12.06.2012 · Wegen des hastigen Atomausstiegs fordern Energieversorger wie Eon und RWE 15 Milliarden Euro Schadenersatz von der Bundesregierung. Das Verfassungsgericht nimmt die Beschwerden offenbar sehr ernst - die Richter holen umfangreiche Stellungnahmen ein.
Von Joachim Jahn, BerlinRichtlinien für Lesermeinungen
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Die Financial Times zu den wirklichen Kosten nuklearer Energieerzeugung (englisch):
"With a look at the investment side one can conclude, that nuclear power generation technology is extremely capital intensive. The costs of such a plant are higher compared to a fossil fuelled plant, while the cost of the fuel is much lower which makes the construction of such a plant extremely sensitive to schedule overruns. In the past, nuclear plant construction has pushed several utilities close to bankruptcy. (...) Construction cost do not take into account the costs of decommissioning, which seems a little odd given the problems which have been mainfesting ever since. This can cost from 9% to 15% of the initial capital costs of the plant. A 1997 European study compared the cost of nuclear, coal and gas fired plants for baseload generation and showed it to be the most expensive generation form when the discount rate was assumed at 10%, assuming a discount rate of 5% it was still more expensive than the gas fired scenario."
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 15.06.2012 11:18 UhrWenn die erteilten BAG auf einer letzlich verfassungswidrigen Norm gründen sollten...
...können sich die Betreiber mit ihren doch recht bemüht konstruierten Forderungen "brausen" gehen, sollte keine Verfassungswidrigkeit festgestellt werden, kann man noch immer die für den Bau der Kraftwerke gewährten Subventionen und Steuererleichterungen kompensatorisch einwenden. Die angebliche "Rechtswidrigkeit" bedarf einer gründlichen juristischen Überprüfung, denn folgte man Ihrer Argumentation hätten Solarunternehmen erst recht Schadensersatzansprüche.
Zu den Zahlen: laut IPPNW leiden weltweit über 600Mio Menschen an den Folgen von Tschernobyl
- von den zu Aufräumarbeiten eingesetzten 830.000 Soldaten sind
mittlerweile 112.000Tsnd an Strahlenschäden verstorben;
- seit Tschernobly wurden über 207.000 Tausend schwerstbehinderte
Kinder geboren;
- zehntausende starben an Leukämie;
- Schilddrüsenkrebs stieg um das 400-fache an
Solange die Kosten für solche Schäden nicht im Ansatz gedeckt
sind - und 2.5 Mrd Versicherungssumme sind nichteinmal eine
"Peanut", kann kein Schadensersatzanspruch aus entzogener
Betriebsanlagengenehmigung abgeleitet werden.
Recht beruht auf Übereinkunft der Rechtsunterworfenen
Mögliche oder behauptete Vorgänge? Sie sind mir lustig, darf
ich Ihnen vier Wochen Urlaub in der möglicherweise nur behauptet
verseuchten Gegend spendieren? Bitte die Zahlen der Internationalen
Atomenergiebehörde zu studieren, bevor sie mir unterstellen, mit
"möglichen oder behaupteten Vorgängen" zu operieren.
Weder EoN noch RWE haften mit einem Cent, wenn ein Wahnsinniger eine (in
den möglicherweise verseuchten Gebieten durchaus leicht zu
erwerbende) Boden-Luft-Rakete einsetzt, deshalb wird auch die - durchaus
nicht nur abstrakte - Gefahr von Terroranschlägen kaum thematisiert.
Selbst, wenn ein Betreiber einen AU verschuldet - weisen Sie das
Außmaß des Verschuldens konkret nach und lokalisieren sie
dann - in einer teilverseuchten BRD - das Vermögen, führen
den Prozeß bis zur Exekution, etc... das ist doch alles nur nettes
juristisches Geplänkel ohne praktische Relevanz!
Die sind alle...
...am strengen Winter und den sich verschlechternden russischen
Lebensbedingungen gestorben.
;-)
Das mit den Soldaten habe ich auch mal in einem Fernsehbericht gesehen
die wurden dort zu Tausenden hingekarrt, bekammen einen nutzlosen Gummianzug, vielleicht noch eine ABC-Maske oder ein nasses Handtuch um den Kopf geschlungen. Die wurden in Teams rausgeschickt, mussten dort Trümmer beiseiteräumen, aber nur 90 Sekunden lang. Dann wurden sie wieder nach Hause gebracht. Viele sind daran später erkrankt bzw. gestorben.
