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Veröffentlicht: 10.02.2013, 17:14 Uhr

Europas Finanzplanung Deutschland muss mehr an die EU zahlen

Deutschland bleibt mit Abstand der größte Nettozahler in der Europäischen Union. Nach aktuellen Prognosen wird die Bundesrepublik von 2014 bis 2020 jährlich sogar rund eine Milliarde Euro mehr an die EU überweisen als bisher.

von , Brüssel
© dpa In Relation zur Wirtschaftsleistung war 2011 einmalig Italien größter Nettozahler.

Deutschland muss 2014 bis 2020 netto rund eine Milliarde Euro mehr im Jahr an die EU überweisen als bisher. Das folgt nach Angaben von EU-Diplomaten aus der am Freitag von den europäischen Staats- und Regierungschefs erzielten Einigung über den Finanzrahmen für die Periode. Deutschland bleibt damit der mit deutlichem Abstand größte Nettozahler.

Hendrik  Kafsack Folgen:

Der Nettobeitrag gibt an, wie viel Geld mehr ein Land an die EU überweist, als es aus den EU-Töpfen erhält. Neu ist, dass Deutschland auch relativ zur Wirtschaftsleistung größter Nettozahler wird. Im Verhältnis zu seinem Bruttonationaleinkommen (BNE) steigt der deutsche Nettobeitrag von durchschnittlich 0,35 Prozent auf zwischen 0,37 und 0,38 Prozent. Es folgen die Niederlande (0,37 Prozent) und Schweden (0,35 Prozent). Der Nettobeitrag Frankreichs, Österreichs und Großbritanniens beträgt in der Finanzperiode 2014 bis 2020 nach dem Kompromiss vom Freitag durchschnittlich 0,31 Prozent des BNE.

2011 hat Deutschland Nettobeitrag von 9 Milliarden Euro an EU überwiesen

Bei den Werten handelt es sich um Prognosen. Wie sich der Beitrag entwickelt, hängt von verschiedenen Faktoren wie dem Zugriff auf die EU-Mittel und der Wirtschaftsentwicklung ab. Deutschland hatte 2011 einen Nettobeitrag von 9 Milliarden Euro an die EU überwiesen. Es folgten Frankreich mit 6,4 Milliarden Euro und Italien mit 5,9 Milliarden Euro.

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In Relation zur Wirtschaftsleistung war 2011 einmalig Italien mit 0,38 Prozent größter Nettozahler. Im Durchschnitt der vergangenen Jahre haben aber vor allem die Niederlande im Verhältnis zum BNE mehr an die EU überwiesen als Deutschland. Dass der deutsche Beitrag steigen würde, hatte sich schon vor der Einigung abgezeichnet.

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