22.02.2010 · Die Europäische Kommission hat sich für ein Handelsverbot des Roten Thunfisches ausgesprochen. Der vom Aussterben bedrohte Fisch ist vor allem für Sushi-Gerichte beliebt.
Die Europäische Kommission will den Handel mit Blauflossenthunfisch verbieten. Dazu solle der vor allem in Japan beliebte „Rote Thunfisch“ auf die Liste der vom Aussterben bedrohten Arten gesetzt werden, schlug die Behörde am Montag in Brüssel vor. Damit dürfte er nicht mehr international gehandelt werden.
Die EU müsse jetzt entschlossen handeln, da ein hohes Risiko bestehe, dass der Rote Thunfisch bald völlig ausgerottet sei, sagte Umweltkommissar Janez Potocnik. Nach dem Willen der Kommission sollen kleine, familienbetriebene Fischereiflotten jedoch auch künftig Blauflossenthunfisch in der gesamten EU verkaufen dürfen. Auch soll das internationale Handelsverbot von dem zuständigen Ausschuss nicht sofort, sondern erst im Laufe der kommenden zwölf Monate beschlossen werden. Die EU-Kommission folgt damit einem Vorschlag der französischen Regierung, die sich schon Anfang Februar für ein Handelsverbot stark gemacht hatte.
Die Stimme Frankreichs gilt in dieser Frage als entscheidend, weil das Land die größte Mittelmeerfischereiflotte stellt. Bisher waren alle Versuche, den Fang von Blauflossenthunfisch zu untersagen, an den Mittelmeeranrainer gescheitert.
Die Umweltorganisation Greenpeace begrüßte den Kommissionsvorstoß als „wichtiges Signal für die Rettung des Mittelmeer-Thunfisches“. 80 Prozent des von der EU im Mittelmeer gefangenen Roten Thunfisches landen auf dem japanischen Markt für Sushi-Gerichte, wie Greenpeace mitteilte. Dabei würden Preise bis zu 100.000 Euro pro Tier erreicht. In der EU selbst gibt es fast keinen Markt für den Thunfisch.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.368,84 | −1,82% |
| Dow Jones | 12.419,90 | −1,28% |
| EUR/USD | 1,2364 | −0,05% |
| Rohöl Brent Crude | 103,33 $ | +0,08% |
| Gold | 1.540,00 $ | −2,50% |
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