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HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Rhetorik und Realität Die neun Gemeinplätze des Atomfreunds

 ·  Jahrzehnte der Atomkraft-Debatte haben die Sprache manipuliert. Die Sätze, die wir während des Moratoriums hören, sind Ablenkungsmanöver. Sie formulieren Thesen, die keine sind, und beleidigen die öffentliche Vernunft. Eine Analyse der wichtigsten Versatzstücke.

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Peter Hampel
Peter Hampel (pshampel) - 30.03.2011 19:56 Uhr

Deutschlands Verantwortung

Der wirklich entscheidende Aspekt kommt in dem Beitrag von Schirrmacher und den Leserkommentaren nicht zum Ausdruck. Es geht um die entscheidende Frage, wie Ende des 21. Jahrhunderts eine Weltbevölkerung von 10 Milliarden Menschen ausreichend und gerecht mit Energie versorgt werden kann. Ob wir wollen oder nicht, wir kommen an der Kernenergie und einer Weiterentwicklung dieser Energieform nicht vorbei. Fossile Energie steht nicht mehr zur Verfügung und erneuerbare Energien können auf Grund von physikalischen Gesetzmäßigkeiten und Grenzen auch nicht annähernd den dann erforderlichen Bedarf decken, wie wissenschaftliche Untersucheungen zeigen, abgesehen von den immensen Kosten, die damit verbunden sind. Ich halte es für einen irreparablen Fehler, wenn Deutschland als das Land, das diese Technik am besten beherrscht und auch die Weiterentwicklung am besten voranbringen könnte, aus dieser Technik aussteigt und auf eine Technik setzt, die auch von Schwellenländern beherrscht wird. Deutschland wird damit seiner Verantwortung in einer globalen Welt nicht gerecht. Ich würde mir wünschen, dass solche Fragen ernsthaft diskutiert werden und fordere die FAZ hierzu ausdrücklich auf.

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Günther Eggers

"Die neun Gemeinplätze des Atomfreunds" - Restrisiko

Was bedeutet der Begriff "Restrisiko". Zunächst einmal einen Faktor, der die Wahrscheinlichkeit eines Ereignisses abbildet. Damit wird dann bei der weiteren Bewertung ein entscheidender Fehler begangen. Dazu ein Beispiel: Nehmen wir einmal an, eine Monitionsfabrik und ein AKW seien mit dem gleichen Risikofaktor bewertet. Nun fliegt die Monitionsfabrik in die Luft - peng und das war`s. Bei einem GAU jedoch ist ein Territorium auf unabsehbare Zeit unbewohnbar. Es zeigt sich damit ganz deutlich, daß nicht der "Risikofaktor", sondern der dann zu erwartende Schaden das Entscheidungskriterium zu sein hat. Die Versicherungen wissen das natürlich ganz genau, weshalb - folgerichtig - kein AKW versichert ist. Da die Atomkraft in ihrer Auswirkung einzigartig ist, führt die übliche Risikoabschätzung in die Katastrophe.
Bei der Betrachtung der Argumente mit denen die Bürger irregeführt werden, muß noch die Mär von der "billigen Energie" hinzugefügt werden. Was hat bereits und was zahlt noch der Steuerzahler? Die Anschubfinanzierung von ca 50 Mrd.€, die Sanierung von ASSE 2 mit ca 5 Mrd.€, den Rückbau abgeschalteter Kernkraftwerke mit 1-2 Mrd.€ pro AKW und die überhaupt noch nicht abzuschätzenden Kosten für eine Endlagerung des Atommülls.

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Karsten Kraemer

Wir sind von Atomkraftwerken umgeben - Das ist die Realität, keine Manipulation

Nur weil das Argument "5. Auch wenn wir aussteigen, sind wir von Atomkraftwerken umgeben" im Artikel als das erbärmlichste bezeichnet wird, ist es de facto ein schlagkräftiges.
Strom ist ein Handelsgut, das über Kuppelstellen auch über Ländergrenzen hinweg gehandelt wird. Wir können unsere AKW abschalten, aber einen Import von Atomstrom gar nicht verhindern - vielmehr durch einen übereilten Ausstieg sogar noch einen Ausbau der AKW Kapazitäten in den Nachbarländern provozieren, da diese die realen Kosten/ Risiken von AKW Strom anders bewerten und er damit kostengünstiger ist als dt. grüner Strom (den dann außer den Haushalten keiner haben will). Der Super-GAU dort beträfe uns genauso wie einer im eigenen AKW.
Von daher: Ein schrittweiser Ausstieg - ja, aber keinen übereilten. Better the devil you know.

