Home
http://www.faz.net/-gqg-72ow1
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Folgen der Staatsschuldenkrise Der riskante Kurswechsel der EZB

 ·  Bislang beruhte die Krisenpolitik der Europäischen Zentralbank vor allem auf der großzügigen Versorgung des Bankensystems mit Liquidität. Nun will sie im großen Stil Staatsanleihen kaufen.

Artikel Bilder (3) Lesermeinungen (66)

Richtlinien für Lesermeinungen

Die FAZ.NET-Redaktion bietet allen registrierten und eingeloggten Nutzern die Möglichkeit, sich mit den aktuellen Beiträgen auf FAZ.NET konstruktiv und kritisch auseinanderzusetzen und eigene Leser-Kommentare zu veröffentlichen. Für jede Meinungsäußerung stehen 1000 Zeichen zur Verfügung. Voraussetzung für eine Veröffentlichung ist, dass die Verfasser und Verfasserinnen ihren wirklichen Namen nennen, d.h. in ihrer FAZ.NET-Registrierung den korrekten Vor- und Nachnamen eingetragen haben. Im Falle der Veröffentlichung des Leser-Kommentars weisen wir am Beitrag sowohl den Klarnamen als auch den Nickname des Lesers aus. Unter Pseudonym oder anonym verfasste Texte können nicht berücksichtigt werden.

Veröffentlicht werden nur Beiträge, die auf den jeweiligen Artikel und sein Thema seriös und sachbezogen eingehen. Links- und rechtsradikale, pornographische, rassistische, beleidigende, verleumderische sowie ruf- und geschäftsschädigende Inhalte können nicht berücksichtigt werden, ebenso wenig sachlich falsche oder in angemessener Zeit nicht nachprüfbare Behauptungen. Links sind in den Leser-Kommentaren von FAZ.NET nicht gestattet. Die Redaktion behält sich vor Leser-Kommentare zu kürzen oder zu modifizieren. Jeder verfasste Beitrag wird von der Redaktion geprüft und schnellstmöglich veröffentlicht, sofern er diesen Richtlinien für FAZ.NET-Lesermeinungen nicht zuwiderläuft. Nutzern, die wiederholt versuchen, den Richtlinien nicht entsprechende Beiträge zu veröffentlichen, kann die Registrierung entzogen werden.

Für veröffentlichte Meinungsbeiträge gewähren Sie uns das unentgeltliche, zeitlich und örtlich unbegrenzte und nicht ausschließliche Recht, diese Aussagen ganz oder teilweise zu nutzen, zu vervielfältigen, zu modifizieren, anzupassen, zu veröffentlichen, zu übersetzen, zu bearbeiten, zu verbreiten, aufzuführen und darzustellen, Dritten einfache Nutzungsrechte an diesen Aussagen einzuräumen sowie die Aussagen in andere Werke und/oder Medien zu übernehmen.

Wir möchten Sie ausdrücklich darauf hinweisen, dass der gesamte Auftritt von FAZ.NET von verschiedenen Suchmaschinen intensiv ausgewertet wird und die Inhalte dort auch gelistet werden. Das schließt die Leser-Kommentare automatisch ein, so dass diese auch über FAZ.NET hinaus im Internet jederzeit recherchierbar sind.

Schließen

1 2 3  
Lesermeinungssuche (gesamt):
Sortieren nach
Gernot Nauder
Gernot Nauder (genoa) - 08.09.2012 14:20 Uhr

Wir zahlen doppelt und dreifach für die EU

wir haben uns 10 Jahre in Lohnverzicht geübt bzw. unterm Strich Einkommenskürzungen hingenommen. Unser Wirtschaftswachstum war gering, da die Südländer mit den, für sie billigen Krediten, alles subventioniert haben und verbunden mit zunächst noch billigen Löhnen attraktiver für Investoren waren.
Die Importüberschüsse der Südländer finanzieren wir durch Target2, abgesichert durch immer schlechtere Sicherheiten.
Und nun stellen wir sicher, das das Rad sich noch eine Weile weiterdreht. Wenn dann gar nichts mehr geht und der Haftungsfall eintritt dürfen wir die Rechnung für alle zahlen. Italiener und Spanier werden zu diesem Zeitpunkt schon was anderes bzw. einen anderen Doofen gefunden haben der für sie zahlt.

Empfehlen
Otto Meier

Gut für uns, daß es den bargeldlosen Zahlungsverkehr gibt, schlecht für die Hersteller von

Schubkarren, denen nun ein gutes Geschäft entgeht. Denn statt das Geld in Zukunft schubkarrenweise zum Bäcker transportieren zu müssen, reicht die EC-Karte. So gesehen eine echte Verbesserung im Vergleich mit früheren Zeiten der Inflation.

Empfehlen
Karin Jürgens
Karin Jürgens (Bashi49) - 08.09.2012 10:29 Uhr

Hat jemand etwas anderes erwartet?

Wenn man genau hinsieht, dann erkennt man: Das ist kein Programm zur Staatenrettung, das dient der Bankenrettung. Die haben ja noch faule Kredite für ungefähr 13 Billionen Euro im Keller liegen - 5 Billionen sind schon auf die Bürger der EU verteilt. Im Ernst, hat jemand etwas anderes von Draghi erwartet?

Empfehlen
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 08.09.2012 14:38 Uhr
Gernot Nauder
Gernot Nauder (genoa) - 08.09.2012 14:38 Uhr

Bankenrettung

verstehe ich das eigentlich richtig?
Griechenland bekommt also von den Euroländern Nord Kredite. Dieses Geld leihen sie ihren Banken die damit eben griechische Staatsanleihen kaufen? Die Banken leihen sich also für 0% (mehr oder weniger) Geld vom Staat um dieses dem gleichen Staat zu einem höheren Zinssatz (6%)wieder zur Verfügung zu stellen?

Warum darf ich mir kein Geld leihen?

Empfehlen
Stefan Uhlig
Stefan Uhlig (printul) - 08.09.2012 10:14 Uhr

Schwachpunkt offengelegt

"...dürfte zu einer der offenen Flanken für die EZB werden. Denn als Antwort auf eine Verletzung der Kreditauflagen des Stabilisierungsfonds ESM durch ein Krisenland könnte die Zentralbank nur mit dem Einstellen der Intervention reagieren. Das würde jedoch sogleich die Risikoprämien des Staates und die Kreditzinsen für dessen Wirtschaft in die Höhe treiben."
Den Schwachpunkt in Draghis (und Asmussens !) Argumentation genau auf den Punkt gebracht. Deshalb sind die vermeintlichen "harten Auflagen" der EZB reine Augenwischerei und nur für die Gallerie bestimmt.

Empfehlen
Closed via SSO

es wird kompliziert, denn sicher ist eins

der Euro ist klinisch tot. Die Druckmaschinen halten ihn am Leben und inflationieren jedoch nur dann nicht , wenn die Eurostaaten keinerlei hoehere und moeglichst weniger konsumtive Ausgaben zulassen, also Lohnerhoehungen verhindern, Steuereinnahmen vermehren. Ob das ueber die letzten 3 Jahre des Euro moeglich sein wird wage ich zu bezweifeln, denn die EZB ist spaetestens 2015 pleite, weil niemand reales Geld nachschiessen kann.
Jetzt koennen allerdings aeussere Faktoren auftreten, die das Schuldgeldsystem zum Einsturz bringen, es waere die Verringerung des Defizits der USA, die Zulassung des Renmimbi am Devisenmarkt oder das Platzen von Bankblasen in der Eurozone. In Obamas Haut moechte ich nicht stecken, er muss das Geldsystem erhalten, die Macht der USA erhalten, dazu MUSS er den Dollar stabilisieren, wenn er das jedoch tut, ist am naechsten Tag bei uns das Licht aus. Wie bekloppt muessen Politster hier sein, sich und ihr Dolce Vita derartig dem Zufall zu ueberlassen.

Empfehlen
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 08.09.2012 10:58 Uhr
Karin Jürgens
Karin Jürgens (Bashi49) - 08.09.2012 10:58 Uhr

Ja, Herr Müller, so sieht es aus, wir sind Teil von weltweiten größeren Problemen.

Rußland und China arbeiten mit anderen Ländern u.a. in der SOZ (Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit - der Iran steht auf der Warteliste) zusammen und rütteln an der Vorherrschaft des USD und somit der USA. So läuft im Iran seit Mitte 2011 eine Ölbörse, an der keine USD mehr akzeptiert werden; China hat dem Druck der USA, seine Währung aufzuwerten, nicht nachgegeben, es hat im Gegenteil den Renminbi abgewertet. Das hat böse Konsequenzen für die US-Wirtschaft und auch für uns. Der Dollar ist ein äußerst fragiles Gebilde geworden, und ich bin auch der Meinung, daß er von den Europäern über das Bankensystem gestützt wird ("koste es, was es wolle"). Aber Frau Merkel hat ja eine Vorliebe für morbide Strukturen, siehe ihre DDR-Vergangenheit.

Empfehlen
Ronald Gruenebaum

Augenwischerei

Es bleibt eine Tatsache, dass Italien die Maastrichtkriterien nie erfüllt hat und sich dem geforderten Niveau auch nie angenähert hat. Man kann also Italien nicht vertrauen. Vertragstreue ist die Sache der Italiener leider nicht, wie auch viele andere Beispiele, von Schengen bis zur Industriepolitik, zeigen. Ähnliches gilt auch für Spanien.

Die Vertragstreue durchzusetzen ist die Aufgabe der Europäischen Kommission. Die ist aber unter Barroso zum puren EU-Dekor verkommen.

Trotzdem ist das letzte Wort nicht gesprochen: Bald wählen die Niederländer und auch das deutsche Volk darf sich demnächst äussern. Das wird die Akzente sicherlich verschieben.

Empfehlen
Gernot Nauder
Gernot Nauder (genoa) - 08.09.2012 09:48 Uhr

Zukunftsaussichten

Deutschland soll für 27% einer unbegrenzten Summe haften und die deutsche Bundesreg. und Kanzlerin äußert sich nicht? Nur der Kommentar die EZB sei unabhängig, laut Vertrag (klar, D ist vertragstreu)
Es tut mir leid, aber ich fühle mich von der Politik schlichtweg schlecht vertreten und verkauft. Entweder man ist für oder gegen einen solch weitreichenden Beschluß, seine Position sollte man aber auch vertreten - vor und hinterher. In D wird für weniger viel mehr diskutiert.
Die Opposition sagt auch nichts.

Was ist die Schlußfolgerung: Es geschieht im Einvernehmen mit der deutschen Reg. und Opposition, nur traut es sich keiner zu sagen.

Wenn aber unsere Politik einhellig der Meinung ist, das ist notwendig aber ich sag es dem Volk nicht, nun ja, ... sehr merkwürdig. Selbst die "freie" Presse berichtet nicht von Alternativen, Gegenpositionen oder Kritik nur sehr sehr versteckt, nicht gewohnt reißerisch.
Diese Entwicklung oder Tatsache macht noch mehr Angst als die 27% Haftung.

Empfehlen
Ulrich Baare
Ulrich Baare (Zagreus) - 08.09.2012 09:39 Uhr

Das ist noch eine andere Stimme dazu

Ich denke,es bahnt sich hier ein verdeckter staatsstreich durch Merkel und Schäuble an - niemand erzähle mir,dass diese beiden von Draghis Plänen nichts gewusst udn sie nicht gebilligt haben - wie an ihren jetzigen reaktionen auch gut abzulesen ist.

Empfehlen
Gus Savel
Gus Savel (gsavel) - 08.09.2012 09:37 Uhr

"was interessiert mich mein G´schätz von gestern"

Jetzt kann Monti doch wieder triumphieren! Mittlerweile halte ich diese "Euro-Bande" für ein verlogenes Pack, welche sich keine Gedanken machen wie der zukünftig auftretende Schuldenberg der EZB und die daraus resultierenden Probleme von den heutigen Kindern in Zukunft bezahlt werden können. Über eines können besonders die beiden aber sicher sein: sie werden die Lieblinge der Finanzjongleure - die auch eine nicht unerhebliche Teilschuld an der Schuldenkrise haben. Sie können im Gegensatz zu 99% der Bevölkerung bei ihrem Austritt auf BEDEUTEND lukrativere Posten in dieser Branche hoffen. Un das schlimmste: niemand kann sie für ihr mieses Handeln verantwortlich machen!

