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Finanzkrise Steinmeier fordert Verzicht auf Dividenden

25.01.2009 ·  Die Aktionäre deutscher Unternehmen sollen in diesem Jahr nach dem Willen von SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier völlig oder zumindest teilweise auf ihre Dividenden verzichten. Unternehmen könnten nicht einerseits staatliche Hilfe beantragen, gleichzeitig aber höhe Ausschüttungen machen, sagte Steinmeier.

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Aktionäre deutscher Unternehmen sollten in diesem Jahr auf ihre Dividenden entweder völlig oder zumindest teilweise verzichten, um in der Krise mehr Arbeitsplätze zu sichern. Das hat der Kanzlerkandidat der SPD, Frank-Walter Steinmeier, in einem Interview mit dem Berliner „Tagesspiegel“ verlangt. Es könne nicht sein, dass Aktiengesellschaften den Staat um Hilfe riefen und gleichzeitig Millionen an ihre Aktionäre zahlten.

Forderung an Deutsche Bank gerichtet?

Der Außenminister und Vizekanzler nannte in dem Interview zwar keine Firmennamen, doch offensichtlich war seine Forderung besonders an die Deutsche Bank gerichtet, denn die will – im Gegensatz zu Postbank und Commerzbank – trotz der Verluste für 2008 eine Dividende von 50 Cent zahlen. „Wenn ein Dax-Unternehmen im letzten Quartal milliardenschwere Verluste ausweist“, sagte Steinmeier, „gleichzeitig aber Hunderte Millionen ausschütten möchte, dann sage ich: Dieses Geld wäre besser aufgehoben in einer Gewinnrücklage, mit der man auch Beschäftigungssicherung finanziert.“ Daher erwarte er einen völligen oder teilweisen Dividendenverzicht. „Wer jetzt einseitig das Füllhorn ausschüttet, der sollte nicht später unter staatliche Schutzschirme flüchten.“

Steinmeier argumentierte, die Finanzkrise sei eine Zeitenwende und daher sei nun eine Wirtschaftsordnung erforderlich, in der „wieder der Mensch und nicht allein die Rendite im Mittelpunkt steht“. Weil die bisherigen Regeln des Marktes versagt hätten, brauche man neue Regeln und Institutionen, die für Transparenz sorgten und schädliche Finanzprodukte verhinderten. Dafür brauche man aber ein globales Vorgehen.

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