Home
http://www.faz.net/-gqg-78447
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, HOLGER STELTZNER
easyfolio

Gesetze nur in fünf Bundesländern 30.000 Menschen wollen ausländische Abschlüsse anerkennen lassen

Darf der Ingenieur aus dem Iran auch in Deutschland als Ingenieur arbeiten? Seit einem Jahr gilt ein Gesetz, mit dem ausländische Berufsabschlüsse schneller anerkannt werden sollen. Aber erst fünf Länder sind mit ihren Vorbereitungen fertig.

© dapd Vergrößern Deutschland braucht ausländische Fachkräfte

Ein Jahr nach Inkrafttreten eines Bundesgesetzes zur schnelleren Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse hat sich Bildungsministerin Johanna Wanka (CDU) zufrieden mit der bisherigen Resonanz gezeigt. „Das Gesetz zeigt Wirkung“, erklärte sie in Berlin. Nach Schätzungen seien rund 30.000 Anträge auf Anerkennung gestellt und die Mehrzahl der Abschlüsse als gleichwertig anerkannt worden. Das sei „ein wichtiger Beitrag zur Fachkräftesicherung“.

Das sogenannte Anerkennungsgesetz war am 1. April 2012 in Kraft getreten. Es regelt das Verfahren bei Berufen, für die der Bund zuständig ist. Daneben gibt es aber auch landesrechtliche Regelungen für zahlreiche Berufe. Allerdings gelten bislang nur in fünf Ländern entsprechende Gesetze.

Arbeitgeber: Gesetz wichtig gegen Fachkräftemangel

Anerkennungsgesetze sind nach Angaben von Sachsen-Anhalts Wissenschaftsministerin Birgitta Wolff (CDU) in Hamburg, Niedersachsen, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern und im Saarland in Kraft getreten. In Bayern und Nordrhein-Westfalen berieten die Landtage solche Gesetze zur Zeit. In Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein gebe es Regierungsentwürfe. Es habe sich bestätigt, „dass der Bedarf auch im landesrechtlich geregelten Bereich groß ist, beispielsweise bei Lehrern, Erziehern und Ingenieuren“, erklärte Wolff.

Mehr zum Thema

Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) hob die Bedeutung des Gesetzes für die Unternehmen im Kampf gegen den Fachkräftemangel hervor. „Das Anerkennungsgesetz hilft unmittelbar den Inhabern ausländischer Berufsabschlüsse, aber auch den Unternehmen, die dringend auf qualifizierte Fachkräfte angewiesen sind“, erklärte BDA-Geschäftsführungsmitglied Peter Clever.

Quelle: AFP

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Insgesamt 25 Milliarden Euro Wer wie viel für die Sozialhilfe ausgibt

Die Stadtstaaten haben es nicht leicht: Pro Kopf geben sie deutlich mehr Geld für Sozialhilfe aus als die Flächenländer. Auch zwischen Ost und West gibt es weiterhin eine große Lücke. Mehr

23.10.2014, 11:56 Uhr | Wirtschaft
Polizei sprengt Pädophilen-Ring

Die Polizei in Sachsen-Anhalt hat einen bundesweit vernetzten Pädophilen-Ring aufgedeckt. Mehr

05.05.2014, 19:14 Uhr | Aktuell
Unfall Zwei Tote und 47 Verletzte bei Busunglück in Brandenburg

Sie wollen nach Polen zum Einkaufen - und geraten in einen schweren Unfall: Ein Reisebus mit dutzenden Menschen aus Sachsen-Anhalt ist im brandenburgischen Havelland verunglückt. Mehr

18.10.2014, 12:17 Uhr | Gesellschaft
Ehemaliger Ministerpräsident Höppner gestorben

Der ehemalige Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt ist tot. Der 65-jährige SPD-Politiker starb in der Nacht zu Pfingstmontag. Er litt seit Jahren an Krebs. Mehr

09.06.2014, 15:26 Uhr | Politik
Kein Nutzen Meck-Pomm twittert nicht mehr

Als erste Landesregierung stellt die von Mecklenburg-Vorpommern die Nutzung sozialer Medien ein. Grund: Es bringt nichts. Mehr

15.10.2014, 06:34 Uhr | Wirtschaft
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 03.04.2013, 12:34 Uhr

Indonesiens unerfahrener Hoffnungsträger

Von Christoph Hein, Singapur

Gerade wurde Indonesiens neuer Präsident Joko Widodo eingeschworen. Die Erwartungen an ihn sind riesig. Aber ist er seinem Amt gewachsen? Mehr


Die Börse
Name Kurs Änderung
  Dax --  --
  F.A.Z.-Index --  --
  Dow Jones --  --
  Euro in Dollar --  --
  Gold --  --
  Rohöl Brent --  --

Grafik des Tages Wie wichtig ist die Raumfahrt für Deutschland?

Dass die Raumfahrernation Amerika viel in die Erforschung des Weltraums investiert, ist keine Überraschung. Aber selbst in Italien, Japan und Frankreich hat die Raumfahrt einen höheren Stellenwert als hierzulande. Mehr 4

Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden