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EEG-Umlage Altmaier überdenkt Strompreis-Entlastungen für Firmen

 ·  Der Strompreis steigt, doch viele Firmen müssen sich nicht an den Kosten beteiligen. Umweltminister Altmaier denkt darüber nach, das zu ändern.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (13)

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Klaus Hermann
Klaus Hermann (gynek26) - 16.10.2012 10:33 Uhr

Volksverdummung

Zu der überstürzt und über Nacht ausgerufenen Energiewende ist schon genug gesagt und geschrieben worden. Der Plan ist nun einmal in Stein gemeißelt und es findet sich keine politische Kraft im Land zurück zu rudern. So weit, so nicht gut. Was dem Verbraucher, der nun unter den hohen Stromkosten ächzt aber nun geboten wird, ist bodenlos.
Herr Altmeier ist erzünt, daß der Stromverbrauch für 2012 falsch eingeschätzt wurde und deshalb zusätzliche Belastungen für den Verbraucher entstünden. Als ob es billiger georden wäre bei richtiger Einschätzung. Daneben weiß auch jedermann, daß der Strom in Zukunft noch teurer wird. Natürlich wird nicht nur der Haushaltsstrom teurer sondern die Lebenskosten insgesamt, da die Hersteller auch ihre erhöhten Strompreise weitergeben. Der Vorschlag von Herrn Rösler, die Stromsteuer zu kappen, wurde gestern von Herrn Altmeier als unsozial abgelehnt, weil dadurch Schwimmbadbesitzer bevorzugt würden. Vorsicht! Strom sparen, macht auch geistige Defizite.

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Christian Wrobel

Noch ein anderer Vorschlag! Wie wäre es, wenn die Verbraucher, die den EEG-Strom

über die EEG-Umlage bezahlen, auch den Börsenstrompreis für diesen Strom erhielten?!

Das würde bedeuten, dass der EEG-Zahler für den EEG-Strom nur 10,4 Cent/ kWh (5,1 Börse + 5,3 EEG) zahlen müßte. Im Moment zahlt er im Mittel 8,3 Cent/ kWh für Produktion und Vertrieb zzgl. 5,3 Cent/ kWh EEG-Umlage (in Summe 13,6 Cent/ kWh). Da der EEG-Strom bereits mehr als ein Drittel seines Strombezugs ausmacht, eine erhebliche Größenordnung.

Alleine eine solche Regelung würde den EEG-Zahler um ca. 1 Cent/ kWh beim Endkundenpreis entlasten!

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 15.10.2012 17:28 Uhr
Christian Wrobel

Der Profilserviceaufwand ist in der EEG-Umlage als Kostenbestandteil bereits enthalten,

ebenso die Kosten für die Börsenzulassung und die Handelsanbindung (in Summe ca. 28 Mio. Euro p.a.)! Jeder Stromanbieter hat i.d.R. auch eine Börsenlizenz, d.h. es fallen keine zusätzlichen Kosten an. Da alle Nicht-privilegierten Stromkunden oder auch EEG-Umlage-Zahler einen Jahresverbrauch von über 380 Mrd. kWh haben, sollte es möglich sein, die 130 Mrd. kWh EEG-Strom in Echtzeit auf diese zu verteilen, ohne das ein Überangebot entsteht. Und sollte doch einmal die Leistung kurzzeitig höher sein als der Verbrauch, kann der Strom dann gerne billig an einen Nicht-EEG-Zahler verkauft werden.

Aber erst dann!

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Holger Hahn
Holger Hahn (Agnitio) - 15.10.2012 16:48 Uhr

Börsenpreis

Der Preis gilt pro MWh mit einem gewissen Lastprofil über das Jahr verteilt, für dessen Abweichung sie aufkommen müssen. Dazu brauchen Sie zudem eine Börsenlizenz, die selbst für manches Unternehmen schwer bezahlbar wäre ..

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Otto Meier

Warum glaube ich Altmaier nicht?

Weil die Lobbyisten sich bislang immer durchgesetzt haben, zuletzt durch ein Gesetz, welches das Investitionsrisiko im Offshore-Bereich auf die privaten Verbraucher abwälzt und den Monopolisten ihre Gewinne garantiert.