Empfehlen
Rolf Huchthausen

Die Zinsspreizung im kmU-Bereich ist ärgerlich aber ...

... damit eine Staatsfinanzierung durch die Notenpresse zu begründen, das ist abenteuerlich!

Denn es sind nicht die Schulden durch Importe aus DE, die die Situation in nahezu allen Staaten des €URO-Raums heraufbeschworen hat. Es sind die Kosten für die Staatsversorgung für alle: der Staatskonsum, die Versorgung breiter Massen ohne Gegenwert inkl. Fantasiegehälter und Fantasiepensionen für Beamte und Politiker. Also der Schaden, den uns der Stimmenfang der politischen Parteien beschert.

Vor den Hintergrund klarer Abstimmungsgrundlagen halte ich die Bürgergesellschaft für verantwortungsbewußter als die lobbykorrupte Politikermeschpoke, s. u.a. die Abstimmung zum Jahresurlaub in CH!

Dieser €URO-Rettungswahnsinn ist Hochverrat, denn er wird potenzierten Schaden erzeugen gemessen am Schaden, den wir nun durch die €URO-Einführung erfahren, und?

Und der €URO-Rettungswahnsinn hilft nur den Politikern, deren epochales Versagen nun zu Tage tritt!

Empfehlen
Max Mahlheim
Max Mahlheim (Akkin) - 08.09.2012 08:47 Uhr

Wie kann man den permanente Rechtsbruch

verhindern, wo kann man Klagen, wie kann man gegen die EZB vorgehen ?

Empfehlen
Konstantin Schneider

Mit der Mär, das Merkel nix dafür kann, muss endlich mal Schluss sein

Für die Kanzlerin stellt dieser Kurswechsel möglicherweise nur eine notwenige Korrektur dar, doch für die Menschen in Deutschland schlägt jetzt die grosse Stunde der Wahrheit. Denn im Prinzip sind sie die doppelt gelackmeierten. So wurde ihnen zunächst vorgegauckelt, eine neue soziale Marktwirtschaft wäre die richtige Antwort auf die Herausforderungen der Zeit. Der INSM gelang es tatsächlich die Richtlinien der Politik zu bestimmen. Und ihr verdankt Merkel ihren Einzug ins Kanzleramt.

Doch durch die Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit, die insbesondere zu Lasten der deutschen Arbeitnehmerschaft ging, geriet das Gleichgewicht zwischen den einzelnen europäischen Staaten gänzlich aus der Balance, d.h. die Deutschen büssen im Prinzip nun dafür, dass sie so gut sind. Dem Money-Establishment ist dies natürlich nur recht. Dem ohnehin leidgeplagten Bürger wird das Geld aber doppelt aus der Tasche gezogen.

Empfehlen
Horst Johnson

Legalisierte Vermögensvernichtung

Was passiert hier eigentlich.Hr.Draghi käuft Schrottpapiere mit deutschen Vermögensgelder auf. Wir haften als größter Schuldner und sollten doch wohl entscheiden können was wir mit unseren Einlagen tun. Dem ist nicht mehr so. Diese korrumpierten südeurop.Politiker warteten noch nicht einmal die dt.Richterentscheidung zum ESM ab. Sie handelten einfach. Warum? Weil unsere Volksvertreter seit Jahren nicht mehr ihren Job tun. Stillschweigend nicken sie dieser inflationären Vernichtung unserer Werte zu. Wir wurden zudem nie gefragt ob wir Euro, ESM, EZB haben wollten. da wir uns obrigkeitshörig den kommenden Reformen anpassen, werden die Folgen in den kommenden Jahren desaströs sein. Steuer und Gebührenerhöhungen, Rentnerarmut, Zerfall der städt.Infrastruktur. Draghi: "wir kaufen die Papiere ja nur von Investoren, nicht von Ländern", und kein deutscher Politiker widerspricht diesen Lakaien. Armes Land.

