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HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Europäische Schuldenunion Zentralwahn

 ·  Das europäische Haus der Schulden- und Haftungsunion ist bald zu Ende gebaut. Ihre Architekten sprechen von „Solidarität“. Doch eine derartige Verstaatlichung privater Schulden gab es bislang nur in marxistischen Lehrbüchern, nicht in jenen der Sozialen Marktwirtschaft.

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Klaus Schmid
Klaus Schmid (Pinin) - 03.07.2012 15:50 Uhr

Warlords

Unsere ganze Politiker-Clique, vom alten Schmidt bis zu den jüngsten Abgeordneten hat ein Weltbild wie die Warlords in Afghanistan: Alles was zählt sind Macht- und Einfluß-Visionen und politische Sandkastenspiele ohne Rücksich auf die realen Bürger die diese Politiker geschworen haben zu vertreten.

Es hat sich also in tausenden von Jahren nichts geändert - was füher "Edelleute", Fürsten und Raubritter waren sind heute Politiker und Super-Reiche, die für uns, das Volk insgeheim nur Verachtung übrig haben.

Kein Wunder, dass wir dieses Deutschland und dieses neue(!) Europa auch zutiefts verachten, mit (vorerst noch) ohnmächtiger Wut.

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Heinz Thieme

Solidarität?

Lt. Wikipedia: "Solidarität ... bezeichnet eine, zumeist in einem ethisch-politischen Zusammenhang benannte Haltung der Verbundenheit mit – und Unterstützung von – Ideen, Aktivitäten und Zielen anderer. Sie drückt ferner den Zusammenhalt zwischen gleichgesinnten oder gleichgestellten Individuen und Gruppen und den Einsatz für gemeinsame Werte aus". Nach dem Fremdwörterbuch, Verlag Enzyklopadie, Leipzig, 1960 (auszugsweise): "Zusammenstehen ... im Streik ... und Kampf".

Also, dann verhalten wir uns mal solidarisch mit den Griechen und zahlen einfach keine Steuern mehr, und unser Finanzbeamten treiben dann auch nicht mehr die verweigerten Steuern ein. Das wäre Solidarität! In diesem Sinne tut Solidarität not!

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Gerhard Wruck
Gerhard Wruck (arbiter) - 02.07.2012 21:51 Uhr

In der FAZ formiert sich hochqualifizierter Widerstand

Vor drei Tagen war es Holger Steltzner, nun ist es Rainer Hank, die in für deutsche Verhältnisse seltener Klarheit die uns alle gefährdende Fehlpolitik einer konzeptionslosen und desorientierten Kanzlerin attackieren. Das ist ein kleiner Trost in einer Zeit, in der sich die Zukunft dank des Irrwegs der deutschen Politik immer düsterer am Horizont abzeichnet. Nach Eintritt der Katastrophe kann dann immerhin konstatiert werden, dass nicht nur viele macht- und einflusslose Menschen voll ohnmächtiger Wut vor dem Euro-Wahnsinn gewarnt haben, sondern auch einige wenige deutsche Journalisten ihre kritisch-warnende Stimme erhoben haben. Selbstverständlich - wie könnte es bei der in Deutschland herrschenden Ignoranz anders sein? - leider vergeblich.

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Gerhard Wruck
Gerhard Wruck (arbiter) - 02.07.2012 21:16 Uhr

@ Cornelia Holtmann et alii. Nein. Frau Holtmann!

Obwohl Sie es nicht gerne hören, muss es doch immer wieder gesagt werden: Die CDU-frommen Bürger/innen wie Sie sind ganz wesentlich mit schuld daran, dass der Euro-Wahnsinn sich weitgehend ungehindert in Deutschland ausbreiten konnte, bis hin zu den politischen "Spitzenleistungen" einer völlig desorientierten Kanzlerin Merkel. Warum halten CDU und CDU-Wähler dieser Versagerin immer noch die Treue? Die Schuld auf SPD und Grüne (die auch ich überhaupt nicht mag) abzuwälzen, ist einfach zu billig. SPD und Grüne wollen den Ausverkauf Deutschlands, den Merkel betreibt, zwar mit noch höherer Geschwindigkeit. Aber sie haben derzeit (dem Weltgeist sei's gedankt) nicht die Mehrheit im Bundestag, um dem Euro-Wahnsinn die Krone aufzusetzen. Das betreibt für sie die CDU-Kanzlerin Merkel (zusammen mit ihren CDU-Claqueuren) und ihrer grauen Eminenz Schäuble fast ganz allein. Und brave, aber grenzenlos naive und ignorante CDU-Wähler unterstützen sie dabei nolens volens.