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Gerhard Wendig
Gerhard Wendig (GWendig) - 30.03.2011 12:25 Uhr

Mein Lieblingsallgemeinplatz

Mein Lieblingsallgemeinplatz ist eine Frage. Und die lautet:
Wieviele Tote gab es durch den Unfall in Fukuschima?
Kürzlich wurde in der FAZ über die Folgen des Unfalls in Tschernobyl berichtet. Da stand: 49 Tote Arbeiter, davon 2 bei der Explosion, der Rest durch Aufräumarbeiten. Außerdem ca. 4000 Schilddrüsenkrebserkrankungen (wegen fehlender Jod-Tabletten). Da dieser Krebs gut heilbar ist, starben "nur" ca. 10 Menschen.
Dieser Schirrmacher-Artikel ist ein typischer Pappkamerad. Man unterstellt dem Gegner irgendwelchen Schwachfug, den dieser aber nie behauptet hat; dann läßt sich formidabel schiessen.

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Henning Adams

Umstieg geht.

Und allen "Aber ich weiß nicht wie das gehen soll"-Kritikern eines Atomausstiegs sei zur Einstimmung das Sondergutachten "Wege zur 100% erneuerbaren Stromversorgung" des Sachverständigenrats für Umweltfragen ans Herz gelegt. Von der aktuellen (!) Bundesregierung in Auftrag gegeben, kam es bereits im Mai 2010 zu dem Schluss, dass ein Umstieg bis 2050 problemlos machbar und eine Laufzeitverlängerung dazu nicht nur völlig unnötig, sondern sogar systemisch kontraproduktiv sei. (www.umweltrat.de)

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Anton Paschke

@Andreas Hofmann

Jetzt toent es schon besser.
Warum Sie meinen, dass ich unzulaessig verallgemeinere ist mir unklar.

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Margret Popp

Sprachliche Manipulation...

...ließe sich auch sprachwissenschaftlich sauber analysieren.
Der Schirrmacher-Artikel, auf den ich empfehlend hingewiesen worden bin, enttäuscht.
Allein schon die Überschrift enthält eine Verfälschung, indem sie die Existenz von "Atomfreunden", Leuten, die allen Erkenntnissen zum Trotz aus Jux an der Notwendigkeit der Kernkraft festhalten, stillschweigend voraussetzt.
Wieviele davon gibt es hierzulande eigentlich pro Tausend?
CO-2-Ausstoß verdirbt die Atmosphäre. Fossile Brennstoffe sind überhaupt problematisch, weil sie weitgehend zur Neige gehen, wie die BP-Havarie in der Karibik voriges Jahr verdeutlichte. Auch bei den erneuerbaren Energien bestehen erhebliche Umweltprobleme.
Das Problem liegt vielmehr in dem ungebremsten Energiehunger einer wachsenden Menschheit.
Die Frage wäre, wie die Verschwendung von Energie zurückgedrängt werden könnte. Das wäre die einzige Brückentechnologie, die die schwindenden Ressourcen noch eine Weile strecken könnte.
Auch die übrigen Ausführungen des Autors enthalten viel ideologische Manipulation, wie eine Reihe von Teilnehmern der Diskussion festgehalten hat. Schade und dem Ernst bzw der Lebenswichtigkeit des Themas nicht angemessen.