'@ Andreas Pätzold: ...die Leukämie-Saga...
In Großbritannien hat man 2011 bei einer Studie
"Leukämie-Cluster" identifiziert - manche lagen in der
Nähe von Kernkraftwerken und andere nicht. Ein direkter
Zusammenhang konnte so nicht abgeleitet werden !
Selbst in der gerne zitierten deutschen Studie von 2008, die
offensichtlich nicht nach Leukämie-Clustern gesucht hat, findet sich:
""Nach derzeitigem Kenntnisstand ist die zusätzliche
Strahlenexposition der Bevölkerung durch den Betrieb der
Leistungsreaktoren zu gering, um den Effekt erklären zu
können. Sie müsste etwa 1.000 bis 10.000 mal höher sein.
Es gibt derzeit keine plausible Erklärung für den
festgestellten Effekt".
Die lesenswerte Quelle: Homepage des ORF, Rubrik "Science".
Obwohl eine saubere wissenschaftliche Unterfütterung fehlt, wird
diese nicht haltbare Argumentation "Kernkraftwerke verursachen
Leukämie" ständig wiedergekäut.
Kernenergie ist weder der Teufel noch die endgültige Lösung -
aber als Brücke sehr sinnvoll.
Das ist ja das fatale
Ich habe das auch jahrelang in der örtlichen Presse mit verfolgt.
Auf Gutachten folgte Gegengutachten. Man selbst kann das nicht
nachvollziehen weil man nicht in der Materie steckt.
Ist wie beim eigenen Auto. Man ist überzeugt dass die Bremsen nicht
ok sind. Der eine Fachmann sagt so tolle Bremsen hat er noch nie
gesehen, ein anderer sagt das macht nichts, man hat ja noch die
Handbremse und der dritte schlägt vor Entsetzen die Hände
über dem Kopf zusammen.
Wenn die EEG-Subvention für die hohen Renditen der Ökolobby
gesenkt werden sollen, geht ein Aufschrei durch die
Gutbürgerschaft, dass dieses ja völlig unmöglich sein
muss. Die verlässliche rot-grüne Politik blockiert blind.
Wenn aber die bösen 4 Energieversorger ihr gutes Recht,
nämlich die Verlässlichkeit auf politische Entscheidungen,
einfordern, schreien diese Gutbürger genauso auf.
Recht ist nur dann Recht, wenn es der Ökolobby dient? Es gab schon
einmal eine Zeit in Deutschland, da waren konträre Meinungen zur
Mehrheitsmeinung verpönt und auch mit Verfolgung belegt.
Denk ich an Deutschland in der Nacht.....
Wenn die Ausgangsnorm...
...verfassungswidrig war - und dafür gibt es stichhaltige Argumente
- können daraus keine SE-Ansprüche abgeleitet werden.
Die Gesetzteslage mag theoretisch für alle Bürger und
juristischen Personen gelten, die juristische Praxis sieht anders aus,
wie Sie an anderer Stelle in dieser Zeitung nachlesen können.
Wieviele derart kompetente Verwaltungsrechtler gibt es hierzulande?
Wieviele davon würden sich trauen, gegen eine Lobby vorzugehen, vor
der die Bundeskanzlerin in die Knie ging? Und das pro bono?
Der theoretische Rechtsrahmen und die herrschende Rechtspraxis sind zwei
Paar Schuhe. Ich bitte also nochmal um wirkliche Argumente, nicht um ein
"wishful thinking".
Was
hab ich denn gesagt? -"konträre Meinung zur Mehrheitsmeinung"-
Hier gehts um das Thema, ob die Klage gerechtfertigt ist oder nicht.
Peinlich, oder?
Vielleicht sollten Sie
das Thema der Diskussion, nämlich die Frage, ob die Klage der
Betreiber aufgrund der Gesetzeslage, die derzeit noch für alle
Bürger und Rechtspersonen gilt, gerechtfertigt ist oder nicht.
Gehen Sie doch mal auf meine Argumente zur Rechtslage und der durchaus
unterschiedlichen Sicht dessen, wer was sagt, ein, statt die Atomkeule auszupacken.