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Renate Simon
Renate Simon (-simon-) - 02.07.2012 00:34 Uhr

Beim Bundestag läuft noch eine Petition zur Ablehnung des ESM-Vertrags,

die man mitzeichnen kann, und zwar unter der Nummer 25090.
Gezeichnet haben bisher 7964 Personen. Ende der Mitzeichnungsfrist ist der 13.07.2012. Bitte zeichnen Sie alle mit.

Die von den Herren Hüdepohl bzw. Piazolo eingereichten Petitionen befinden sich unterdessen in der parlamentarischen Prüfung und können nicht mehr mitgezeichnet werden.

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 03.07.2012 10:43 Uhr
Renate Simon
Renate Simon (-simon-) - 03.07.2012 10:43 Uhr

Guten Tag meine Herren, ich habe die gleichen Erfahrungen

mit den lieben Mitmenschen gemacht, völliges Desinteresse. Keine Ahnung, was der ESM ist und bedeutet, ach die machen das schon. Das grenzt schon fast an Selbstaufgabe...

Man kann zu dieser Petition sich auch noch bei Mehr Demokratie beteiligen und die Bürgerklage mitzeichnen. Unterdessen sind es wohl über 16.000 Vollmachten, die Frau Däubler-Gmelin bekommen hat.

Aber erschreckend fand ich gestern die Rede von Helmut Schmidt bei der Preisverleihung der Atlantikbrücke. Siehe dazu auch Welt, Schmidt lobt Merkels "taktisches Geschick" oder Handelsblatt, Warnung vor der Euro-Apokalypse
Einerseits verstehe ich ihn, würde er nun gegen die EU und den Euro wettern, müsste er sein eigenes Lebenswerk in Frage stellen, andererseits gehe ich mit ihm überhaupt nicht einig.

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Manfred Nerlinger
Manfred Nerlinger (Kah7) - 03.07.2012 02:00 Uhr

Nicht aufgeben!

Ich habe die gleiche Erfahrungen im Bekanntenkreis gemacht aber ich habe die meisten überzeugen können zumindest bei der Petition mitzumachen. Den meisten war nichtmal bewusst, dass epetitionen gibt. Alleine schon hierfür hat sich der Aufwand gelohnt.

Es ist nie zu spät etwas gegen den Politker-Irrsinn zu unternehmen. Die Petition ist eine Möglichkeit, auch wenn sie vielleicht von den Politikern ignoriert werden wird. Wichtig ist, dass sich die breite Masse der Bevölkerung endlich ihrer Lethargie entledigt und sich wieder politisch engagiert. Wir können etwas verändern, wenn wir es wirklich wollen. Es gibt genügend Möglichkeiten. Wir müssen sie nur wahrnehmen!

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Dieter Stümbke

Alles vergebliche Mühe,

als wenn sich auch nur irgendeiner der Polit-Darsteller von so was auch nur im geringsten beeindrucken ließe. Was haben wir uns die Finger blutig geschrieben. Ergebnis: überwältigende Zweidrittelmehrheit für den ESM, der bei der Verabschiedung schon gar nicht mehr in dieser Form gültig war.
Versuchen Sie mal, im Bekannten- und Kollegenkreis über das Thema zu reden. Sie ernten absolutes Unverständnis bzw. völlige Ignoranz. Ich hab's aufgegeben und sorge still für mich alleine vor. Denn das dieses Schneeballsystem bald platzt, ist so sicher wie das Amen in der Kirche.

