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Energiewirtschaft RWE will wie Eon bundesweit Gas anbieten

05.02.2007 ·  Nachdem Konkurrent Eon den Wettbewerb auf dem Gasmarkt eröffnet hat, zieht RWE nun nach. Über seine Tochter Eprimo will der Essener Konzern künftig auch Gas an die Verbraucher liefern.

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Der RWE-Konzern will wie sein Konkurrent Eon bundesweit Strom und Gas an die Verbraucher liefern. Sobald die Voraussetzungen geschaffen seien, werde RWE mit der Tochter Eprimo auch bei Gas an den Start gehen, sagte RWE-Chef Harry Roels bei einer Energie-Konferenz in Essen. RWE wolle mit Eprimo einen Beitrag zur Stärkung des Wettbewerbs leisten.

„Unser Öl heißt Braunkohle“

Das Essener Unternehmen hatte erst in der vergangenen Woche angekündigt, mit der neue Gesellschaft “E wie Einfach Strom& Gas GmbH“ bei Strom und Gas vor allem für Privatkunden die Tarife örtlicher Anbieter unterbieten zu wollen.

Roels sprach sich auch für einen weiteren Abbau der deutschen Braunkohle-Vorräte aus. Mit der rheinischen Braunkohle lasse sich der deutsche Energiebedarf theoretisch über 16 Jahre decken.

Zudem könne der Rohstoff nicht nur in Strom sondern auch in Gas umgewandelt werden. Auf diese Weise ließen sich die deutschen Erdgasimporte verringern. “Unser Öl heißt Braunkohle“, rief der RWE-Chef.

Marktgebiete reduzieren

Im Wettbewerb mit Eon Ruhrgas regte Roels auch an, beim Gas die Zahl der Marktgebiete in Deutschland zu verringern, die die Regulierungsbehörde als Hemmschuh für den Wettbewerb ansieht.

RWE habe andere Gastransporteure eingeladen, sich an einem entsprechenden Modell zu beteiligen. Noch in dieser Woche wolle RWE das Modell bei der Bundesnetzagentur vorlegen. Eon Ruhrgas hatte ebenfalls bereits angekündigt, die Marktgebiete verringern zu wollen.

Mit dem Bau einer neuen Gaspipeline zwischen Tschechien und Belgien will RWE zudem neue Impulse für den Gasmarkt setzen. Damit könne Gas etwa aus Russland nach Deutschland, Großbritannien und die Benelux-Länder geliefert werden. Durch zusätzliche Kapazitäten in der Gas-Beschaffung lasse sich der Wettbewerb stärken.

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