Home
http://www.faz.net/-gqg-760fm
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, HOLGER STELTZNER
easyfolio

FAZ.NET-Haushaltsklausur Weniger Beamte und weniger Bundesländer

Sparen? Kein Problem! Ansätze gibt es genug, ob das Rasenmäher-Prinzip oder Vereinfachungen im Steuerrecht. Wir haben Sie nach Ihren Vorschlägen gefragt. Die FAZ.NET-Haushaltsklausur im Überblick.

© dapd Vergrößern Auch eine Möglichkeit: Nur das ausgeben, was zur Verfügung steht

Den Beamtenstatus nur mehr an Staatsdiener zu verleihen, für die er unerlässlich ist, wie Richter, Staatsanwälte oder Ermittlungsbeamte schlägt Bernhard Fuchs als erste Sparmöglichkeit in seinem Leserkommentar vor. Damit steht er nicht allein. Die Einschränkung des Beamtenstatus’ gehört zu den Maßnahmen, die in der FAZ.NET-Haushaltsklausur am häufigsten genannt wurden.

„Wozu brauchen wir so viele Länder mit eigenen Länderverfassungen und Parlamenten, eigenen Behörden?“, fragt Klaus Schneider in seinem Beitrag. In solchen redundanten förderalen Strukturen sehen ebenfalls viele Leser einen Ansatz, um zu sparen. Für Otto Kaldrack etwa sind sechs Bundesländer vollkommen ausreichend.

An Bürokratiekosten in jeglicher Form stören sich die Leser. So schreibt Thomas Brändlein auf unserer FAZ-Wirtschaftsseite bei Facebook: „Die Ministerien, die zwei Sitze haben, sollten den einen in Bonn auflösen und nur einen Sitz in Berlin behalten.“ Ein Staatssekretär je Minister sei ausreichend, findet Herward Furck. Auch bei der Besetzung der Positionen sollte sich einiges ändern: „Postenvergabe nach Kompetenz und nicht nach Parteibuch“, fordert Christine Graf in ihrem Leserkommentar. Verkleinert werden sollte auch der Bundestag, empfiehlt unter anderem Hartmud Ose.

Angeprangert werden in zahlreichen Beiträgen auch die Subventionen, die quer durch alle Branchen fließen. Volker Haigis stört sich auf Facebook vor allem an den Zuschüssen im Automobil- und im Agrarsektor. Als „verdeckte Subventionierung der Wohnungswirtschaft“ bezeichnet Klaus Wege in seinem Kommentar das Wohngeld.

Rufe nach dem Rasenmäher

In der Vereinfachung von Strukturen sehen zahlreiche Leser ebenfalls lohnende Ansätze zum Sparen, sei es im Rentensystem oder im Steuerrecht wie bei der Mehrwertsteuer. Auch nach dem Rasenmäher verlangen mehrere Leser in ihren Beiträgen. Thomas Ulherr rät, in allen Haushaltspositionen zwei Prozent zu sparen. Kürzungen von zehn Prozent in jedem Ressort regt Stephan Hoppe an.

Auf die Schuldenkrise und die Folgen für den deutschen Haushalt weist David Georg Reichelt hin. „Die Franzosen erhöhen ihr Renteneintrittsalter, die Griechen zahlen Renten an Tote und die Iren halten die Steuern sehr niedrig, so dass Unternehmen dorthin wandern. Solange es diesen europäischen Mechanismus gibt, der Staatsgelder dorthin umverteilt, wo am meisten Schulden sind, bringt es uns nichts, zu sparen, das Geld wird dann nur in den anderen Ländern wieder ausgegeben. Wir sollten deshalb lieber darauf dringen, die Mechanismen, die Staatsschulden transferieren, abzuschaffen“, kritisiert er.

Mehr zum Thema

Einen grundsätzlichen Rat gibt Jack Stephens in seinem Beitrag und erhält dafür mehr als 30 Empfehlungen: Nur das ausgeben, was zur Verfügung steht.

Quelle: nal.

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Suchmaschine Bing fliegt raus Facebook schließt die Suche ins Internet

Die Microsoft-Suchmaschine Bing wollte auch mit Hilfe von Facebook wachsen. Daraus wird nun nichts, das soziale Netzwerk verzichtet auf den Dienst. Wer künftig sucht, findet Antworten nur noch im Facebook-Kosmos. Mehr

13.12.2014, 14:13 Uhr | Wirtschaft
Facebook Kritiker bezeichnen heimliches Facebook-Experiment als unethisch

Eine psychologische Studie wurde 2012 von Facebook ohne Wissen der Nutzer durchgeführt. Rein rechtlich darf das Unternehmen die Einträge der Nutzer zu Forschungszwecken verwenden. Mehr

13.11.2014, 15:18 Uhr | Wirtschaft
Verkaufsfunktion Facebook auf Ebay-Wegen

Autos und alte Schreibtische kaufen - das geht jetzt auch auf Facebook. Der Konzern testet eine neue Funktion. Mehr

19.12.2014, 10:25 Uhr | Wirtschaft
Soziales Netzwerk Japans Regierungschef entdeckt Facebook

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg hat Japans Regierungschef Shinzo Abe besucht.. Dieser hat vor kurzem Facebook schätzen gelernt. Ihm sei klar geworden, wie schnell Bürger über das das soziale Netzwerk kommunizieren und informieren können. Das sei vor allem bei Katastrophen wichtig. Mehr

23.10.2014, 13:44 Uhr | Wirtschaft
So war’s, damals Als Wehrbauer im Elbtunnel

In Hamburg, wo der Pionieroffizier Klaus Grot bis 1991 das letzte Jahrzehnt seiner Dienstzeit verbrachte, waren - bis auf eine - alle Brücken zur Sprengung vorbereitet, der neue Elbtunnel sollte durch Betonhindernisse unpassierbar gemacht werden, um das Vorrücken eines potentiellen Gegners aufzuhalten. Mehr Von Hans Ehlert

08.12.2014, 16:58 Uhr | Politik
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 24.01.2013, 14:38 Uhr

Bescherung im Bundesrat

Von Heike Göbel

Die jüngsten Beschlüsse im Bundesrat bringen den Ländern mehr Geld. Für den Bund ist das nicht so gut. Mehr 2


Die Börse
Name Kurs Änderung
  Dax --  --
  F.A.Z.-Index --  --
  Dow Jones --  --
  Euro in Dollar --  --
  Gold --  --
  Rohöl Brent --  --

Grafik des Tages Lehrer und Schüler sind zufrieden mit der Computerausstattung an Schulen

Lehrer und Schüler sind eigentlich zufrieden mit ihrer Internet- und Computer. Doch welche Gruppe ist kritischer mit der Ausstattung? Mehr 1

Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden