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Finanzierungsplan EU macht armen Ländern Angebot zum Klimaschutz

10.09.2009 ·  Die Klimakonferenz von Kopenhagen naht. Nun hat die EU-Kommission ein Angebot zur Finanzierung des Klimaschutzes in den Entwicklungsländern auf den Tisch gelegt. Nach dem Vorschlag würden die 27 EU-Staaten von den ab 2020 anfallenden Kosten jährlich bis zu 15 Milliarden Euro übernehmen.

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Im Ringen um den historischen Weltklimavertrag hat die EU-Kommission erstmals ein Milliarden-Angebot an die Dritte Welt auf den Tisch gelegt. Nach dem Willen von Umweltkommissar Stavros Dimas soll Europa jährlich bis zu 15 Milliarden Euro für Klimaschutzmaßnahmen an die Entwicklungs- und Schwellenländer bezahlen.

Insgesamt dürfte der Finanzbedarf für entsprechende Projekte in der Dritten Welt bis 2020 auf gut 100 Milliarden Euro jährlich steigen, sagte Dimas am Donnerstag in Brüssel. Davon könnten bis zu 38 Milliarden Euro von der globalen Industrie kommen. Ein internationaler Handel mit Kohlendioxid- Verschmutzungsrechten könnte demnach weitere 40 Prozent der Kosten decken, die ab 2020 jährlich anfallen. Die übrigen 20 bis 40 Prozent müssten die Entwicklungsländer selbst tragen.

Im Dezember soll Kopenhagener Abkommen verabschiedet werden

Die internationale Staatengemeinschaft will im Dezember in Kopenhagen ein Weltklimaabkommen verabschieden. Wieviel der reiche Norden dem armen Süden für den Kampf gegen den Klimawandel zahlt, ist einer der umstrittensten Punkte. „Mit nur noch 90 Tagen bis Kopenhagen müssen wir in den Verhandlungen jetzt ernsthafte Fortschritte machen“, mahnte Kommissionspräsident José Manuel Barroso. Umweltschützer bezeichneten die Einschätzung des gesamten Finanzbedarfs als realistisch, das EU-Angebot von bis zu 15
Milliarden aber als zu niedrig.

Die EU-Staaten müssen den Kommissionsplänen zustimmen. Dabei zeichnet sich Widerstand ab. Nach Angaben aus Verhandlungskreisen wehrt sich unter anderem Deutschland dagegen, den Entwicklungs- und Schwellenländern zu früh konkrete Summen vorzuschlagen.

Ziel des angestrebten Kopenhagener Abkommens ist es, den globalen Temperaturanstieg auf zwei Grad jährlich zu begrenzen, um das Treibhausgas einzudämmen.

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30.05.2012 17:45 Uhr
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