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Frankreich Gehaltsgrenze für Spitzenmanager

 ·  Das Gehalt von Chefs französischer Staatskonzerne darf 450.000 Euro nicht mehr überschreiten. Präsident Hollande löst damit ein Wahlkampfversprechen ein - allerdings mit Abweichungen.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (17)

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Alex Merck
Alex Merck (AlexM3) - 14.06.2012 16:52 Uhr

Es wäre Frankreich wohl mehr gedient, wenn man die Gehälter und Zahl der Spitzenbeamten

reduzieren würde und einige völlig unnötige Ämter und Vorschriften abschaffen würde. Aber das geht wie bei uns auch in F nur schlecht, da es sich ja um die Haupt-Wählerschaft und die eigentliche Klientel der Politiker handelt.

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Gottfried Lobeck
Gottfried Lobeck (golo7) - 14.06.2012 15:15 Uhr

Lohnpolitik

Lohn hat als Belohnung anerkennenswerter Leistung wesentlichen Bezug zum Selbstwert. Ob nun 10 oder 20 Mio - subjektiv kann das kaum mehr als Wohlstandsmehrung, wohl aber als Geltungszuwachs (im weltumspannenden Ranking) wahrgenommen werden.
Da hülfe eine Entdeckelung der Einkommenssteuer. Wenn beispielsweise Herr Wendelin Wiedeking zu Krisenbeginn etwa 60 Mio € Gehalt bezog, hätte er bei 99% Steuer noch 600000 € zur Verfügung gehabt. Zum weiterbestehenden Ansehen als bestentlohntem Manager wäre nun auch noch die hohe steuerliche Unterstützung der dem demokratischen Gemeinwesen oft nur in der Rendite des Volkswohles spürbaren auferlegten Aufgaben (Kultur, Bildung, Gesundheit, Recht ...) anerkennenwert zuzurechnen gewesen.
Müsste ein demokratisches Gemeinwesen in Ansehung des moralischen Gesetzes zur sozialen Befriedung und förderlichen Entwicklung nicht auch eine solch unkompliziert handhabbare Lösung anstreben?

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 15.06.2012 00:35 Uhr
Lüko Willms
Lüko Willms (l.willms) - 15.06.2012 00:35 Uhr

Richtiig, Hr. Hummel, Gutes tut der Mensch nur freiwillig, deswegen ist Bestechung falsch

und überflüssig.

Und ein "Gehalt" von über 100'000 €/Jahr ist kein Preis für die Ware Arbeitskraft mehr, sondern Bestechung.

Und die Manager bei der passenderweise "Arcan d'Or" genannten Firma haben trotz Bestechung auch noch tief in die Kasse gegriffen bei der Firma, der sie Gutes tun sollten.

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Lüko Willms
Lüko Willms (l.willms) - 15.06.2012 00:31 Uhr

Quark. Lohn ist der Preis für die Ware Arbeitskraft...

.... und entspricht deswegen dem Aufwand, die Arbeitskraft zu entwickeln und zu reproduzieren.

Dazu braucht niemand mehr als 100'000 Euro pro Jahr.

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Swen Hummel
Swen Hummel (shum) - 14.06.2012 19:14 Uhr

die Progression möchte ich mal sehen :-)

99% - nur weil wir kleinen Lichter 600.000,- als viel erachten ? Fürs Gemeinwohl ?

"Gutes" tut der Mensch nur freiwillig. Laß Ihm viel, er spendet viel; nimm Ihm viel, er behält den Rest.

Bei 99% Steuern (!) gäbe es keine besseren Schulen sondern mehr Beamte.

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Andreas Neubert

Wie soll man von nur 450.000 Euro ....

... im Jahr vernünftig leben? Das ist wahrlich Sozialismus in Reinform!

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Roland Magiera

Eine Frage des Humankapitals

Habe ich im Schnitt fünf Spitzenleute die sich für einen Job bewerben, dann kann ich die Gerhälter gut drücken.
Geht das Verhältnis allerdings in Richtung 1 Bewerber eine Stelle oder wie in Deutschland eine Stelle kein Bewerber (mindestens bei Ingenieuren und hochqualifizierten Facharbeitern wie Schweißspezialisten oder Zerspaner) dann ist die Begrenzung nicht weniger als fatal.

Zumal dann ausländische Spitzenleute wie der fähige Inder, welcher die DB seit kurzem anführt einen riesigen Bogen um die Grande Nation machen werden.

Und nach all dem Theater in Frankreich in den letzten Wochen glaube ich an alles aber nicht dass die in Spitzenkräften ersticken, nie und nimmer!

Außerdem war die ganze Aktion rein plakativ, mit den paar gesparten Millionen (jährlich) erreichen die rein gar nichts, nicht einmal einen Achtungserfolg, gar nichts!

