17.10.2011 · Bundesfrauenministerin Kristina Schröder zeigt sich zufrieden über die Selbstverpflichtung der Dax-Unternehmen, den Anteil von Frauen in Führungspositionen zu steigern - Arbeitsministerin von der Leyen bleibt misstrauisch.
Von Henrike Roßbach, BerlinRichtlinien für Lesermeinungen
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@ chrisx58 „Aber was machen wir, bis die besetzung nach der reinen Qualifikation...."
Das liest sich so, als wäre es schon politisch verordnet, wie etwa die „Sommerzeit“. Die Personalchefin meiner Niederlassung war eine Frau, bis sie von einem Mann abgelöst wurde, das hatte einen Grund. Ich habe mit Serviceingenieurinnen sehr gut zusammengearbeitet und es gibt genügend Frauen, die mittelständische Unternehmen leiten. Die treffen sich sogar einmal im Jahr zum Erfahrungsaustausch. Meine Heimatstadt hatte die Ehre mit einer Bürgermeisterin beglückt zu werden, auf „Wunsch“ verschiedener „Herren“. Die war aber nur die „Quotenfrau“ für die „Herren“ der SPD-Rathausfraktion und begann ihren Wiederwahlkampf schon 3 Wochen vor der Wahl, ging gottlob in die Hose. Was die beiden Politikerinnen antreibt, ist weiter unten zu lesen und läßt sich knapp mit politischem Aktionismus umschreiben, nach dem Motto: „Hauptsache wir haben etwas getan. Egal was es wird, auch wenn es Mist wird.“
Die Frauen in den Fuehrungsetagen
Die ganze Diskussion um die sg. "Frauenfoerderung", das Treffen mit den Fuehrungskraeften der DAX-Konzerne ist nur ein Schaulauf der Politik. Das hat die Teilnehmerin des Treffens, sie ist Vorstandsmitglied bei SAP, ziemlich deutlich, hervorragend verpackt, kundgetan. Bereits in den siebzigen Jahren gab es hierzulande Frauen die in den Fuehrungsetagen der Konzerne sassen. Das war z.B. seinerzeit der Fall bei der Deutsche Bank AG. In der Fuehrungsebene bei dem QUELLE-Konzern gab es nicht nur eine Chefin(Frau Prof.Dr. Grete Schickedanz), der Vorstand bestand zu 40% aus Frauen. Es gibt in der Nachkriegsgeschichte(nach 1945) der deutschen Konzerne eine Fuelle an ausgesprochen faehigen Frauen die in den Vorstandsetagen erfolgreich sassen und sitzen. Man machte und macht kein Wirbel drum, man ist erfolgreich. MfG. Dr. Emil Andabak
In der Theorie haben Sie und Ihre Kollegin ja einen ehrenwerten
Standpunkt. Aber was machen wir, bis die besetzung nach der reinen
Qualifikation sich durchgesetzt hat?
Allerdings haben Generationen von Herren keine Hemmungen gehabt,
Nutznießer der "Quote nahe 100%" zu sein. Natürlich
haben diese Herrren immer für sich in Anspruch genommen, nur nach
Qualifikation ausgesucht worden zu sein...
Aber gab und gibt es denn tatsächlich für jede
Top-Level-Position keine mögliche Kandidatin? Oder hat man nur
nicht nach ihr gesucht?
Wer wie qualifiziert ist, legen die Entscheider selbst fest.
Schließlich soll auch mit Quote keine unqualifizierte Frau den
Vorrang vor qualifizierten Kandidaten bekommen.
Frauen, die als „Quotenfrau“ herhalten müssen,
haben keinen Rückhalt, weder in der Politik noch in der Wirtschaft.
Die Besetzung eines Postens sollte immer nach Qualifikation und nicht
nach Geschlecht oder sozialistischer Gleichmacherei vorgenommen werden.
Einer meiner Kolleginnen wurde von Gewerkschaftern in den 1980er Jahren
ein Posten angetragen, sie hörte sich ihre Aufgabenstellung an und
sagte: Wenn ich eure Quotenfrau werden soll, müßt ihr euch
eine andere suchen.“ Die Herren suchten sich eine andere.
