Home
http://www.faz.net/-h00-72w1q
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Damit der Strom reicht Unrentable Kraftwerke sollen am Netz bleiben

 ·  Ökostrom macht alte Kraftwerke unrentabel. Die Energieversorger könnten einige abschalten. Doch die Bundesregierung fürchtet, dass Deutschland dann der Strom ausgeht. Im Extremfall will sie die Abschaltung verbieten.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (75)

Richtlinien für Lesermeinungen

Die FAZ.NET-Redaktion bietet allen registrierten und eingeloggten Nutzern die Möglichkeit, sich mit den aktuellen Beiträgen auf FAZ.NET konstruktiv und kritisch auseinanderzusetzen und eigene Leser-Kommentare zu veröffentlichen. Für jede Meinungsäußerung stehen 1000 Zeichen zur Verfügung. Voraussetzung für eine Veröffentlichung ist, dass die Verfasser und Verfasserinnen ihren wirklichen Namen nennen, d.h. in ihrer FAZ.NET-Registrierung den korrekten Vor- und Nachnamen eingetragen haben. Im Falle der Veröffentlichung des Leser-Kommentars weisen wir am Beitrag sowohl den Klarnamen als auch den Nickname des Lesers aus. Unter Pseudonym oder anonym verfasste Texte können nicht berücksichtigt werden.

Veröffentlicht werden nur Beiträge, die auf den jeweiligen Artikel und sein Thema seriös und sachbezogen eingehen. Links- und rechtsradikale, pornographische, rassistische, beleidigende, verleumderische sowie ruf- und geschäftsschädigende Inhalte können nicht berücksichtigt werden, ebenso wenig sachlich falsche oder in angemessener Zeit nicht nachprüfbare Behauptungen. Links sind in den Leser-Kommentaren von FAZ.NET nicht gestattet. Die Redaktion behält sich vor Leser-Kommentare zu kürzen oder zu modifizieren. Jeder verfasste Beitrag wird von der Redaktion geprüft und schnellstmöglich veröffentlicht, sofern er diesen Richtlinien für FAZ.NET-Lesermeinungen nicht zuwiderläuft. Nutzern, die wiederholt versuchen, den Richtlinien nicht entsprechende Beiträge zu veröffentlichen, kann die Registrierung entzogen werden.

Für veröffentlichte Meinungsbeiträge gewähren Sie uns das unentgeltliche, zeitlich und örtlich unbegrenzte und nicht ausschließliche Recht, diese Aussagen ganz oder teilweise zu nutzen, zu vervielfältigen, zu modifizieren, anzupassen, zu veröffentlichen, zu übersetzen, zu bearbeiten, zu verbreiten, aufzuführen und darzustellen, Dritten einfache Nutzungsrechte an diesen Aussagen einzuräumen sowie die Aussagen in andere Werke und/oder Medien zu übernehmen.

Wir möchten Sie ausdrücklich darauf hinweisen, dass der gesamte Auftritt von FAZ.NET von verschiedenen Suchmaschinen intensiv ausgewertet wird und die Inhalte dort auch gelistet werden. Das schließt die Leser-Kommentare automatisch ein, so dass diese auch über FAZ.NET hinaus im Internet jederzeit recherchierbar sind.

Schließen

1 2  
Lesermeinungssuche (gesamt):
Sortieren nach
Bernhard Hoffmann

Bitte erstmal das Kernproblem verstehen Herr Wrobel.

Ich will mal das Durcheinander versuchen zu sortieren.
Gaskraftwerke, die als Spitzenlastkraftwerke konzipiert sind, sind eben für Spitzen optimiert. Diese sind eben im Moment durch die Regenerativen besetzt. Da ist die Aussage mit der mittleren Auslastung irre führend und falsch verwendet.
Das regenerative Energien derzeit so günstig angeboten werden, liegt am Einspeisezwang, d.h. der Netzbetreiber der sie abnehmen muss und nicht verwerten kann, muss sie irgendwo los werden. Interessant sind besonders die Tage, wenn man sogar noch bezahlt wird um den überflüssigen regenerativen Strom abzunehmen. Die Subvention über EEG sind da schon nicht mehr enthalten, so das es keine realen Preise sind. Auch hier sind ihre Zahlen irreführend.
Abgesehen davon wurde jetzt nach einem Jahr Betrieb der neue Off-Shore-Windpark Alpha so gelobt, das er 4.400 Volllaststunden (Das Jahr hat 8.760 Std.) und damit mehr als doppelt so viel wie Windparks an der Küste leistet. Was machen wir mit dem Rest?

