Home
http://www.faz.net/-gqg-15j3y
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Fischerei Brüssel will Handel mit Rotem Thunfisch verbieten

22.02.2010 ·  Die Europäische Kommission hat sich für ein Handelsverbot des Roten Thunfisches ausgesprochen. Der vom Aussterben bedrohte Fisch ist vor allem für Sushi-Gerichte beliebt.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (0)

Die Europäische Kommission will den Handel mit Blauflossenthunfisch verbieten. Dazu solle der vor allem in Japan beliebte „Rote Thunfisch“ auf die Liste der vom Aussterben bedrohten Arten gesetzt werden, schlug die Behörde am Montag in Brüssel vor. Damit dürfte er nicht mehr international gehandelt werden.

Die EU müsse jetzt entschlossen handeln, da ein hohes Risiko bestehe, dass der Rote Thunfisch bald völlig ausgerottet sei, sagte Umweltkommissar Janez Potocnik. Nach dem Willen der Kommission sollen kleine, familienbetriebene Fischereiflotten jedoch auch künftig Blauflossenthunfisch in der gesamten EU verkaufen dürfen. Auch soll das internationale Handelsverbot von dem zuständigen Ausschuss nicht sofort, sondern erst im Laufe der kommenden zwölf Monate beschlossen werden. Die EU-Kommission folgt damit einem Vorschlag der französischen Regierung, die sich schon Anfang Februar für ein Handelsverbot stark gemacht hatte.

Die Stimme Frankreichs gilt in dieser Frage als entscheidend, weil das Land die größte Mittelmeerfischereiflotte stellt. Bisher waren alle Versuche, den Fang von Blauflossenthunfisch zu untersagen, an den Mittelmeeranrainer gescheitert.

Die Umweltorganisation Greenpeace begrüßte den Kommissionsvorstoß als „wichtiges Signal für die Rettung des Mittelmeer-Thunfisches“. 80 Prozent des von der EU im Mittelmeer gefangenen Roten Thunfisches landen auf dem japanischen Markt für Sushi-Gerichte, wie Greenpeace mitteilte. Dabei würden Preise bis zu 100.000 Euro pro Tier erreicht. In der EU selbst gibt es fast keinen Markt für den Thunfisch.

  Weitersagen Kommentieren Merken Drucken
Weitersagen
Themen zu diesem Artikel

Eine deutsche Bank

Von Gerald Braunberger

Josef Ackermann verlässt die Deutsche Bank, die Doppelspitze Anshu Jain und Jürgen Fitschen übernimmt. Das Kredithaus agiert überall auf der Welt - von der Rolle eines Weltmarktführers ist die Bank allerdings weit entfernt. Mehr 3

30.05.2012 17:45 Uhr
  Vortag
Dax 6.280,80 −1,81%
 OK
NameKursProzent
FAZ-INDEX 1.368,84 −1,82%
Dow Jones 12.419,90 −1,28%
EUR/USD 1,2364 −0,05%
Rohöl Brent Crude 103,33 $ +0,08%
Gold 1.540,00 $ −2,50%
Umfrage

Anonym bewerben? Ist das gut?

Alle Umfragen

Bitte aktivieren Sie ihre Cookies.