Selbst die Grünen, die ja auch einmal Regierungsverantwortung trugen, haben sich den Monopolisten gebeugt. Sie, die immer über den Preis zu mehr ökologischem Denken und Handeln motivieren wollten, haben die Rabatte für Großverbraucher nicht gekippt. Auch ein Punkt, an dem sie ihre Glaubwürdigkeit verspielt haben.

Generell sollte es keine verbrauchsabhängigen Preisee für Energie geben und alle direkten und indirekten Subventionen sollten sich auf den privaten Eigenverbrauch beschränken. Das würde zu sinkenden Preisen für die Privathaushalte führen und die Wirtschaft motivieren, in Energieeinsparungen zu investieren. Damit wäre allen geholfen.

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Karl S. Walter

Ein Gerechtigkeitsproblem. Altmaier könnte es lösen.

Wenn Politik Fehler macht, zahlt der Bürger. Wenn Politik zu erfolgreich ist, zahlt der Bürger auch. Beim Ausbau erneuerbarer Energien zahlt der Verbraucher die erwartungswidrig hohen Zubauquoten mit Subvention der hohen Betreiberrenditen. Er tut es zähneknirschend aus Einsicht der Erfordernis des Atomausstiegs. So weit, so mittelgut.

Das Gerechtigkeitsproblem besteht, weil die Verbraucherhaushalte gezwungen werden, mit hohen Zuschlägen den niedrigen Strompreis der Massenverbraucher subventionieren. Das Gerechtigkeitsproblem lösen könnte die generelle Abschaffung der Quersubvention.

Wo immer die Bundesregierung Unternehmens-Subventionen für erforderlich hält, möge sie die im Bundesaushalt einwerben. Nicht den Familienhaushalten abnötigen. Dies nur, weil die sich am wenigsten wehren können? Vorsicht, emsiger Altmaier, Wahlen stehen bevor.

Gegenfinanzierung durch Einsparung unnötiger Ausgaben, z. B. Herdprämie. Neoliberales Rösleingequieke im Hintergrund einfach nicht beachten.

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Cornelia  Holtmann

Fast alle Unternehmen haben vor dem überstürzten Ausstieg aus der Kernkraft gewarnt.

Aus welchem Grund sollten die jetzt belastet werden? - Es gibt hingegen Firmen, die von diesem Ausstieg profitiert haben, indem ihre - durch Steuerzahler finanzierten - Produkte reißenden Absatz gefunden haben. Wäre es da nicht sinnvoller, diese Firmen an den Kosten zu beteiligen?

Es wäre schön, wenn die Politik einmal zugeben könnte, dass der eingeschlagene Weg ein Fehler war. Und es muss schnell umgesteuert werden, sonst sind die Schäden kaum zu reparieren, die Landschaftszerstörung ist schon jetzt weit fortgeschritten. Die Hochspannungsleitungen würden die Schäden in unerträglicher Weise vergrößern. - Und außerdem benötigt die Industrie Planungssicherheit.

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Horst Tarnawski

Kernenergie und Ordnungspolitik

Die alten AKW abzuschalten war generell eine gute Entscheidung. Ob es so schnell sein musste sei dahingestellt. Die Kernenergie im Ganzen abzulehnen kommt uns jetzt teuer, sehr teuer zu stehen. Das Risiko der neuen AKW Generation hinsichtlich einer Kernschmelze ist so klein, dass es ernsthaft als unerheblich angesehen werden kann. Es wird nicht mehr mit Wasser, sondern mit Helium gekühlt. Bei einem Leck im Kühlkreislauf schaltet sich die Kettenreaktion von allein ab. Wird kein Strom benötigt läuft die Anlage trotzdem weiter und produziert Wasserstoff. Summa sumarum: Risiko gleich Null, Unabhängigkeit sehr groß, Produktionskosten sehr niedrig. Atommüll wesentlich weniger. Mobilität mit Brennstoffzelle. Kombinierbarkeit mit Wind- und Sonnenenergie sehr hoch. Alles andere kostet uns nicht nur viel Geld, sondern bedroht unsere Energieversorgung, unsere Wirtschaft und unseren Wohlstand. Wir brauchen keine teure Planwirtschaft. Wir brauchen wieder Markt und eine solide Ordnungspolitik.

