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Energiepreise Gas soll noch teurer werden

15.10.2005 ·  Deutschlands Gasversorger drehen an der Preisschraube. Eon, RWE und Co. werden ihren Kunden vermutlich bald zehn Prozent höhere Rechnungen schreiben. Die Konzerne rechtfertigen ihre Politik mit den gestiegenen Ölpreisen.

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Die Verbraucher in Deutschland müssen sich auf weitere Energiepreisanhebungen zum Anfang des kommenden Jahres einstellen. Nicht nur die Stromlieferanten, auch die Gasversorger drehen an der Preisschraube. Ostdeutschlands größter Energielieferant Mitgas hat nach einer Verteuerung am Samstag eine weitere Anhebung im Visier. „Eine Erhöhung ist mehr oder weniger sicher“, sagte Firmensprecherin Annekatrin Blasczyk am Samstag und bestätigte einen Bericht der „Berliner Zeitung“.

Am Samstag traten die neuen Mitgas-Preise für Haushalte und Kleinbetriebe in Kraft. Die Kosten für eine Kilowattstunde Heizgas stiegen um rund sieben Prozent auf 8,67 Cent brutto. Wer in einem Einfamilienhaus mit Erdgas heizt, zahlt nach der Mitgas-Preisrunde zum 15. Oktober bei einem Jahresverbrauch von 20.000 Kilowattstunden monatlich 9,66 Euro brutto mehr. Die Höhe der nächsten Preisrunde wolle das Unternehmen erst zum Jahresende bekannt geben, hieß es. Mitgas versorgt 186.000 Kunden und 19 Stadtwerke in Sachsen, Sachsen- Anhalt und Thüringen.

Preisanhebungen von zehn Prozent

Nach Informationen der „Berliner Zeitung“ bereiten auch die Gas-Endversorgertöchter des Eon-Konzerns ebenso wie die des Essener Konkurrenten RWE, neben Mitgas beispielsweise auch Süwag, entsprechende Preisschritte vor. Zwar hüllen sich die Unternehmen zur konkreten Dimension der Preiserhöhungen noch in Schweigen. Doch sind Branchenkreisen zu Folge erneut Preisanhebungen von gut zehn Prozent im Gespräch.

E.ON Hanse-Sprecherin Esther Seemann sagte: „Wir können definitiv sagen, wir halten die Preise in diesem Jahr stabil. Für das kommende Jahr ist noch keine Entscheidung getroffen worden über den Zeitpunkt einer möglichen Erhöhung oder über die Höhe“. Experten gehen aber schon wegen der Ölpreisbindung des Gases von steigenden Preisen aus. Hinzu kommt, daß die starke Energie- Nachfrage durch Wachstumsländer wie etwa China die Preise an den internationalen Energiemärkten in die Höhe schnellen läßt.

Ölpreis gibt nach

Auch Mitgas verwies als Grund für die Verteuerung auf die unvermindert steigenden Ölpreise, an die auch die Gaspreise gekoppelt sind. Auf Grund der unsicheren Lage am Weltmarkt verzögerten sich zuverlässige Aussagen über neue Höhen der Gaspreise aber. „Im Moment wissen wir noch gar nichts, wir müssen die Ölpreise von November und Dezember abwarten und dann kurzfristig entscheiden“, sagte Blasczyk.

Die amerikanischen Ölpreise haben am Freitag dagegen weiter nachgegeben. Nach den Wirbelstürmen „Katrina“ und „Rita“ war die Ölförderung in der Region größtenteils ausgefallen. Nun hätten mehrere Raffinerien in den Vereinigten Staaten ihre Förderung wieder aufgenommen, sagten Händler.

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Von Kerstin Schwenn

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