Als Mitverfasser von Teilen des Handbuchs zum Europäischen Nuklearrecht bin ich kein Gutbürger...
...nur weiß ich (in etwa), wovon ich spreche.
Im Gegensatz zu Ihnen Herr Stock, präsentiere ich hier nicht meine
Weltanschauung (ohne die betreffende Welt angeschaut zu haben), sondern
Zahlen, Daten, Fakten - von denen Sie leider erstaunlich wenig
anzubieten haben.
Es wäre begrüßenswert, diese Diskussion auf einem
sachlichen, faktenbasiertem Niveau führen zu können, anstatt
Begriffe wie "Ökonazi" um die Ohren zu bekommen. Oder
sind Ihnen bereits die Argumente ausgegangen? Ich habe nämlich noch
einige auf Lager: wer ist die IAEA, wer formuliert die
Sicherheitsstandards für AKW's und wer überprüft diese?
Ich wage zu bezweifeln, daß Sie dies wissen - aber auch hier gilt:
Lesen bildet.
"Es gab schon mal eine Zeit,
...."
Herr Stock: Glückwunsch, Sie habe die dritte (!) Nazikeule in der
Kommentarspalte dieses Artikels geliefert.
Abgesehen davon ist es auch noch falsch: Die Mehrheitsmeinung in D ist
für den Atomausstieg. Wenn Sie das nächste Mal die Nazikeule
auspacken und Gutmenschentum und Ökolobby rufen, lesen Sie vorher
die Umfragewerte - sonst ists, mit Verlaub, schon ein wenig peinlich...
Nehmen wir in Deutschland dann überhaupt nicht mehr wahr, was jenseits des Marktflecken
deutschlands passiert?
- Spanien: Das Ministerium für Industrie will für das KKW
Santa Maria de Garona (SiedewassInbetriebnahme 1971) die bisher bis 2013
begrenzte Laufzeit bis 2019 verlängern.
- Sowohl das US-KKW Pilgrim als auch das spanische KKW Santa Maria de
Garona sind älter und länger in Betrieb als die 7 in
Deutschland abgeschalteten sicheren Kernkraftwerke.
- Nigeria hat 2 mögliche Standorte für KKW ausgewählt:
Ende 2013 soll das Lizenzverfahren beginnen. Nigeria plant 1.000 MW
Kernkraft im Jahr 2020. Bereits im August 2011 haben Nigeria und Rosatom
eine Vereinbarung über die Zusammenarbeit abgeschlossen. Nigeria
betreibt seit 2004 einen Forschungsreaktor. (NucNet Nuclear News No112, 31.5.2012)
- Kanada: In Darlington in Ontario ist der Bau von bis zu vier neuen
Reaktoren bewilligt worden. Die Ontario Power Generation (OPG) will noch
in diesem Jahr mit dem Bau beginnen. Neben den kanadischen CANDU-1000-
Schwerwasser- Reaktoren werden auch der EPR 1600 von Areva.
Klagen wir gegen die Unterversicherung von AKW's und ungelöste Endlagerproblematik!
Wo bitte sind die Interessenverbände, die endlich juristisch gegen die frechen Hochstapler der Atomindustrie vorgehen? Die Betriebsanlagengenehmigung trotz kompletter Unterversicherung - wenn's kracht, sind Sie und ich und der Rest des Wahlvolkes "collateral damage", für die Schäden stehen nicht die (ohnehin über jahrzehnte subventionierten) AKW-Betreiber, sondern wie üblich die öffentliche Hand (also Sie und ich und der Rest des Wahlvolks) gerade, hätten so gar nicht erteilt werden dürfen. Die Gefährdeten zahlen im Ernstfall selbst, nachdem sie bereits für den angeblich günstigen Atomstrom mehrfach direkt und indirekt zur Kasse gebeten wurden. Auch die Lagerungskosten (falls man überhaupt ein geeignetes Endlager findet) für die geschätzten 26.000 Jahre werden auf die Öffentlichkeit umgelegt. In welcher anderen Branche (außer im Banking) sind solche Umverteilungen von Risiken zulasten Unbeteiligter denkbar?