Empfehlen
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 08.09.2012 14:29 Uhr
Gernot Nauder
Gernot Nauder (genoa) - 08.09.2012 14:29 Uhr

Stimmt nicht ganz so

bevor die EZB zahlt soll/muß das Land unter den Rettungsschirm. Zumindest formal. Aber egal, die ESM etc ist meines Wissens nach Zustimmungspflichtig durch den deutschen Bundestag.

Stimmt der Bundestag also zu, stimmt er automatisch auch Draghis Anleiheaufkäufen zu.

Stellen sich einige Fragen:
Hat der Bundestag die Befugnis der EZB einen Blankocheck auszustellen?
Wie verkauft Merkel das Haftungsrisiko dem Wähler?

Lehnt er ab, z.B. bei Spanien weil das Haftungsrisiko zu groß ist, was passiert dann?
Draghi kauft trotzdem (keine Überraschung, bisher haben auch keinen Verträge interessiert)
oder
der Euro zerbricht spätestens dann.

Insofern war die Ankündigung Draghis sehr clever, denn die nationalen Parlamente können den ESM nicht wirklich verweigern, schon gar nicht bei derartigen Konsequenzen.

Die lästige Demokratie ausgehebelt, König Draghi entscheidet.
Gut gemacht.

Empfehlen
Gerold Keefer

"This time it's different" are the four most expensive words in the investing language.

... and in the central bank language.

Empfehlen
Günter Blümel

Vertrauenskrise

Dass die Lösung der Finanzkrise, die meines Erachtens eigentlich eine Vertrauesnkrise ist, in einer Koalition der Parteipolitiker mit den Finanzakrobaten gesucht werden wird, habe ich schon länger befürchtet. Die Sparer und Steuerzahler müssen mit ihren sauer verdienten Euros "bluten", damit die Berufslügner und Finanzbetrüger ihre Geschäfte fortsetzen können. Jetzt muss man versuchen den "Blutverlust" zu begrenzen. Besser mehr Armut im Alter als vorzeitigen Exitus. Bleibt noch die Frage, ob man so Vertrauen zurückgewinnt?

Empfehlen
Gerhard Storm

Draghi schafft sich mit formalistischer illegaler Interpretation Eselsbrücke zum eigenen Geldesel!

Der vom €-Rettungsirrsinn getriebene bisherige Kapitalversager Draghi geht zusammen mit seinen EZB-Abstimmmarionetten der Sorglosländer, inklusive des dt. SPD-Hazardeurs Asmussen jetzt aufs Ganze.

Dazu meint er, sich eine Eselsbrücke zum eigenen, EZB-Geldesel geschaffen zu haben, indem er die Systematik der EU-Vereinbarungen durch seine von ihm festgelegten Konditionen zu ersetzen.

Es geht darum, dass in der EU Staaten für die Schulden anderer nicht zahlen od. haften müssen.

Durch das selbstherrliche Konstrukt des draghischen Hazardeurs haften aber de facto die Eurostaaten, insb. D, unbegrenzt für die Schulden anderer.

Denn die EZB Target- u. sostigen Forderungen sind letztlich von der Staatengemeinschaftscheinschaft zu übernehmen.

Die von Draghi geforderten Konditionen sind ein unausgegorenes Mischmasch unsinniger Regelungen u. werden, wie Mussler ausführt, bald zu Differenzen der EZB mit den Sorglosländern führen.

Der Irrsinn geht weiter. Nur noch dümmer u. riskanter!

Empfehlen
Dinsch Binsch
Dinsch Biletsch (Dinsch) - 08.09.2012 00:50 Uhr

Goldman Sachs Netzwerk?? Draghi, Monti....

Lucas Papademos, danach griechischer Premierminister, leitete die griechische Zentralbank während der umstrittenen Geschäfte mit Goldman Sachs. Petros Christodoulou, Leiter des griechischen Schulden-Management-Agentur begann seine Karriere bei Goldman Sachs. Mario Monti, Italiens neuer Premier und Finanzminister nach Silvio Berlusconi, ist wie Otmar Issing (früheres Mitglieder der Bundesbank und im Executive Board der Europäischen Bank) internationaler Berater der Bank. Mario Draghi, neuer Chef der Europäischen Zentralbank, war vormals ein geschäftsführender Direktor von Goldman Sachs International

Empfehlen
Kevin Bond
Kevin Bond (00Kevin) - 08.09.2012 00:24 Uhr

EZB = BCI (banca centrale italiana)

Tut mir leid aber ich kann mich darüber köstlich amüsieren.
So läuft das nun mal wenn man 'Angebote kriegt die man nicht ablehnen' kann. Zum Schluss ist der Kassenwart dann Don Corleone ... sorry Don Draghi... wollte ich natürlich sagen. Haha.
Wie war das noch mit dem Untergang der USA und dem Ende des Dollar?

