Home
http://www.faz.net/-gqg-74gcl
Dienstag, 18. Juni 2013
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Finanzkrise und ihre Folgen Wie gefährlich sind die Schattenbanken?

 ·  Schattenbanken sind Firmen, die viel Geld verwalten - aber trotzdem nicht als Banken reguliert werden. Sie verwalten heute mehr Geld als vor der Finanzkrise. Ist das schlimm? Vier Anmerkungen.

Artikel Bilder (2) Lesermeinungen (13)

Richtlinien für Lesermeinungen

Die FAZ.NET-Redaktion bietet allen registrierten und eingeloggten Nutzern die Möglichkeit, sich mit den aktuellen Beiträgen auf FAZ.NET konstruktiv und kritisch auseinanderzusetzen und eigene Leser-Kommentare zu veröffentlichen. Für jede Meinungsäußerung stehen 1000 Zeichen zur Verfügung. Voraussetzung für eine Veröffentlichung ist, dass die Verfasser und Verfasserinnen ihren wirklichen Namen nennen, d.h. in ihrer FAZ.NET-Registrierung den korrekten Vor- und Nachnamen eingetragen haben. Im Falle der Veröffentlichung des Leser-Kommentars weisen wir am Beitrag sowohl den Klarnamen als auch den Nickname des Lesers aus. Unter Pseudonym oder anonym verfasste Texte können nicht berücksichtigt werden.

Veröffentlicht werden nur Beiträge, die auf den jeweiligen Artikel und sein Thema seriös und sachbezogen eingehen. Links- und rechtsradikale, pornographische, rassistische, beleidigende, verleumderische sowie ruf- und geschäftsschädigende Inhalte können nicht berücksichtigt werden, ebenso wenig sachlich falsche oder in angemessener Zeit nicht nachprüfbare Behauptungen. Links sind in den Leser-Kommentaren von FAZ.NET nicht gestattet. Die Redaktion behält sich vor Leser-Kommentare zu kürzen oder zu modifizieren. Jeder verfasste Beitrag wird von der Redaktion geprüft und schnellstmöglich veröffentlicht, sofern er diesen Richtlinien für FAZ.NET-Lesermeinungen nicht zuwiderläuft. Nutzern, die wiederholt versuchen, den Richtlinien nicht entsprechende Beiträge zu veröffentlichen, kann die Registrierung entzogen werden.

Für veröffentlichte Meinungsbeiträge gewähren Sie uns das unentgeltliche, zeitlich und örtlich unbegrenzte und nicht ausschließliche Recht, diese Aussagen ganz oder teilweise zu nutzen, zu vervielfältigen, zu modifizieren, anzupassen, zu veröffentlichen, zu übersetzen, zu bearbeiten, zu verbreiten, aufzuführen und darzustellen, Dritten einfache Nutzungsrechte an diesen Aussagen einzuräumen sowie die Aussagen in andere Werke und/oder Medien zu übernehmen.

Wir möchten Sie ausdrücklich darauf hinweisen, dass der gesamte Auftritt von FAZ.NET von verschiedenen Suchmaschinen intensiv ausgewertet wird und die Inhalte dort auch gelistet werden. Das schließt die Leser-Kommentare automatisch ein, so dass diese auch über FAZ.NET hinaus im Internet jederzeit recherchierbar sind.

Schließen

Lesermeinungssuche (gesamt):
Sortieren nach
klaus melzer
klaus melzer (dotschn) - 20.11.2012 19:05 Uhr

Macht der Schattenbanken

Wenn keiner mehr Zockerpapiere wie Staatsanleihen kauft. Dann sind die Schattenbanken am Werk. Davor haben alle Finanzminister angst!

Empfehlen
Jack Murphy

Die Welt ist Beute des Finanz-Oligarchen

“Das moderne Bankensystem produziert Geld aus dem Nichts. Dieser Prozess ist möglicherweise der verblüffendste Taschenspieler Trick, der je erfunden wurde.
Aber solltet ihr weiter Sklaven der Banken bleiben und die Kosten eurer Sklaverei selbst zahlen wollen, dann lasst die Banker weiterhin Geld produzieren und Kredite kontrollieren” Josiah Charles Stamp, Präsident der Bank of England in den 1920ern.

Es ist vollbracht - noch nie zuvor hatte die Finanz-Mafia historisch mehr Macht über die Menschen der Welt als heute. Unsere politische Feudalkaste macht gemeinsame Sache mit diesen Verbrechern. Die Zustände politisch ändern zu wollen wird nur über einen gewaltsamen Sturz des derzeitigen Systems möglich sein. Bei uns ist der Bock der Gärtner.

Empfehlen
Georg Wegner
Georg Wegner (georgwg) - 20.11.2012 02:43 Uhr

Da lacht der Herr Finanzminister

Seit mehr als 4 Jahren - seit den Zusammenbrüchen bei IKB, HRE und diverser Landesbanken - befasse ich mich mit der Problematik dieser Schattenbanken, die den deutschen Steuerzahler einen dreistelligen Milliardenbetrag gekostet haben und habe dazu zwischenzeitlich Dutzende von Leserkommentaren auf Presseportalen geschrieben.

