Home
http://www.faz.net/-h00-7223l
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Energiewende FDP rüttelt am Ökostrom-Gesetz

 ·  Die Ausgaben für Ökostrom steigen immer schneller. Wirtschaftsminister Rösler hat sich nun abermals für einen Systemwechsel ausgesprochen. Nordrhein-Westfalens FDP-Chef Christian Lindner fordert gar, das Erneuerbare-Energien-Gesetz abzuschaffen.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (37)

Richtlinien für Lesermeinungen

Die FAZ.NET-Redaktion bietet allen registrierten und eingeloggten Nutzern die Möglichkeit, sich mit den aktuellen Beiträgen auf FAZ.NET konstruktiv und kritisch auseinanderzusetzen und eigene Leser-Kommentare zu veröffentlichen. Für jede Meinungsäußerung stehen 1000 Zeichen zur Verfügung. Voraussetzung für eine Veröffentlichung ist, dass die Verfasser und Verfasserinnen ihren wirklichen Namen nennen, d.h. in ihrer FAZ.NET-Registrierung den korrekten Vor- und Nachnamen eingetragen haben. Im Falle der Veröffentlichung des Leser-Kommentars weisen wir am Beitrag sowohl den Klarnamen als auch den Nickname des Lesers aus. Unter Pseudonym oder anonym verfasste Texte können nicht berücksichtigt werden.

Veröffentlicht werden nur Beiträge, die auf den jeweiligen Artikel und sein Thema seriös und sachbezogen eingehen. Links- und rechtsradikale, pornographische, rassistische, beleidigende, verleumderische sowie ruf- und geschäftsschädigende Inhalte können nicht berücksichtigt werden, ebenso wenig sachlich falsche oder in angemessener Zeit nicht nachprüfbare Behauptungen. Links sind in den Leser-Kommentaren von FAZ.NET nicht gestattet. Die Redaktion behält sich vor Leser-Kommentare zu kürzen oder zu modifizieren. Jeder verfasste Beitrag wird von der Redaktion geprüft und schnellstmöglich veröffentlicht, sofern er diesen Richtlinien für FAZ.NET-Lesermeinungen nicht zuwiderläuft. Nutzern, die wiederholt versuchen, den Richtlinien nicht entsprechende Beiträge zu veröffentlichen, kann die Registrierung entzogen werden.

Für veröffentlichte Meinungsbeiträge gewähren Sie uns das unentgeltliche, zeitlich und örtlich unbegrenzte und nicht ausschließliche Recht, diese Aussagen ganz oder teilweise zu nutzen, zu vervielfältigen, zu modifizieren, anzupassen, zu veröffentlichen, zu übersetzen, zu bearbeiten, zu verbreiten, aufzuführen und darzustellen, Dritten einfache Nutzungsrechte an diesen Aussagen einzuräumen sowie die Aussagen in andere Werke und/oder Medien zu übernehmen.

Wir möchten Sie ausdrücklich darauf hinweisen, dass der gesamte Auftritt von FAZ.NET von verschiedenen Suchmaschinen intensiv ausgewertet wird und die Inhalte dort auch gelistet werden. Das schließt die Leser-Kommentare automatisch ein, so dass diese auch über FAZ.NET hinaus im Internet jederzeit recherchierbar sind.

Schließen

Lesermeinungssuche (gesamt):
Sortieren nach
Antonius Diesen

Doppelte Lügerei

Wieso ist in kein Betriebsprüfer, Steuerberater oder Volksökonum in der Lage, den Unternehmerverbänden die steuerlichen Vorteile des EEG's zu ver"klickern"??

Es wird immer hahnebüchend drauf losgewettert, wie teuer damit alles wird.. dabei setzen alle Unternehmen diese erhöhten Energie-Einkaufspreise als Betriebsausgaben von den Steuerlasten ab.. und wer bezahlt zum Schluß wirklich.. Klein- Erna und Hein- Willi...
und das unter einem Wirtschaftsminister von der Steuers(ch)enkungsfraktion sowie seinem einträchtigen Anhang.. die spinnen die Rösslers....