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Bernhard Hoffmann

Auch der Kommentator verkürzt,

da sonst nicht der gewünschte Effekt zu erreichen wäre. Nur ein Beispiel: Zum Vorwurf der Infantilität (Strom aus der Steckdose). Wenn jemand über den Anbau entscheiden möchte und zur Rechtfertigung einfacher Antworten wesentliche Randfaktoren wie Netzregelfähigkeit, Verfügbarkeit und Kosten vollkommen ausblendet, muss er sich fragen lassen in weit er den hohen Luxus der zuverlässigen, zeitlich unbegrenzten Versorgung mit elektrischer Energie als Ziel des Ganzen angemessen und ernsthaft würdigt. Das soll den Vorwurf der Infantilität der Wortwahl nicht abmindern, aber es stellt zumindest den Absolutheitsanspruch des Autors in Bezug auf die Ausblendung der Infantilität der manchmal immer noch unzulässig verkürzten Alternativbetrachtungen dar. Nur weil jemand gegen Atomkraft ist, kann die Güte der Alternativbetrachtung nicht erhaben über jede Kritik sein. Ich frage mich, wem es jetzt hilft, weiterhin wechselseitig Böswilligkeit, Erbärmlichkeit, Verblendung oder fehlende Wahrnehmung zu unterstellen. Wenn wir nicht bald Alle unsere demokratische Diskussionskultur und Konsensfähigkeit verbessern, werden das unsere Politiker erst Recht nicht können. Sie schauen mittlerweile nur noch ihrem vermeindlichen jeweiligen Volk aufs Maul.

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Erik Staack
Erik Staack (E_Staack) - 29.03.2011 23:09 Uhr

Technologien nur mit gesellschaftlicher Akzeptanz möglich

Ohne gesellschaftliche Akzeptanz kann sich keine Technologie behaupten, insbesondere da die Informationen und auch viele Ansichten, Überzeugungen und Blickwinkel sich noch nie schnell verbreitet haben wie heute.
.
Der Reaktorunfall in Japan verschiebt die Risikowahrnehmung einer Technologie, die zu einem wesentlichen Teil unsere heutige Stromproduktion sicherstellt. Eine Verschiebung der Wahrnehmung die selbst die Schicksale der Flutopfer in Japan, der Opfer des Bürgerkrieges in Libyen und anderer Weltbewegender Nachrichten wie dem demokratischen Wandel in Tunesien und Ägypten in den Hintergrund drängt.
.
Ich bin kein Experte für Kerntechnologie, aber ich hatte schon das zweifelhafte vergnügen hysterische Überreationen in Bezug auf eine Branche mitzuerleben. Ich bin einer der letzten die den Fachbereich Cheieingenieurwesen an der FH Hamburg zu Ende studieren konnten. Aus Mangel an Lobby wurde dieser Studiengang hier eingestellt. Ironischerweise wurden viele Umweltschutztechnologien von eben diesen Fachleuten entwickelt.
.
Auch in meinem Fachbereich steht die Sicherheit an höchster Priorität und auch hier werden die Kosten für Sicherheit an die Kunden weitergegeben. Wer das nicht macht handelt fahrlässig.

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A. Bernard Winkler
A. Bernard Winkler (kaeva) - 29.03.2011 22:56 Uhr

Bleiben wir doch in Fukushima stattdessen erstmal beim Praktischen ,

bevor wir so argumentieren. Es sind doch selbst die einfachsten Fragen offen.Hier nur einige:
1. Warum wurde zugelassen, ein AKW auf einen Tsunami-gefährdeten Strand zu bauen?
2. Die Bilder im Fernsehen zeigten nach dem Tsunami intakte AKW-Gebäude. Offenbar hätten (wasserdichte) Pumpenanlagen die Naturgewalten überstehen können. Gab es die nicht? Warum wurden erst nach Tagen Wasserwerfer u. ä. eingesetzt ?.
3. Stromversorgung: Waren keine geschützten Batterien oder geschützten Notstromaggegrate vorhanden? Warum wurden nicht umgehend fahrbare Notstromgeneratoren der Armee oder der Feuerwehren eingesetzt?
4. Warum tragen die Helfer statt ausreichender Schutzanzüge Behelfskleidungen(im Fernsehen waren als Fußbekleidung Gefrierbeutel-ähnliche Plastiktüten, notdürftig mit Tesa-Packband verschlossen, zu sehen)?
5. Sind dort Gummistiefel unbekannt? Wie kann sonst radioaktiv verseuchtes Wasser in die Schuhe laufen.
6. Gibt es dort keine besseren Taschenlampen als diejenigen, die an erste Kinderübernachtungen im Kindergarten erinnern?
und und .....
Von der Informationspolitik mal ganz zu schweigen.