Antworten (8) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 15.06.2012 12:01 UhrStecken Sie bitte die Positivismuskeule wieder ein
Ein Gesetz, das gegen die Verfassung verstößt, ist ein
Gesetz, das abgeändert oder derogiert gehört.
Zudem, befragt man den Souverän, werden Sie zum heutigen Stichtag
ein klares "NEIN" des Souveräns zur Atomkraft bekommen.
Wer zahlt eigentlich Ihr Gehalt Herr Stock? Eon oder RWE?
Haben Sie da Quellen?
Ich zitiere "Laut WHO und IAEA (2006) starben knapp 50 Menschen an
der Strahlenkrankheit. In den drei am stärksten betroffenen
Ländern sei aufgrund der erhöhten Strahlenexposition mit etwa
9000 zusätzlichen tödlichen Krebs- und
Leukämieerkrankungen zu rechnen." Elisabeth Cardis et al.
Mann, Frau Maier, lassen Sie die Kirche im Dorf....
Gesetz ist Gesetz,
oder wollen sie den Willen des Souveräns, wenn er in Richtung
Kernenergie geht, anzweifeln?
Ohne diese Zusicherung hätte sich wohl kein Betreiber von
Kernkraftwerken locken lassen, so ein Ding zu bauen.
Das ist die Gesetzeslage und um die geht die Diskussion, auch wenn jetzt
gerne die Antiatomkeule ausgepackt wird.
112.000 tote Liquidatoren, 207.500 stark gengeschädigte Kinder, 400facher Anstieg von ngeben
-krebs, und das nur bis jetzt, obwohl Tschernobyl noch jahrzehntausende
munter weiterstrahlen wird, und Sie Herr Pietz setzen 2000 Tote
dagegen...nun ja, mit allem respekt, unter
Verhältnismäßigkeit verstehe ich persönlich etwas
anderes.
112.000 tote Liquidatoren, 207.500 stark gengeschädigte Kinder, 400facher Anstieg von Schilddrüsen-
-krebs, und das nur bis jetzt, obwohl Tschernobyl noch jahrzehntausende munter weiterstrahlen wird, und Sie Herr Pietz setzen 2000 Tote dagegen...nun ja, mit allem respekt, unter Verhältnismäßigkeit verstehe ich persönlich etwas anderes.
Wow, 2,5Mrd Euro Versicherungssumme...da bin ich wirklich beeindruckt Herr Stock...
Das reicht ja nichteinmal für die Hypo-Rettung, geschweige denn
für Kompensation von Schäden nach einem nuklearen Unfall, oder
was in Ermangelung von Erdbeben in 9er Stärke in unseren Breiten
wahrscheinlicher ist - terroristischen Anschlag.
Lesen allein reicht nicht, verstehen und einen Hauch weiter nachdenken
kann Abhilfe schaffen...
Schon mal was vom Atomgesetz gehört?
Da ist die Versicherung genau geregelt, ebenso die Kosten der
Endlagerung, Lesen bildet....
Wollen Sie auch hier den Betreibern die Rechtsgrundlage je nach
politischem Wind entziehen?
Weltweit ist keine Talsperrenmauer gegen Versagen versichert!! Schon vergessen: Über 2000 Tote
nach dem Bergrutsch in Langarone (I), über 400 Tote nach dem Einsturz der "Barrage de Malpaseret (Fréjus, F).
Herr Diesing, interessant ist, dass Sie wieder keine Frage beantworten
Erst wird ein Mitdiskutant wegen des Wortes "Nazi" geziehen
(das ja von linksgrün normalerweise gerne mal in die Diskussion
geworfen wird) und dann werden meine Fragen nicht beantwortet. Daher
nehme ich mal an, dass Sie keine Kinder und ansonsten ökonomisch
ausgesorgt haben.
Aber "Fukushimna" als GAUchen zu bezeichnen, ist schon stark.
Möglicherweise habe ich in Geographie nicht richtig hingehört,
aber mir wurde mal beigebracht, dass Japan eines der am dichtest
besiedelten Länder der Welt ist. Und immerhin sind vier Reaktoren
hochgegangen. Die Anzahl parallel laufender Blöcke in Deutschland
ist meines Wissens maximal 2. Zudem sind diese Reaktoren auch viel
besser abgesichert als in Japan. Sollte nun z.B. Temelin hochgehen, habe
ich vom Deutschen Atomausstieg gar nichts, da dort alte russiche Technik
verbaut ist. Aber das stört ja bei der Hybris zum Atomausstieg
nicht.