Gruß ra

Empfehlen
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 15.08.2012 07:17 Uhr
Horst lauterbach
Horst lauterbach (ash26e) - 15.08.2012 07:17 Uhr

Oh ein Abonnent der "100000 Steuertips für Lehrer"

Wenn ich bei der Herstellung eines Produkts erhöhte Kosten von staatswegen aufgehalst bekomme verteuert das meine Produktionskosten mit dem Ergebnis, daß entweder mein Produkt teuerer wird oder mein Gewinn schrumpft!Aber anscheinend können Sie das ja von der "Steuer absetzen"! Ich aber nicht: Sie glücklicher Herr Diesen.

Empfehlen
Horst Ziegler

Marktfähigkeit ist gefragt

Güter, die markfähig sind, sollten auch angeboten werden. Keine Frage.
Der Ökostrom aber ist künstlich marktfähig gemacht worden. Das kann man tolerieren für einen bestimmten Anschubzeitraum, aber nicht auf Dauer.

Deshalb ist es richtig, klar festzulegen,dass man Nachfragern nur dann Zuschüsse gewährt, wenn sie sich verpflichten, auch die Anlagen aus eigener Kraft zu erneuern. Erst dann wird sich zeigen, ob wieder mal nur Mitnahmeeffefekte eine Rolle spielen bei diesem vertrackten Energie-Mix.

Übrigens: Man verdenke an die Verschrottungsprämie für Autos. Auch hier ist eine Marktbereinigung (FIAT, Opel, Peugeot) hinaus geschoben worden auf Kosten des Steuerzahlers.

Empfehlen
Hans-Ulrich Pietz

Mit trickreicher Verschleierung der Mehrkosten durch gesetzwidrig ausschließliche Nennung der Nettop

Nettopreise, z.B. beträgt die derzeitige EEG- Umlage für den Verbraucher nicht 3,592 ct/kWh, sondern 4,27 ct/kWh, ist das EEG der allgemein öffentlichen Diskussion vorenthalten worden. In Kürze werden es nicht nur 5 ct/kWh EEG-Belastung, sondern 6 ct/kWh mit steigender Tendenz sein.

Empfehlen
Christian Wrobel

Mal wieder fordert Herr Rösler etwas,

wofür er qua Amt gar nicht zuständig ist. Und die noch dazu einem bestehenden Parteitagsbeschluss widerspricht. Aber Herr Rösler hat ja auch sonst Langeweile im Ministerium?! Netzausbau bereits erledigt? So sind sie, die Gerne-Groß der FDP.

Empfehlen
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 13.08.2012 18:05 Uhr
Andreas Pätzold

Herr Roesler hat versprochen zu liefern

und jetzt liefert er halt. So wie es ausschaut nur ein alter Ladenhueter. Vor wenigen Wochen wurde schon von einem Parteigenossen die gleiche Sau durchs Dorf getrieben. Mal sehen wie lange sich der Mann noch haelt

Empfehlen
Klaus Letis

Der Mut der FDP ist bemerkenswert!

Die Kritik der FDP trifft den Sachverhalt auf den Punkt. Nicht aber die öffentliche Meinung.

Eine absurde Situation, welche von den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten und deren Rundfunkräten mit zu verantworten ist. Sie haben versagt, weil sie die Bürger nicht ausreichend über dieses Komplexe Thema informiert haben.

Aus Mangel an Sachverstand und dem daraus folgenden Misstrauen werfen nun Oppositionelle der Regierung und einzelnen Unternehmen ein falsche Spiel vor.

Der Regierung ist mit der Fehlkonstruktion EEG von Rot/Grün eine Unmöglichkeitforderung übergeben worden.

Ändert sie Teile, geht das Geschrei und die Wählerstimmenakquise los.
Lässt sie es, funktioniert das ganze System ökonomisch und/oder technisch Sicht auf nicht. Sie werden der Untätigkeit beschuldigt.

Bürger, Wirtschaft und die Erneuerbaren selber sind die Leidtragenden.

Eine reelle Lösung des EE-Problems wird von Rot/Grün auf dem Altar ihrer Wählbarkeit geopfert.
Welch eine politische Kultur.

