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Fragwürdiger Juden-Vergleich Knobloch akzeptiert Sinns Entschuldigung

27.10.2008 ·  Im Streit um die fragwürdigen Äußerungen des Ifo-Chefs Hans-Werner Sinn hat die Präsidentin des Zentralrats der Juden, Charlotte Knobloch, die Entschuldigung des Wissenschaftlers angenommen. Sinn hatte zuvor in einem offenen Brief an Knobloch um Verzeihung für seinen umstrittenen Juden-Vergleich gebeten.

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Im Streit um die fragwürdigen Äußerungen von Ifo-Chef Hans-Werner Sinn hat die Präsidentin des Zentralrats der Juden, Charlotte Knobloch, die Entschuldigung des Wissenschaftlers angenommen. Gleichzeitig mahnte sie, solche Fehltritte dürften sich nicht wiederholen.

„Ich hoffe sehr, dass Entgleisungen dieser Art ein einmaliges Vorkommnis waren“, sagte Knobloch am Montag in München. Sinn hatte zuvor in einem offenen Brief an Knobloch um Verzeihung für seinen umstrittenen Juden-Vergleich gebeten (siehe Ifo-Chef Sinn entschuldigt sich für Juden-Vergleich). Er „bedauere es sehr“, dass sich die jüdische Gemeinschaft durch seine Äußerungen verletzt fühle, heißt es darin. Er nehme den Vergleich zurück.

„Ich habe das Schicksal der Juden nach 1933 in keiner Weise mit der heutigen Situation der Manager vergleichen wollen“, schreibt Sinn weiter, „ein solcher Vergleich wäre absurd.“ Es sei ihm allein darum gegangen, Verständnis dafür zu wecken, „dass die wirklichen Ursachen weltwirtschaftlicher Krisen Systemfehler sind, die aufgedeckt und beseitigt werden müssen“. Die Suche nach vermeintlichen Schuldigen führe stets in die Irre.

Sinn hatte durch einen Vergleich zwischen Juden und Managern in der aktuellen Bankenkrise für Aufregung gesorgt. Der Ökonom hatte in einem Interview gesagt, in jeder Krise werde nach Schuldigen und nach Sündenböcken gesucht. In der Weltwirtschaftskrise von 1929 habe es in Deutschland die Juden getroffen, „heute sind es die Manager“.

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