderungen bei den Ausgaben.

  Weitersagen Kommentieren Merken Drucken
Weitersagen

Barrosos Verantwortung

Von Werner Mussler, Brüssel

Die EU-Kommission schaut den EU-Staaten auf die Finger: Sind ihre Haushalte in Ordnung? Wie sie diese Kontrolle ausübt, wird sich in der Politik entscheiden - abhängig davon, ob sich der französische Weg oder der deutsche Weg zur Krisenbekämpfung durchsetzt. Mehr 2 5

30.05.2012 17:45 Uhr
  Vortag
Dax 6.280,80 −1,81%
 OK
NameKursProzent
FAZ-INDEX 1.368,84 −1,82%
Dow Jones 12.428,40 −1,21%
EUR/USD 1,2398 −0,73%
Rohöl Brent Crude 103,44 $ −3,19%
Gold 1.579,50 $ 0,00%
Umfrage

Anonym bewerben? Ist das gut?

Alle Umfragen

Bitte aktivieren Sie ihre Cookies.