19.11.2012 · Schattenbanken sind Firmen, die viel Geld verwalten - aber trotzdem nicht als Banken reguliert werden. Sie verwalten heute mehr Geld als vor der Finanzkrise. Ist das schlimm? Vier Anmerkungen.
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Wenn keiner mehr Zockerpapiere wie Staatsanleihen kauft. Dann sind die Schattenbanken am Werk. Davor haben alle Finanzminister angst!
Die Welt ist Beute des Finanz-Oligarchen
“Das moderne Bankensystem produziert Geld aus dem Nichts. Dieser
Prozess ist möglicherweise der verblüffendste Taschenspieler
Trick, der je erfunden wurde.
Aber solltet ihr weiter Sklaven der Banken bleiben und die Kosten eurer
Sklaverei selbst zahlen wollen, dann lasst die Banker weiterhin Geld
produzieren und Kredite kontrollieren” Josiah Charles Stamp,
Präsident der Bank of England in den 1920ern.
Es ist vollbracht - noch nie zuvor hatte die Finanz-Mafia historisch
mehr Macht über die Menschen der Welt als heute. Unsere politische
Feudalkaste macht gemeinsame Sache mit diesen Verbrechern. Die
Zustände politisch ändern zu wollen wird nur über einen
gewaltsamen Sturz des derzeitigen Systems möglich sein. Bei uns ist
der Bock der Gärtner.
Da lacht der Herr Finanzminister
Seit mehr als 4 Jahren - seit den Zusammenbrüchen bei IKB, HRE und
diverser Landesbanken - befasse ich mich mit der Problematik dieser
Schattenbanken, die den deutschen Steuerzahler einen dreistelligen
Milliardenbetrag gekostet haben und habe dazu zwischenzeitlich Dutzende
von Leserkommentaren auf Presseportalen geschrieben.
Erstaunlich fand ich in diesem Kontext, dass sich für dies Thema
kein deutscher Finanzpolitiker oder gar der Bundesfinanzminister
interessierte, aus deren Kassen diese Milliardenverluste gedeckt werden mussten.
Während in anderen Ländern Aktivitäten solcher
Schattenbanken schlichtweg verboten waren, kam weder Steinbrück
noch Schäuble auf die Idee, diese Lecks, die zeitweilig zu
schwarzen Löchern der Staatsfinanzen wurden, abzudichten und den
unbeaufsichtigten Betrieb von Zweckgesellschaften in Steuerparadiesen zu untersagen,
Ich sehe seitdem keine Basis mehr, unseren Finanzpolitikern / -Ministern
weiterhin zu glauben, daß sie das Wohl der Bürger im Sinn haben.
Warum tut die Politik nichts? Diese Frage wird in den Kommentaren Tag fuer Tag von ratlosen, oft ..
wuetenden Lesern gestellt. Es ist die meistgestellte Frage ueberhaupt.
Darauf gibt es nur eine plausible Antwort: Die Politik tut nichts, weil
sie nicht kann. Warum kann sie nicht? Weil Maechtigere es nicht wollen.
Die Politik versteht sich als Lobby-Dienstleisterin, und die Nummer
eins, der Souveraen unter den Lobbykunden, ist die Finanzwirtschaft. Sie
setzt ihre Interessen gegenueber der Politik dank des ihr zur Verfuegung
stehenden Bestechungs- und Erpressungspotentials gaenzlich ungehindert
durch, mit Zuckerbrot und Peitsche.
Die Politik ist die Magd der Banken. Im Zuge der Deregulierung des
Finanzsektors hat sie sich selbst die Haende gebunden und sich
gleichzeitig ein Alibi gegenueber den durch ihre Korruptheit
Benachteiligten verschafft. Unter der fehlenden staatlichen Bauaufsicht
ist die Banken-Infrastruktur mitsamt den "Schattenbanken" in
den Himmel gewachsen wie einst der Turm von Babel. Und wer die Bibel
kennt, weiss, dass dieser den Menschen nichts als Unheil beschert hat.
Die Schattenbanken sind das alter ego der Banken
nur durch das Schattenbank-System können die Banken ihre
Zockereien, ihre Rehypothekation, ihre Repo-Aktionen und alle anderen
"innovativen" Finanz"eigendienstleistungen"
erbringen. Ziel ist es Risiko zu verschleiern und riskante Anlagen zu schönen.
Und das alter ego der Politik sind Schattenhaushalte - auch hier werden
Risiken ausgelagert und potentielle Verluste vor dem Souverän
verschleiert.
Die Schattensysteme transparent machen wollen weder Banker noch
Politiker - am wenigsten unsere Angie, die alles Undurchschaubare liebt.
Schattenbanken- weil sie im Windschatten der Regulierung Dinge tun, die
lieber niemand sehen will (z.B Steuern "optimieren") sind mit
Ihnen und mir sehr verbunden - ueber ein viel wichtigeres Phaenomen.....
den voellig unkontrollierten - ein Vielfaches des Schattenbankenvolumen
betragenden "over the counter" (OTC) Derivate Marktes, mit
denen jeder auf alles wetten - wie es gerade gefaellt.
