Home
http://www.faz.net/-gqg-78447
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Gesetze nur in fünf Bundesländern 30.000 Menschen wollen ausländische Abschlüsse anerkennen lassen

 ·  Darf der Ingenieur aus dem Iran auch in Deutschland als Ingenieur arbeiten? Seit einem Jahr gilt ein Gesetz, mit dem ausländische Berufsabschlüsse schneller anerkannt werden sollen. Aber erst fünf Länder sind mit ihren Vorbereitungen fertig.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (14)
Lesermeinungssuche (gesamt):
Sortieren nach
alois schneider
alois schneider (formal) - 04.04.2013 15:09 Uhr

@ Ulli Schnappe

eine mangelnde Flexibilität würde ich nicht unterstellen. Ich habe in meinem Bekanntenkreis Ingenieure, die denken sogar ans Auswandern. Sie sagen, sie haben sich nicht 8 Semester in einem anspruchsvollen Studium gequält, um arbeitslos zu sein.
150.000 höchstqualifizierte Deutsche wandern jedes Jahr aus. Ein unwiderbringlicher Verlust an Intelligenz und Fachkraft.
Doch das interessiert seltsamerweise keinen Politiker.
Das zeigt, das es nicht um Fachkräfte geht, sondern um Masseneinwanderung.
Hier hat sich eine Allparteienkoalition gebildet.
FDP und CDU tun es als Lobbyisten der Wirtschaft (das erklärt, warum sie auf einmal für multikulti sind), rot/grün tut es, weil sie die bürgerlich kapitalistische Gesellschaft zerstören wollen.
Eine mächtige und tödliche Koalition gegen den deutschen Arbeiter hat sich da etabliert.

Empfehlen
Roman Wagner
Roman Wagner (JoBravo) - 03.04.2013 20:47 Uhr

Ausgezeichnete Arbeit der Lobbyisten.

Deutschland hat keinen Mangel an Fachkräften. Weder im Ingenieurwesen noch in der IT. Was die Industrie braucht sind nicht die Fachkräfte, sondern Sklaven. Und einen gekauften Abschluss anerkennen zu lassen ist übrigens auch schneller und günstiger. Sollten wir das nicht alle machen? Dann hätte auch jeder einen "One-Click"-Doktor haben können und Industrie hätte Millionen von "Fachkräften". Eine Win-Win-Situation oder nicht?

Empfehlen
Tobias Opitz
Tobias Opitz (Lord_MD) - 03.04.2013 19:40 Uhr

Anerkennung günstiger als Ausbildung

Ich bin einer von diesen Bachelor-Absolventen und mache derzeit meinen Master, weil ein Bachelorabschluss heutzutage lediglich bedeutet, dass man in der Lage ist, sich in kürzester Zeit ein Schema einzuprägen und dieses in noch kürzerer Zeit anzuwenden, ohne auch nur den Funken einer Ahnung zu haben, warum man das macht und wozu man es gebrauchen könnte. Man wird (insbesondere an einer tollen möchtegern "Elite-Uni") nicht zum eigenständigen Denken angeleitet, sondern lediglich dazu, bekanntes zu wiederholen.

Unser Problem ist also nicht der Fachkräftemangel, sondern ein falsches Bildungssystem, welches keine kreativen Lösungsfinder, sondern schnell billige Arbeitnehmer produziert. Und da man hier leider 12 Jahre Schule + 3 Jahre Bachelor abwarten muss, was immer noch zu lange dauert und zu teuer ist, müssen nun Arbeitnehmer importiert werden...

Empfehlen
Thomas Anders
Thomas Anders (Luckner) - 03.04.2013 18:17 Uhr

Das ist eine Riesenchance für Deutschland.

Autos, die hier von fachlich hochqalifizierten iranischen Ingenieuren konstruiert werden, könnten Deutschland endlich die Möglichkeit eröffnen, technisch zur iranischen Automobilindustrie aufzuschließen. Das akademische Niveau in Deutschland könnte von ausländischen Wissenschaftlern gewaltig profitieren, der Aderlass an jungen hochqualifizierten Deutschen, die bisher noch unser Land verlassen müssen, um an pakistanischen oder ghanaischen Universitäten einen international anerkannten Abschluß zu erwerben, würde endlich versiegen. Anatolische Lehrer können an deutschen Gymnasien muttersprachlichen Unterricht halten! Und Ärzte aus China und aus Benin könnten mit pulverisierten Innereien und Voodoo Krankheiten heilen, denen deutsche Ärzte jetzt noch vollkommen hilflos gegenüberstehen. Nicht zu vergessen die Berufe, die oft ganz ohne qualifizierten Abschluß ausgeübt werden: Wenn Silvio Berlusconi hier kandidieren dürfte, ich würde ihn wählen. Hier kann er wenigstens nix mehr kaputtmachen.