Empfehlen
Philippe Jaeck

Die FDP

wird mir immer mysteriöser. Sie selber hat durch immense Subventionen für die Industrie den Strom für Privatverbraucher erst so teuer gemacht. Erst letzten Monat wurde der Industrie 2,3 Mrd. Euro von Industrie auf die Privatverbraucher umverteilt. Und jetzt will sie deswegen das EEG kippen? Verstehe ich nicht. Endlich sind Subventionen transparent und endlich. Man bedenke, dass die Summe der Subventionen für Kernkraft nicht bekannt ist und auch 60 Jahre nach Einführung immer noch nicht abgeschlossen ist.

Empfehlen
Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 12.08.2012 18:52 Uhr
Alex Zunker
Alex Zunker (zunker) - 12.08.2012 18:52 Uhr

Unsinn.

Die FDP hat genau das richtige getan. Wenn die Industrie die EEG-Umlage zahlt, hat in Deutschland niemand etwas davon. Es würde nur die Deindustrialisierung beschleunigen. Höhere Energiepreise würde auch die Gewinne gefährden und damit Steuereinnahmen.

Es ist vielleicht ungerecht, aber es ist vernünftig, wenn man die Industrie von der EEG-Umlage befreit. Vernunft schlägt Gerechtigkeit. Vernunft ist der höhere Wert. Liberale denken eher an die Vernunft als an die Gerechtigkeit und das ist große Unterschied zu den Linken.

Für Gerechtigkeitsfanatiker: Man kann auch eine andere Art von Gerechtigkeit erkennen. Es waren die deutschen Wähler, die rot-grüne Banausen an die Macht gewählt haben und das ganze Ökogedöns (Klimawandel, Ausstieg aus der Kernenergie) auch gut finden, also sollten die Wähler bluten und nicht die deutsche Industrie.

Empfehlen
Peter Parker
Peter Parker (Leuschte) - 12.08.2012 18:49 Uhr

Mysteriös?

Was ist an dieser Entwicklung mysteriös? Der innerparlamentarische Lobbyverband, früher bekannt als FDP, schafft sich hier ein Alibi um die Energiewende in Deutschland im Sinne der Geldgeber in wanken zu bringen.

Eher durchschaubar als mysteriös würde ich sagen.

Empfehlen
K Zinser

Bitte mal eine saubere Kalkulation der Energiearten mit allen sozialen Kosten - ohne Rösler

Rösler versucht jetzt wahrscheinlich mal wieder den FDP Kameraden einen sicheren Posten beim Staat zuzuschieben. Für sich, er will wohl bei der Energielobby unterzukommen.

Was wir zunächst brauchen ist eine saubere Kalkulation für die Kosten aller Energiearten. Da müssen verletzte/tote Bussarde oder Fledermäuse genau so rein wie verdeckte Subventionen für Atomkraftwerke, Rückbaukosten oder nicht erfolge Rückstellungen für nuklearen Müll (Endlagerung). Sodann bitte aber auch die Kosten für Regime wie Putin, die Ölstaaten im Nahen Osten oder die Umweltschäden durch Tar Sand in Kanada bzw Fraking u.a in den USA.

Nicht uns betreffend, aber die USA sollten den Großteil der Militärkosten auf die Ölpreise umlegen. Frankreich die Kosten (auch die noch kommen werden) für die Beschaffung der nuklearen Brennstoffe in Afrika (vermutlich Algerien).

Was ist mit den Menschenleben und Zerstörung der Lebensgrundlagen (Shell im Nigerdelta etc) ?

Die FDP ist oft für nicht kostendeckende Grossprojekte

Empfehlen
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 12.08.2012 18:46 Uhr
Carlo Streif

Neodym und so

Biitte auch die ökologischen, sozialen und politischen Kosten für die unter nicht so tollen Bedingungen in China abgebauten seltenen Erden für die Windkraftanlagen nicht vergessen.

Empfehlen
nikolaus hesse

"...sie meinten es doch nur gut..."!



SIE MEINTEN ES DOCH NUR GUT!

