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Gesetze nur in fünf Bundesländern : 30.000 Menschen wollen ausländische Abschlüsse anerkennen lassen

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Deutschland braucht ausländische Fachkräfte Bild: dapd

Darf der Ingenieur aus dem Iran auch in Deutschland als Ingenieur arbeiten? Seit einem Jahr gilt ein Gesetz, mit dem ausländische Berufsabschlüsse schneller anerkannt werden sollen. Aber erst fünf Länder sind mit ihren Vorbereitungen fertig.

          Ein Jahr nach Inkrafttreten eines Bundesgesetzes zur schnelleren Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse hat sich Bildungsministerin Johanna Wanka (CDU) zufrieden mit der bisherigen Resonanz gezeigt. „Das Gesetz zeigt Wirkung“, erklärte sie in Berlin. Nach Schätzungen seien rund 30.000 Anträge auf Anerkennung gestellt und die Mehrzahl der Abschlüsse als gleichwertig anerkannt worden. Das sei „ein wichtiger Beitrag zur Fachkräftesicherung“.

          Das sogenannte Anerkennungsgesetz war am 1. April 2012 in Kraft getreten. Es regelt das Verfahren bei Berufen, für die der Bund zuständig ist. Daneben gibt es aber auch landesrechtliche Regelungen für zahlreiche Berufe. Allerdings gelten bislang nur in fünf Ländern entsprechende Gesetze.

          Arbeitgeber: Gesetz wichtig gegen Fachkräftemangel

          Anerkennungsgesetze sind nach Angaben von Sachsen-Anhalts Wissenschaftsministerin Birgitta Wolff (CDU) in Hamburg, Niedersachsen, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern und im Saarland in Kraft getreten. In Bayern und Nordrhein-Westfalen berieten die Landtage solche Gesetze zur Zeit. In Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein gebe es Regierungsentwürfe. Es habe sich bestätigt, „dass der Bedarf auch im landesrechtlich geregelten Bereich groß ist, beispielsweise bei Lehrern, Erziehern und Ingenieuren“, erklärte Wolff.

          Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) hob die Bedeutung des Gesetzes für die Unternehmen im Kampf gegen den Fachkräftemangel hervor. „Das Anerkennungsgesetz hilft unmittelbar den Inhabern ausländischer Berufsabschlüsse, aber auch den Unternehmen, die dringend auf qualifizierte Fachkräfte angewiesen sind“, erklärte BDA-Geschäftsführungsmitglied Peter Clever.

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