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Fehlende Mobilität Viele Arbeitslose würden nicht den Wohnort wechseln

29.03.2005 ·  Nur gut ein Drittel der Arbeitslosen kann sich einer Umfrage zufolge vorstellen, für eine Arbeitsstelle umzuziehen. Über 40 Prozent meinen, daß Ausländer ihnen die Jobs wegnehmen.

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Der Großteil der Arbeitslosen in Deutschland ist für einen Job nicht bereit, den Wohnort zu wechseln.

Nur 36 Prozent der Beschäftigungslosen können sich vorstellen, für eine Arbeitsstelle umzuziehen, wie eine Umfrage von Infratest unter 1000 Arbeitslosen im Auftrag der Tageszeitung „Die Welt“ (Dienstagausgabe) ergab. 63 Prozent schlossen dies hingegen aus. Zudem würden nur 45 Prozent mehrstündige Fahrzeiten für eine neue Beschäftigung in Kauf nehmen. Eine Mehrheit von 54 Prozent fand mehrstündige Fahrzeiten hingegen nicht akzeptabel.

43 Prozent: Ausländer nehmen Jobs weg

Überwiegend sind die Befragten der Meinung, Arbeitslose würden genug Engagement bei der Jobsuche zeigen: 49 Prozent meinen, daß der Anteil derjenigen, die sich nicht intensiv genug um einen Job bemühten, eher gering sei. Nur zwölf Prozent glauben, daß der Anteil der Drückeberger sehr groß ist.

43 Prozent der Arbeitslosen sehen einen wesentlichen Grund für die hohe Arbeitslosigkeit darin, daß Ausländer den Deutschen die Jobs wegnehmen. Sogar 66 Prozent gehen davon aus, daß rechtsextremistische Parteien an Unterstützung gewinnen werden, wenn die Probleme am Arbeitsmarkt weiter anhalten.

Berufliche Zukunft eher düster eingeschätzt

Einen Weg aus der gegenwärtigen Arbeitsmarktkrise liefern nach Ansicht von 59 Prozent der Befragten insbesondere staatlich geförderte Beschäftigungsprogramme. Für die Senkung der Unternehmenssteuern sprachen sich 57 Prozent aus, für das Absenken der Beiträge zur Arbeitslosenversicherung 43 Prozent. Ein gelockerter Kündigungsschutz würde nach Ansicht der Mehrheit (61 Prozent) die Chancen auf dem Arbeitsmarkt hingegen nicht verbessern.

Ihre berufliche Zukunft schätzen die meisten Arbeitslosen laut Umfrage eher düster ein. Lediglich fünf Prozent bezeichnen ihre Chance auf einen Arbeitsplatz als „sehr groß“, weitere acht Prozent als „groß“. Im Gegenzug schätzten 43 Prozent ihre Chance als „sehr gering“ und 29 Prozent als „gering“ ein, wieder eine Arbeit zu finden.

Quelle: FAZ.NET mit Material von AFP
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