Diese Populisten und Polemiker, schamlos lenken sie den Hass der Bürger vom eigenen Totalversagen ab und auf die Unternehmer und Besserverdiener.

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Christian Rumpf

Problem sind die Sonder Verträge und Bonus Systeme

Viele Manager und Chef haben Verträge die ein Absoluter Traum sind.
Selbst wenn der Manager von sich aus geht bekommt er Abfindungen in exorbitanten Summen mit oft noch Jahre langen Sonderzahlungen.
Da bekommt schon mal ein ehemaliger Chef nach seiner Kündigung noch ein Büro mit Fahrer und Sekretärin und Lebenslanger Sofort Rente mit ein paar Hundert Tausend Euro im Jahr.
Schlimmer als beim Bundespräsident und davon haben wir ja nicht soviele.

Oder das Bonus System, läuft das Quartal gut gibt es Fette Gehalts Aufschläge, läuft das Quartal schlecht gibt es nicht wenige die dann auch mehr bekommen, weil sie ja nun "mehr" Arbeiten müssen weil das Quartal Schlecht war.
Und Gehalts Steigerungen von 15-30% jedes Jahr sind normal.
Das Manager System ist in den letzten 15 Jahren so richtig Pervers geworden.

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Siegfried Kellner

Das finde ich "ausnahmsweise" mal richtig....

Denn diese ABSAHNER halten in guten Zeiten nur die Hände auf und bilden sich ein dass sie etwas leisten. Doch die Arbeit wird von der breiten Masse mit den niedrigen Gehältern geleistet. Wenn das Unternehmen in Schwierigkeiten gerät, dann verschwindet der "SPITZENVERDIENER" und brüllt : "Ich übernehme die volle Verwantwortung" und das breite Heer von Arbeitnehmern muß den Gürtel enger schnallen, damit sie ihren Arbeitsplatz nicht verlieren, währen der große Boss seine dicke Pension verfrühstückt. Deshalb sind diese übertriebenen Gehälter nicht mehr zeitgemäß.

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günther reichert

Die Schere der prozentualen Steigerung der Gehälter "oben" und "unten" ist d Problem,nicht die Höhe

Festlegungen sind nicht geeignet.Man sollte eher eine Strukturbereinigung wie das Gehalt ermittelt wird durchführen.Vor allem müssen die effets d`échelle(Skaleneffekte) herausgerechnet werden.
Die Situation in z.B.Deutschland ist grob gesagt so,dass Unternehmen erstens ihre eigene Berechungen haben,andere richten sich dagegen an d Kodex zur Vergütung für Vorstände aus.
Trotzdem schadet es der sozialen Marktwirtschaft,wenn im MDAX -Bereich Gehälter bei ca.2 Mio Euro liegen,im DAX ca.oberhalb 4 Mio Euro bis zu 17 Mio E(Winterkorn).Natürlich geht dabei auch Steuer von ca.50 % ab.Was aber nicht zu vermitteln ist,dass d. Skaleneffekte(wenn zB. besonders viel Autos in China verkauft werden können,weil schlagartig reich gewordene Chinesen zahlreiche deutsche (Prestige-)Autos kaufen)und dies zum Cash-flow beiträgt u damit zum Gehalt e.Vorstandsvorsitzenden beiträgt-u. dabei d Steigerung im Schnitt bei ca.15-19% liegen und d Angestellten nur bei 0 bis 4 % liegen.PS:Prämien sind rentenunwirksam

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Josef Hauser

Problem sind nicht die Gehälter angestellter Manager, sondern die kurzfristige Gewinnorientierung

Manager werden zu Sündenböcken. Diese Gehaltsdeckelung ist doch lächerlich. Das Problem findet sich an anderer Stelle: Wenn Aktionäre, also die Eigentümer Gewinnsteigerungen von 10% pro Jahr und mehr fordern. Wenn Hedgefonds gegen Staaten spekulieren und die Zukunft ganzer Völker auf's Spiel setzen, wie in GB Anfang der 90er. Wenn Derivate den Wert aller weltweit produzierten Güter dutzendfach überschreiten.

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Hans Glück

Experiment...

Das ja die durch die Wirtschaft kommunizierte gängige Meinung ist, dass bei geringeren Gehältern für Spitzenmanager diese in Scharen ins Ausland wechseln werden, ist das doch mal ein ganz interessantes Experiment - wieviele der nun gedeckelten Unternehmenschefs werden wir in 5 Jahren in ausländischen Unternehmen wieder finden?