Empfehlen
klaus keller
klaus keller (klkeller) - 12.08.2012 16:36 Uhr

Das Zeitalter der Vernuft ist vorüber, da hilft auch keine Schwalbe im Sommer

Wir leben in Deutschland im Zeitalter der politischen Unvernunft. Ich glabe nicht das das EEG- Gesetz gestrichen wird.

Empfehlen
Karl Hammer

Nur mal so am Rande

Ich habe gestern beim Spaziergang unter einem Windrad einen verletzten Bussard gefunden.
Nach Einlieferung in die Greifvogelrettungsstation stellte sich ein dreifacher Flügelbruch heraus. Die Vogelretter klagten über die schlimmen Auswirkungen der Windräder auf die Vogelwelt, da die Tiere die Lautlosen und sehr schnellen Flügelblätter nicht kommen sehen und davon erschlagen werden.
Ob es der Bussard schaffen wird ist noch nicht klar.

Empfehlen
Jim Greek
Jim Greek (Jos_Vik) - 12.08.2012 16:02 Uhr

Laufzeitverlängerung wurde gewählt

und keine billionenschwere Enegergiewende ohne Speichertechnologie u. mit völlig ungewissem Ausgang. Anstatt sich wieder inhärnt sicherer Atomenergie zu widmen um deren Akzeptanz zu steigern, werden Energieknappheit und Hungersnöte mit Steuermitteln und höheren Abgabenforderungen subventioniert. Finde es ungeheuerlich, was hier aufgrund der üblichen Berufsdemonstranten, links/gründominierter Medienlandschaft und irgendwelcher ARD- Umfragen in Gang gesetzt wurde, dass hat mit Demokratie herzlichst wenig zutun. In Fukushima genießen die Japaner ihren Sommerurlaub und baden im Meer, damit dürfte die Legitimitation "aufgrund der Ereignisse von Fukushima" längst überholt sein und beruhte schon damals seitens der Regierung, auf Lug u. Trug zugunsten der Landtagswahlen in BW.

Empfehlen
Antworten (8) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 14.08.2012 18:43 Uhr
Philippe Jaeck

Vielen Dank,

Herr Ermecke, dass Sie mir helfen, meine Fakten zu beweisen. Ob anderswo das ein oder andere Ventil funktioniert hätte oder warum, spielt keine Rolle. Die Menschheit ist nicht in der Lage, sichere KKW zu bauen. Das hat das Ereignis in Japan wieder gezeigt.

Wenn Sie an Lösungen interessiert werden, wären wir einer Meinung. Jede Form der Energieerzeugung hat ihre Eigenschaften. Viele Eigenschaften sind nachteilig. Daher wäre die Lösung: die beste Energie ist die Energie, die gar nicht erst gebraucht wird. Aber Sie sind auch gegen Energiesparen. Sie sind also nicht lösungsorientiert. Von Ihnen habe ich leider noch keine konstruktive Lösung gelesen, Sie sehen nicht einmal ein Problem. Im Gegenteil: Sie sind der, der weitere Probleme baut, zu lesen in Ihrem widerlegten Papier (Sie wissen schon, das Papier, das Sie nicht verteidigen können...).

Empfehlen
Klaus Ermecke

"Menschheit nicht in der Lage ... sichere Kernkraftwerke zu bauen"

Herr Jaeck, in Ihrem letzten Kommentar behaupten Sie, " die Menschheit [sei] nicht in der Lage .., sichere Kernkraftwerke zu bauen". Das - mit Verlaub - ist eine Kurzzusammenfassung Ihrer Ideologie, aber nicht die Folgerung aus irgendwelchen Fakten. Die Japaner hatten 54 Kernkraftwerke gebaut, von denen vor März 2011 keines havariert war. Dann ereignete sich an jenem schicksalhaften 11. März eine Naturkatastrophe, in deren Verlauf die Stromversorgung der Fukushima-I-Reaktoren ausfiel. Es war dieser Stromausfall, der die bis dahin funktionsfähigen Sicherheitssystem alle zugleich ausfallen lies. Zum Beispiel konnten die Japaner die Druckabbauventile der Reaktoren ohne Strom nicht öffnen, weil die Ventile im Gegensatz zu solchen in Deutschland oder der Schweiz keinerlei Handbetriebsfunktion hatten.