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Wolfgang Richter

Notbremse

Falls nicht das BVG den ESM stoppt (bester Fall), muß man taktisch zum Ziel kommen.
Bisher hat nur Frau Merkel etwas zugesagt.
Über die Interpretation streiten sich schon jetzt die Partner: Monti (freies Geld ohne besondere Kontrollen) vs. Merkel (strikte Kontrollen, nur einige kleine Erleichterungen für besonders tugendhafte Staaten).
Eine gute Gelegenheit, die taktische Schläue unser mediterranen Partner zum Vorbild zu nehmen und die für den ESM-Umbau nötigen deutschen Gesetze nur gaanz langsam und gaanz gründlich auszuarbeiten. Wenn dieser Prozeß 2 Jahre dauert: Na und?
Wir können auch anders.
Hollande, Monti und Rajoy sind schlau und skrupellos. Aber nicht nur sie.

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Stefan Sellschopp

Amtsträgerhaftung fehlt

Es ist alles eine reine Haftungsfrage! Müßten die glorreichen Mandatsträger, die regelmäßig frei von Grundkenntnissen der Betriebs- und Volkswirtschaftslehre sind, ihre eigenen Pensionsansprüche mit dem Ausfallrisiko des ESM, der Targetsalden oder auch der begebenen Anleihen der PIIGS verbinden, wäre der Bundestag leer gewesen und das Telefon hätte bei den "Einpeitschern" nicht stillgestanden. Die plötzliche Undisponiertheit oder auch plötzliche schwere Erkrankung resp. wichtige Termine von unendlich vielen Abgeordneten hätte den ganzen Wahn verhindert.

Da bleibt einem bürgerlichen Wähler nur noch die Hoffnung auf die Linkspartei! Traurig, daß der Demokrat nun auf den Nachlaß einer Parteiendiktatur hoffen muß!

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Bernd Ritter

Wir haben nicht nur ein Halbfinale auf dem Rasen verloren ...

... die eigentliche Halbfinaleniederlage folgte in der Nacht, als Frau Merkel "umfiel" und der ESM als erste Institution einer Transferunion beschlossen wurde. Fernab von jeglicher demokratischer Legitimation! Es wird Zeit, dass wir uns aktiv wehren. Wir sind "noch" eine Demokratie, warum nutzen wir nicht unser Recht und demonstrieren, z.B. vor der EZB in Frankfurt?! S21 hat uns doch gezeitgt, dass es auch in Deutschland möglich ist hierdurch politische Veränderungen herbeizuführen und beim Thema EURO geht es um so viel mehr!!! Wir müssen unser Geschick selbst in die Hand nehmen - nie war es dringender und die Zeit eine besser, um eine neue politische Kraft entstehen zu lassen. Die Mehrheit in Deutschland ist nicht gegen den EURO aber wir sind gegen die Bevormundung durch den Club-Med, dass Ursache und Wirkung sowie Haftung und Verantwortung voneinander getrennt werden und dies in einer nie da gewesenen Arroganz unserem Land gegenüber. Es wird Zeit, dass wir aufstehen und uns wehren!

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 02.07.2012 12:31 Uhr
Dietmar Blum

Es müßte doch möglich sein,

die geplanten Demos per "facebook" einer breiteren Öffentlichkeit bekannt zu geben!

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Ingrid Hoyer

Mir schwant Böses. 500.000 auf der Fanmeile der EM. Wo sind sie zum Fiskalpakt und ESM? Kein Interes

Es kann einem die Tränen in die Augen treiben, wenn man dieses Drama, in wie vielen Akten? erleben muß. Ich habe Unterschriften zu Petitionen und beim BVG geleistet. Bitte auch so. Die Gewerkschaften vermisse ich auch. Sind die Deutschen zu abnickern geworden? Hochachtung vor den Parlamentariern, die dieser " Gruselkommödie" am Freitag wiederstanden haben. Leider sind sie dafür beschimpft und Bespöttelt worden. Wes Geistes Kind sind Sie Herr Heil? Leider haben wir nun garkeine Partei mehr, die gewählt werden kann. Ich frage mich immer wieder, wie ich das meinen Enkelkindern in ein paar Jahren erklären soll. Da kommt das "Fremdschämen" wieder hervor und die Frage, ob dem nicht schon viel eher hätte Einhalt geboten werden können. Nun können wir nur noch versuchen zu Retten, was noch zu Retten ist. Die letzte Hoffnung das BVG - hoffentlich. Mir schwant furchbar Böses.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 02.07.2012 15:39 Uhr
Dieter Stümbke