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Marie-Luise Bender

@alm (Andreas Lehmann)

Hallo Herr Lehmann,
interessante Überlegung, die Ist-Daten zur Wahrscheinlichkeitsrechnung heranzuziehen. Abgesehen von der Tatsache, dass (zum Glück) das Gesetz der großen Zahl bei dieser Datenmenge nicht gilt, unterstützen Sie jedoch die erste der hier genannten Thesen, denn: Zahl der Unfälle mit mindestens begonnener Kernschmelze in Deutschland gleich Null. War das in Ihrem Sinne?
Schöne Grüße
M.-L. Bender

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Andreas Hofmann
Andreas Hofmann (a79539) - 29.03.2011 18:11 Uhr

@ Anton Paschke

Ein überaus amüsantes Zitat liest sich da: "Jedes Atom zerfällt nur einmal. Danach ist es weg."
Haben Sie schonmal was von einer Zerfallsreihe gehört...? Also ich hab jedenfalls noch nicht erlebt, dass sich Atome unter Normalbedingungen in nichts auflösen... Allerdings hab ich schonmal gehört, dass es unterschiedliche Zerfallswege gibt und sich nicht alles so verallgemeinern lässt, wie Sie es hier tun.

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Anton Paschke

Andreas Hofman 28. März 2011 22:18

"frage ich mich ernsthaft, ob hier Grundkenntnisse in den Naturwissenschaften vorhanden sind."
Ja, das frage ich mich auch. Bei Ihrem Beitrag.
...
Jedes Atom zerfaellt nur einmal. Danach ist es weg.
Kurze Halbwertszeit -> intensive Strahlung, rasch abklingend
Lange Halbwertszeit -> lange anhatend, dafuer nur geringe Strahlung
Unangenehm sind die Isotope, deren Halbwertszeit mit dem Menschenleben vergleichbar ist.

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johannes moll

@Frau Pöhl & @Herr Kofod

Vielen Dank für Ihre sachlichen Kommentare!
Dann möchte ich aber auch darauf hinweisen, dass die aktuelle Regierung 2009 von den wahlberechtigten Bürgern der BRD legitimiert wurde.
Den Regierungsauftrag hat die Koalition bekommen, obwohl bekannt war, dass diese Regierung auf die weitere, durch die alte Regierung bereits zeitlich begrenzte Nutzung der KKW`s setzt. Diese zeitliche Begrenzung ist durch den BUndestag aufgehoben worden und in einem Gesetzt zur Laufzeitverlängerung verändert worden.Diese vom Wolk gewählte Regierung, verstößt nun mit dem Moratorium gegen das GG, nur der Bundestag kann und darf Gesetzt ändern und aussetzen, ebenso ist die Abschaltung der AKW`s nicht durch bestehende Gesetzt gedeckt. Soviel dazu! Das jetzt Herr Schirrmacher in wohl gesetzten Worten, sprachliche Manipulation bei der Atomlobby ausmacht, sich im übrigen aber selber manipulier-end ausbreitet, wird freudig aufgegriffen, um eine Diskussion zu führen die von Betroffenheit und Ängsten bestimmt ist. Betroffenheit und Angst und Sorge vor einer Gefahr die je nach Betrachter und manipulativen sprachlichen Fähigkeiten, geschürt oder verharmlost wird. Und genau das, wird der Fragestellung nach der zukünftigen Frage der Energieversorgung nicht gerecht

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Roland Giersig

Noch ein paar nüchterne Zahlen zum Nachdenken...

Laut Greenpeace starben 300.000 Menschen an den Folgen von Tschernobyl.
In den letzten 25 Jahren starben in der Ukraine und Weißrussland 300.000 Menschen durch Verkehrsunfälle.
Im Jahr 1975 starben nach einem Dammbruch eines Wasserkraftwerks 160.000 Menschen entweder direkt oder durch die nachfolgenden Seuchen und Hungersnöte.
Kohlekraftwerke setzen weltweit jedes Jahr hundert mal mehr Uran und Thorium frei als in Tschernobyl in die Luft geblasen wurde, das Meiste in Form von Asche.
Durch den Verzehr eines Stücks Wildschweinbraten, dessen radioaktive Belastung durch Cäsium um den Faktor zehn über den erlaubten Grenzwerten liegt, wird man der gleichen zusätzlichen Strahlenbelastung ausgesetzt wie bei einem Flug Frankfurt - New York - Frankfurt.