Erstaunlich fand ich in diesem Kontext, dass sich für dies Thema kein deutscher Finanzpolitiker oder gar der Bundesfinanzminister interessierte, aus deren Kassen diese Milliardenverluste gedeckt werden mussten.
Während in anderen Ländern Aktivitäten solcher Schattenbanken schlichtweg verboten waren, kam weder Steinbrück noch Schäuble auf die Idee, diese Lecks, die zeitweilig zu schwarzen Löchern der Staatsfinanzen wurden, abzudichten und den unbeaufsichtigten Betrieb von Zweckgesellschaften in Steuerparadiesen zu untersagen,

Ich sehe seitdem keine Basis mehr, unseren Finanzpolitikern / -Ministern weiterhin zu glauben, daß sie das Wohl der Bürger im Sinn haben.

Empfehlen
Hans-Jörg Rechtsteiner

Warum tut die Politik nichts? Diese Frage wird in den Kommentaren Tag fuer Tag von ratlosen, oft ..

wuetenden Lesern gestellt. Es ist die meistgestellte Frage ueberhaupt. Darauf gibt es nur eine plausible Antwort: Die Politik tut nichts, weil sie nicht kann. Warum kann sie nicht? Weil Maechtigere es nicht wollen. Die Politik versteht sich als Lobby-Dienstleisterin, und die Nummer eins, der Souveraen unter den Lobbykunden, ist die Finanzwirtschaft. Sie setzt ihre Interessen gegenueber der Politik dank des ihr zur Verfuegung stehenden Bestechungs- und Erpressungspotentials gaenzlich ungehindert durch, mit Zuckerbrot und Peitsche.

Die Politik ist die Magd der Banken. Im Zuge der Deregulierung des Finanzsektors hat sie sich selbst die Haende gebunden und sich gleichzeitig ein Alibi gegenueber den durch ihre Korruptheit Benachteiligten verschafft. Unter der fehlenden staatlichen Bauaufsicht ist die Banken-Infrastruktur mitsamt den "Schattenbanken" in den Himmel gewachsen wie einst der Turm von Babel. Und wer die Bibel kennt, weiss, dass dieser den Menschen nichts als Unheil beschert hat.

Empfehlen
Werner Mueller

Die Schattenbanken sind das alter ego der Banken

nur durch das Schattenbank-System können die Banken ihre Zockereien, ihre Rehypothekation, ihre Repo-Aktionen und alle anderen "innovativen" Finanz"eigendienstleistungen" erbringen. Ziel ist es Risiko zu verschleiern und riskante Anlagen zu schönen.
Und das alter ego der Politik sind Schattenhaushalte - auch hier werden Risiken ausgelagert und potentielle Verluste vor dem Souverän verschleiert.
Die Schattensysteme transparent machen wollen weder Banker noch Politiker - am wenigsten unsere Angie, die alles Undurchschaubare liebt.

Empfehlen
Paul Hansen

Und die Derivate....

Schattenbanken- weil sie im Windschatten der Regulierung Dinge tun, die lieber niemand sehen will (z.B Steuern "optimieren") sind mit Ihnen und mir sehr verbunden - ueber ein viel wichtigeres Phaenomen..... den voellig unkontrollierten - ein Vielfaches des Schattenbankenvolumen betragenden "over the counter" (OTC) Derivate Marktes, mit denen jeder auf alles wetten - wie es gerade gefaellt.
Und diese OTC's, unreguliert (ausser ISDA), unbeobachtet (da nicht meldepflichtig), sind meistens mit "Sicherheiten", also meistens mit Staatsanleihen, meinstens US Treasuries oder Bunds unterlegt.... (wobei die "Sicherheiten" aber oft weiterverwendet werden, um das naechste Geschaeft des Sicherungsnehmers zu unterlegen... und diese Ketten auszusortieren, damit ist Lehman heute noch nicht fertig.....) .

Nichts genaues weiss - keiner - und gnau das - sollte uns Angst machen. Liest jemand im Bafin mit? oder wissen die gar nicht, worum es geht?

Empfehlen
Joachim Krüger
Joachim Krüger (eusch) - 19.11.2012 17:56 Uhr

Das Übel an der Wurzel packen

Der ehemalige bayerische Finanzminister und jetzige Sparkassenpräsident, Herr Fahrenschon, hat schon vor Wochen bei einem Interview zur gegenwärtigen Finanzkrise auf die Schattenbanken als Hauptgrund für das derzeitige Desaster hingewiesen, weil sie - wie er sagte -nicht kontrollierbar seien. Warum hört bloß keine(r) der Verantwortlichen, wie z.B. unsere Bundeskanzlerin auf ihn? Anstatt Fiskalpakte und andere wenig wirksame Maßnahmen in unendlichen Konferenzen zu beschließen, sollte das Übel an der Wurzel gepackt werden. Das wäre dann was man in der Medizin eine kausale Therapie nennt. Aber dafür müssten die Ärzte, sprich die Regierenden, erst noch von der richtigen Diagnose überzeugt werden. Warum tut das keiner, bzw. warum sind sie nicht aus eigener Einsicht dazu fähig?