Furchtbar Böses schwant Ihnen zu recht, Frau Hoyer

Warum wählt die Mehrheit der Deutschen immer wieder die Blockpartei CDUCSUFDPSPDGRÜNE? Warum sind die beliebtesten Politiker in Deutschland Merkel und Schäuble?
Wie wollen Sie diese ignorante Mehrheit zu Demonstrationen bringen? Na?

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Hellmut Koch
Hellmut Koch (825630) - 01.07.2012 17:55 Uhr

Euro-Rettung

Aus der Geschichte zu lernen gehört nicht zum Repertoire der politischen Klasse. Wenn heute zur Rettung des Euro ständig neue Strategien und Instrumente erfunden wer-den wie mehr Europa, Politische- Wirtschafts- Fiskal- , Banken-, Schuldenunion, , Eurobonds, ESM EFS, Eurobonds, Eurobills, dann sei daran erinnert, dass die meisten dieser Instru-mente und deren Auswirkungen in unserem eigenen Haus bestens bekannt sind.
Als die DDR ihre Souveränität und Währung aufgab, sich der DM anschloss fand eine Fusion mit einer hocheffizienten Marktwirtschaft statt. Die DDR brachte zwar eine langjährige indu-strielle Tradition, gut ausgebildete Arbeitskräfte, jedoch stark heruntergekommene Produkti-onsmittel und veraltete Produkte mit. Da der erwartete sich selbst tragende Aufschwung, verbunden mit schneller Angleichung der Lebensverhältnisse nicht stattfand, wurden die genannten Instrumente mit grosser Konsequenz in Anwendung gebracht.
Nach 23 Jahren ist die Bilanz ernüchternd. Nach einem Transfe

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Volker Kraft

Erpressung

An dieser eigentlich simplen Erpressung wird deutlich, dass A. Merkel in dieser Nacht ihr persönliches Überforderungsniveau erreicht hatte. Gerade w e i l die Zustimmung der Opp. erforderlich ist und unsere verfassungsrechtl. Situation immer prekärer wird, hätte es doch nahegelegen, den Spiess einfach umzudrehen: meine Herren, so geht es nicht. Sie haben gelesen, was ich gestern dazu gesagt habe. Was Sie hier vorhaben, bekomme ich weder in Berlin noch in Karlsruhe durch. Wenn jetzt ausgerechnet Sie den vor allem für Sie erdachten Wachstumspakt blockieren wollen, dann wird es wohl nichts damit werden, da kann ich Ihnen leider auch nicht mehr weiterhelfen.
So hätte sie den schwarzen Peter einfach weiterreichen können. Stattdessen knickt sie beim ersten Schuss vor den Bug so schlicht ein.
Solch dilettantisches Führungspersonal kann sich D nicht leisten. Was da nötig wäre, haben Sie im Fall Röttgen knochentrocken vorexerziert. Deshalb, nehmen Sie Ihren Hut, Frau Merkel!

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 01.07.2012 20:54 Uhr
Wolf-Dieter Hohe

Erpressung

...bleibt nur resignierend zuzustimmen

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Werner Patzelt
Werner Patzelt (wpat) - 01.07.2012 20:01 Uhr

"Wir sitzen in der Falle"

Ja, wenn das "Spießumdrehen" so einfach ginge!

Denn, wie Hans-Werner Sinn sagt: "Wir sitzen in der Falle".

Nämlich durch die für die BRD katastrophale Konstruktion des Eurosystems.

