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Für hochwertige Produkte : Verbraucherschützer fordern längere Garantiezeiten

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Neuwagen von Volkswagen: Auch der Abgasskandal habe gezeigt, dass zwei Jahre Gewährleistungsfrist zu kurz seien, sagen die Verbraucherschützer. Bild: dpa

Elektrogeräte, Autos oder andere hochwertige Produkte halten oft deutlich länger als zwei Jahre. Deshalb sollten sie auch längere Garantiezeiten haben, fordern jetzt Verbraucherschützer. Aber wird’s dann auch teurer für die Kunden?

          Die Verbraucherzentralen dringen auf längere Garantiezeiten für hochwertige Produkte wie Elektrogeräte oder Autos. Es gebe viele Gegenstände, die deutlich länger als zwei Jahre halten, was sie versprechen, sagte der Chef des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv), Klaus Müller, der Deutschen Presse-Agentur.  Man könne aber auch nicht für alles vier, fünf oder sechs Jahre Garantie aussprechen. Die Politik sollte daher nach Konsultation mit den Herstellern festlegen: „Produkte, die längere Verwendungszeiten haben, für die kann es auch eine längere Garantiezeit geben.“

          Dabei spielen die Verbraucherschützer eigentlich auf Gewährleistungszeiten der Hersteller an, was im Volksmund aber häufig mit dem Begriff „Garantie“ synonym verwendet wird. Während eine Garantie freiwillig von Händlern gegeben wird, sind Gewährleistungsfristen gesetzlich geregelt. Trotzdem wird auch die Gewährleistung oft als „Garantie“ bezeichnet.

          Autos hätten beispielsweise keine Haltbarkeit von zwei Jahren, sagte Müller. „Das wäre absurd.“ In Leitlinien des vzbv zur Bundestagswahl, über die an diesem Montag auch beim Deutschen Verbrauchertag in Berlin diskutiert werden soll, heißt es: Der VW-Skandal habe gezeigt, dass zwei Jahre Gewährleistungsfrist bei langlebigen und hochwertigen Gebrauchsgütern zu kurz wären.

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          Längere Garantiezeiten könnten sich im Preis niederschlagen, wofür Verbraucher dann aber auch einen Mehrwert bekämen. „Unter dem Strich profitieren von höherer Produktqualität Verbraucher, Handel und Umwelt“, sagte der vzbv-Chef mit Blick etwa auf weniger Elektroschrott. Generell zu Garantie-Bedingungen erläuterte er: „Viele Menschen denken, sie haben zwei Jahre Gewährleistung.“ Kunden müssten aber wissen, dass sie nach einem halben Jahr selbst beweispflichtig seien. Stattdessen sollten die Hersteller zwei Jahre in der Pflicht sein, forderte Müller.

          Handlungsbedarf sehen die Verbraucherzentralen auch mit Blick auf Kunden, die beim Einkauf auf nachhaltige Produktion achten wollen. Nötig wären klare gesetzliche Standards, worauf Verbraucher sich bei der Kennzeichnung verlassen könnten, sagte Müller. Bei Textilien, Möbeln oder Elektrogeräten gehe es etwa um Umweltstandards und Arbeitsschutzbedingungen. Ziel müsse eine einfache Kennzeichnung sein, die Menschen verstehen könnten.

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