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HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Fünf Jahre nach der Lehman-Pleite Der Steuerzahler haftet noch immer für die Banken

 ·  Fünf Jahre nach dem Zusammenbruch von Lehman müssen Banken weiterhin von den Staaten gerettet werden. Die Regierungen bemühen sich um Lösungen, aber sie subventionieren das Finanzsystem weiterhin.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (67)
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Fred Ruegg
Fred Ruegg (fredruegg) - 17.09.2013 12:36 Uhr

Leo Eckmann, Frank, George, ich bin auf Eurer LInie

will aber noch weiter gehen. Die Situation beweist, di von uns gewählten Politiker/innen selbst&di Experten di deren Gehör haben,(fast) keine Ahnung haben von d sumpfigen “Grundlagen” auf denen Banken- & Geldsysteme herumwackeln. So Schleudern sie,eilen mit Geld der Steuerzahler d Banken & Grossbetrieben z Hilfe weil sie d Untergangsprofezeiung total glauben.
Nein, Steuerzahler solche Hilfe vehement ablehnen. Es wird keinen Untergang geben.Doch EU Staaten(die Stimmbürger in Toto)müssen Banken übernehmen, Girogeld abstreichen, konkrete Natur Werte, wie Land & Rohstoffe, verstaatlichen & diese dann dieBearbeiten wollen, langzeit vermieten für d Wert d erwarteten Wertschöpfung minus Kosten +nötige Gewinne. Aber Gebäude, Fabriken/Anlagen,Maschinen, Häuser bleiben den Besitzern,Abgaben frei. Diese Total Gewinnschöpfung d Staates is Wert & Sicherheit d EU National Währungen &finanziert auch Staatshaushalte. Euro wird nur internationale Währung auch zwischen EU Nationen. Alle mit eigenen ZB's

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Leo Eckmann
Leo Eckmann (Eckig) - 16.09.2013 11:39 Uhr

"Systemkritisch"? Welch Hohn!!!

Weder die Commerzbank noch irgend eine andere der als "systemkritisch" bezeichneten Banken war auch nur ansatzweise so groß wie Lehman... und ohne die geht es ja auch.
Wenn man sich dann mal das "Bad Bank"-Konstrukt genauer anschaut, dann stellt man fest, dass nach wie vor "Gewinne" den Banken, Verluste dem Steuerzahler zugeschrieben werden.
Fakt ist, dass ich keinen Cent unserer Steuergelder in irgendeine Bank, egal welche und wo, fliesen sehen will!!!
Und solange die Banken Geld vom Staat haben , sollten sehr harte Regelkn gelten auch und gerade, was die Dividienden betrifft. Aber genau hier tunnelt das Bad Bank Konstrukt die Zielsetzung, zum Vorteil der Bank-Aktionäre und zum Nachteil der Steuerzahler!

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Frank Linnhoff
Frank Linnhoff (wulewuu) - 16.09.2013 10:31 Uhr

Dem Problem auf den Grund gehen

Dank sei dem Autor für diesen wohltuend sachlichen Artikel. Ich bin erschüttert, erkennen zu müssen, dass die große Mehrheit unserer Politiker und Ökonomen offensichtlich nicht wissen, wie unser Geld- und Bankensystem funktioniert, dass sie offensichtlich nicht wissen, dass der allergrößte Teil unseres täglichen Zahlungsverkehrs nicht mit Geld, sondern mit einem Geldsurrogat stattfindet, welches den Banken, nicht den Kontoinhabern, gehört. Fast 90% unseres Zahlungsverkehrs findet per Überweisung mit digitalem Buchgeld der Banken statt, Giralgeld genannt. Banken erschaffen Giralgeld per Bilanzverlängerung per Kredit, zerstören es per Kreditbeendigung nach ihrem freien Willen, quasi ohne Kontrolle.

Der ganze Spuk des Casino-Finanzkapitalismus bräche zusammen, wenn den Banken das Privileg der Giralgeldschöpfung genommen würde. Es zeugt von einem hohen Mass an Ignoranz, dass dieses Thema nicht der Diskussion Wert zu sein scheint.

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Georg Schukat

die Bankenkrisenängste ersetzen die Maya-Kalender-Untergangsängste

sonst ist nicht so viel Substanz an den Lesermeinungen die hier veröffentlicht wurden.
Nein nach dem 22.9. geht weder der EURO noch Deutschland noch sonst wer unter.