Erinnert sei Rücktritt von Stark, Verzicht von Weber ...

Im EZB-Rat hat die BRD 2 Stimmen von 23. Soviel wie Malta und Zypern zusammen. Die Krisenländer dominieren also die Beschlüsse und erreichten dramatische Abschwächungen der Bonität für zu hinterlegende Assets bei den Zentralbanken der Krisenländer bei der Schöpfung von
Zentralbankgeld. Sinn: "Wir haben die Druckerpresse an die Krisenländer verliehen".

Dann das Zahlungsverkehrssystem TARGET2. Das spült diese wertlosen Assets über die EZB in die Bundesbank!
700 Milliarden Anfang Juni. Jeden Monat dann 55 Milliarden mehr wie im Mai geschehen?
Damit bezahlen die Krisenländer ihre Importe aus Deutschland. Ach ja, "Deutschland profitiert vom Euro am meisten ..."

Merkel hat das Heft längst nicht mehr in der Hand!

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Cornelia  Holtmann

Nein, Herr Kraft,

Frau Merkel weiß, dass die Opposition ihr diese Möglichkeit gar nicht ließe. SPD und Grünen geht die Übernahme von Schulden, die "Solidarität" doch nicht weit genug. Martin Schulz hat doch vor den Verhandlungen gesagt, "man kann nicht immer 'nein' sagen."

Ich nenne das Appeasement-Politik, und wir wissen, wohin die geführt hat.

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Erwin Stahlberg

UNION mit MINUS-Wert

Da Ehrlichkeit und Wahrhaftigkeit und Redlichkeit in dieser EU
kein zu Hause haben k ö n n e n, sind von keinem „ihrer“
Länder

KONTROLLEN,
ZWÄNGE,
EINGRIFFS-RECHTE,
GARANTIEN

--- als bindend anzusehen, und alles ist und bleibt wertlos.

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leopold mansk

Da der ESM keine Einbahnstrasse


aus unserem Land hinaus ist, wie Viele zu glauben scheinen, könnten wir unsere 480 Mrd. für den Bankenrettungsschirm zurückholen. Auflagen haben wir Dank Agenda 2010 erfüllt, wie Rente mit 67, sinkende Löhne, Rentenerhöhungen, wenn überhaupt unter der Inflationsrate und befinden uns nicht nur moralisch auf der sicheren Seite.
Die Not leidenden Staaten werden das wohl kaum alles erfüllen (müssen), weil sie den Zugriff auf den ESM wohl schon ohne Auflagen haben.
Daher sollten wir unverzüglich die 480 Mrd. für unsere Banken abrufen, damit wir die Schulden unserer Banken vereuropäisieren (unter Einbezug Italiens), um sie mit europäischen Steuergeldern fit zu machen für unsere Wirtschaft und Wachstum. Wir werden es nötig haben.

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Carlos Jorge
Carlos Jorge (CJorge) - 01.07.2012 15:00 Uhr

Was können WIR tun?

Die Frage ist aber: Was können wir tun, damit diese Informationen einen größeren Teil der Bevölkerung erreichen, damit mehr Leute wissen worauf das hinausläuft?
Diese Themen sind noch nicht (in solcher Tiefe) präsent genug in den Medien, die die breite Öffentlichkeit erreichen. Die Personen die FAZ & ähnliche Medien zur Meinungsbildung nutzen, sind leider nur ein kleiner %-Satz. Es herrscht eine andere Ansicht: "Europa retten" jedoch sprechen wir von Bankenrettung.
Ohne eine nötige Sensibilisierung für das Thema wird auch das Bundesverfassungsgericht sich der Mehrheit beugen. Die (denkende) Minderheit muss zur Mehrheit werden und so die Richter den Rücken stärken den Mut zu haben die richtige und vernünftige Entscheidung zu treffen.

Ich bin nicht gegen Europa und genau deswegen bin ich gegen den ESM, denn dieser wird Europa noch weiter auseinander führen!

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Alexander Vaissié

Warum läßt die Politik nicht Banken Pleite gehen?