Empfehlen
Daniel J Hahn
Daniel J Hahn (137) - 21.09.2012 09:48 Uhr

Die Energiewende ist mehr als nur eine Änderung im Energiemix

Derzeit laufen, aller Propaganda zum Trotz die nach am Netz befindlichen Kernkraftwerke volle Kraft. Die geringen Betriebskosten/KWh helfen die Netztstabilität zu gewährleisten. Aber KKW sind politisch nicht mehr gewollt, obwohl diese über Jahrzehnte hinweg DTL günstig und sicher mit elektrischer Energie versorgten. Endverbraucher konnten diese Tatsache auf der Stromrechnung ablesen. Seit der Einführung des EEG und vor allem der Energiewende sinken die Strompreise an der Börse, nur wirkt sich dieser Umstand nicht auf die private Stromrechnung aus. Im Gegenteil steigen hier die Beträge, weil die Versorger die Rentabilitätsverluste bei ihren konventionellen Kraftwerken und die Kosten durch den Einspeisezwang sog. erneuerbaren Stroms, ausgleichen müssen.
Der Zwang zur Energieplanwirtschaft dank EEG und Ökoglauben verursacht diesen Trend. Glauben, nach vollzogener Energiewende würde alles besser, mag ich als planwirtschaftgeschädigter und deshalb propagandaresistenter Mensch nicht.

Empfehlen
Christian Wrobel

Das Kernproblem wird im Artikel leider nur unzureichend beschrieben.

Das größte Problem z.B. bei Gaskraftwerken ist nicht die niedrige Auslastung. Diese lag bei Kraftwerken, die schon immer nur für die Spitzenlast vorgesehen waren, selten über 30%. Im Jahr 2007 lag die Auslastung im Mittel sogar nur bei ca. 15%, also unter der Auslastung im letzten Jahr, ohne dass die Betreiber über Rentabilitätsprobleme geklagt hätten! Der Unterschied zu früher ist: selbst zu Spitzenlastzeiten liegen die Grenzkosten von Gaskraftwerken i.d.R. über den Börsenstrompreisen. Das gleiche gilt auch für Ölkraftwerke. Selbst ältere Steinkohlekraftwerke liegen mittlerweile mit ihren Grenzkosten häufig über den in den letzten Jahren deutlich gesunkenen Börsenstrompreisen und damit außerhalb jeglicher Rentabilität. Ersteres (hohe Grenzkosten) ist eine direkte Folge der Preissteigerungen an den Primärenergiemärkten, letzteres (niedrigere Börsenstrompreise) ist eine nicht unerwünschte Folge des Ausbaus der Erneuerbaren Energien, von der insbesondere die Industrie profitiert.

Empfehlen
Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 19.09.2012 02:21 Uhr
Christian Wrobel

Das Problem ist der Preisfindungsmechanismus an der Strombörse an sich,

denn dieser orientiert sich ausschließlich an den Grenzkosten der Kraftwerke (Merit-Order), und nicht an den Vollkosten. Erst einmal gebaut, sind Kraftwerke mit niedrigen Grenzkosten eindeutig im Vorteil (Wind- u. Solarenergie, aber auch Kernkraftwerke) gegenüber Kraftwerken mit hohen Brennstoffkosten (Gas u. Öl, aber auch Steinkohle).

Nun sind niedrige Börsenstrompreise ja ausdrücklich von der Politik erwünscht. Allerdings wird dabei übersehen, dass niedrigere Preise bestehende Kraftwerke unrentabel machen bzw. auch den Anreiz zum Bau neuer Kraftwerke deutlich verringern können. Ein klassisches Marktversagen! Denn schließlich ist die Börse eines der effektivsten Preisbildungs-mechansimen, nur in diesem Fall eben mit dem langfristig falschen Lenkungseffekt! Ein völlig liberalisierter Strommarkt wird deshalb immer zu Lasten der Versorgungssicherheit gehen! Es stellt sich deshalb nur die Frage, wieviel Regulierung und welchen Aufpreis wir für wieviel Sicherheit bezahlen wollen?