Herr Jaeck, der Unterschied zwischen Ihnen und mir ist der, daß Sie nach Problemen suchen, ich nach Problemlösungen. Wenn Sie kein Problem finden, erfinden Sie kurzerhand eins.

Empfehlen
Philippe Jaeck

Ich verdrehe nichts!

Herr Ermecke. Sie können wohl immer noch nicht lesen. Ich verdrehe nichts. Wir sind uns einer Meinung. Die Naturkatastrophe ist naturgegeben. Die Sicherheit der Kernkraftwerke nicht. Da die Menschheit nicht in der Lage ist, sichere Kernkraftwerke zu bauen, kam es eben zu der zweiten Katastrophe. Es gibt zwei Unterschiede, die Sie von mir unterscheiden: Sie zählen nur Menschenleben. Ich fasse das Leid der Bevölkerung in diesen Gebieten weiter. Sie argumentieren zu viel ideologisch (allein schon durch Ihre Begriffe »grüne Agit-Prop-Armee« und »Multi-SuperGAU«) und damit schon auf einer unsachlichen, unwissenschaftlichen Weise. Ich lasse ökologische Argumente meistens weg, weil die ökonomischen schon ausreichen.

Empfehlen
Klaus Ermecke

Erdbeben

Herr Streif, die Entwicklung in Japan mit ihren buchstäblich Tausenden von Beben jeder Stärke seit der Errichtung der Masse der KKW zeigt, daß Reaktoren aufgrund ihrer ohnehin extrem massiven Bauweise durch Erdbeben NICHT gefährdet sind. Die angeblich besonders hohe Gefährdung von Reaktoren und speziell deutscher Reaktoren durch die potentiellen Mini-Erdbeben im Oberrheingraben ist ein aus der grünen Szene heraus geschürter Mythos.

Bei dem großen Tohoku-Beben im März 2011 hat sich vielmehr gezeigt, daß Stromleitungen anfällig sind. Und Staudämme! In Fukushima brach ein kleiner Staudamm - und 18 Menschen ertranken oder werden vermißt. Außerdem gerieten zwei Raffinerien in Brand - mit der Folge zahlreicher Verletzter. Deutschland muß sich entscheiden, ob es DUMM sein will. Wer nicht dumm sein möchte, muß sich die Mühe machen, zu lernen und die Fakten zu prüfen. Nur ein dummes Volk opfert seine Kernkraftwerke, weil es Angst vor Erdbeben hat.

Empfehlen
Klaus Ermecke

Nicht verdrehen, Herr Jaeck

Herr Jaeck, wir sind uns jetzt viele Male in Foren begegnet, und leider fällt dabei auf, daß Sie mich mit dem Mittel der Verdrehung arbeiten. In meiner Studie habe ich mit Unterstützung einer ganzen Reihe von Reaktorexperten herausgearbeitet, daß in Japan entscheidende Sicherheitseinrichtungen fehlten. Allein aus dem Grund kam es nach der Naturkatastrophe zu der Eskalation der Ereignisse. Trotzdem verlief dieser "Multi-SuperGAU" nicht so, wie dies die grüne Agit-Prop-Armee jahrzehntelang an die Wand gemahlt hatte: es gab nicht einen einzigen Personenschaden durch Radioaktivität!

Empfehlen
Weitere Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen
Carlo Streif

AKWs in dichtbesiedelten,

erdbebebengefährdeten Gebieten (wozu ich auch den Rheingraben zähle) sind ein Problem, vor allem wegen der Kosten für die Umsiedelung, wenn was passiert. Man muss allerdings auch anerkennen, dass von Opfern an Menschenleben die Kernergie trotz der schweren Unfallfolgen nicht schlechter abschneidet als andere Energietechnologien. Beispiel Kohle: Generationen von Bergarbeitern mit hohem Risiko für Staublunge und reduzierter Lebenserwartung und Unfalltote, Leukämie im Umfeld der KKWs (klar nachgeweisen, bei AKW nicht), Herztote durch Feinstaub (besser geworden dank Filtertchnologie, aber in China u. Indien noch heute ein großes Problem).
In Japan muss man die Kosten des Unfalls (in einem Werk, das schlechter ist als der heutige Standard) mit 40 Jahren gesparten Importen an fossilen Kraftstoffen in Beziehung setzen. Bitte Kirche im Dorf lassen.

