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Familienpolitik Pflegezeit findet wenig Anklang

 ·  Seit Anfang des Jahres haben Arbeitnehmer die Möglichkeit, eine Familienpflegezeit in Anspruch zu nehmen, um nahe Angehörige zu versorgen. Doch die Regelung von Familienministerin Schröder wird kaum genutzt - bislang erst in 200 Einzelfällen.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (7)
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Ingrid Dickes

So einfach sollte man es sich nicht machen..

ein Jahr Familienpflegezeit und erst 200 Menschen die von diesem Angebot Gebrauch machen. Sicherlich nicht der beste Start für ein neues Projekt, aber löst man Schwierigkeiten indem man gleich alles zunichte macht? Bereits nach einem halben Jahr haben wir in unserem Blogbeitrag (bgm-report) "Familienpflegzeit-6 Monate danach" auf den schwierigen Start und mögliche Handlungsoptionen hingewiesen. Sicherlich nicht richtig ist die Einstellung "..das wird schon noch, das braucht mehr Zeit", angebracht ist vielmehr die Frage wie man auf die Bedürfnisse der Pflegenden eingehen muss, um das Angebot attraktiv zu machen. Denn das dieses Thema alle angeht und deshalb sich auch alle darum kümmern müssen, darüber sind wir uns sicherlich einig.

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Rolf Jakober
Rolf Jakober (ro-ja) - 28.12.2012 19:05 Uhr

Man stelle sich vor,

das zuständige Ministerium würde ein Gesetz wieder zurückziehen:
„Wir wollten x erreichen - wie es scheint, ist das so nicht möglich/sinnvoll - wir nehmen die Sache erstmal zurück.“

Würde man nicht aufatmen ob der Fähigkeit, eventuelle Fehler zu korrigieren?

Natürlich gäbe es kübelweise Häme von allen politischen Gegnern (und Foristen). Politik muss doch „allwissend“ erscheinen!

Korrekturfähig zu sein (Popper: piecemeal engeneering) ist für mich die bedeutendste Fähigkeit sozialer Systeme.

Es wird nicht passieren. Eher das Gegenteil: Pressure groups, Rechtsanspruch, Ausgestaltung der Mindeststandards, kräftiger Bürokratieaufwuchs etc...

Vielleicht sollte man ein neues Gesetz nur machen dürfen, wenn man dafür anderes cancelt?

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Karola Schramm
Karola Schramm (Alorak) - 28.12.2012 16:02 Uhr

Man kann von K.Schröder einfach nichts Besseres erwarten

Wieder ein Kristina Schröder Gesetz, was nichts Halbes und nichts Ganzes ist - also Mist.

Welche Zielgruppe mit welchen Gehältern hatte Schröder im Visier ?

Eine Verkäuferin z.B. bekommt eh schon ein mickeriges Gehalt. Sie bekommt 75 % davon, wenn sie einen kranken Angehörigen pflegt. Wird er gesund und sie arbeitet wieder voll, bekommt sie über einen langen Zeitraum weniger Geld. Und wovon soll sie dann leben ?

Stribt der/die Angehörige und sie erbt kein Vermögen - das gleiche Dilemma.

Kristina Schröder ist leider ein Beispiel für die Inkompenz dieser gesamten Regierung. Was manche schon VOR ihrer guten Idee mit dem Arbeitgeber ausgehandelt haben, wie ich lese, versuchte sie lediglich, pressewirksam, irgendwie ohne Sinn und Verstand umzusetzen.

Kurz: Sie steht da wie ein Kind neben dem Dreck und hat keine Ahnung von Nichts.

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Thomas Junggeburt

Wenn Leute, die anderswo nicht einmal einen Praktikumsplatz kriegen würden...

...Ministerin spielen dürfen, kommt halt nur halbgares Zeug raus. Der monströse Beamtenapparat, der bei dieser bürokratischen Totgeburt den Geburtshelfer spielen durfte, hat der Dame auch nicht geholfen, Sachverstand in das Gesetzeswerk einzubauen.

Die wirtschaftlichen Folgen der Pflege sind entweder von der Solidargemeinschaft aufzubringen oder nicht. Sie den Arbeitgebern zuzuschieben ist per se schwachsinnig.

Auch die Form eines Kredites, den sich sowohl Kreditgeber als auch Kreditnehmer erst mal leisten können müssen, ist völlig unzweckmäßig. Aber Schulden sind aus Sicht der Politiker wohl das normalste von der Welt und werden wahrscheinlich noch als sozialer Fortschritt verstanden.

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Dietmar Blum

Kein Wunder,

bei dem deutschlandtypischen Wust an Anträgen, Formularen etc.

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Herman Kohlgraf Medeco

Zeit-, Welt- und Bedarfsfremde Familienpolitik unserer Regierung

Ca. 200 Fälle der Inanspruchnahme 2012 im ganzen Land. Wir leben in einer Zeit, in der sich
die meisten keine traditionelle Familie mehr leisten können, Frau und Mann beide berufstätig sein müssen, um überleben zu können. Arbeitgeber in Handwerk u. Wirtschaft kaum einen
Mitarbeiter(in) freistellen können. Dies hat sich bis in die Schwarz-Gelben Politiker- und
Beamten-rosa-Wolken-Kuckucksheime noch nicht durchgesprochen. So entstehen Gesetze, die
nur von wenigen in Anspruch genommen werden können oder andersherum nur für wenige
gemacht werden. Ähnliches wird mit dem Betreuungsgeld passieren. Ausser Hartz-IV Empfängern können dies meist nur Beamte, Angestellte im öffentlichen Dienst und
besserverdienende in Anspruch nehmen können. Also nur Randgruppen oben und ganz unten.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 28.12.2012 16:06 Uhr
Karola Schramm
Karola Schramm (Alorak) - 28.12.2012 16:06 Uhr

Ein klitzekleiner Irrtum

Ich stimme Ihnen zu, allerdings bekommen Hartz 4 Mütter kein Betreuungsgeld, soweit ich mich erinnere, oder - wenn sie es bekommen - wird es wieder von Hartz 4 abgezogen, womit sie nichts bekommen.

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28.12.2012, 09:39 Uhr

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