Doch Herr Diesing, ich frage zum wiederholten Male, warum ich wegen Leuten
wie Ihnen deutlich höhere Energiekosten als im Rest der Welt - verglichen zum Einkommen - zu zahlen habe. Und ob Sie Kinder haben. Und welch wissenschaftlicher Provenzeinz Sie sind. Nur mal einige meiner Fragen an Sie.
Herr Manteuffel, das ist doch Unsinn
In Krümmel gibt es keine erhöhte Strahlung. denn sonst müsste es ja unter den Mitarbeitern auch eine erhöhte Rate geben. Aber dafür gab es von Jahrzehnten eine Sprengstofffabrik dort, deren Abfälle in den Boden wanderten. Aber das ist so typisch: wir behaupten mal was und irgendwas wird schon hängenbleiben.
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 13.06.2012 16:42 UhrIrrtum!
"Kinderkrebs und Kernkraftwerke
Die im Dezember 2007 vorgestellte Epidemiologische Studie zu Kinderkrebs
in der Umgebung von Kernkraftwerken (KiKK) hat zum Ergebnis, dass in
Deutschland Kinder unter 5 Jahren häufiger an Krebs, insbesondere
Leukämie, erkranken, je näher sie an einem Kernkraftwerk
wohnen. Bereits frühere ökologische Studien hatten bei unter
5-jährigen Kindern für den 5 km-Umkreis ein erhöhtes
Krebsrisiko festgestellt. Die KiKK-Studie ist allerdings wegen ihres
aufwendigeren Designs (Fall-Kontroll-Studie) deutlich belastbarer."
Quelle: Webseite Bundesamt für Strahlenschutz
Es soll aber auch nicht verschwiegen werden dass dort andere Meinungen
zu finden sind.
Ich wohne ca 15 km Luftlinie entfernt von Krümmel. Eine Nachbarin
von uns verstarb vor einigen Jahren an Leukämie, ein Klassenkamerad
meiner Tochter erkrankte ebenfalls, wurde aber geheilt. Nachdem
Krümmel 2011 wegen permanenter Defekte abgestellt wurde lebt es
sich hier wesentlich entspannter
Eigentlich möchte ich den Energieversorgern Erfolg wünschen für ihre Klage
Aber "un-eigentlich" natürlich nicht, denn bezahlen
müsste das im Ernstfall auch noch der schon reichlich gequälte Steuerzahler.
Aber die Vorstellung, unsere Politiker müssten diesen völlig
übereilten, planlosen Umstieg aus eigener Tasche bezahlen - die hat
schon was. Irgendwie müsste man diesen Leuten doch mal ihre
Verantwortung klarmachen dürfen.
Eigentlich hatte man doch die Kernernergie als 'Brückentechnologie'
einsetzen wollen - vergleichbar einem langsamen Ablaufen aus der
Badewanne. Doch in der Angst zu ertrinken soll nun hektisch das Kind
(sichere und bezahlbare Energieversorgung) mit dem Bad
ausgeschüttet werden...
...und schon wieder die gleichen Fehler: erst einmal wird gehandelt und
installiert !!!
» das kostet dann aber viel Geld und man nimmt halt was gerade
verfügbar ist
» es werden Produktionskapazitäten für Technologien aufgebaut,
die noch am Anfang der Lernkurve stehen
» die Weiterentwicklung der Technologie wird dadurch eher behindert,
da man ja mit der aktuellen Technologie prima Kasse machen kann.
Beim Auto hätte das bedeutet:
» verfügbar ist die Technologie des Ford Modell T
» alle sollen ganz schnell ein Auto zur Verfügung haben
» deren Kauf wird massiv subventioniert
» und dann ist das Geld alle...
Besser, die Forschung stärken und die Tomaten erst ernten, wenn sie
reif sind.
aus Wikipedia:
durch das Tōhoku-Erdbeben 2011 entstandene Schäden:
» knapp 16.000 Tote
» Über 120.000 Gebäude stürzten vollkommen sowie
weitere 240.000 teilweise ein.
Weitere 670.000 Häuser wurden teilweise beschädigt.