Empfehlen
Philippe Jaeck

Stimmt:

Menschliches Versagen auf vielen Ebenen. Die Gewissheit, dass Kernenergie nicht beherrschbar ist. Und, dass das Misstrauen in die Kernkraft leider angebracht war und ist. Das kam mal wieder (!) raus. Danke Herr Ermecke, dass Sie das bestätigen.

Empfehlen
Klaus Ermecke

Was geschah in Fukushima wirklich?

Das haben wir im letzten Jahr untersucht, und die neueren japanischen Kommissionsberichte bestätigen unsere damaligen Aussagen. Die Studie heißt "Das deutsche Fukushima-Desaster".

Empfehlen
Alex Zunker
Alex Zunker (zunker) - 12.08.2012 15:44 Uhr

Da sieht man mal wieder:

Die FDP ist die Partei der Vernunft. Im nächsten Jahr wähle ich wieder FDP.

Empfehlen
Jürgen Becker

F.D.P macht den Strom nur noch teurer !

Es gibt viele Gründe, warum das EEG kein gutes Gesetz ist. Wer aber nun glaubt, dass mit dem von der F.D.P bevorzugten Quotenmodell die Strompreise sinken, der sollte sich mal im Ausland umschauen:
Die meisten ursprünglich mal eingeführten Quotenmodelle wurden dort nämlich durch "EEG-artige" Gesetze ersetzt, Hauptgrund: Billiger für den Endverbraucher !

Die Ursache ist: Wenn Erneuerbare zeitweise ihren "Sinnlosstrom" nicht vermarkten können, legen sie die gesamten Kosten (Anlage und Erzeugung) einfach auf den "Sinnvollanteil" um (+ deftige Marge, natürlich), Ergebnis: Quotensolarstrom- und Windstrompreise gehen durch die Decke !

Die heftigen Anwürfe der Röslerclique haben einen ganz andere Grund: Klientelpolitik (wie überraschend) ! In diesem Fall sind es die großen EVUs. Denn mit der Quote müssten sich die Erneuerbaren nach den Konventionellen richten und der konv. Maschinenpark könnte rentabler laufen. Außerdem bestimmen dann die EVUs wieder den Strompreis und der wird dann steigen

Empfehlen
Antworten (4) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 12.08.2012 22:36 Uhr
Klaus Ermecke

Vergleich unhaltbar?

Wieso? Texas ist ein moderner Industriestaat, mit hohem Einkommensniveau und ca. 25 Millionen Einwohnern. Dort wird Privathaushalten Strom für umgerechnet ca. 7 Cent pro Kilowattstunde angeboten.

Das zeigt uns zweierlei: Zum ersten ist es möglich, Strom sehr billig zu erzeugen und (was von der Kostenseite her sehr stark zu Buche schlägt) auch zu verteilen.
Zum zweiten ist die Energiepolitik in Deutschland - falls ihr Ziel jemals die Versorgung der Bevölkerung zu günstigen Preisen war - grandios gescheitert.

Ich habe den Texas-Vergleich in unserer Fukushima-Studie vom Oktober 2011 zum ersten Mal öffentlich aufgebracht, und seitdem werde ich hier und da von wütenden Öko-Aktivisten angegriffen. Bitte weiter so! Wichtig ist, daß die Fakten auf den Tisch kommen. Wenn die Bevölkerung merkt, wie sehr sie hierzulande inzwischen von einem ineffizienten und parasitären System ausgebeutet wird, wird sie dieses System ändern.

Wie schön wäre es, wenn auch die FAZ das Thema aufnehmen würde!