Empfehlen
Lars Adelaar
Lars Lange (Adelaar) - 07.09.2012 23:59 Uhr

Die "Märkte" jubeln..

...wohl zu recht, denn die GoldmanSachs-EZB kauft nun wertlose Staatsanleihen und treiben schlecht wirtschaftende Staaten weiter in die ZinsesZins-Spirale der privaten Universalbanken und das ist dann durch ein europäisches Organ legitimiert, sozusagen kaum Risiko denn Goldman-Draghi und Monti richten es schon denn der gemeine Deutsche bekommt die N-Keule übergezogen wenn er nicht die Füße stillhält. Quasi eine Win-Win-Win Situation: Goldman (und natürlich andere) Großbanken leihen gnädig unter einem "kleinen"Zins den klammen Staaten Geld, oder aber der Hr. €-Retter kauft direkt was im Prinzip direkte Staatsfinanzierung wäre und die Südstaaten können bei Reformen einen Gang zurückschalten. Was bleibt ist der dummde Deutsche und ein Land, aus dem immer mehr Substanz abfließt! Es ist zynisch, als junger Mensch kommt man sich verraten und verkauft vor. Das wird ein böses erwachen geben, denn ich denke nicht, das Glaspaläste ewig halten...

Empfehlen
Gerhard Storm

Merkel kann jetzt Draghi aus dem Jeseits lobhudeln, dem Jenseits von Gut und Böse!

"So lange ich lebe", so lange wollte die Kanzlerin ihre Ablehnung von Eurobonds u. Schuldenvergemeinschaftung beibehalten.

Ohne zu murren hat die Kanzlerin in dieser EU-Systemfrage eine Kehrtwendung vollzogen u. sich dem wahnwitzigen draghischen Kurs ergeben.

Das ist ein Zeichen von Schwäche der Kanzlerin. Man wird ihr zukünftige Beteuerungen nicht mehr glauben, wie man auch den GR-Politikern ihre Versprechen nicht mehr abnimmt.

Damit ist die EZB endgültig zu einer von grenzenlosem Eurorettungsirrsinn geprägten Hausbank für die Sorglosländer entartet.

Wie der draghische illegale Illusionist seine fernab der EU-Regeln angesiedelten Maßnahmen begründet, ist so abstrus formalistisch, dass selbst der Topexperten Weidmann noch nicht die passenden Worte für den unveranwortlichen Regelbrechers gefunden hat.

Der unbegrenzte Anleihekaufrausch der EZB birgt ein riesiges Gefahrenpotenzial.

Nicht für die Sorglosländer, sondern für die Deutschen!

Danke, Frau Merkel u. Herr Schäuble!

Empfehlen
Weitersagen

Jahrgang 1968, Redakteur in der Wirtschaft.

Jüngste Beiträge

Jahrgang 1966, Wirtschaftskorrespondent in Brüssel.

Jüngste Beiträge

Protektionismus nach Brüsseler Art

Von Hendrik Kafsack, Brüssel

Die Europäische Kommission will Strafzölle auf Solarmodule aus China erheben. Zahlreiche Unternehmen warnen vor der Reaktion Chinas. Davon darf sich die EU nicht beeinflussen lassen – trotzdem sollten die Mitgliedsstaaten alles daran setzten, die Kommission von ihren Plänen abzubringen. Mehr 4 4

Wichtigste Werte
Name Wert Änderung
  F.A.Z.-Index --  --
  Dax --  --
  Dow Jones --  --
  Euro in Dollar --  --
  F.A.Z.-Anleih… --  --
  Gold --  --
  Rohöl Brent --  --
  Bund Future --  --