08.11.2009 · China will seine Hilfe für Afrika kräftig aufstocken. Sein Land werde dem Kontinent in den kommenden drei Jahren mit Krediten in Höhe von zehn Milliarden Dollar unter die Arme greifen, kündigte Ministerpräsident Wen Jiabao am Sonntag bei einem Gipfeltreffen im ägyptischen Scharm el-Scheich an.
China hat afrikanischen Staaten Kredite in Höhe von zehn Milliarden Dollar für die kommenden drei Jahre und einigen der ärmsten Länder einen Schuldenerlass zugesagt. Außerdem will Peking 100 Anlagen zur Gewinnung „sauberer“ Energie errichten, um den Kontinent im Kampf gegen die Auswirkungen des Klimawandels zu unterstützen, wie Ministerpräsident Wen Jiabao zum Auftakt eines zweitägigen China-Afrika-Gipfels am Sonntag in Scharm-el-Scheik erklärte.
Zugleich verteidigte der Regierungschef das wachsende Engagement Chinas in Afrika. Zwischen beiden Seiten gebe es eine echte Freundschaft, an der sich nichts ändern werde, erklärte Wen.
China hat in den vergangenen Jahren seine Wirtschaftsbeziehungen zu Afrika massiv ausgebaut. Das Reich der Mitte gehört mittlerweile zu den großen Gebern in Afrika (siehe auch Chinas Zug nach Afrika). Kritiker werfen Peking vor, in seinem Hunger nach den Rohstoffen des Kontinents die Missachtung von Menschenrechten durch viele afrikanische Regierungen zu ignorieren. China kontert mit dem Vorwurf, der Westen betrachte Afrika unverändert als Kolonie.
Wen sagte den Teilnehmern des Gipfels zu, China werde sich nicht in die inneren Angelegenheiten der afrikanischen Länder einmischen. An dem Treffen in Scharm el-Scheich nahmen auch die Präsidenten Simbabwes und Sudans teil, denen Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen werden.
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