Empfehlen
Philippe Jaeck

Auch im Ausland

sind Strompreise, politisch gewollt. Über das tolle US-Stromnetz möchte ich meinen Strom nicht beziehen. Auch nicht für 7 ct. Europäische Industrieverbraucher sicher auch nicht. Viel zu unzuverlässig.

Empfehlen
Peter Parker
Peter Parker (Leuschte) - 12.08.2012 17:54 Uhr

seltsamer Vergleich

Was Sie hier propagieren ist doch ein schlicht unhaltbarer Vergleich. Um in Deutschland auf ein ähnliches Preisniveau zu gelangen müsste nicht nur das EEG abgeschafft werden, dass derzeit ja mit knapp 3,5 cent pro kW/h zu Buche schlägt, sondern gleichzeitig auch jegliche andere Besteuerung für Strom abgeschafft werden. Ach ja und die Stromanbieter müssten auf die Gewinnmarge verzichten und zum Einkaufspreis verkaufen.

Deutschland mit Texas zu vergleichen, einem Staat in dem ungefähr jede erdenkliche Energieform im Überfluss verfügbar ist, ist der sprichwörtliche Vergleich zwischen Äpfeln und Birnen.

Die energieintensive Industrie, die Sie als so gefährdet sehen, ist ohnehin größtenteils von den Belastungen durchs EEG befreit und in anderen Industriezweigen spielt der Energieverbauch an den Gesamtkosten auch nur eine untergeordnete Rollen (vergl. Autoindustrie mit <1% an den Gesamtkosten).

Untergangstheorien wegen des Strompreises sind daher doch eher unangebracht.

Empfehlen
Klaus Ermecke

Im Ausland umschauen

Das haben wir gemacht. "Strom" in Dallas, Texas, kostet zum Beispiel umgerechnet 7 Cent pro Kilowattstunde. Bei uns kostet er jetzt oder in Kürze das Vierfache.

Wir müssen uns der Tatsache stellen, daß wir unseren Staat einem Haufen Öko-Spinner ausgeliefert haben, und in deren Windschatten agierenden dubiosen Geschäftemachern. Riesige Milliardenbeträge werden fehlgeleitet, neuer Wohlstand blockiert. Das zerstört nach und nach unsere Volkswirtschaft und führt zur Verarmung der Bevölkerung.

Empfehlen
Bernd Seggewiß

Das ist mal eine gute Idee vom Rösler

Wie die Herren im Ministerium wirklich denken offenbart sich hiermit: „Das EEG ist aufgrund seiner Struktur und Wirkungsweise ein Gesetz, das regelmäßig an die sich verändernden Gegebenheiten angepasst werden muss“, sagte ein Ministeriumssprecher.

Was heißen soll, dass es in Zukunft sehr sehr teuer wird, da diese tolle Energiewende (die unsere Kanzlerin uns wegen der Erdbebengefahr in DE eingebrockt hat) noch gar nicht eingepreist ist. Geringverdiener subventionieren über das EEG Solarparks von so erlauchten Personen wie Herr von THURN und TAXIS und Superstars wie D. Küblböck die in Besitz riesiger Solarparks sind.

Im Osten gehen reihenweise Solar-Firmen zugrunde, weil diese Subventionen die Hersteller träge und einfallslos machen. Chinesische Firmen stellen mittlerweile Solarpanels für den halben Preis und denselben Wirkungsgrad her.

Empfehlen
Herbert Sax
Herbert Sax (H.Sax) - 12.08.2012 15:25 Uhr

Das dümmste aller Argumente, der Ökostrom senkt den Strompreis

Wird viel Solarstrom eingespeist, sinkt der Strompreis an der Börse wegen des Überangebotes, z.B. von 6 auf 4 Cent pro kWh. Gleichzeitig steigt aber damit die Solarumlage, denn die Differenz zwischen den 19 Cent die der Einspeiser als PV-Anlagenbesitzer pro kWh als Fixum bekommt minus der 4 Cent momentaner Börsenstrompreis, sind dann 15 Cent. Diese 15 Cent wird dann als Umlage kummulativ an alle Verbraucher berechnet. Ein System mit eingebautem Schwachsinn. Sinkt der Börsenpreis des Stromes, steigt automatisch die Umlage für die privaten Endverbraucher.

