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Geldpolitik : Italiens Finanzminister: EZB wird Anleihekäufe beenden

  • Aktualisiert am

Italiens Finanzminister Pier Carlo Padoan Bild: AFP

Wie lange noch kauft die Europäische Zentralbank jeden Monat Staatsschuldtitel für Milliarden Euro? Italiens Finanzminister macht eine Prognose – und sagt auch, was das für sein Land bedeutet.

          Italiens Finanzminister rechnet damit, dass die Führung der Europäischen Zentralbank (EZB) eher früher als später beschließen wird, die monatlichen Wertpapierkäufe weiter zurückzufahren und schließlich ganz einzustellen. „Wir werden sehen, wann das genau sein wird, aber in der nicht allzu fernen Zukunft“, sagte Pier Carlo Padoan während einer Veranstaltung in Bologna am Wochenende nach Angaben des Finanzdienstes Bloomberg.

          Weiter und bezogen auf sein Heimatland erläuterte der Kassenwart demnach: „Das ist offensichtlich ein sehr wichtiger Aspekt für ein Land mit hohen Staatsschulen wie Italien. Offensichtlich muss Italien vorbereitet sein.“

          Italien ist mit deutlich mehr als dem Volumen seiner Wirtschaftsleistung (Bruttoinlandsprodukt) verschuldet. Innerhalb der Währungsunion weist gemessen an dieser Kennzahl nur das in einem Hilfsprogramm steckende Griechenland einen höheren Wert auf. Der italienische Verschuldungsgrad erhöhte sich infolge der Finanzkrise deutlich. In den Jahren zuvor war er - wenn auch leicht, aber ziemlich kontinuierlich - zurückgegangen.

          Die Europäische Zentralbank wiederum hatte im Dezember des vergangenen Jahres beschlossen, die monatlichen Wertpapierkäufe zu verringern. Seit April kauft sie für 60 Milliarden Euro vielfach Staatsschuldtitel, zuvor waren es 80 Milliarden Euro gewesen.

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