Und diese OTC's, unreguliert (ausser ISDA), unbeobachtet (da nicht
meldepflichtig), sind meistens mit "Sicherheiten", also
meistens mit Staatsanleihen, meinstens US Treasuries oder Bunds
unterlegt.... (wobei die "Sicherheiten" aber oft
weiterverwendet werden, um das naechste Geschaeft des Sicherungsnehmers
zu unterlegen... und diese Ketten auszusortieren, damit ist Lehman heute
noch nicht fertig.....) .
Nichts genaues weiss - keiner - und gnau das - sollte uns Angst machen.
Liest jemand im Bafin mit? oder wissen die gar nicht, worum es geht?
Der ehemalige bayerische Finanzminister und jetzige
Sparkassenpräsident, Herr Fahrenschon, hat schon vor Wochen bei
einem Interview zur gegenwärtigen Finanzkrise auf die
Schattenbanken als Hauptgrund für das derzeitige Desaster
hingewiesen, weil sie - wie er sagte -nicht kontrollierbar seien. Warum
hört bloß keine(r) der Verantwortlichen, wie z.B. unsere
Bundeskanzlerin auf ihn? Anstatt Fiskalpakte und andere wenig wirksame
Maßnahmen in unendlichen Konferenzen zu beschließen, sollte
das Übel an der Wurzel gepackt werden. Das wäre dann was man
in der Medizin eine kausale Therapie nennt. Aber dafür müssten
die Ärzte, sprich die Regierenden, erst noch von der richtigen
Diagnose überzeugt werden. Warum tut das keiner, bzw. warum sind
sie nicht aus eigener Einsicht dazu fähig?
Gerade weil sie nicht kontrollierbar sind, gibt es die Schattenbanken...
...allerdings sind diese oft garnicht unabhängig von den realen Banken, sondern sind deren Vehikel zum Zocken und Verstecken von Risiken. Das Schattenbankensystem entstand, weil große Banken sich der Transparenz und Kontrolle entziehen wollten.
Bitte nicht noch mehr regulieren.
Auch ich kann nur mit dem Kopf schütteln, wie des verwaltete
Vermögen der Banken, inkl. den Zentralbanken trotzt einer Krise
derartig ansteigen kann. Aber das ist kein Grund noch mehr Gesetze zu
schaffen. Wir haben Marktwirtschaft und da sollte der Staat nur gegen
Monopole und zwielichtige Beeinflussung der Marktpreise auftreten, aber
nicht als Retter und schon gar nicht als alles Regulierender.
Der Anstieg verwaltete Vermögen der Banken lässt darauf
schließen, dass sämtliches Geld der Bankenrettungen in die
falschen Hände gelangt ist. Geld aus der Druckerpresse oder durch
Kredite, die nun über höhere Steuern und geringere
Sozialleistungen abgetragen werden. Also bitte nicht weiter so. Wer
Pleite ist soll Pleite gehen, nicht mehr und nicht weniger.
welche sind denn "Sonnenbanken", außer denen, die
bezahlten Hautkrebs verursachen?
Irgendwie ähneln die sich, oder?
Bad Banks, Zentralbanken, EFSM, .....?
Was heißt 'Regulieren'? Schafft 'Regulieren' wirklich mehr
Sicherheit? Oder werden anschließend alle das Gleiche tun und eine
Blase bilden? Wie heißt der Übermensch, der all dies
übersehen, verstehen und lenken kann? Was geschieht, wenn er einen
Fehler begeht und alle zugleich in irgendein Loch springen?
Die wesentlichen Fragen sind wieder einmal nicht angesprochen worden.
Traurig aber wahr ist es, das die Politik hier absolut versagt. Wo ist
das Problem, Gesetze zu schaffen, die all diese
Spekulationsgeschäfte verbietet? Solch Geschäfte haben nichts
mit dem realen Leben zu tun, aber zerstören können diese
Geschäfte fast alles.
Da sollten Sie Leute wie Steinbrück und Asmussen fragen, Herr Stang
"Wo ist das Problem, Gesetze zu schaffen, die all diese
Spekulationsgeschäfte verbietet?"
.
Die haben doch sogar mitgeholfen bei der De-Regulierung der
"Finanzwirtschaft" und dafür, dass die MBS (morgage
backed "securities") überhaupt bei hiesigen
(Landes-)Banken landen konnten.
Mangelnder Durchblick, Gutgläubigkeit, Gier und Beratungsresistenz
von Politikern sind imo der wahre Grund für die ganze Misere. Man
gibt im Nachhinein auch nicht gerne zu, dass man Mist gebaut hat.
Siehe auch tEuro.
Aber das Schlimmste ist: Man lernt nicht aus den eigenen Fehlern!
Man TRÄUMT von mehrfach Hebelung des ESFS und ESM. Ist das was
anderes als ein Hedge Fond = "Schattenbanken"?
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