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Harry Leng
Harry Leng (VEDY) - 29.03.2011 14:27 Uhr

WIRKLICH umsetzbar

Manches scheint auf den ersten Blick und in der derzeitigen Stimmung logisch zu sein, aber der Vergleich mit den nuklearen Sprengkoepfen ist falsch, weil diese Sprengkoepfe nur als eine Waffe dienen, die nur dann zur Anwendung kommen, wenn Krieg ist. Anders gesagt nukleare Abschreckung==kein de facto Nutzen. Atomkraftwerke auch wenn sie bei allen in Deutschland verpoent sind, liefern sehr viel Strom und unsere Gesellschaft mit all ihren luxuoerisen Lebensweise hat das gern genutzt. Klar, auch die Industrie (wir sind immerhin ein Industrieland). Ich will auch nicht wissen, wieviele Leute stoehnen werden, wenn der Strompreis um das dreifache ansteigt. Auch dieser Punkt wird systematisch negiert. Der Punkt mit gutem Beispiel voranzugehen ist schoen und gut, aber unsere unmittelbaren Nachbarn haben Kernkraftwerke und ich erkenne dort keinen Hauch von Veraenderung. Ach ja, ich bin fuer einen sauberen Strom und eine gute Umwelt, aber alles muss auch WIRKLICH umsetzbar und durchdacht sein.....

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Erich Hannak
Erich Hannak (Erich72) - 29.03.2011 13:19 Uhr

die neun Gemeinplätze des Atomfreunds

Auf so einen Kommentar habe ich lange gewartet. Danke!
Erich72

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Manfred Mustermann

Bravo

Die Sprüche der Atomlobbyisten beleidigen tatsächlich jeden vernunftbegabten Menschen. Schirrmacher's Erkenntnisse kommen spät, aber besser spät als gar nicht.
Es erinnert an das ganze verlogene Neusprech der neoliberalen Turbokapitalisten, mit dem sie in Endlosschleifen einem die Ohren zudröhnen: Herausforderung statt Probleme, "alternativlos" usw usw.

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Anne-K. Pöhls

was soll einem dieser "philosophische" text sagen?

Ich verstehe diesen Kommentar nicht. Allgemeinplätze gibt es bei Gegnern genauso wie bei Befürwortern. Warum fangen wir nicht mal an, uns mit der nüchternen Realität zu beschäftigen? Es geht hier doch nicht um Lobbyarbeit, sondern um wirkliche Aufklärung. Welcher Mensch würde nicht gern die Risiken der Kernkraft ausschalten, wenn das möglich wäre. Wer würde nicht gern auf sicherere Alternativen umsteigen?
Aber wirkliche Alternativszenarien mit ALLEN Vor- und Nachteilen werden doch auch nirgendwo dargestellt. Es handelt sich fast immer nur um Daten von Gegnern oder Befürwortern. Warum ändern wir DAS nicht?
Was heißt ein Ausstieg aus Kernenergie für uns in D wirklich? Was für Europa? Natürlich auch wirtschaftlich und versorgungssicherheitstechnisch? Z. Zt. sind alle "grünen" Alternativen hochsubventioniert und daher für den Verbraucher selbst gar nicht gegeneinander abzuwägen. Es würden sich bei einer wirklich sachlichen Diskussion natürlich für den Ideologen unangenehme Fragen ergeben - wenn Kernenergie z. B. über Jahrzehnte noch erforderlich wäre, wäre es viell. sicherer, alte abzuschalten und ein paar neue zu bauen....??? Aber das sind wieder Dinge, die nicht kommuniziert werden dürfen, aber diese Fragen sind m. E. viel wichti

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Joachim Lang
Joachim Lang (KATFR) - 29.03.2011 12:05 Uhr

1. Deutsche Atomkraftwerke sind die sichersten der Welt

Dieser Satz sagt gar nichts aus. Das sagen alle anderen AKW-Staaten von ihren AKW auch. Ich habe noch von keinen Staat gehört, der behauptet hat, seine AKW wären die zweit- oder sogar die drittsichersten.

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Jahrgang 1959, Herausgeber.

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