Empfehlen
Marie Gruber
Marie Gruber (mariluI) - 18.09.2012 18:21 Uhr

Kurz gesagt Spitzenlast in den Mittagsstunden 11 - 14 Uhr liefert die Sonne

Wird also kaum noch durch Kraftwerksleistung konventioneller Art abgerufen. Der Parallel Strommarkt Erneuerbarer ohne Preisschild und Handel an der Börse. Aber hoch subventioniert ~ 20 Cent durch die Verbraucher als Zuschlag zum Strompreis.

Empfehlen
Marie Gruber
Marie Gruber (mariluI) - 17.09.2012 15:25 Uhr

Energie Speichern heißt Energie verbrauchen. Ja wer Windkraft durch die Subvention

20 Cent / KWh produziert kassiert den Preis. Wer dann egal auf welche Art den Strom Speichert und bei Bedarf nach Verlust diesen Strom erneut einspeist erhält erneut diesen Strom subventioniert bezahlt . Der Preis steigt. Aber und da geht es los. Es gibt keinen Speicher und kann es nie geben der die Arbeit von nur 48 Stunden eines Großkraftwerks speichern kann. 48 h mal die Leistung eines 1 Gigawatt Blocks 48 Gigawattstunden soll ein Speicher vorhalten ??

Empfehlen
Marie Gruber
Marie Gruber (mariluI) - 17.09.2012 12:34 Uhr

Wer nicht wahrhaben will, dass jedes neue Gaskraftwerk

das auf jeden Fall selbst bei 150% Erneuerbarem Strom bereitstehen muss und nicht nur finanziert sondern auch dauerhaft rentierlich mit Gewinn für die Investoren betrieben werden muss sollte sich wegen Verweigerung in der Diskussion zurückhalten. Sollte es nur alle 3 Jahre eine große Wintersturmflut mit Orkan stärken geben dann hilft in den Winternächten nur das Konventionelle Kraftwerk vor Ort. Und die Vorhaltung dieser Kraftwerke heißt sicher Stromproduktionskosten mal 2.

Empfehlen
Antworten (4) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 18.09.2012 15:13 Uhr
Christian Wrobel

Es gehört zu der Ehrlichkeit dazu, zuzugeben,

dass kein neu zu bauendes konventionelles Kraftwerk zu den aktuellen Börsenstrompreisen rentabel betrieben werden kann! Dann wären wir schon einen Schritt weiter.

Natürlich wollen wir möglichst niedrige Strompreise und eine 100%ige Versorgungssicherheit sprich mehr Kraftwerke als im Normalfalle nötig. Beides ist ohne Abstriche am anderen Ziel allerdings nicht zu erreichen! Dieses klassische Marktversagen gab es schon immer und ist keineswegs neu. Darum war (auch in Deutschland) und ist in den allermeisten Ländern auch die Energieversorgung in der Hand des Staates.
Je eher dass die verantwortlichen Politiker erkennen, dass der Markt eben nicht immer die richtigen Antworten liefert (liefern kann), desto früher kann man sich auch über konstruktive Lösungen unterhalten!

Empfehlen
Andreas Pätzold

Werte Frau Gruber

Volkswagen baut bereits Gaskraftwerke die sich binnen 1 Minute hochfahren lassen. Der Motor stammt aus Serienproduktion. Wettbewerber wie Honda u.a. sind ebenfalls an dem Thema dran. Darueberhinaus werden dezentrale Blockheizkraftwerke eine immer wichtigere Rolle bei der Stromerzeugung spielen. Wie gesagt: Die Dinosaurier sterben aus, vielleicht schneller als gedacht. Der jetzige 20%Anteil der EE an der Stromversorgung wurde vor wenigen Jahren erst um 2020 erwartet.

