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Donnerstag, 20. Juni 2013
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Frauen in Führungspositionen Familienministerin Schröder plädiert für flexible Quote

 ·  Vor dem Treffen mit den Personalchefs der Dax-Konzerne liegen die Vorstellungen über eine stärkere Förderung von Frauen weit auseinander. Die Arbeitgeberverbände sind gegen gesetzliche Festlegungen. Familienministerin Schröder indes will eine flexible Quote.

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Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) hat unmittelbar vor dem Treffen mit den Personalvorständen der großen börsennotierten Unternehmen ihre Pläne für eine Frauenquote in der Wirtschaft konkretisiert. Sie setzt nicht auf starre Vorgaben für einen prozentualen Anteil von Frauen in Vorständen und Aufsichtsräten, sondern auf eine flexible Quote - im Ministerium als „Flexi-Quote“ bezeichnet.

Nach der Vorstellung Schröders sollen zunächst gesetzliche Ziele für einen höheren Frauenanteil in Führungspositionen definiert werden. Zugleich sollen die Voraussetzungen für eine gleichberechtigte Teilhabe von Frauen in Führungspositionen verbessert werden, etwa durch eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf. In einem zweiten Schritt verlangt die Ministerin „transparente freiwillige Selbstverpflichtungen“ der großen Unternehmen. Das Ziel müsse sein, den Anteil von Frauen in Aufsichtsräten und Vorständen zu verdreifachen. Er liegt in Vorstandsetagen derzeit bei rund 3 Prozent. Erst wenn bis 2013 das Ziel nicht erreicht ist, will Schröder Selbstverpflichtungen gesetzlich verankern. Arbeitsministerin Ursula von der Leyen tritt dagegen für eine feste Quote ein (siehe: Von der Leyen: „Ein Drittel der Führungspositionen für Frauen“).

Arbeitgeber wehren sich

Die Arbeitgeber lehnen eine Frauenquote für Chefetagen vehement ab. „Das richtige Ziel von mehr Frauen in Führungsetagen lässt sich nicht gesetzlich erzwingen“, sagte der Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung Deutscher Arbeitgeberverbände, Reinhard Göhner.

Schröder will an diesem Mittwoch mit den Personalchefs der 30 im Dax notierten Unternehmen zusammenkommen. An dem Treffen nehmen auch Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) sowie Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger und Wirtschaftsminister Rainer Brüderle (beide FDP) teil. Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte im Februar einen Vorschlag von der Leyens zur Einführung einer starren gesetzlichen Frauenquote abgelehnt.

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Jahrgang 1963, Wirtschaftskorrespondentin in Berlin.

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