Ich kenne nur ein Land, daß eine Bank mit Erfolg durch Volksbefragung in die Insolvenz schickte! Das war Island!! Dieser Vorgang ist bemerkenswert, da sich die isländische Witschaft rasch erholte. Doch niemand will heute davon etwas hören. Das isländische Volk fällte die richtige Entscheidung, wer mit Banken zockt, egal welcher Personenkreis oder welche Institution, muß auch das Risiko mit Fassung tragen und nicht das Volk!

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Michael Wagner
Michael Wagner (comic) - 01.07.2012 14:46 Uhr

So einfach ist es wohl nicht. Ich bin auch keinesfalls

einverstanden wie das Alles läuft und mit welchen fadenscheingien Argumenten die Weichen vor über 2 Jahren gestellt wurden. Aber nur die Tatsachen zu konstatieren und zu lamentieren ist wohl ebenfalls nicht zielführend. Welche seriösen Alternativen gäbe es? Einen Nord-Euro etwa mit einer massiven Aufwertung, welcher einen Einbruch der Exporte-immerhin 50% in die EU15-Länder-zur Folge hätte,verbunden mit einem nicht unerheblichen Anstieg der Arbeitslosigkeit in den aufwertenden Staaten? Allein die Hypothek, als Gewinner infolge des Niedergangs der Südstaaten zu gelten, würde auf Dauer unserem Ansehen dermaßen schaden, dass wir von vielen Nachbarn gemieden würden. Wer sind die Nordstaaten mit dem Nordeuro? Würden wenigstens sie an einem Strang ziehen oder dann aussteigen,wenn sich das Blatt zum Unguten wendete? Vorgestern sagte mit ein junger Ökonom: "Seit 70 Jahren Friede, ich will keine DM mehr und keine Grenzen. Nur die Alten träumen davon." Ist es wirklich so? Gibt mir zu denken.

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 02.07.2012 17:19 Uhr
Maik Freitag
Maik Freitag (MoikMC) - 02.07.2012 17:19 Uhr

oh man

zitat"Die "Nordstaaten"haben immerhin eine wettbewerbsfähige Industrie und nur mäßig aufgeblähte Sozialsysteme"

wenn wettbewerbsfähig heisst, das menschen für drei oder vier euro in der stunde arbeiten müssen(z.bsp.die frisöse),800 t menschen der strom abgestellt wird, weil sie die immer teureren energiepreise nicht mehr stemmen können(aber im gegenzug der dt. wirtschaft zwei, ja genau , gleich 2 mrd. € an stromkosten erlassen wird)immer mehr leute extra knete vom staat zum überleben brauchen ,die tafel für bedürftige immer mehr zulauf erhalten, dann gute nacht gesellschaftskitt.
Zitat:
"Es gibt nur zwei Alternativen: Drastisch sparen, billiger produzieren und Schulden abtragen. Oder Geld drucken und Schulden weginflationieren. Momentan wird ein Mittelweg, versucht, der niemanden überzeugt"
und warum zum geier geht man immer und immer wieder auf die los die eh nix haben= drastisch sparen würde die o.g. zustände nur verschlimmern!!!!
geh zu denen die knete haben,davon gibts genug

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Michael Wagner
Michael Wagner (comic) - 02.07.2012 10:29 Uhr

Ja, Herr Gerstheimer,

ich stimme Ihnen im Grundsätzlichen zu, aber wenn alle ihre Wettbewerbsfähigkeit steigern, dann hätte das für die "Nordstaaten" zur Folge, dass der Export dort eben deutlich nachliese. Man muss wohl konstatieren, dass wir auch auf Kosten der Südstaaten profitiert haben. Hören mögen dies die Rundumkritiker nicht.
Nichts desto trotz: wir werden alle sparen müssen, ansonsten frisst uns die Inflation. Das ist aber die unsozialste Form des Sparens.