Empfehlen
Marie Gruber
Marie Gruber (mariluI) - 17.09.2012 15:16 Uhr

Jeder darf natürlich träumen. Kein noch so kleines Gaskraftwerk liefert innerhalb einer

Minute belastbar Netzsynchronen Strom. Nein das gibt es nicht und selbst 15 Minuten sind Traumzeiten auf die sich kein Ingenieur festlegen will. Eine Gasturbine benötigt eine Hochlauf und Ausregelzeit von mindestens 5 Minuten und erst wenn absolute Synchronität besteht ( Drehzahl der Antriebsmaschine exakt zur Netzfrequenz stimmt ) kann Leistung abgegeben werden. Das aber ist alles nicht das Problem. In Mannheim oder München oder sonst wo werden Leistungen abgefordert die nur wirklich Großkraftwerke liefern können. Und auch das spielt keine Rolle. Dass diese Kraftwerke ununterbrochen 365 Tage im Jahr von sehr viel Personal und Sachkosten in mehreren Millionen € ständig in Bereitschaft stehen. Ja rentabel für die Betreiber auch Millionen Gewinne erwirtschaften müssen, ohne den sich niemand am Millionengrab beteiligt, das bleibt das Thema.

Empfehlen
Andreas Pätzold

Nach vorne schauen, Frau Gruber, Stichwort technischer Fortschritt

Grosskraftwerke sterben langsam aus, kleine dezentrale Gas-Kraftwerke uebernehmen den Job die binnen 1 Minute bei Bedarf hochgefahren werden. Auch in der Speichertechnik wird man Mitte des Jahrhunderts weiter sein als heute. Vattenfall plant fuer 2016 ein Kraftwerk in Wedel wo ueberschuessige Windenergie gespeichert wird.

Empfehlen
Michael Scheffler

Huch, Herr Becker mit Doppelnamen

Haben Sie in etwa eine Ahnung, wie lange irgendein ein thermischer Kaftwerksblock braucht, um Leistung abzugeben? Da ist dummerweise noch das Ersatzträgheitsmoment der Anlsage multipliziert mit der zweiten Ableitung des Drehwinkels dazwischen. Aus diesem Grund fährt man ein Auto auch nicht im Stopp- und Fahren-Prinzip. Es ist schlicht und einfach unweirtschaftlich, solche Kraftwerke ständig rauf- und runterzufahren, egal, ob sie Kohle, Gas oder Uran heißen.

Empfehlen
Lars Werner

Der Schwachsinn potentiert sich

Die verschrobene Ideologie der grünen Wohlstandsbürger läßt eine Regierung die sauberste und sicherste Energiegewinnung unserer Zeit außer Betrieb nehmen, um danach alte Kohlemeiler zwangsanzuschalten. Der Schaden ist immens und trifft wieder einmal die Falschen, die arbeitende nicht besitzende Bevölkerung.

Empfehlen
Jürgen Heberle
Jürgen Heberle (jojocw) - 16.09.2012 22:00 Uhr

Energiewende ist gescheitert.

aber genauso wie beim Euro wird auf Teufel komm raus weitergemacht.

Es gibt niemals eine Rückkehr zu vernünftiger Politik, eher riskiert man alles, als dass man einen Fehler zugibt und umkehrt, oder wenigstens korrigiert.

Am schlimmsten bei der Energiewende finde ich, dass eine gelernte Physikerin nicht begriffen hat, dass man Strom immer dann herstellen muss, wenn man ihn gerade braucht.* Und deshalb können die "alten" Kraftwerke eigentlich gar nicht abgeschaltet werden, weil sie fast jede Nacht und im Winter gebraucht werden. Und das wird auch noch viele Jahre so bleiben, bis bezahlbare Speichersysteme entwickelt sind: Kavernen, Akkus, Speicherseen usw.
*(Sogar Akkus speichern keine Strom, sondern chemische Energie, die in Strom umgewandelt werden muss.)

Empfehlen
Wolfgang Richter

Wer verbietet, zahlt

Die bisher genutzten konventionellen Kraftwerke müssen am Netz bleiben, um trotz der sinnfreien "Energiewende" wenigstens ein bißchen Reserve zu haben.
Da die Versorger für die "Energiewende" nichts können, müssen sie für die Vorhaltung der Reservekraftwerke in irgendeiner Form adäquat entschädigt werden.

