Home
http://www.faz.net/-gqg-778gx
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, HOLGER STELTZNER
easyfolio

Familienleistungen Neue Berechnungsmethode führt zu weniger Elterngeld

Durch eine seit Anfang des Jahres gültige neue Berechnung erhalten die meisten Mütter oder Väter Steuerexperten zufolge weniger Elterngeld. Entscheidend ist nun ein „fiktives Nettoeinkommen“. Die tatsächlichen Abzüge spielten anders als bisher keine Rolle mehr.

© dapd Vergrößern Immer mehr junge Väter nutzen die Elternzeit

Aufgrund einer seit Anfang des Jahres gültige neue Berechnung des Elterngeldes erhalten viele Mütter oder Väter weniger Geld, als sie früher erhalten hätten. Das Elterngeld beträgt zwar weiter 65 bis 67 Prozent, in Ausnahmefällen sogar bis zu 100 Prozent des bisher erzielten Netto-Erwerbseinkommens, höchstens 1800 Euro im Monat. Wesentliche Änderung ab 2013 ist jedoch die Berechnungsbasis für das Elterngeld.

Bisher war bei Arbeitnehmern das tatsächliche Nettogehalt maßgeblich. Für Kinder, die vom 1. Januar 2013 an geboren werden, ist nun ein „fiktives“ Nettoeinkommen entscheidend. Davon werden jetzt pauschal 21 Prozent für Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung abgezogen, hat Steuerexperte Thorsten Koch von Ernst & Young für die F.A.S. dargelegt. Die tatsächlichen Abzüge spielten anders als bisher keine Rolle mehr.

Mehr zum Thema

Die „Süddeutsche Zeitung“ beruft sich auf Berechnungen des Berliner Steuerrechtsexperten Frank Hechtner. Nach seinen Angaben ergebe sich eine Differenz von 40 Euro für eine verheiratete Mutter oder einen verheirateten Vater mit einem Bruttoeinkommen von 4100 Euro im Monat, schreibt die Zeitung weiter. Doch auch für Leute, die nur die Hälfte verdienten, sei der Ausfall nicht unbeträchtlich. Bei einem Bruttoeinkommen von 2000 Euro falle das Elterngeld monatlich um 10,18 Euro niedriger aus als bei der bisher gültigen Kalkulation.

Familien werden in Deutschland mit mehr als 150 familienpolitischen Leistungen gefördert - viele davon sind kaum bekannt

Quelle: FAZ.NET

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Fondsbericht Risiko bei deutschen Aktien lohnt nicht mehr

Die Manager in Deutschland anlegender Aktienfonds verzeichnen Kursverluste, sofern sie eine beherzte Anlagestrategie verfolgen. Welche Lehren sollen Anleger daraus ziehen? Mehr

27.08.2014, 17:05 Uhr | Finanzen
Deutsch-polnische TV-Dokumentation Der Zweite Weltkrieg wirft lange Schatten

Das ZDF und das polnische Fernsehen TVP haben gemeinsam eine Dokumentation zum Zweiten Weltkrieg produziert. Aus ihr kann man Lehren zur jetzigen Lage in Europa ableiten. Daran läge vor allem den Polen. Mehr

02.09.2014, 17:15 Uhr | Feuilleton
Was Sie heute erwartet Abwarten

Der gestrige Warnstreik bei der Bahn hat Zigtausende Pendler und Fernreisende getroffen Mehr

02.09.2014, 07:07 Uhr | Wirtschaft
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 26.02.2013, 08:49 Uhr

Uber versus Taxi

Von Britta Beeger

Ein Gericht untersagt Uber die Vermittlung privater Fahrten in ganz Deutschland. Aber die Firma lacht darüber. So dreist war noch keiner. Mehr 17 18

Umfrage

Nerven Sie geschäftliche Mails im Feierabend?

Alle Umfragen

Bitte aktivieren Sie ihre Cookies.


Die Börse
Name Kurs Änderung
  Dax --  --
  F.A.Z.-Index --  --
  Dow Jones --  --
  Euro in Dollar --  --
  Gold --  --
  Rohöl Brent --  --

Grafik des Tages Viel Geld für Werbung im Internet

Unternehmen investieren stark in Onlinewerbung – so auch Germanwings. Nur der Autobauer Volkswagen und die Auktionsplattform Ebay geben hierzulande mehr dafür aus. Mehr