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Franz Gerstheimer

Die harte Wahrheit ist,

dass ein wesentlicher Teil des Wohlstands in der EU direkt oder indirekt auf Pump finanziert wurde. Manche Staaten haben einen Teil davon in mehr Wettbewerbsfähigkeit investiert, andere vor allem konsumiert. Dieses nicht nachhaltige System kracht jetzt zusammen und alle verlieren.
Die "Nordstaaten"haben immerhin eine wettbewerbsfähige Industrie und nur mäßig aufgeblähte Sozialsysteme.
Die Idee, den Absatz der Exporteure durch Kredite an die Importeure zu erhalten, ist der Gaube an ein wirtschaftliches Perpetuum mobile. Diese Staaten können nur Geld verdienenen, wenn sie bessere oder preiswertere Güter erzeugen. An dieser grausam harten Therapie führt kein Weg vorbei, die Alternative ist Dauersiechtum.

Es gibt nur zwei Alternativen: Drastisch sparen, billiger produzieren und Schulden abtragen. Oder Geld drucken und Schulden weginflationieren. Momentan wird ein Mittelweg, versucht, der niemanden überzeugt.

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Claudia koch

In der Euro-Haftung/Zentralwahn

Deutschland kann nicht in voller Kenntnis der Sachlage in den wirtschaftlichen Ruin steuern, noch kann es sich wegen seines Beharrens auf kontrollmöglichkeiten gegenüber den Nehmerländern zum Buhmann Europas hochstilisieren lassen, die Zeit ist reif für die Gründung einer Partei mit dem Programm: "Raus aus dem Euro", dies ist durchaus eine Alternative in der ausgerufenen "alternativlosen" Zeit, große europäische Nationen wie Großbritannien haben den Euro in weiser Voraussicht gar nicht eingeführt, von der Schweiz gar nicht zu reden. Eine solche Partei hätte gute Chancen zur stärksten Fraktion bei der nächsten Bundestagswahl zu werden! Packen wir's an!!!

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Hubert Daubmeier

Mehr und schneller Schulden machen

Was ich hier in den Kommentaren selten lese ist der Gedanke: wenn wir an der Situation schon scheinbar nichts ändern können, dann müsste vielleicht Deutschland umsteuern und ab sofort viel mehr und schneller Schulden machen als andere. Ideen dazu gibt es doch zur Genüge. Wenn wir z.B. alle Banken in Euroland auf Pump kaufen kann man deren Geschäftsgebahren kontrollieren und mit deren Altlasten lässt sich ein gehöriges Schuldenpolster aufbauen.

Obwohl nächstes Jahr sind eh Wahlen und es ist absehbar dass rotgrün/grünrot das Zepter übernimmt. Vielleicht sind die Piraten auch irgendwie dabei. Man muss ihnen nur lang genug Zeit geben die Schuldenmacherei zu perfektionieren. Wie sagte schon FJS: es muss erst noch schlimmer kommen bevor es besser wird (oder so ähnlich)

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Franz Gerstheimer

Die Stimmung kippt gegen Europa

Bei mir und meinem prinzipiell proeuropäischen Bekanntenkreis hat sich als Ergebnis der letzten Woche die Erkenntnis herausgeschält: Dieses Europa wollen wir nicht.

Dazu staut sich eine frustrierte Wut über diesen hinterhältigen, kaltschnäuzigen Enteignungsversuch und die Unglaubwürdigkeit unserer Regierung an. Da zieht ein Sturm auf, den unsere Politiker völlig unterschätzen.

Bisher hat sich die Regierung nicht um die Meinung der Menschen gekümmert, in der arroganten Haltung, die Deutschen schlucken alles, wenn es nur mit Europaromantik verbrämt ist. Mein Eindruck ist, dass diese Phase abrupt ein Ende gefunden hat und die Wut mit dem ESM-Skandal einen Kristallisationskeim gefunden hat.