Empfehlen
Marie Gruber
Marie Gruber (mariluI) - 16.09.2012 20:15 Uhr

Alle die sich dagegen wehrten, dass die AKWs schneller abgeschaltet werden,

nicht weil sie Atomkraft wollten, sondern weil sie das Problem der Unlösbarkeit sehen konnten, alle die hat man als Befürworter verteufelt. Nun heizt man mit Schrottmeiler und Klimakiller andauernde Bereitschaft und gibt den Stromimportländern Geld dazu damit die den von deutschen Verbrauchern über EEG Abgabe plus MWSt bezahlte kWh ~ 25 Cent / kWh für minus 5 Cent kWh im Ausland Nutzen bringt. Deutsche Geschäftstüchtigkeit. Ökologische Ökonomie a la Germanny.

Empfehlen
Herbert Sax
Herbert Sax (H.Sax) - 16.09.2012 19:54 Uhr

Die Energiewende ist schon gescheitert

Oder gibt es noch jemand in unserem Lande der das immer noch nicht begriffen hat? Leider werden die Wahlen im kommenden Jahr, egal wie sie ausgehen keine Verbesserungen bringen, denn die Parteien sind nicht Teil der Lösung sondern Teil des Problems. Die einzige Lösung die diesen Wahnsinn beenden könnte ist ein mehrtägiger Blackout und der danach sicher folgenden gesellschaftspolitische Reset. Selten hat man solch ein Ereignis herbeigewünscht.

Empfehlen
Antworten (6) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 17.09.2012 21:08 Uhr
Andreas Pätzold

Technikfeindlichkeit kann ich auf den von mir erwaehnten Webseiten

nicht erkennen. Stellvertretend fuer die gesamte Branche. Im Gegenteil.

Empfehlen
Andreas Pätzold

Kosten

ich denke auch dass bekommen wir in den Griff. Rechtzeitig bevor fossile Energiepreise durch zunehmende Knappheit und steigenden Energiebedarf weltweit efrueher oder spaeter durch die Decke gehen. Eine interessante Lektuere zu demThema findet man auf der von mir schon erwaehnten Webseite der Deutschen Gesellschaft fuer Luft- und Raumfahrt

Empfehlen
Andreas Pätzold

Herr Esser

>>Dafuer sind unsere Ingenieure zu gut

Das ist auch mit ein Grund warum ich an das Gelingen der Energiewende glaube. Schon mal auf die Siemens-Werbung geklickt die auf dieser Seite zeitweise erscheint? Hochinteressant! Kann auch unter Google "Siemens Energieeffizienz" aufgerufen werden.

Empfehlen
Andreas Pätzold

Na Herr Esser

nun findet der vielbeschworene Zusammenbruch der Energieversorgung hierzulande wohl nicht statt und schon ist es wieder nicht recht. Aber ich denke Ueberschuesse sind das kleinere Problem.

Empfehlen
Marie Gruber
Marie Gruber (mariluI) - 17.09.2012 12:26 Uhr

Mag ja sein dass Sie es immer noch nicht verstehen.

Wir brauchen auch 2050 Kraftwerkskapazität die in sehr kurzer Zeit ( wenigen Minuten ) Vollast Strom genau an den Orten des großen Verbrauchs einspeisen. Diese wirklich große Kraftwerkskapazität im Raum Mannheim / München / Stuttgart muss zunächst einmal errichtet werden. Das kostet Sicher viele Milliarden € . Die aber investiert niemand wenn nicht langfristig die Rendite und Verzinsung des Kapitals sicher ist. Das modernste Gaskraftwerk in Irsing / Bayern an dem Mainova und HSE also Frankfurt und Darmstadt ist unrentabel und bescherte insgesamt 60 Millionen € Verlust weil zu selten der Strom abgefordert wird.
Kraftwerke kosten extrem viel an hochqualifiziertem Personal selbst dann sie nicht 1 Stunde im Jahr Strom liefern. Um rentierlich zu arbeiten müssen sie etwa 50 % der Zeit produktiv, Strom verkaufen. Nur darum geht es.

Empfehlen
Weitere Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen
Andreas Pätzold

Merkwuerdig

...das Land, in dem die Energiewende gescheitert ist, musste einem anderen Land, dass 55 Kernreaktoren betreibt, im letzten Winter mit Stromlieferungen aus der Patsche helfen.

