Jetzt sind Sie dran: Welche Staatsausgaben halten Sie für unnötig? Worauf würden Sie verzichten, um den Bundeshaushalt auszugleichen? Wir bitten um Ihre Vorschläge.
Das hat auch einen Anlass: Finanzminister Schäuble hat die Minister abermals aufgefordert, sich Gedanken über Einsparmöglichkeiten zu machen, um im nächsten Jahr das strukturelle Defizit des Bundes auf Null zu senken. Dafür fehlen nach Angaben des Finanzministeriums noch sechs Milliarden Euro. Und dieses Mal hat sich Schäuble eine neue Spar-Methode ausgedacht, wie die „Süddeutsche Zeitung“ berichtet.
Bisher haben die Ministerien selbst vorgeschlagen, wie viel Geld sie ausgeben wollen. Es ging zu wie auf dem Basar: Die Minister starteten mit einem hohen Wert, um am Ende noch einen guten Schnitt zu machen. Jetzt soll sich das ändern: In diesem Jahr darf jedes Ministerium auflisten, wo die anderen zu viel Geld ausgeben oder auf Ausgaben ganz verzichten können.
Sparen ist wichtig - so sehen auch Sie es, die F.A.Z.net-Leser. Zwischenstand unserer nicht repräsentativen Umfrage auf FAZ.net ist: Das Sparen halten Sie für das wichtigste Thema im anstehenden Wahlkampf. Wenn jetzt die Ministerien gegenseitig Sparvorschläge machen, wollen wir auch Ihre hören: in den Kommentaren direkt auf FAZ.net oder auf unserer neuen Facebook-Seite der F.A.Z.-Wirtschaft.
Worüber sollten die Parteien im Bundestagswahlkampf streiten?
Einige Eckdaten des Haushalts: Für das laufende Jahr sind im Bundeshaushalt Ausgaben in Höhe von 302 Milliarden Euro vorgesehen, für 2014 liegen die geplanten Ausgaben mit 302,9 Milliarden Euro noch 0,3 Prozent darüber.
Das meiste Geld gibt Deutschland für Sozialleistungen aus, danach stehen das Verteidigungsministerium und die Zinsausgaben. Auch Infrastruktur, Bildung, Forschung und der Umweltschutz kosten Geld. Details zeigt das Finanzministerium in einer Visualisierung des Bundeshaushalts.
Ein Blick in diesen Haushalt zeigt beispielsweise, dass dieses Jahr die Wettbewerbsfähigkeit der maritimen Wirtschaft in Deutschland mit rund 1,7 Millionen Euro gestärkt werden soll. 25 Millionen Euro hat das Gesundheitsministerium für die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung vorgesehen, und 85 Millionen Euro sind vorgesehen als Zuschüsse zur Fortbildung in Speditionen und anderen „Unternehmen des mautpflichtigen Güterkraftverkehrs“.
Wo würden Sie sparen? Machen Sie Ihre Vorschläge direkt auf FAZ.net oder auf unserer neuen Facebook-Seite der F.A.Z.-Wirtschaft!
Als erstes die Beamten in Rentenversicherung und gesetzliche
Krankenversicherung eingliedern und
Norbert Regin (FAZ-Leser344)
- 26.01.2013, 15:49 Uhr
Im Transferleistungsstaat Deutschland kann ein Haushalt nur schmerzhaft
saniert werden.
Steffen Rupp (steffenrupp)
- 24.01.2013, 17:20 Uhr
Ganz klar:
Klaus-Dieter Berger (kinnas)
- 24.01.2013, 15:20 Uhr
Die Situation ist zu verfahren und zu viel Lobbyismus, da helfen nur
noch drastische Schritte
Roland Magiera (Roland_M)
- 24.01.2013, 12:51 Uhr
Arbeit und Soziales halbieren.
Marcel Meier (MarcelMeier)
- 24.01.2013, 12:38 Uhr