Empfehlen
Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 19.11.2012 21:09 Uhr
Werner Mueller

Gerade weil sie nicht kontrollierbar sind, gibt es die Schattenbanken...

...allerdings sind diese oft garnicht unabhängig von den realen Banken, sondern sind deren Vehikel zum Zocken und Verstecken von Risiken. Das Schattenbankensystem entstand, weil große Banken sich der Transparenz und Kontrolle entziehen wollten.

Empfehlen
Elisabeth Dreier

Bitte nicht noch mehr regulieren.

Auch ich kann nur mit dem Kopf schütteln, wie des verwaltete Vermögen der Banken, inkl. den Zentralbanken trotzt einer Krise derartig ansteigen kann. Aber das ist kein Grund noch mehr Gesetze zu schaffen. Wir haben Marktwirtschaft und da sollte der Staat nur gegen Monopole und zwielichtige Beeinflussung der Marktpreise auftreten, aber nicht als Retter und schon gar nicht als alles Regulierender.
Der Anstieg verwaltete Vermögen der Banken lässt darauf schließen, dass sämtliches Geld der Bankenrettungen in die falschen Hände gelangt ist. Geld aus der Druckerpresse oder durch Kredite, die nun über höhere Steuern und geringere Sozialleistungen abgetragen werden. Also bitte nicht weiter so. Wer Pleite ist soll Pleite gehen, nicht mehr und nicht weniger.

Empfehlen
Lara Rosenberg
Lara Rosenberg (Shiva36) - 19.11.2012 17:45 Uhr

Schattenbanken???

welche sind denn "Sonnenbanken", außer denen, die bezahlten Hautkrebs verursachen?
Irgendwie ähneln die sich, oder?

Empfehlen
Carolus Doomdey
Carolus Doomdey (Domday) - 19.11.2012 17:44 Uhr

Denken Sie auch an

Bad Banks, Zentralbanken, EFSM, .....?

Was heißt 'Regulieren'? Schafft 'Regulieren' wirklich mehr Sicherheit? Oder werden anschließend alle das Gleiche tun und eine Blase bilden? Wie heißt der Übermensch, der all dies übersehen, verstehen und lenken kann? Was geschieht, wenn er einen Fehler begeht und alle zugleich in irgendein Loch springen?

Die wesentlichen Fragen sind wieder einmal nicht angesprochen worden.

Empfehlen
Oliver Stang

Aufruf an die politik

Traurig aber wahr ist es, das die Politik hier absolut versagt. Wo ist das Problem, Gesetze zu schaffen, die all diese Spekulationsgeschäfte verbietet? Solch Geschäfte haben nichts mit dem realen Leben zu tun, aber zerstören können diese Geschäfte fast alles.

Empfehlen
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 19.11.2012 22:36 Uhr
Ulla Nachtmann

Da sollten Sie Leute wie Steinbrück und Asmussen fragen, Herr Stang

"Wo ist das Problem, Gesetze zu schaffen, die all diese Spekulationsgeschäfte verbietet?"
.
Die haben doch sogar mitgeholfen bei der De-Regulierung der "Finanzwirtschaft" und dafür, dass die MBS (morgage backed "securities") überhaupt bei hiesigen (Landes-)Banken landen konnten.
Mangelnder Durchblick, Gutgläubigkeit, Gier und Beratungsresistenz von Politikern sind imo der wahre Grund für die ganze Misere. Man gibt im Nachhinein auch nicht gerne zu, dass man Mist gebaut hat.
Siehe auch tEuro.
Aber das Schlimmste ist: Man lernt nicht aus den eigenen Fehlern!
Man TRÄUMT von mehrfach Hebelung des ESFS und ESM. Ist das was anderes als ein Hedge Fond = "Schattenbanken"?

Empfehlen
Weitersagen

Transatlantische Marktwirtschaftler

Von Patrick Welter, Washington

Seit der Finanzkrise haben die Vereinigten Staaten in Deutschland den Ruf des wirtschaftspolitischen Sünders. Bislang hat Präsident Obama wenig getan, um dies zu korrigieren. Der Freihandelsvertrag könnte helfen, Regulierungswahn auf beiden Seiten zu überwinden. Mehr 3


Wichtigste Werte
Name Kurs Änderung
  F.A.Z.-Index --  --
  Dax --  --
  Dow Jones --  --
  Euro in Dollar --  --
  F.A.Z.-Anleih… --  --
  Gold --  --
  Rohöl Brent --  --
  Bund Future --  --