Empfehlen
Mirco Große

Das EEG ist grober Unfug

Wir müssen für Strom bezahlen, den wir nicht verbrauchen und Anlagen, die die Versorgungssicherheit gewährleisten, rechnen sich nicht mehr. Was hat eine ideologisch geprägte Energiepolitik für einen grandiosen Unfug verzapft. Aber vielleicht weiß ja Bischhof Marx, der uns mit seiner Empfehlung die Suppe eingebrockt hat eine Lösung?

Empfehlen
Hans Böhringer

Jetzt reichts

als Mitinhaber der Energieversorger - sprich Aktionär - wurde ich bereits durch die Zwangsabschaltung voll funktionsfähiger, sicherer Kernkraftwerke enteignet und jetzt soll es weitergehen mit einem Zwangsbetrieb nicht rentabler Dreckschleudern. Bitte schön, liebe BRD übernehmt gegen entsprechende Entschädigung gleich ganz die Energieversorgung. Draghi druckt Euch das Geld.

Empfehlen
Marie Gruber
Marie Gruber (mariluI) - 16.09.2012 19:18 Uhr

Schlimmer noch, Neubauten auch Gaskraftwerke können nie rentabel betrieben werden

weil sie insgesamt nur selten Strom liefern dürfen wenn der Erneuerbare nicht reicht.
Also wird man keine bauen. Wie aber will die Physikerin das lösen ? Orkan im Norden im Süden Kerzen ?

Empfehlen
Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 17.09.2012 14:56 Uhr
Andreas Pätzold

Besser Manna als radioaktiven Fallout

KwT

Empfehlen
Marvin Parsons
Marvin Parsons (mapar) - 16.09.2012 23:32 Uhr

"In gut einem Jahrzehnt ist Strom aus EE preiswerter als der aus fossilen Energieträgern."

Und der Wind wird immer wehen und die Sonne nachts scheinen, so daß keine Ersatzkraftwerke bereitstehen müssen. Und wenn sie nicht gestorben sind...

Empfehlen
Andreas Pätzold

Das ist kein unlösbares Problem Frau Gruber

was nicht passt wird passend gemacht. In gut einem Jahrzehnt ist Strom aus EE preiswerter als der aus fossilen Energieträgern. Notfalls wir ein Aufschlag erhoben um die restlichen Großkraftwerke nicht zu einem Investitionsgrab für die Eigner zu machen.

Empfehlen
Carsten Zimmermann

Kopfschütteln

Das sind Ergebnisse, wenn etwas übers Knie gebrochen wird. Man hätte einen "sanften" und damit wirtschaftlichen Wechsel haben können. Aber zuerst wollte man,dann wieder nicht und dann musste es ganz schnell gehen. Da lange ich mir selbst als Befürworter des Energiewandels und Gegner der Atomkraft an den Kopf. Einfach mit Sinn, Verstand und der nötigen Zeit die ein Industrieland wie Deutschland eben für, einen in dieser Größenordnung angestrebten Wandel, braucht! So ist eben ein Ergebnis, welches daraus resultiert wenn Populismus das Gehirn abschalten lässt. Das hätte man völlig anders haben können und damit auch eine größere Akzeptanz! Denn nun fragt man sich zurecht um was es eigentlich geht: Die Umwelt,die Sicherheit oder das Ansehen einzelner?

Empfehlen
Hans-Ulrich Pietz

Der ganze Ökostrom wurde doch nur wegen dem Klimawandel durch CO2 inzeniert. Wir sind ,

was die CO2-Reduzierung betrifft, jetzt ganz schön ins schleudern gekommen.
Inzwischen sind es wieder 803 Mio. t. CO2/a. Nun, 2008 waren es nur 798 Mio.t./a. Was für ein Erfolg für den Klimaschutz. Natürlich glaubt inzwischen ohnehin kaum noch ein rational denkender Mensch an den Klimawandel durch CO2, und daran, dass wir ihn bekämpfen können.
Jetzt sollen auch alte Dreckschleudern wieder ans Netz gehen, wenn es die Klimaministerin will.
Nur schade, daß diejenigen, die keine Windkarftwerke und PV-Anlagen haben, dafür über 100 Mrd. € über den Strompreis ausgegeben haben.
Trösten wir uns, das geld haben jetzt andere.

