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Gescheiterte Rebellion Hausärzte-Chef Hoppenthaller gibt auf

 ·  Er hat den offenen Aufstand geprobt: Der Chef des Bayerischen Hausärzteverbandes, Wolfgang Hoppenthaller, wollte seine Kollegen dazu bewegen, kollektiv aus dem Kassensystem auszutreten, um für die eigenen Interessen zu kämpfen. Doch zu wenige wollten mitmachen. Jetzt ist er zurückgetreten.

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Als Konsequenz aus der gescheiterten Revolte gegen die Krankenkassen ist der Vorsitzende des bayerischen Hausärzteverbands, Wolfgang Hoppenthaller, von seinem Posten zurückgetreten. „Um künftigen Verhandlungen mit der Bayerischen Staatsregierung und mit den Krankenkassen nicht im Wege zu stehen, habe ich mich dazu entschlossen, alle politischen Ämter niederzulegen“, teilte er am Donnerstag in einer persönlichen Erklärung mit. HDer bayrische Gesundheitsminister Markus Söder (CSU) hatte Hoppenthaller zuvor zum Rücktritt aufgefordert. Hoppenthaller war auch stellvertretender Vorsitzender des Deutschen Hausärzteverbands.

Der von Hoppenthaller initiierte Ausstieg der bayerischen Hausärzte aus dem Kassensystem war am Mittwochabend gescheitert. Mit der Rückgabe der Zulassungen wollten die Mediziner im Streit mit den Kassen Druck für eine Verlängerung der Hausarztverträge machen (siehe Bayerns Ärzte begehren auf). Bei einer Versammlung in Nürnberg wurde das nötige Zustimmungsquorum von 60 Prozent für die Rückgabe der Kassenzulassungen aber klar verfehlt. Von rund 7000 organisierten Hausärzten votierten laut Hoppenthaler 2801 für den Ausstieg. Zunächst hatte Hoppenthaller die Frist bis zum 18. Februar verlängert, bis zu der die bayerischen Hausärzte entscheiden können, aus dem System der Gesetzlichen Krankenversicherung auszusteigen. In seiner persönlichen Erklärung teilte er nun mit: „Gleichzeitig haben ich und meine Vorstandskollegen aufgrund der aktuellen Entwicklung entschieden, den Korb zu schließen.“

Mit Blick auf das nicht erreichte Quorum für die Rückgabe der Kassenzulassungen erklärte Hoppenthaller: „Die heftigen Drohungen seitens der Kassen und der Bayerischen Staatsregierung haben viele Kollegen davon abgehalten, diesen entscheidenden Schritt aus dem Kollektivvertragssystem heraus mitzugehen.“

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Protektionismus nach Brüsseler Art

Von Hendrik Kafsack, Brüssel

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