Organisieren wir uns, gehen wir auf die Straße, wählen wir diese Volksvertreter nie wieder. Und hören wir mit unseren romantischen Euro-Träumen auf. In Wirklichkeit heißt der Euro Monti, Rajoy, Schuldenunion, Abstieg und Inflation.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 01.07.2012 18:03 Uhr
Bernd Ritter

Die Stimmung kippt gegen Europa

Hallo Herr Gerstheimer
Sie sprechen mir aus der Seele!
Was Sie beschreiben - diese frustrierende Wut- kann ich an mir selbst und in meinem deutschen Bekanntenkreis zur Zeit ebenfalls feststellen. Die bisherige, sich alltäglich anstauende Frustration in Sachen EURO wandelt sich gegenwärtig in eine regelrechte Anti-EURO- und Anti-Europa-Stimmung.

Das die Politik dies vollkommen unterschätzt ist mehr als nur fahrlässig, denn die aktuelle Entwicklung führt m.E. unweigerlich zu einer späteren Spaltung des Kontinents - der EURO spaltet Europa - und das ist das schlimmst, was für alle Beteiligte als Resultat herauskommen kann.

Um dies zu verhindern, ist es sogar unsere demokratische Pflicht jetzt zu demonstrieren - was muss noch passieren - es wird Zeit!

Beste Grüsse
B. Ritter

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Diana Cammerer

Gauck als retter

Es bleibt nun zu hoffen, dass Herr Gauck diesen Wahnsinn stopt! sonst ist unserem Vermögen und dem von unseren Kindern an südeuropa völlig ausgeliefert

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Antworten (4) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 02.07.2012 14:24 Uhr
Barbara Kirschen

Honi soit qui mal y pense

Gegen den dann prompt eine gewaltige Kampagne wegen Bobbycarts u. ä. losgetreten wurde, als er seine Vorbehalte gegen den ESM in einer Rede zum Ausdruck brachte.
Die Vorermittlungen der Staatsanwaltschaft Hannover wurden übrigens inzwischen eingestellt.

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Jochen Wagner

Herr Weitzmann, diese Variante der Rücktrittsdeutung habe ich schon des Öfteren gelesen.

Sie taugt ganz sicher als Indiz dafür, dass in Deutschland ganz gewaltig was stinkt. Vielleicht ist dieses Afghanistan-Interview damals ja nur eine tollkühne Verletzung der pc gewesen, um sich auf diese Art und Weise der bereits abzeichnenden gewaltigen Verantwortung, die ein BP in der Euro-Rettungs-Krise bekommt, zu entziehen... Wenn Köhler hingegen tatsächlich glaubte, in der Frage der No-Bailout-Klausel zu Widerstand gar nicht in die Lage gesetzt zu sein, spräche das Bände. Den Punkt mal ausgenommen, dass er womöglich schlicht keinen Mut hatte, sich auf die Kontra-Seite zu stellen, wurde er sich möglicherweise auch bloß seiner möglichen Isolation gewahr – und die kann in Deutschland ja durchaus grässlich sein – oder er wurde erpresst, was ich nur der Form halber mit anführe, oder es gab Direktiven, über die einfach hinwegzugehen er sich nicht traute, weil er letztlich als BP Bestandteil des Systems ist, aus dem dieserart (gemutmaßte) Direktiven stammen. Sehr betrüblich allemal.

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Jörn Weitzmann

Vielleicht sollte man sich auch einmal Fragen warum Horst Köhler zurückgetreten ist!

Seinen Rücktritt hat Horst Köhler, offensichtlcih aus Gründen der Staatsräson, nicht begründet. In der Presse wurde der Rücktritt mit einem "vermalledeiten Afghanistan-Interview" bewgründet. Ist jemanden schon mal in den Sinn gekommen, dass er zurückgetreten ist, weil er sich nicht zum Unterschriftenautomaten der Kanzlerin degradieren lassen wollte? Und warum AM sich im Anschluß so für den braven Parteisoldaten Christian Wulff eingesetzt hat?

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Jörg Tiffert
Jörg Tiffert (Tiffy) - 01.07.2012 13:39 Uhr

Träumen Sie weiter, Frau D. Cammerer

Er bekommt ja noch nicht mal sein "eigenes" Haus bestellt ! Wie will er dann das Haus Deutschland Retten ?

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Jahrgang 1953, verantwortlicher Redakteur für Wirtschaft und „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

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