Ja die Stützungsnotwendigkeit in der Krise war schmerzhaft und wurde und wird nur ungerne gewährt. Zu Recht sehen die fähigen Politiker keine Alternativen zu den Rettungsmaßnahmen.
Ein Zummmenbruch hätte alle mit sich gerissen, auch alle Steuerzahler. Es wurde nicht nur Banken und Gläubern geholfen, 99% der Deutschen, 99% der Europäer wären nicht heil aus der Krise heraus gekommen.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 16.09.2013 09:02 Uhr
Günter Düsterhus

Richtig Georg Schukat

Am 22.9 geht der EURO nicht unter. Wir werden abgekocht werden wie die
Frösche, ganz langsam.
Eingeklemmt zwischen Austerität und Inflation fällt die reale Kaufkraft
der Arbeiter und Angestellten seit 2 Jahrzehnten.
Das Eigentum weniger häuft sich genauso un - Merkl - ich wie der
Himalaja.
Eine Sternstunde und ein Weckruf war die Ablehnung des neoliberalen
Kriegs in Syrien im britischen Parlament. Aber Großbritannien steht
wie Spanien vor dem Ende seiner Existenz durch die
hemmungslose Bereicherung von Banken und Eignern.

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Kata Nimac
Kata Nimac (fatkat) - 15.09.2013 21:53 Uhr

und trotzdem

werden am Sonntag wieder die Parteien gewählt werden, die dem ESM und ESFS zugestimmt haben und die Ausbeutung des Volkes durch die Finanzwirtschaft dadurch legitimiert haben.

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Ulla Nachtmann

Reicht es noch nicht?

Man muss sich darüber wirklich aufregen:
.
"The SWIFT Takeover: With "Follow The Money", NSA Knows All About Your Spending Habits"
(zerohedge, eben)
/Die SWIFT Übernahme: Mit "verfolge das Geld", weiss die NSA alles über unsere Ausgabe Gewohnheiten)
.
WAS tut Frau Merkel und unsere s.g. Regierung dagegen?
Die Obama VSA und ihre "Dienste" werden immer unverschämter, dreister.
Aber wahrscheinlich macht die Brüssel Krake mit.
Wir müssen uns wehren - dringend.
Lasst es die Merkel Regierung fühlen am nächsten Sonntag - wie heute die FDP in Bayern!

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Marcel Mattern
Marcel Mattern (Sharki) - 15.09.2013 20:23 Uhr

Die Lehmann-Pleite war erst der Anfang und ist nichts im Vergleich zu dem was nach der Wahl kommt!

Ein kleiner Vorgeschmack, ein laues Lüftchen im Vergleich zu dem was in wenigen wenigen Wochen auf Deutsche zukommen wird! Das Ende und der Untergang der Deutschen ist doch mit Einführung des Euro schon seit 13 Jahren beschlossen und beschlossene Sache. Der Sack muss nur noch zugemacht werden bzw. die Katze wird wie immer nach der Wahl aus selbigem gelassen und diesmal ist die Katze nicht nur ein Stubentiger sondern ein richtiger Tiger!

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Wolfgang Wurtz
Wolfgang Wurtz (wolwul) - 15.09.2013 19:31 Uhr

Das hätte nicht sein müssen: Der Steuerzahler haftet noch immer für die Banken

Der normale Weg für eine Pleitebank ist der Weg in den Konkurs. Bei uns aber nicht. Merkel/Schäuble und Steinbrück haben sich vor Jahren entschlossen, jede noch so schlecht geführte Bank zu retten. Das heißt unser Geld ungefragt den Bankern in den Rachen zu schaufeln. Am Ende hat es aber wie bei jedem Konkurs nichts gebracht. Die Risiken sind immer noch da, das Geld ist verschwendet, Deutschland hat sich Schulden aufgeladen in Höhe einer Billion. Und es kommt aus der Nummer nicht mehr raus, weil Schäuble/Merkel nicht zugeben können, dass sie sich auf einen Holzweg begeben haben. Im Privatleben nennt man das Konkursverschleppung und diese ist strafbar. Politiker dagegen können nicht zur Rechenschaft gezogen werden. Sie haben das "Politikerprivileg". Warum eigentlich? Politikerhaftung muss endlich ins Gesetz geschrieben werden.

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Joachim Schroeder

Euro-Rettung hat keine Chance!