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Horst Ziegler

Planwirtschaft.

Strom aus Photovoltaikanlagen für Anlagen, die 2001 in Betrieb gingen (auch Altanlagen): mind. 50,6 Cent/kWh, für Anlagen, die 2002 in Betrieb gehen: mind. 48,1 Cent/kWh.

Es geht also um ein ganz massive Begünstigung von Landwirten und Grundstückseigentümern, die sonst nie Photovoltaikanlagen auf ihre Dächer montiert hätten. Arbeitsplätze wurden also auf Grund eines Gesetzes (planwirtschaftlich) geschaffen, die sonst nie marktfähig gewesen wären. Aus dieser Nummer will man heraus. Man weis nur nicht wie.

Der Vorschlag von Rösler, die Stromsteuer zu senken, ist seinem Ziel "Weniger Staat" geschuldet. Gegen Bauern und Häuslebesitzer geht auch er nicht vor, weil er ja wieder gewählt werden will.

Richtig wäre gewesen, wenn Rösler die Rolle rückwärts (vor Fukuschima) fordern würde. Dann käme erneut billiger Atomstrom zu Einsatz und die Umstellung auf einen anderen Branchenmix könnte gestreckt werden. Aber so. Basteln, nichts als Basteln.

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Wolfgang Ebel

ob Altmaier

über die Strompreiserhöhungen für die Industrie nachdenkt oder nicht, wird im Ergebnis nichts ändern. Eines ist sicher . . . die privaten Haushalte werden mehr bezahlen müssen. Muss auch die Industrie höhere Stromkosten bezahlen, so wird sie diese an die Kunden weitergeben. Natürlich wird man möglicherweise an Einsparungen denken und zwar am Personal.

Egal wie man es dreht und wendet . . . . Altmaier befindet sich in einer Zwickmühle. Der Endverbraucher wird einmal mehr für den m.E. nach verfrühten Atomausstieg zahlen müssen. Über die Konsequenzen haben die Befürworter des Atomausstieges nicht ausreichend nachgedacht. Grüne Politik ist in weiten teilen noch immer grün . . . d.h. nicht ausgereift.

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Stefan Scholz
Stefan Scholz (krips) - 15.10.2012 09:05 Uhr

Kosmetik

Alternative Energiequellen besitzen nicht das Potential ein hoch industrialisiertes Land wie Deutschland mit bezahlbarer Energie zu versorgen. Das ist die Ausgangslage und sollte Grundlage jedweder Diskussion sein. Was nun?
Die Zeit für Kosmetik ist vorbei Herr Altmaier. Treffen sie endlich eine Richtungsentscheidung und lassen diese vom Volk legitimieren.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 15.10.2012 10:37 Uhr
Enrico Eder
Enrico Eder (ono22) - 15.10.2012 10:37 Uhr

Lassen Sie sich doch nicht blenden!

Selbstverständlich haben die alternativen Energiequellen das Potential! Mehr noch als die fossielen Energiequellen. Das zu erkennen ist wichtig für die Energiewende. Das Problem ist
einfach nur das EEG-Gesetz welches vom Stand 1999 einfach nicht mehr auf der höhe der Zeit ist. Dies hätte unsere Regierung beim Entschluss zur Energiewende beachten müssen. Dann hätte selbst jener sehr kurzfristige Beschluss funktionieren können. Da aber dieses Gesetz damals zur Stützung einer Branche gedacht war die in den Kinderschuhen steckte, müsste es nun Zwangsweise geändert werden, um den Anforderungen der Energiewende 2011 gerecht zu werden. Leider hat dies die Politik verschlafen! Also brauchen wir uns nicht wundern das jetzt die Kostenexplosion droht. Im Übrigen haben Experten deswegen schon im Sommer 2011 und früher gewarnt vor diesen hohen Kosten falls sich in der Politik nichts bewegt.
In diesem Sinne
beste Grüße

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Michael Mitzsch

Symptome und Ursachen

Der Strompreis für die Privathaushalte steigt. Das ist das Symptom. Also wird da ein wenig herumgedoktort, damit man sich wohler fühlt. Aber irgendwann kommt das böse erwachen, wenn man das Krebsgeschwür EEG nicht herausschneidet.
Vielleicht ist es dann aber auch schon zu spät.

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