Quotenfrauen sind so überflüssig wie
Gleichstellungsbeauftragte in Schulen, in denen die Frauen idR in der
Überzahl vertreten sind.
Nein nicht Leonidas ist hier gemeint. 300 - das dürfte
ungefähr die Zahl der Vorstandposten jener 30 DAX-Unternehmen sein,
um deren Besetzung es hier geht. Auch die schärfste Formulierung
bliebe hinter dieser Realität zurück.
Wie steht's denn mit der Quote im eigenen Haus der Ministerinnen?
Bei Frau Schröder sind beide Staatssekretäre Männer und 4
der 5 Abteilungsleiter...
Bei Frau v.d.Leyen sind alle 4 Staatssekretäre Männer und die
Abteilungen nur mit Funktionen geschlechtsneutral im Orgplan. Ob das
einen Grund hat?
Sie haben natürlich Recht! Der Staat mischt sich ÜBERALL ungefragt ein. Und dass hier im speziellen Fall schwarzgelb den Vorreiter spielt, ist nicht zu akzeptieren.
Warum sollen Frauen plötzlich einen größeren Anteil in MINT-Fächern stellen? Nach 10 Jahren Förderung, u.a. mit hoch dotierten Pöstchen für Gleichstellung, haben wir immer noch einen einstelligen Frauenanteil in den MINT-Fächern. Aus diesen Absolventen rekrutieren die Unternehmen nun mal ihre Angestellten. Und aus diesen wiederum rekrutiert sich das Führungspersonal. Wenn wir z.B. im Maschinenbau weniger als 10% Frauen haben, warum soll dann in einem Maschinenbaubetrieb der Anteil der Frauen in der Führungsriege bei 50% liegen. Erklären Sie mir das mal!
„Spiel- und Entwicklungsraum“ wird es Zeit, dass es eine
Frauenquote gibt, einschließlich entsprechender Sanktionen. Wir
können nicht darauf warten, bis andere soweit sind.
Wie jeder Arbeitnehmer (ob Frau, Ausländer, jung oder alt)
müssen sich auch hier Frauen natürlich qualifizieren. Ich
denke jedoch, dass es bald danach keine Diskussion mehr geben wird. Das
aber diese Diskussion überhaupt noch nötig ist, zeigt ein
rückschrittliches Denken.
Bedenklich ist, dass es hier nur um die Fleischtöpfe geht
Es geht nicht um die Jobs, für die man cojones braucht: Bergwerk, Bau, Kampftruppe etc. Es geht komischerweise auch nicht darum, die Vorherrschaft von Frauen im Unbildungswesen zu brechen und z.B. 50% der höherdotierten Leitungsposten in Kindergärten etc. an Männer abzugeben. Wenn ich rotgrüne Gleichmacherei gewollt hätte, hätte ich lieber das Original gewählt.
Was soll dies komische Gezetere,
es wird immer wieder angeführt dass in anderen Ländern Europas viel mehr Frauen in Führungspositionen sitzen. Dann darf man doch zumindest in Deutschland die Frage stellen, wieso ist Deutschland die erste und beste Wirtschaftsnation und der grösste Zahlmeister der EU? Was will sich die EU in solche Angelegenheiten einmischen. Wenn es keine Arbeit gibt ausser Frauenquoten und Gurkenkrümmung, dann kann man die Zentrale in Brüssel auflösen. Alleine für Geldverteilung braucht man den Beamtenbunker nicht, das regelt in Deutschland eine Frau, unsere Bundeskanzlerin Angela Merkel. Dieses sollten sich die streitbaren Ministerinnen merken, dass Deutschland viel weiter ist als andere europäische Staaten.
Werner Berthold Günther Heike Heike Frank Holger
So könnte der masthead aussehen, wenn die führende
Qualitätszeitung Deutschlands zwei ihrer hervorragendsten
Journalistinnen für die Mitarbeit im Herausgebergremium gewinnen
könnte. Eines der Argumente aus Peter-Prinzip, daß eine
SuperJournalistin vielleicht nur eine mäßige Verwalterin
abgibt, sollte bei diesen Damen nicht greifen.