(in der Summe wurden also mehr als 1.000.000 Gebäude in
Mitleidenschaft gezogen.
...das wurde dann gedanklich rasch zur Seite gelegt - Tsunami haben wir nicht...
Fukushima hingegen hat sich tief in das deutsche Bewustsein eingebrannt
obwohl die Opferzahlen gering und, nach den verfügbaren
Informationen, auch nicht auf Strahlung zurückzuführen sind -
aber wir haben ja selber Kernkraftwerke und da könnte doch...
...erst kam die Gutgläubigkeit
Jahrzehntelang hat die deutsche Öffentlichkeit den
"Epxerten" der Energieriesen geglaubt. "End"lager
wären einfach zu bauen, Kernenergie sicher.
Dann kam Tschernobyl. Dann kam die Asse. Dann kam Fukushima.
Und in jedem der Fälle hatte man einfach noch unglaubliches
Glück. Der Wind stand gut, Kiev und Tokyo blieben verschont,
stattdessen ging es in die unbesiedelte Pampa oder in den Pazifik. Die
undichten Fässer in der Asser hat man JETZT entdeckt. Wäre es
nach der Atomlobby gegangen, hätte man so schnell wie möglich
das Ding zugeschüttet und vergessen...
Wer einmal lügt, Herr Arnesen... und leider lügt die Atomlobby
so viel wie der Tag lang ist. Dafür wird mit der Erzeugung von
Atommüll viel zu viel Geld verdient...
Haftungssumme -- ein interessanter Ansatz !!
Wie hoch ist eigentlich die Haftungssumme bei Nichtanwendung der
Kernkraft zu setzen? Wer kommt für die Folgekosten und in welchen
Zeiträumen auf?
Wer kommt für die Kosten auf, ein sicheres, nachhaltiges
Kernkraftkonzept mit minimalstem CO2 Ausstoss je verbrauchter kWh
ENERGIE und deren Erträge zu verhindern.
Da wird die Schufa aber genügend Beschäftigung haben, lange,
nicht nur grüne Listen, anfertigen zu können.
Das Thema Kernenergie ist noch lange nicht ausgestanden und wird noch
viel Freude bereiten.
Vielleicht sollten eher die Bürger sich der Klage der KONZERNE
anschliessen, vielleicht als Nebenkläger zur Sicherung
individueller Freiheitsrechte.
zum Grusse
enregiewende? ein kasperltheater der politik
die energiekonzerne müssen erst das geld an den staat zahlen
für die entsorgung der brennstäbe, und die kosten für den
abriss der atomanlagen.
danach kann man fprderungen stellen.
und wer zahlt letzlich den töricht schnellen ausstieg aus der atomkraft???
natürlich wir.....was für laienschauspieler in der regierung
hinsichtlich der energiewende.
ich kaufe mir noch einen spirituskocher für stromausfälle.
Ich rate allen Befürwortern der "Energiewende", einmal
die Deutsch-Tschechische Grenze abzufahren und die Baustellen
neuentstehender AKW´s zu zählen, welche gebaut werden um den
deutschen Stromhunger zu stillen. Mangels Zeit tut es auch eine
Google-Suche nach tschechischen Bürgerinitiativen gegen die
Planfeststellungsbeschlüsse der Regierung. Ähnliches geschieht
derzeit in Frankreich und Österreich.
Oder hat auch nur ein Sandalenträger wirklich geglaubt, dass wir
von jetzt auf gleich bei den Hauptgeneratoren unserer Republik einfach
den Stecker ziehen können??? Töricht!!!
Unsere europäischen Nachbarn haben den Reibach Ihres Lebens auf
einem Silbertablett serviert bekommen und wir lassen uns ausnehmen wie
die Weihnachtsgänse.
In diesem Punkt, sind wir jetzt tatsächlich "ernativlos".
Ein Atomausstieg ist langfristig unvermeidbar, dass sehe ich ähnlich.
Ein sukzessiver Abbau wäre für alle erträglicher gewesen.
In den USA würden die Leukämie-Opfer etwa des AKW Krümmel Millionen bekommen.
