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Erwartungen übertroffen RWE profitiert von hohen Strompreisen

23.02.2007 ·  Deutschlands zweitgrößter Energieversorger RWE hat die Erwartungen der Analysten hisichtlich der Umsatz- und Gewinnzahlen aus dem Jahr 2006 übertroffen - nicht zuletzt dank der hohen Energiepreise.

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Zwei Tage nach dem angekündigten Abschied von Konzernchef Harry Roels hat RWE für das vergangenen Jahr Umsätze und Gewinne präsentiert, die über den Erwartungen liegen. Der Umsatz stieg auch dank höherer Strom- und Gaspreise um 12,1 Prozent auf 44,26 Milliarden Euro, wie RWE am Freitag mitteilte. Das Betriebsergebnis kletterte um knapp 14 Prozent auf 6,11 Milliarden Euro.

Der Nettogewinn verbesserte sich sogar um 72,4 Prozent auf 3,87 Milliarden Euro. Darin enthalten sind aber Sondereffekte wie der Verkauf der britischen Wassertochter Thames Water, mit den RWE einen Buchgewinn von 700 Millionen Euro erzielte. Alle drei Kennzahlen fielen höher aus als Analysten erwartet hatten.

RWE erwartet für das laufende Jahr eine Verbesserung des Umsatzes und des operativen Ergebnisses. Wie das Unternehmen am Freitag imitteilte, soll der Konzernumsatz 2007 leicht über dem Vorjahresniveau liegen. Beim Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) rechnet RWE mit einem Plus von 5 bis 10 Prozent, beim Betriebsergebnis von rund 10 Prozent. In dieser Prognose sind nach Angaben des Versorgers die Zahlen der US-Wassertochter American Water nicht enthalten.

RWE verdoppelt Dividende

RWE hatte bereits angekündigt, die Dividende für 2006 auf 3,50 Euro zu verdoppeln. Der nach Eon zweitgrößte deutsche Energiekonzern erwartet weiter steigende Gewinne und will kräftig investieren. In den kommenden fünf Jahren sind Ausgaben von bis zu 25 Milliarden Euro geplant.

Das Unternehmen bekräftigte, in diesem Jahr eine Mehrheit seiner US-Wassertochter American Water an die Börse bringen zu wollen. Roels hatte die Trennung von dem renditeschwachen Wassergeschäft in Großbritannien und den USA eingeleitet und den Konzern auf das Kerngeschäft mit Strom- und Gas getrimmt.

Zwölf Milliarden Euro für Thames Water

Für Thames Water kassierte RWE einschließlich der Weitergabe von Schulden knapp zwölf Milliarden Euro. Erstmals seit 2001 hat RWE netto keine Finanzschulden mehr. Stattdessen steht ein Guthaben von fast
fünf Milliarden Euro in der Bilanz. Roels geht Anfang 2008 in den Ruhestand und wird von dem Stahlunternehmer Jürgen Großmann ersetzt.

Ohne Sondereffekte, zu denen die Auswirkungen der Änderungen in der Steuergesetzgebung gehören, stieg das nachhaltige Nettoergebnis um 9,3 Prozent auf 2,47 Milliarden Euro. RWE will diesen Wert und das betriebliches Ergebnis 2007 um zehn Prozent steigern. Der Umsatz soll ohne American Water leicht steigen.

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