Wobei nicht jeder gute Lehrer als Rektor arbeiten will! Und die eher
qualvolle Zeit als Konrektor kommt halt vorher. Und in Firmen wie Bayer
darf man(n) behaupten, daß Juristen und VWLer nicht für alles
taugen. Es muß schon eine Ingenieur sein.
Die FAZ könnte jedenfalls vorausgehen und als männlicher Leser
freue ich mich über jeden Artikel, der mit Heike gezeichnet ist.
Frau Schmoll durfte ich an meiner ehemaligen Schule sogar
persönlich erleben.
Nüchtern betrachtet ist das Thema die Besetzung
von bis zu 30% der rd. 190 Vorstands- und wenigen hundert
Aufsichtsratspositionen von DAX-Unternehmen. Mithin wird Politik
für vielleicht 250 Frauen bundesweit betrieben.
Wer sind die Akteurinnen? Ministerin Schröder muss endlich etwas
liefern, darf sich aber durch eine gesetzliche Zwangsquote nicht Ihre
Zukunft mit/in der Industrie verscherzen. Ministerin von der Leyen
bringt sich machtgierig für die Zeit nach Merkel in Stellung.
Für die Frauen heißt das, dass sie unter zukünftig
geforderten Quoten nur eine x-beliebige, austauschbare Größe
sind. Denn bald werden auch andere gesellschaftlich relevante Gruppen
wie z.B. Homosexuelle und Behinderte Quoten fordern. Statt Eignung,
Leistung und Befähigung gilt eine Verhältnisgröße.
Und statt traditionelle Verhaltensmuster der Gesellschaft verändern
zu wollen und das Problem auf diesem Weg anzugehen, beharken sich die
beiden Ministerinnen nach Kräften. Natürlich im Interesse der
Frauen. Wie dilletantisch!
Schade, dass durch diesen unqualifizierten
Vorstoss der Politiker(frauen) alle die qualifizierten Frauen, die ein
solches Gesetz nicht benötigen, benachteiligt werden.
Zukünftig wird vorab abzuklären sein: "ist sie wirklich
gut oder eine Quotenfrau?".
Was dann mit einer Quotenfrau passiert? Angestellte entwickeln ein
feines Gefühl für unrechtmässig beförderte
Vorgesetzte wie eine jede Führungskraft weiss!
Ihr regt euch alle nur über die praktische Unsinnigkeit einer
Frauenquote auf.
An der Tatsache, daß es sich dieser Staat anmaßt, sich
derart weitgehend in die privaten Angelegenheiten der Bürger
einzumischen, stört ihr euch nicht?
Oder anders ausgedrückt, wenn dieser Staat einen Privatmann, sei es
ein Chef seiner Firma, ein Manager eines privaten Aktienunternehmens
oder ein einfacher Arbeiter, zu irgendetwas zwingt, oder ihm
irgendwelche Auflagen über sein privates Leben aufzwingt, die ihr
selber aber irgendwie gut findet, dann ist das in Ordnung???
Es ist nur nicht in Ordnung, wenn ihr es dumm findet? Sonst, wenn ihr es
richtig findet, darf sich dieser Staat sich in jedermanns
Angelegenheiten einmischen und Zwang ausüben?
Habt ihr denn überhaupt keinen Respekt vor der Verantwortung jedes
Menschen für sein eigenes Leben? Habt ihr keinen Freiheitsdrang?
Bin ich hier der einzige, mit Wut über solche Anmaßungen der
Staatsverwaltung und die Entmündigung der Bürger durch Bürokraten?
Soo komisch nun auch wieder nicht. . .
Grundsätzlich haben Sie völlig recht, Herr Hammer. Aber Sie
hätten die anderen Beiträge villeicht etwas gründlicher
lesen sollen: Es gibt hier durchaus einige (meine Wenigkeit
eingeschlossen), die sich über die Einmischung des Staates in
private Angelegenheiten beschweren.
Auf der anderen Seite aber ist es leider so, dass die meisten
Bürger gar nicht mehr merken, wie sehr diese staatliche Einmischung
schon fortgeschritten ist. Wir alle haben es über die Jahre
zugelassen, dass der Staat langsam und allmählich unser ganzes
Leben mit Regulierungen, Ge- und Verboten überzogen und damit eine
furchterregende Macht über uns erlangt hat. Und da stimme ich Ihnen
zu: Es ist unser aller Schuld, dass wir nicht rechtzeitig etwas gegen
diese Machtfülle unternommen haben. Es ist fünf vor zwölf
- wir müssen ganz schnell etwas ändern, sonst geht die
Demokratie vollends zum Teufel.