Empfehlen
Alba Maria
Alba Maria (albamar) - 12.08.2012 15:06 Uhr

Vernunft

Bei der Energiewende sind unsere Politiker genauso ideologisch verblendet wie beim Thema Euro. Hoffentlich zieht bald wieder Vernunft ein. Ich bin kein großer Fan der FDP, aber bei diesem Thema kann man sie nur unterstützen.

Empfehlen
Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 12.08.2012 19:00 Uhr
Alex Zunker
Alex Zunker (zunker) - 12.08.2012 19:00 Uhr

Politik besteht aus Kompromissen.

Man kann die FDP nicht wählen, hoffen, dass sie an der 5-Prozent-Hürde scheitert, sich aber in Koalitionsverhandlungen zu 100 % durchsetzt, obwohl sie der kleinere Koalitionspartner ist.

Das Problem ist die CDU/CSU, die dem Zeitgeist nachjagt. Vor ein paar Jahren war die CDU/CSU sehr kritisch gegenüber "erneuerbaren Energien" und dem EEG. Seitdem aber ihre Klientel abhängig von den Subventionen ist (Bauern, Thurn und Taxis usw.), sie sie genauso dafür. Und leider gibt es diese Entwicklung auch in Teilen der FDP. Ärzte und Apotheker lassen sich doch genauso Solaranlagen aufs Dach nageln.

Das ist ja das gefährliche an Subventionen: Erst sind sie Wählerbestechung, später ein Reformbremser, weil immer mehr Menschen davon profitieren.

Empfehlen
Elisabeth Dreier

Die FDP? Nun ja, wenn niemand anders da dann halt die FDP oder?

Die FDP hat den schnellen Atomausstieg erst mit gertragen. Dazu nie erkennen lassen, dass sie Grüne Politik(Irrsinn) ändern will. Sondern die FDP macht alles so wie die Grünen, trägt ESM, Atomausstieg und das EEG.

Empfehlen
Klaus Ermecke

... die FDP unterstützen?

Wieso und wegen welcher Vernunft wollen Sie die FDP unterstützen? Die FDP hat doch den ganzen Schwachsinn überhaupt erst möglich gemacht. Sie hätte doch nur bei der Koalitionsverhandlung 2009 auf einer konsequenten Wiederherstellung des Marktes in der Energiepolitik bestehen müssen. Stattdessen hat sie nicht nur - mit Lindner als Generalsekretär - der widersinnigen und verfassungswidrigen Zwangsabschaltung der Kernkraftwerke zugestimmt, sondern geriert sich seit Jahr und Tag als vom Himmel gesandter "Klimaretter". Auch dieser Unsinn kostet jährlich viele Milliarden!

Empfehlen
Alex Merck
Alex Merck (AlexM3) - 12.08.2012 14:52 Uhr

Endlich kommt zumindest Lindner mal mit was vernünftigem!

Wenn die FDP sich schon länger sichtbar bemüht hätte, überflüssige/schädliche Gesetze abzuschaffen oder nicht entstehen zu lassen, hätten sie heute auch noch mehr Wähler. Für politisch-korrekten Neid-Populismus und Volkserzieher-Ideologien, wie von anderen Parteien mehr oder weniger stark betreiben, haben wir hierzulande schon genug Parteien, die fröhlich an der Entmümdigung und Beraubung der Bevölkerung arbeiten.

Empfehlen
Weitersagen

Yahoo kauft Relevanz

Von Roland Lindner

Des Internetkonzerns Yahoo zahlt 1,1 Milliarden Dollar in bar für den Blogging-Dienst Tumblr. Der Zukauf hat den Anschein einer Verzweiflungstat. Mehr 3

Wichtigste Werte
Name Wert Änderung
  F.A.Z.-Index --  --
  Dax --  --
  Dow Jones --  --
  Euro in Dollar --  --
  F.A.Z.-Anleih… --  --
  Gold --  --
  Rohöl Brent --  --
  Bund Future --  --