Empfehlen
Franz Wildner
Franz Wildner (Feluske) - 16.09.2012 18:04 Uhr

Kubanische Verhältnisse in Deutschland

Da ist die Bundesregierung und ihre verquere Opposition beim Castroismus angelangt. Auf ein verfehltes Gesetz zwecks Aushebelung der Marktwirtschaft folgt das nächste, weil die Bürokratie die Nebenwirkungen ihrer Zwangsmassnahmen nicht überblickt und auch gar nicht die Absicht hat zurückzukrebsen.

Empfehlen
Rüdiger Noll
Rüdiger Noll (krn) - 16.09.2012 17:45 Uhr

FALSCH: "Ökostrom macht alte Kraftwerke unrentabel"

RICHTIG: Die Subventionen für Ökostrom machen alte Kraftwerke unrentabel!

Empfehlen
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 16.09.2012 18:29 Uhr
Marie Gruber
Marie Gruber (mariluI) - 16.09.2012 18:29 Uhr

Genau so stimmt es.

Die Subventionen und die dadurch bedingte Überproduktion bei schön Wetter und unverzichtbare andauernde Leistung im Parallelbetrieb die schließlich vernichtet werden oder zu Negativpreisen ins Ausland exportiert wird. Jedes Kraftwerk das Kohle verfeuert aber den produzierten Strom nicht verkaufen kann Muss vom Verbraucher in € Millionen € bezahlt werden. Die Mannschaft der Brennstoff aber auch das Unternehmen muss Geld verdienen. Und auch die Aktionäre wollen zu recht ihre Dividenden. Also Zahlen.

Empfehlen
Reinhold -Helmut Becker

Bei Kohle hängt der


Wirkungsgrad von der Feuchtigkeit des Kohlenstaubes ab.

Der liegt bei 70-80%

Des wegen ist es nötig Tag und Nacht zu Heizen.

Das Problem könnte ein Gaskraft aus sofort 0 auf 100 ist lösen.

Mit freundlichen Grüßen

Empfehlen
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 16.09.2012 18:51 Uhr
Marie Gruber
Marie Gruber (mariluI) - 16.09.2012 18:51 Uhr

Also zunächst gibt es die Gaskraftwerke die wir bräuchten nicht.

Und dann ändert es nichts daran. Boris Palmer der grüne OB aus Tübingen sagte es unlängst deutlich. Wir werden von dem nötigen Bau neuer Gaskraftwerke Abstand nehmen weill bei zu geringen Betriebszeiten etwa 100 bis 500 Stunden im Jahr, kein noch so kleines Gaskraftwerk rentabel arbeiten kann. Neue Gaskraftwerke kosten bis zu einer Milliarde €.
Wer will so ein Kraftwerk bauen um nicht einmal 10 % der Jahresstunden 8760 h Strom zu produzieren die zum Börsenpreis 50 € MWh bezahlt werden.

Empfehlen
klaus keller
klaus keller (klkeller) - 16.09.2012 17:39 Uhr

nach unrentablen Banken sollte der Staat unrentable Kraftwerke wenigstens kaufen

Wenn sich die bisherigen Kraftwerksbetreiber absprechen wer welches Kraftwerk wann abschaltet kommt ggf sofort das Kartellamt. Es ist schon lustig. Unternemhen wie RWE und E.on sind nach meiner Kenntnis ehemalige Staatsbetriebe die man privatisiert hat. Nun entzieht man ihnen die Geschäftsgrundlage will sie aber zwingen für die Versorgungssicherheit zu sorgen.
Die Manger sind hoffentlich gute Juristen und lassen sich den Schaden ersetzen.

Empfehlen
Weitersagen
Themen zu diesem Artikel

Jahrgang 1960, Wirtschaftskorrespondent in Berlin.

Jüngste Beiträge

Hoffnungswert Konsum

Von Philip Plickert

Den meisten deutschen Kosumenten scheint die Euro-Krise weit weg. Sie geben ihr Geld mit vollen Händen aus. Doch kann der private Konsum die entscheidende Stütze der Konjunktur werden? Mehr 1 3

Wichtigste Werte
Name Wert Änderung
  F.A.Z.-Index --  --
  Dax --  --
  Dow Jones --  --
  Euro in Dollar --  --
  F.A.Z.-Anleih… --  --
  Gold --  --
  Rohöl Brent --  --
  Bund Future --  --