Die tun was!
Einfach so, ohne Qualifikation?
Die lustigen Weiber von Berlin sollen doch mal Nägel mit
Köpfen machen und für die DAX Konzerne Namen nennen und dann
natürlich für jeden einzelnen Personalvorschlag Verantwortung übernehmen.
PS Mein Sohn hat eine Kommilitonin, die gerne den Quotenfraubereich
"ohne Veratwortung" übernehmen würde. Fach? Ist doch egal!
Ich schlage vor die Vorstandsvergütung zu splitten: 400 EURO
für die Position und XXX.XXX,- für die Tätigkeit. 10
Frauen im Vorstand wären dann 4.000,- im Monat. Dem steht ein
poltical correctness Gewinn von 5.000 gegenüber.: Frauen im
Vorstand sind ein absolutee win-win!!!
PS kann mir einer sagen, was und sie Frauen in der Bundesregierung an
Positivem gebracht haben? Das war doch früher wirklich nicht
schlechter. Haben die etwas besser gemacht???
Quoten sind Mist - immer und überall!
Irgendetwas über eine Quotierung regeln zu wollen, bringt nur
Ungerechtigkeit. Und wieso maßt sich die Politik mal wieder an, in
Entscheidungen einzugreifen, die allein dem Eigentümer eines
Unternehmens zustehen? Oder ist das alles wieder ein
Ablenkungsmanöver von den größeren anstehenden Problemen
- auch gleich zu verbinden mit Geldzufluß in die Staatskasse bei Nichterfüllung?
Wer fragt eigentlich die Frauen? Manch eine hochqualifizierte Frau will
gar nicht in eine Führungsposition, weil ihr anderes wichtiger ist.
Will Frau v.d.L. solche Frauen vielleicht per Gesetz zwangsverpflichten?
Wäre der Dame glatt zuzutrauen.
Jedes Unternehmen hat seine speziellen Bedürfnisse, auf manchen
Posten sind Frauen besser, auf manchen Männer. Und für viele
Positionen gibt es nicht genügend Frauen. Woher also nehmen?
Wahrscheinlich wie in der Politik: Wenn man keine erste Garnitur hat,
dann macht man eben die zweite, dritte zu Ministern. Dann sieht's in der
Wirtschaft bald auch aus wie in der Politik
Welches Minister-Ressort fühlt sich nun dafür zuständig?
Neben Schröder und CDU-Parteikollegin vd Leyen will mit
Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) jetzt auch noch eine dritte
Quoten-Kabinettsvertreterin mit dem Thema Frauenförderung als
politisch erfolgreich gelten. Alle drei – flankiert von EU-Reding
und der Kanzlerin - wollen demonstrieren, wie ernst sie das Thema nehmen
und machen den Kampf zu ihrem eigenen Frauen-Machtspiel. Der verbissen
geführte Zoff wird nun auf offener Bühne für jeden
sichtbar. Um wie viele dieser Positionen geht es dabei
zahlenmäßig in D? 60, 80 oder 100? Dafür dieses
Getöse. Was für eine politische Nebelkerze!
.
Jede Frau, die in der Unternehmenshierarchie bisher schon aufgestiegen
ist, wird bestätigen, dass es vor allem Männer waren, die sie
gefördert haben.
Wenn dies das grösste Problem ist, na dann!
Möglichkeiten, sich zu profilieren gibt es genug. Unternehmer sollen sich um ihr Unternehmen kümmern, Politiker/innen um die Staatsführung. Wohin soll das führen, wenn sich unqualifizierte Politiker/innen in Sachen einmischen, wovon sie nichts verstehen. Die heutige Garde von Politiker/innen hat in den EU-Staaten in den letzten Jahren lediglich durch Versagen geglänzt. Zweifellos gibt es besser qualifizierte Frauen als Männer in Führungsetagen. Ein gutes Unternehmen kann es sich kaum leisten einen Personalentscheid aufgrund des Geschlechts statt der Qualität zu fällen.
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