Ausführlich berichtete die ARD über die hohen Blutkrebs-Raten in der Nähe des AKW Krümmel. Auch bei der Asse in Niedersachsen gibt es solche Statistiken. Die Forderung der Energiebetreiber ist zynisch. Sie haben über Jahrzehnte für sich und ihre Lobby goldene Nasen verdient - und fordern jetzt vom Steuerzahler Millionen. Für jedes Opfer der Kernindustrie sollten die Energiebetreiber Millionen zahlen - sie können froh sein, dass wir in Europa kein opferorientiertes Schadensersatzrecht wie in den USA haben, vor dem dort die Industrie regelrecht Angst hat. Wirtschaftlich mag der Austritt schädlich sein - vor allem solange Frankreich seine maroden AKW, 50 an der Zahl an der deutschen Grenze stationiert. Aber die Kernkraft ist einfach nicht zu kontrollieren - wie man in Japan gesehen hat. Auch im gut organisierten Schweden gab es Störfälle. Diese Technologie ist schlicht zu gefährlich, wie Physiker wie Weizsäcker (der Bruder des Ex-BP) immer wieder klarstellen.
Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 13.06.2012 16:46 UhrDafür aber die KIKK-Studie
Kann auf der Webseite des Bundesamtes für Strahlenschutz eingesehen
werden, habe dazu kurz weiter oben einen Beitrag verfasst.
Ergebnis der Studie in der Schweiz zum Thema: hohen Blutkrebs-Raten in der Nähe von AKWs
Ergebnis der Studie
"Die CANUPIS-Studie konnte keinen Nachweis erbringen, dass
Krebserkrankungen bei Kindern in der nahen Umgebung von Kernkraftwerken
signifikant häufiger sind, als bei weiter entfernt wohnenden Kindern"
unverantwortliche Fehlentscheidungen
Die Politik trifft eine Fehlentscheidung nach der anderen. Die Energiewende war vor der Merkel Regierung bereits abgesprochen und wurde ohne Not über Nacht herbeigeführt. Preiserhöhungen, fehlende Leitungen u. die Forderung der Kernkraftbetreiber sind die Ergebnisse. Ebenso der eklatante Vertragsbruch von Maastricht hat die Eurokrise installiert. Unbezahlbar die Rettungsschirme u. der ESM. Unfähiger kann ein Land nicht regiert werden!
Es ist in der Tat nicht einzusehen, wieso eine (sehr richtige!)
gesamtgesellschaftliche Entscheidung zu Lasten nur bestimmter Personen,
also den Aktionären von RWE, EON und EnBW zu tragen ist.
Diese Aktionäre sind ja vor allem Rentner....
Irre ich mich, Herr Rabe
...oder haben Sie erst kürzlich in einem anderen Thread behauptet, Aktienbesitzer seien doch in den meisten Fällen gerade nicht die Rentner?? Immer, wie es gerade so in Ihren Kram passt, ja?
für Sie der kleine Hinweis auf ein anderes Medium hier im Lande mit einem Interview mit einem englischen Wissenschaftler (Wade Allison), der die Gefahren der Strahlung real bespricht. Nur mal so für Sie: in Fukushima ist kein Einziger an den Folgen der Strahlung verstorben. Dafür gabe es Tausende Tote infolöge Tsunami und ein weithin verwüstetes Land. Warum wird in Deutschland von den Grünen so ein Popanz aufgebaut? Denken wir daran, dass wir z.B. 1500 Verkehrstote pro Jahr haben.
Antworten (5) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 13.06.2012 22:51 UhrJa...
Es war der strenge Winter! Die Sterberaten sind gestiegen in den 14
Wochen nach dem Unfall. März bis Juli also. Im Vergleich zu den 14
Wochen davor. Dezember bis Ende Februa). Gut, es war der strenge Winter.
Dann ist ja das Weltbild wieder heile.
Herr Braun,
Aha, wir können etwas nicht dem GAU zuordnen, machen es aber eben doch. Es kann der strenge Winter sein, es kann das sinkende Lebensniveau in den USA mit deutlich mehr Armen sein, aber trotzem: es war das pöse Atom. Es wurden in der "Studie" eben kaum relevante Messwerte angeführt und auch kein Determinismus gefunden. Es gibt bestenfalls multifaktorielle Einflüsse, von denen EINER das pöse Atom sein kann.
Dort liest sich...