Ich vermute ja mal stark - keinen einzigen... Wieviele französische oder deutsche Vorstandsmitglieder findet man schon in amerikanischen Konzernen? Verschwindend wenige. Und in Japan benötigt man offensichtlich nicht einmal exorbitante Gehälter, um die Firmenchefs in ihren Unternehmen zu halten. Also, schauen wir mal, was nun in Frankreich passiert!

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 14.06.2012 11:02 Uhr
günther reichert

Keiner der französischen oder deutschen Manager wird dauerhaft in die USA wechseln......

und japanische Gehälter bei ähnlich großen Globalplayern und wirtschaftlichem Erfolg werden nicht als benchmark genommen.

Umgekehrt wecheln z.B.indische oder italienische Manager nach Deutschland,weil hier gutes Geld zu machen ist,Karriere voll zu eigenen Gunsten ausgefahren werden kann(insbesondere die Frauenquote und Ausländerquote spielen dabei bei Frauen ggf eine doppelte Rolle)-und wenn irgendetwas "schief" geht,kann man rasch in die jeweiligen Heimatlländer verschwinden,wo Auslieferungsverbot besteht oder aufgrund des anderen Rechtssystems keine staatsanwaltliche Verfolgung stattfindet.

PS:Danke für ihren Kommentar.

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Heike Schneider

Scheinheilig

Ich finde das nicht scheinheilig, irgendwo müssen sie ja anfangen. Und das kommt ja ungefähr den früheren Vorstellungen vom dem Porschechef gleich, den ich im Fernsehen erlebt habe und der noch nach alter Tradotion gewertet hat und nicht diese Unverschämheiten nach dem Fall der Mauer und das was in Deutschland abläuft. Und die Franzosen müßten mal merken was Ihre deutschen Nachbarn für eine absolute Macke haben, wenn Sie als Erziehungleistung für Ihre Kinder 1600,00 € im Monat für umsonst vom Staat haben wollen, statt Ihren Lebensunterhalt selbst zu verdienen. Denn der Grund warum sie das fordern ist ja der, dass sie es dann gar nicht mehr nötig haben im Niedriglohnsektor zu arbeiten, aber herablassend auf all diejenigen schauen können, die für sie und Ihre Kinder die Drecksarbeit machen, die Steuern zahlen und in die Sozialkassen einzahlen. Ich hoffe das da mal Tacheles geredet wird. Es sind alles souveräne Staaten aber es gibt genügend Menschen in Deutschland es nicht tolerieren.

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Eugen Schmidt

Irgendwann kann eine Vergütung auch unanständig werden.

Eine solche Gehaltsobergrenze führt ja nach Meinung einiger Personaler zu einem massiven Verlust an guten Managern für ein Land. Ich meine im Gegenteil dass es Europa und Deutschland, besonders im Bankensektor, viel besser gegangen wäre, wenn alle Manager die mehr als 450.000 ,00 Euro im Jahr bekamen, und nicht "verdient" haben, ersetzt worden wären durch Menschen die auch mit 450.000,00 € zufrieden gestellt werden können. Die Höhe der Vergütungen war in den vergangenen Jahren jedenfalls kein gutes Kriterium für den Anstand und die Qualität des Managements dieser Banken. Und wenn diese überbezahlten Luschen alle nach Amerika abwandern wollen, dann Good by, aber kommen sie bitte nicht wieder. Den Wohlstand produzieren bei uns Menschen die weit unter 450.000,00 € verdienen, die Anderen spielen im Casino auf unsere Kosten.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 14.06.2012 10:12 Uhr
Swen Hummel
Swen Hummel (shum) - 14.06.2012 10:12 Uhr

Ach ja, wer hat den Mist denn gebaut ?

Es ist inzwischen doch wirklich kein Geheimnis mehr, dass z.B. in Deutschland die größten Fehlentscheidungen von öffentlichen und halböffentlichen Aufsitzsgremien und Bänkern verursacht wurden. Und damit den geringer honorierten. Auch die Commerzbank wurde augenscheinlich nicht besser geführt als der Vorstand weniger Geld bekam.

Ich würde lieber einem Politiker ein Millionengehalt zahlen wenn der dafür seine Arbeit so erfolgreich ableistet wie ein typischer Manager in der Wirtschaft !

Auch wenn manch ein Gehalt wirklich obszön ist, erschreckt mich diese Einflußnahme in unternehmenssinterne Angelegenheiten deutlich mehr als mich die Zahlen ärgern.

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Paul Banaschak

sollen nach den Wünschen der Regierung über die Gehaltsdeckelung zumindest diskutieren

ja was jetzt? Sollen die Gehälter gedeckelt werden oder nicht?
Das ist wieder ein typischer Gummiparagraph, eben ein sozialistischer.

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Jahrgang 1964, Wirtschaftskorrespondent in Paris.

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