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EU-Erweiterung EU-Erweiterung bringt Arbeitsplätze

27.04.2004 ·  Bis zu 500.000 neue Arbeitsplätze werden nach Einschätzung des Bundesverbands des Deutschen Groß- und Außenhandels (BGA) als Folge der EU-Erweiterung um zehn ost- und südeuropäische Länder in Deutschland neu entstehen.

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Bis zu 500.000 neue Arbeitsplätze werden nach Einschätzung des Bundesverbands des Deutschen Groß- und Außenhandels (BGA) als Folge der am Samstag bevorstehenden Erweiterung der Europäischen Union (EU) um zehn ost- und südeuropäische Länder in Deutschland neu entstehen.

Skepsis und Sorgen vor negativen Folgen der Erweiterung seien unbegründet, sagte BGA-Präsident Anton F. Börner in Berlin. Neben dem Zugewinn an Frieden, Sicherheit und Stabilität werde Deutschland auch wirtschaftlich von der Erweiterung profitieren.

Größter Binnenmarkt der Erde entsteht

Nach Abzug der in die Beitrittsländer verlagerten Arbeitsplätze werde binnen zehn Jahren eine halbe Million zusätzlicher Stellen in Deutschland entstehen, sagte Börner. Er begründet die Hoffnung mit der Größe des Beitrittsgebietes, der wirtschaftlichen Dynamik der Länder und dem dann mit 450 Millionen Menschen größten Binnemarkt der Erde. Das Wachstum werde auch durch Struktur- und Beihilfen aus dem EU-Haushalt befördert.

Strikt wies Börner Forderungen nach einer Mindestbesteuerung in der EU zurück. Aus der Regierung, aber auch aus der Opposition hatte es zuletzt verschiedentlich geheißen, es könne nicht angehen, daß die Beitrittsländer Subventionen kassierten, sich aber zugleich mit niedrigen Steuern Wettbewerbsvorteile im Kampf um Arbeitsplätze mit den alten Mitgliedern verschafften. Deutschland solle sich vielmehr dem Wettbewerb um eine Reform der Steuer- und Sozialsysteme mit den mittel- und osteuropäischen Beitrittsstaaten stellen, sagte Börner.

Deutschland habe wegen seiner zentralen Lage in Europa und wegen der gewachsenen Verbindungen eine gute Startposition im Rennen um die neuen Märkte im Osten. Schon jetzt gingen neun Prozent der Ausfuhren in die Beitrittsstaaten. Das entspreche dem Niveau der Ausfuhren in die Vereinigten Staaten.

Die Ausfuhren würden jährlich weiter um bis zu acht Prozent steigen. Die Verflechtung werde auch durch das steigende Volumen der Einfuhren von zuletzt 57,3 Milliarden Euro untermauert. Die Handelsbilanz mit den Beitrittsstaaten sei annähernd ausgeglichen.

Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.04.2004, Nr. 98 / Seite 11, (ami.)
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