..."Deaths rose 4.46 percent from 2010 to 2011 in the 14 weeks
after the arrival of Japanese fallout, compared with a 2.34 percent
increase in the prior 14 weeks. The number of infant deaths after
Fukushima rose 1.80 percent, compared with a previous 8.37 percent
decrease. Projecting these figures for the entire United States yields
13,983 total deaths and 822 infant deaths in excess of the
expected."
Dass eine Untersuchung von 2012 als preliminary bezeichnet werden MUSS,
wenn das Ereignis März 2011 war ist Ihnen als Ingenieur hoffentlich
klar. Dass es NOCH keine Studie zu Japam gibt, heißt nicht, dass
es dort keine Toten gab. Das ist ja gerade das Glück der AKW
Befürworter, dass z.B. die Tode durch Krebs nicht sofort nach dem
Event eintreten und niemals mit völliger Sicherheit dem Gau
zugeordent werden können.
Der Fallout zog übrigens tatsächlich fast völlig von
Japan weg. Schauen Sie sich die französische Karte zu Cs137 an.
Sicher, Herr Braun
Und warum gab es in Japan keine Opfer? Klar, weil der gesamte Fallout
"weggedriftet wurde". Wer war denn der Böse, der das
getan hat...
Ich machte mir mal die Mühe, die Zusammenfassung des von Ihnen
genannten Beitrags zu lesen. Außer ein paar nicht gesicherten
Annahmen ist dort aber leider nichts zu finden. Es wird von einem
Anstieg von Todesfällen berichtet, aber es werden keine Ursachen
genannt. Gab es andere Einflussfaktoren wie z.B,. einen harten Winter.
Ach ja, das gabs doch was... Zudem wird nicht berichtet, dass im
Vergleichszeitraum, die Gesamtbevölkerung um zwei Millionen wuchs.
Für mich als Ingenieur ist es dann auch klar, dass ein paar mehr
sterben müssen:-) Aber wahrscheinlich bin ich auch hier wieder zu
kurz gesprungen.
Herr Scheffler
Als Physiker kann Wade Allison die medizinischen Folgen von Strahlung
sicher gut einschätzen. Aber ich will Ihnen Ihren Helden nicht nehmen.
Nur mal für SIE als Info: z.B. in den USA (wo der Fallout von
Fukushima hingedriftet wurde) geht man von 14.000 Toten in direkter
Folge der erhöhten Strahlung aus. Vor allem Kinder. Quelle:
Mangano, Sherman, International Journal of Health Services, Vol. 42, No.
1, 2012.
Buergersicherheit geht vor Investitionssicherheit
oder etwa nicht?
Die beiden Bomben, Herr Diesing,
würden dann mit Gewissheir von Sprengstoffexperten GLEICHZEITIG entschärft.
"Buergersicherheit geht vor Investitionssicherheit"
Klingt gut, ist aber zu kurz gesprungen.
Wer sorgt denn wohl für die Sicherheit deutscher Bürger, wenn
eines der zahlreichen KKW, die rings um unser Land ganz nah an den
Grenzen stehen oder gebaut werden, um uns weiterhin für teuer Geld
den nötigen Strom zu liefern? Also, ich hätte mich eher auf
die hohen Sicherheitsstandards deutscher KKW verlassen als auf die der
tschechischen...
Aber die "German Angst" übertönt halt rationales Denken.
Das Problem, welches die deutsche Gesellschaft hatte und hat, ist dass
eine kleine Gruppe in Sachen Kernkraft nicht zu Kompromissen bereit ist.
"Der Kernkraft muss weg", ohne wenn und aber.
Und die Ziele heiligten die Mittel.
Die Menschen werden belogen, demagogisch Beeinflußt, etc
die Ursache dafür ist ein aus der Anthroposophie kommender Mythos
der unendlich kleinen Verdünnung von Toxititäten, di in jeden
Fall alles Töten.
Eine Vorstellung, die nicht zu halten ist.
Die Mehrheit kennt die Fakten nicht und hört auf Oliver Bierhoff
Die demagogische Beeinflußung wird über PR-Unternehmen, Werbekampagnen und die Verheimlichung von Zahlen durch die Atomlobby geführt, nicht von einer kleinen Gruppe angeblicher Ökonazis Herr Letis.
Joachim Jahn Jahrgang 1959, Redakteur der Wirtschaft in Berlin, zuständig für „Recht und Steuern“.
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