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Flughäfen Billigflieger drohen mit Abzug aus Berlin

30.08.2006 ·  Mehrere Billigfluglinien haben scharfe Kritik an den Plänen für den Großflughafen Berlin Brandenburg geübt. Sie drohen in einem Schreiben damit, den Standort aufzugeben.

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Führende Billigfluglinien und der Verband der Europäischen Niedrigpreis-fluggesellschaften (ELFAA) haben die Pläne für den Bau des Großflughafens Berlin Brandenburg International (BBI) kritisiert und mit einem Abzug aus Berlin gedroht.

Zurzeit sei für Billigflieger und traditionelle Fluggesellschaften in Schönefeld die gleiche Infrastruktur geplant, kritisierten die Airlines und der Verband am Mittwoch in einer gemeinsamen Erklärung. Die Gebühren für eine einheitlich teure Einrichtung seien jedoch finanziell untragbar, hieß es in der unter anderem von Ryanair, Easyjet und HLX mitgetragenen Erklärung weiter.

ELFAA: Pläne nicht zeitgemäß

Mit dem neuen Großflughafen gehe die Schließung der Flughäfen Tegel und Tempelhof sowie des alten Terminals in Schönefeld einher. „Alle Fluggesellschaften sind dann gezwungen, das Gebäude des BBI zu nutzen oder den Standort aufzugeben“, hieß es. Die Berliner Flughäfen wiesen die Kritik zurück.

Video: Großflughafen für Berlin darf gebaut werden

ELFAA-Generalsekretär John Hanlon forderte, dem „grundlegenden Trend in der europäischen Luftfahrt“ zu folgen und den Fluggesellschaften die „Wahl zwischen unterschiedlichen Terminals“ zu lassen. Die Pläne des BBI stammten aus einer Zeit, in der es noch keine Billigairlines gegeben habe. „Die minimalen Veränderungen, die der Flughafen vorgeschlagen hat, sind nur Augenwischerei“, kritisierte Hanlon.

Flughafen weist Kritik zurück

Flughafen-Pressesprecher Ralf Kunkel verwies hingegen auf ein Schreiben der ELFAA vom 18. August, in dem der Verband die „Modifikationen der BBI-Planungen“ ausdrücklich begrüße. Die von der ELFAA und den Airlines veröffentlichte Erklärung sei der offensichtliche Versuch von Easyjet, „andere Fluggesellschaften teilweise sogar ohne deren Wissen vor ihren Karren zu spannen und so die BBI-Planungen zu diskreditieren“.

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30.05.2012 17:45 Uhr
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