WiWo 14.09.2013, sollte eigentlich heißen, Bankenrettung hat
keine Chance, so daß sich in dieser EUdSSR das 'too big to
fail' in ein 'too big to save' der Banken gewandelt hat, zumal
es eine Illusion der Banken sein dürfte, daß der Derivaten-
markt nicht zusammenbrechen könnte, der mit dem wahr-
scheinlichen Staatsbankrotts nur eines 'EU'-Landes die
Kettenreaktion des Zusammenbruch des CDS Markts aus-
lösen wird, womit die fünf amerikanischen Großbanken
ihren Konkurs anmelden können, was mit der Finanzent-
wicklung in dieser EUdSSR immer wahrscheinlicher wird.
Verlassen wir uns da ganz auf die EZB, die mit Feuereifer
daran arbeitet.

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Ulla Nachtmann

Teil des Themas, der EFSF

..."dass die EFSF falsch bilanziere, wird durch eine Studie der Europäischen Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA) bestätigt "
.
Via mmnews: "EFSF Betrug"
- Studie belegt Vorwurf der Falschbilanzierung beim EFSF. AfD sieht sich in ihrer Haltung bestätigt.
.
Der EFSF (inzwischen auch der totalitäre ESM) ist Teil dieses Finanzsystems was schon längst durch Politiker, hätte geregelt werden müssen. So wurde es schließlich "nach Lehmann" versprochen. Passiert ist fast nichts.
Ich zweifle inzwischen daran ob je die Absicht überhaupt bestand!
Solange man die Steuerzahler ohne Konsequenzen für die Politiker plündern kann, gibt es dafür noch nicht mal einen echten Grund oder?

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günther reichert

Der Steuerzahler haftet noch immer für die Banken und Arbeitnehmer/Innen in zB großen

Unternehmen haften im Ergebnis auch noch für ambitionierte Ziele(die oft und nicht selten fehl gehen)ihrer Vorstände.
Solche Arbeitnehmer/Innen verlieren ihre Arbeitsstelle,weil Unternehmensteile geschlossen oder verkauft werden,um die ambitionierte Rendite zu erhalten.Und so ensteht eine Scheinleistung des Vorstandes.

Die Risikoverlagerung bei Banken und Unternehmen zu Dritten muss begrenzt werden.
Da in oberen Ebenen auch der Wirtschaft eigentlich nur noch Zahlen im Vordergrund stehen,insbesondere auch die Zahlen der Vergütung und Rückstellung für Pensiongeldern für Vorstande,muss hier eine Begrenzung oder eine realistischere Bewertung stattfinden.

Bisher sind noch nie negative variable Vergütungen(variabler Anteil neben Festgehalt)gegeben worden,während der normale Arbeitnehmer bis zur Führungskraft seinen Job verliert,wenn es Einbrüche des Gewinns gibt.

Scheinleistungen ,ob bei Banken oder Unternehmen,sollten genauer definiert werden und entsprechend nicht honoriert werden.

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Günter Düsterhus

Wenn jemand von Gewicht in der Gesellschaft

sagt, was ist, eine Verschwörung von Banken und Regierungen zur Ausbeutung
der real wirtschaftenden Bürger , wird er vernichtet.
Es ist egal wen wir wählen. Steinbrück ist Täter par Excellence.
25% Aktien der Commerzbank ohne Stimmrecht für das zichfache an Aktienwert
an Staatsknete plus Ankaufhilfe der Dresdener, war ein Meisterstück der perfiden
Staatsausbeutung.
354 Milliarden von der FET und dann noch die Postbank hinterher, Hurra
die Apokalyptischen Reiter arbeiten für die Deutsche Bank.

Nur ein Sturz der Einheitspartei könnte daran was ändern, aber Michel glaubt,
das Schattenboxen wäre echt.
Wir haben im Moment nur eine demokratische Partei im Bundestag und die Gehirnwäsche
hat 90 % Punkte.

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Karl-Heinz Andresen

Auslöser hin oder her - der Grund für die 08-Krise jedenfalls

war Clintons Gesetz zu Bevorzugung und Erleichterung der Finanzierung von Subprimern, die falsch konstruierten CDS der AIG als Versicherungen (für die hauptsächlich aus Immo-Finanzierungen konstruierten ABS) und deren Verbreitung über alle wesentlichen Finanzinstitute zwecks weiterer und leichter Bilanzverlängerung.

So verkürzt sich das medial und bewußt inszenierte Tohuwabou um die Krise auf im Wesentlichen einen politischen Fehler und versicherungstechnisches Unvermögen.

