31.10.2006 · Die Ziele der EU in Sachen Klimaschutz könnten verfehlt werden, warnt die Kommission. Für die zweite Phase des Emissionshandels sprach sie sich für ambitionierte Ziele aus.
Die EU-Kommission hat vor einem Scheitern der Klimaschutzbemühungen der EU gewarnt. Aktuelle Prognosen zeigten, daß die Staaten sich keinen Fehler mehr erlauben dürften, sagte die Sprecherin des Umweltkommissars Stavros Dimas in Brüssel. Sonst werde Europa die im Kyoto-Protokoll festgesetzten Ziele verfehlen. Der Ausstoß der Treibhausgase werde dann bis 2010 nur um 0,6 Prozent sinken.
Die 15 alten EU-Staaten haben sich verpflichtet, den Ausstoß an Treibhausgasen bis 2012 um 8 Prozent gegenüber dem Niveau von 1990 zu reduzieren. Nach Angaben der Kommission läßt sich der Ausstoß - auch wenn die Staaten alle angekündigten Klimaschutzpläne verwirklichen - allenfalls um rund 4,6 Prozent verringern. Deshalb müßten die nationalen Vorgaben für die zweiten Phase des Emissionshandels von 2008 an ambitioniert sein.
Anders sieht die Situation aus, wenn die EU Schritte zum Schutz des Klimas wie die Aufforstung in anderen Ländern der Welt berücksichtigt. Das Kyoto-Protokoll sieht vor, daß solche Projekte zu einem bestimmten Teil auf die Klimaschutzbemühungen im eigenen Land angerechnet werden können. Das könne ungefähr 3 Prozentpunkte bringen.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.379,22 | +0,19% |
| Dow Jones | 12.529,80 | +0,27% |
| EUR/USD | 1,2534 | +0,01% |
| Rohöl Brent Crude | 106,76 $ | +0,01% |
| Gold | 1.568,50 $ | +1,26% |
Anonym bewerben? Ist das gut?