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EU-Untersuchung Eon für Stromausfall 2006 verantwortlich

30.01.2007 ·  Die Schuld für den Stromausfall im November liegt nach offizieller Untersuchung weitgehend bei Eon. Der Konzern habe keine Sicherheitsverfahren genutzt und nicht die nötigen Geräte gehabt, um sein Netz ausreichend zu überwachen, erklärte die EU-Kommission.

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Die Schuld für den Stromausfall in weiten Teilen Europas im November liegt nach einem offiziellen Untersuchungsbericht weitgehend beim deutschen Eon-Konzern, erklärte die EU-Kommission am Dienstag unter Berufung auf ein Untersuchungsergebnis des Netzbetreiberverbandes UCTE.

Bei Millionen Menschen in Deutschland, Frankreich, Belgien, den Niederlanden, Italien und Spanien waren nach der Abschaltung einer Hochspannungsleitung über der Ems die Lichter ausgegangen. Eon hatte Mitte November erklärt, der „Blackout“ sei auf menschliche Fehleinschätzungen zurückzuführen. Technische Fehlfunktionen seien nicht festgestellt worden.

Doch eine technische Ursache

Laut Untersuchungsbericht war eine der drei Ursachen sehr wohl technisch. „Eon Netz, der Übertragungsbetreiber, bei dem der Fehler entstand, hatte keine Sicherheitsverfahren eingeführt und verfügte
nicht einmal über alle technischen Instrumente, um zu überprüfen, ob das Netz innerhalb der Sicherheitsgrenzen betrieben wurde“, schrieb die Kommission.

E.ON macht Mitarbeiter für Stromausfall verantwortlich

EU-Energiekommissar Andris Piebalgs sagte, nun müssten die Lehren aus dem Störfall gezogen werden. Der Bericht kritisiert zudem, dass andere europäische Netzbetreiber nicht darüber informiert worden seien, was Eon bei dem Stromausfall unternommen habe. Schließlich sei zu wenig in die Netze investiert worden.

Die EU-Kommission sah sich durch den Bericht in ihren Vorschlägen zur Versorgungssicherheit bestätigt. Sie pochte erneut auf eine Entflechtung der Netzbetreiber, was in Deutschland zur umstrittenen Zerschlagung der großen Energiekonzerne wie Eon führen würde. Die EU müsse zudem schnell gemeinsame Standards für die Netzsicherheit beschließen. Und die Zusammenarbeit zwischen den Netzbetreibern müsse verbessert werden, um sofort reagieren zu können. Schließlich solle in die Versorgungssicherheit investiert werden.

Quelle: FAZ.NET mit Reuters und dpa
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30.05.2012 17:45 Uhr
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