Empfehlen
alois schneider
alois schneider (formal) - 03.04.2013 17:11 Uhr

es gibt 40.000 arbeitslose deutsche Ingenieure

allerdings haben die einen großen Nachteil. Sie wollen ein Gehalt, das über H4 liegt.
Die Strategie der Wirtschaft, durch Masseneinwanderung und Massenanerkennung von ausländischen Abschlüssen Druck auf die Fachkräftelöhne auszuüben, ist offensichtlich.
Das Vorbild ist der Niedriglohnbereich, wo inzwischen durch Masseneinwanderung Dumpinglöhne weit unter H4 normal sind. Leuten, denen das nicht reicht, wird direkt gesagt, sie können ja beim Sozialamt aufstocken, deren Zahl deshalb rasant wächst.
Das versucht man sich auch für den Fachkräftesektor.
Warum ? weil es möglich ist.
Weil wir Politiker haben, die zu dumm sind oder ganz andere Interessen verfolgen.

Empfehlen
Christian Heine

Wenn man z.B.

im Pflegebereich vernünftige Löhne zahlen würde, gäbe es auch genug inländische Arbeitnehmer. So aber muß man wohl fremde Abschlüsse anerkennen und sich die Pflegerinnen aus China holen, wie gestern hier zu lesen war. Ob die dann die Pflegebedürftigen noch verstehen, ist die Frage. Wer will sie schon machen, diese ganzen 1000 Euro Jobs (oder gar noch weniger)?

Empfehlen
Michael Scheffler

Erstaunlich ist es, dass offensichtlich linke Bundesländer

diesen Fachkräftebedarf sehen. Warum können die Antragsteller nicht einfach an den deutschen Lehreinrichtungen ein paar Prüfungen zum Nachweis ihrer Qualifikation durchführen. Es sollte doch für sie ein Leichtes sei?

Empfehlen
Karsten Krug
Karsten Krug (kkrug) - 03.04.2013 14:41 Uhr

Bitte auch Apotheker, Manager und Politiker auch berücksichtigen

in diesem Berufsfeldern sehe ich besonderen Bedarf für ausländische Fachkröfte, um unseren dumpfen und miesen Arbeitsmarkt zu bereichern.

Die Apotheker sind noch im mittelalterlichen Zünftewesen verhaftet, die Manager raffen ohne Sinn und Verstand und die Politiker vertreten die Großindustrie....

Empfehlen
bernd stegmann

"Deutschland braucht ausländische Fachkräfte" und hat ca.10 Millionen Hartz4-Empfänger. Besser lässt

sich dieser Narrenstaat wirklich nicht beschreiben.

Empfehlen
Alexander Pfaff

Der deutsche scheint der dümmste Mensch auf Erden zu sein!

Deutsche können nicht für die Industrie ausgebildet werden, also brauchen wir ausländische Facharbeiter. Die CDU macht sich stark für Immigranten in der Politik. Wir armen Deutschen scheinen einfach für nichts gut genug zu sein. Wir sind doch das Volk der Vollidioten.

Empfehlen
Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 03.04.2013 17:25 Uhr
Gert Müller

spezielle Talentierung

Der Deutsche eignet sich besonders als Demonstrant gegen Freiheit, Demokratie und
Wohlstand. Er hat ständig Angst um seine Gesundheit und wählt deswegen grün, weil er
glaubt, dass das bio sei und vor japanischen Gammastrahlen schützt. Er glaubt, dass an seiner
ständig steigenden Stromrechnung die Kapitalisten schuld sind, weil Sonne und Wind den
Strom ja umsonst liefern.

Empfehlen
Michael Scheffler

Und eben deswegn daddeln wir wie die Verrückten und halten

die EU am Laufen. Wissen Sie, dass DDR eine Abkürzung für "der dumme Rest" war? 25 Jahre danach sind wir wieder da.

Empfehlen
Klaus Letis

Flickschusterei

Weil sich Bund und Länder in Bildung nicht einigen können, gibts wieder improvisiertes mit möglicherweise schlechter Qualität. Wann wird endlich der Föderalismus auf eine vernünftiges Maß zurecht gestutzt oder völlig abgeschafft? Eine neue Verfassung ist überfällig.

Was wird dann passieren, wenn die Freizügigkeit ab 2014 voll in Kraft tritt?
Kommen dann die Rumänen zum Zahnarztbesuch nach Deutschland?

Empfehlen
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 03.04.2013 17:13 Uhr
Gert Müller

so nicht

Was wird dann passieren, wenn die Freizügigkeit ab 2014 voll in Kraft tritt?
Kommen dann die Rumänen zum Zahnarztbesuch nach Deutschland?

Das eher nicht, aber jeder Zigeuner, der eine Ausbildung zum Kesselflicker hat, bekommt
die Anerkennung zum Zahnarzt.

Empfehlen

03.04.2013, 12:34 Uhr

Weitersagen
 

Der neue Kampf um die 35 Stunden

Von Ralph Bollmann

Väter sollen künftig weniger arbeiten, aber Mütter sollen mehr arbeiten: In Deutschland wird über die Familienarbeitszeit debattiert. Ein neuer Verteilungskampf hat begonnen. Mehr 28 8


Die Börse
Name Kurs Änderung
  F.A.Z.-Index --  --
  Dax --  --
  Dow Jones --  --
  Euro in Dollar --  --
  Gold --  --
  Rohöl Brent --  --