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FAZ.NET-Haushaltsklausur Weniger Beamte und weniger Bundesländer

 ·  Sparen? Kein Problem! Ansätze gibt es genug, ob das Rasenmäher-Prinzip oder Vereinfachungen im Steuerrecht. Wir haben Sie nach Ihren Vorschlägen gefragt. Die FAZ.NET-Haushaltsklausur im Überblick.

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Den Beamtenstatus nur mehr an Staatsdiener zu verleihen, für die er unerlässlich ist, wie Richter, Staatsanwälte oder Ermittlungsbeamte schlägt Bernhard Fuchs als erste Sparmöglichkeit in seinem Leserkommentar vor. Damit steht er nicht allein. Die Einschränkung des Beamtenstatus’ gehört zu den Maßnahmen, die in der FAZ.NET-Haushaltsklausur am häufigsten genannt wurden.

„Wozu brauchen wir so viele Länder mit eigenen Länderverfassungen und Parlamenten, eigenen Behörden?“, fragt Klaus Schneider in seinem Beitrag. In solchen redundanten förderalen Strukturen sehen ebenfalls viele Leser einen Ansatz, um zu sparen. Für Otto Kaldrack etwa sind sechs Bundesländer vollkommen ausreichend.

An Bürokratiekosten in jeglicher Form stören sich die Leser. So schreibt Thomas Brändlein auf unserer FAZ-Wirtschaftsseite bei Facebook: „Die Ministerien, die zwei Sitze haben, sollten den einen in Bonn auflösen und nur einen Sitz in Berlin behalten.“ Ein Staatssekretär je Minister sei ausreichend, findet Herward Furck. Auch bei der Besetzung der Positionen sollte sich einiges ändern: „Postenvergabe nach Kompetenz und nicht nach Parteibuch“, fordert Christine Graf in ihrem Leserkommentar. Verkleinert werden sollte auch der Bundestag, empfiehlt unter anderem Hartmud Ose.

Angeprangert werden in zahlreichen Beiträgen auch die Subventionen, die quer durch alle Branchen fließen. Volker Haigis stört sich auf Facebook vor allem an den Zuschüssen im Automobil- und im Agrarsektor. Als „verdeckte Subventionierung der Wohnungswirtschaft“ bezeichnet Klaus Wege in seinem Kommentar das Wohngeld.

Rufe nach dem Rasenmäher

In der Vereinfachung von Strukturen sehen zahlreiche Leser ebenfalls lohnende Ansätze zum Sparen, sei es im Rentensystem oder im Steuerrecht wie bei der Mehrwertsteuer. Auch nach dem Rasenmäher verlangen mehrere Leser in ihren Beiträgen. Thomas Ulherr rät, in allen Haushaltspositionen zwei Prozent zu sparen. Kürzungen von zehn Prozent in jedem Ressort regt Stephan Hoppe an.

Auf die Schuldenkrise und die Folgen für den deutschen Haushalt weist David Georg Reichelt hin. „Die Franzosen erhöhen ihr Renteneintrittsalter, die Griechen zahlen Renten an Tote und die Iren halten die Steuern sehr niedrig, so dass Unternehmen dorthin wandern. Solange es diesen europäischen Mechanismus gibt, der Staatsgelder dorthin umverteilt, wo am meisten Schulden sind, bringt es uns nichts, zu sparen, das Geld wird dann nur in den anderen Ländern wieder ausgegeben. Wir sollten deshalb lieber darauf dringen, die Mechanismen, die Staatsschulden transferieren, abzuschaffen“, kritisiert er.

Einen grundsätzlichen Rat gibt Jack Stephens in seinem Beitrag und erhält dafür mehr als 30 Empfehlungen: Nur das ausgeben, was zur Verfügung steht.

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