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Lothar Troeller

Kann mir jemand erklaeren

wieso Banken Geld brauchen, um gerettet zu werden? Ich schuette doch auch keine Kohle in eine Zeche, die nicht mehr funktioniert... oder pumpe Oel in eine Quelle...

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Jens Frisch
Jens Frisch (frischer) - 15.09.2013 16:53 Uhr

Bank vs. Wirtschaft

Wenn ich all diese Zahlen lese, bekomme ich den Eindruck, dass bei uns der Schwanz mit dem Hund wackelt.... und der Hund sind wir alle!

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Udo goldstein
Udo goldstein (goldi53) - 15.09.2013 16:46 Uhr

Schattenbanken ohne jegliche Regulierung

Als Ergänzung zu den noch offenen Fragestellungen gilt weiterhin das Thema der „Schattenbanken“. Auch hier ist eine Lösung in Ansätzen nicht erkennbar. Die „Schattenbanken“ haben nach Aussagen des Finanzstabilitätsrats heute ein Volumen von knapp 70 Billionen $, weltweit. Zum Vergleich: Der IWF hat für das Jahr 2012 ein BIP von weltweit 71,7 Bio. $ ermittelt. Alleine diese Größenordnungen zeigen, welches unreguliertes Potential es noch gibt.

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Closed via SSO
Klaus Wege (covenants) - 15.09.2013 16:02 Uhr

Lehman: Der Finanzsektor bebt(e), weil eine branchenweite (legalisierte) Bilanztäuschung aufflog

In den 90-ern haussierten US-Banknotierungen um den Faktor 20 bis 40. Ein Blick auf Industriewerte dieser Zeit zeigt, dass die Realwirtschaft dazu keine Grundlage bot.

Zur Befeuerung der irrealen Bankenhausse wurde ein System etabliert, das den Ausweis hoher Scheingewinne ermöglichte.
Hauptbaustein der Täuschung war (und ist) das Off-Balance-Sheet-Accounting, das Führen von Finanzvehikeln außerhalb der Bilanz:
Gewinne werden stets zur sichtbaren Bilanz herübergetunnelt. Korrespondierende Schäden und Risken aber systematisch in Finanzvehikeln versteckt. Gewinne sprudeln so wie "aus dem Nichts".
Treiber der Täuschung war ein Bonussystem, das Scheingewinne milliardenschwer belohnte.

Die Betrugswirtschaft flog auf, als schlicht die Liquidität versiegte (während die Bilanzen bis zuletzt appetitlich erschienen).

Mit Finanzvehikeln wie dem EFSF/ESM kopieren jetzt Staaten die betrügerische Bilanzpraxis: Durch sie bleiben 3stellige Milliardenabflüsse unsichtbar in den öffentl. Haushalten.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 16.09.2013 01:52 Uhr
Michael Schmidt

Möglich, aber

der amerikanische Staat hat sich meines Wissens inzwischen entschlossen, beide Gesellschaften abzuwickeln, das hieße, wenn auch die Mühlen langsam mahlen, sie mahlen immerhin. In Deutschland/Europa wartet man immer noch darauf, und unsere kleinere Regierungspartei insbesondere, dass so etwas vom Himmel fällt.

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Ulla Nachtmann

genau!

"Treiber der Täuschung war ein Bonussystem, das Scheingewinne milliardenschwer belohnte."
.
Und meines Wissens wurde jenes berüchtigte Bonussystem von einem CEO von Fannie Mae oder Freddy Mac "erfunden", der ein wichtiges Mitglied der Demokratischen Partei war.
Beide Immo Finanzierer gehören dem amerik. "Staat".
Man denkt dabei sofort an sowas wie gigantische Korruptionsvehikel.

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Werner Busch

Wer war der Auslöser?

Henry Paulson, damaliger Finanzminister: Ein ehemaliges Aufsichtsratmitglied bei Goldmann Sachs. Zu diesem Zeitpunkt war es ein willkommenes Mittel zum Zweck, den größten Konkurrenten loszuwerden. Die AIG und viele andere wichtige Banken hat er gerettet weil sonst Goldmann Sachs, dort stark involviert, in Schieflage geraten wäre. Ein offensichtliches und schändliches Spiel. Welches natürlich nicht geahndet und bestraft wurde. Was heute noch hinter den Kulissen dieser Finanzhäuser mit Hilfe der Politik abläuft ist schier unglaublich.
Ähnlichkeiten mit europäischer Politik sind rein zufällig.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 15.09.2013 18:19 Uhr
Ulla Nachtmann

ja, ja

und so läuft auch Jon Corzine, der hedge fund "manager" (und ehem. Dem Gov von NJ) noch frei herum und beansprucht Unschuld.

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Closed via SSO
Klaus Wege (covenants) - 15.09.2013 16:50 Uhr

@ Busch: Das Auslöser-Rührstück verbreiten die Bilanz-Frisierer von Lehman bis zur Heiserkeit ...

Es ist die Dolchstoßlegende eines ertappten Gauners, der für sich Unschuld und Freispruch reklamiert ... mit der dreisten Begründung, die korrupte Aufsicht lasse ihr nahestehende Täter schließlich auch ungeschoren.

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Herbert Eigler
Herbert Eigler (HEig) - 15.09.2013 14:55 Uhr

good grief

Wenn die Bürger misstrauisch sind und den Banken ihr Geld nicht zum Zocken geben, dann holt man es auf dem Umweg über die Staaten. Tja, und wenn die Geld zurückhaben wollten - wie hieß es so schön von dem irischen Banker "... da muss ich mir gleich die Unterwäsche wechseln..."

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Gottfried Lobeck
Gottfried Lobeck (golo7) - 15.09.2013 14:24 Uhr

"Die Regierungen bemühen sich..., aber sie subventionieren das Finanzsystem weiterhin."

Wir haben sie gewählt und werden genau diese erneut wählen. Da gilt es schon tiefer zu analysieren, denn viel spricht für eine weit verbreitete Verblendung, die trotz vielfältiger Möglichkeiten von Information und demokratischer Mitbestimmung der Gegenaufklärung diesen Siegeszug ermöglicht.
Ch. Freeland und H.J. Krysmanski beschreiben mit der globalen Herrschaft der Superreichen einen Tanz ums Goldene Kalb, der, Geldmacht als Tüchtigkeit verklärend, sowohl unser tief verwurzeltes Rang- und Machtstreben als auch den Agens-Zustand des reibungslosen Funktionierens angesichts einer Autorität nutzt und mit der Illusionsfähigkeit bezüglich der eigenen moralischen Überlegenheit wie auch der persönlichen Chancen verknüpft.
Sind Soros, Buffett, Gates, Chodorkowski oder Abramowitsch schuldig zu sprechen, nahmen Reagan, Thatcher oder Jelzin die entscheidenden Weichenstellungen vor oder ist das Riesenheer der machtandienenden Rechtfertiger, Beschützer und Minnesänger statt des Wählers anzuklagen?

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 15.09.2013 22:50 Uhr
Gottfried Lobeck
Gottfried Lobeck (golo7) - 15.09.2013 22:50 Uhr

@Uwe Bussenius

In diesem Zusammenhang geht mir eine Bemerkung von Karl Jaspers durch den Sinn: "Werden wir, wenn es uns als Produktions- und Konsumgesellschaft gut geht, so zufrieden mit dem Augenblick, so blind für Tatsachen, so verantwortungslos, so verlogen bleiben? Dann gehen wir einem Verhängnis entgegen, ganz anderer Art als dem Hitlers, und dann werden wir uns so wenig verantwortlich dafür fühlen, wie seinerzeit."

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Uwe Bussenius
Uwe Bussenius (uwebus) - 15.09.2013 16:22 Uhr

Herr Lobeck:

"Ch. Freeland und H.J. Krysmanski beschreiben mit der globalen Herrschaft der Superreichen einen Tanz ums Goldene Kalb,........"

Dies konnte man kürzlich im Fernsehen betrachten, als eine Versteigerung bei Sotheby's London gezeigt wurde. Ein "Kunstwerk" (ein eiförmiges Gemälde mit gelöcherter Oberfläche) wurde dort mal eben bis 9 Millionen Pfund ( > 10 Millionen €) hochgejubelt von einer Ansammlung blasierter Damen und Herren des Geldadels, denen die Millionen so locker sitzen wie bei uns die Münzen.

Irgendwann werden wir wieder einen "Sturm auf die Bastille" erleben, wenn das so weitergeht, denn in Spanien und Griechenland beginnen mittlerweile Kinder an Unterernährung zu sterben. Es ist wirklich zum Kotzen mit ansehen zu müssen, wie unsre Politiker über die Bankenstützung diesen Geldadel fördern und so zur Verelendung weiter Bevölkerungsschichten beitragen. Kürzlich ging der Vorstand der Bank Santander in Rente mit 88 Millionen € Abschiedsgeschenk.

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15.09.2013, 10:30 Uhr

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