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Bundesnetzagentur Kein Atomkraftwerk als Reserve - Kohlekraftwerke ausreichend

 ·  Die Bundesnetzagentur verzichtet auf die Nutzung eines stillgelegten Atomkraftwerks als Reserve für mögliche Stromengpässe. Kohlekraftwerke sollen im Notfall zugeschaltet werden.

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Helga Zießler

@Rudolf Blasy: "vox populi vox dei"?

- so sollte es sein in einer Demokratie. Oder doch ". . . vox Rindvieh"?
Denn was Deutschland anbetrifft, scheint es mittlerweile etwas anders, als dieser uralte Spruch es vorgibt.
Alle paar Jahre mal darf "das Volk" sein dünnes Stimmchen erheben und eine Partei, bestenfalls einen Abgeordneten, wählen. Alles weitere ist seiner Mitwirkung entzogen. Über "Listen" kommen Leute, die niemand kennt, in hohe Ämter. Und Bundespräsident, Kanzler, Minister, Staatssekretäre - sie alle werden von den Parteien bestimmt, ohne Mitspracherecht des Volkes. Und wenn die Herrschaften es sich dann auf ihren Sesseln in den Ämtern gemütlich gemacht haben, ist das Volk, auch "Souverän" genannt, vergessen, und sie schalten und walten wie - Sie erraten es! - die Götter. So ist es. Erst vor der nächsten Wahl fällt den "Göttlichen" das Volk wieder ein, sie steigen vom Olymp herab und umgarnen es erneut mit betörenden Versprechungen aus der Wundertüte. Leider fällt der größte Teil des Volkes immer wieder auf solche Märchen herein. Zu spät realisieren sie dann: Wundertüten gibt es nicht.
Nicht ohne Hintersinn wurde der Spruch, den Sie zitieren, verballhornt zu "Vox populi vox Rindvieh". Und in dieser Verballhornung wurde er zum Leitspruch der Politiker.

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Bertram von Steuben

@ Jan Matthias (JanMatthias) 15453108211

>Sprechen wir von der gleichen Ökolobby?<
Ja, wir sprechen von derselben Ökolobby (Sie nutzen jedoch den Begriff: Ökobranche und meinen damit auch die kleinen Krauter, die versuchen, im Fahrwasser der Ökologisten ihre Produkte subventioniert an den Mann zu bringen). Die selbe Ökolobby, die es geschafft hat, nahezu im gesamten Land die Presse für sich zu vereinnahmen, die es geschafft hat, durch die Einfuhr eines parteilich konrollierten Neusprechs die Meinung zu beherrschen (ich lass' jetzt mal die 30-Jahre andauernden Gewaltorgien auf den Straßen außen vor) , die es geschafft hat, Wissenschaftsgrößen mundtot zu machen und sogar Spitzenkräfte in fremden Parteien einzuschmuggeln (Röttgen), was natürlich nur unter dem Stillhalten der Kanzlerin funktionierte. Dieselbe Lobby, die es geschafft hat, hunderte(!) von Milliarden Euronen als direkte oder indirekte Subventionen einzustreichen. Dieselbe Ökolobby, die es schafft, nicht nur die Kanzlerin, sondern auch Brüssel zu kaufen (was angesichts der offensichtl. gemeinsamen sozialistischen Wurzeln leichter-billiger-gewesen sein dürfte). Dieselbe Lobby, die es schafft, sich mit der Politik gegen die sonst so mächtige Öl-Lobby aufzulehnen (E10).
Genau von dieser Öko-Lobby sprechen wir...

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Enzo Aduro
Enzo Aduro (EnzoAduro) - 01.09.2011 11:00 Uhr

@O. P. (Wile_Coyote)

AKW's kann man nicht schneller Hochfahren als andere Kraftwerke. Schon gar nicht als Steinkohlekraftwerke. Das ist auch keine "Propaganda", das ist einfach technische Realität.
KKW ist eine schlechte Abkürzung, sie steht aber auch für Kohlekraftwerk. "FKW" ist wieder etwas ganz anderes, das bezieht ja auch Gaskraftwerke ein.
Jedenfalls kann man Atomkraftwerke schlecht als Reserve verwenden. Hier sind KWs besser geeignet. Natürlich können Sie nicht in 10 Minuten hochgefahren werden, aber AKWs können es erst recht nicht. Aber für eine Tagelange Windstille ist evtl. auch ein KW das man in 10 Stunden hochfahren kann eine tolle sache.
Gut das man sich für KWs als Backup entschieden hat und nicht für AKWs. Das wäre wie ein 40 Tonner zum Transport von Transplantationsorganen. So ist es immerhin ein Mercedes Sprinter.

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Hartmut Jacques

Otmar Heinrich

Es wäre gut, wenn Sie die "wissenschaftlichen" Erkenntnisse etwas näher überprüfen würden.
Der CO2-Gehalt in der Atmosphäre als Beispiel. Seit wann wird der überhaupt gemessen, mit welchen Geräten, an wievielen Messpunkten und dgl. mehr.
Das, was als wissenschaftlich kolportiert wird, hat mit Wissenschaft insofern nichts zu tun, als es an Vergleichbarkeit fehlt.
Man müsste den CO2-Anteil an denselben Messpunkten messen, wie vor 5 und 100 Jahren, mit den gleichen Geräten und dabei überprüfen, ob sich an den örtlichen Gegebenheiten Veränderungen innerhalb dieser zeit ergeben haben (z.B. Bebauung, Nutzung der Umgebung und dgl. mehr). Zudem ist die Messgenauigkeit auch innerhalb dieser Zeit infolge nicht mehr vergleichbarer Gerätegenauigkeit entscheidend gestiegen, so dass auch aus diesem Grund die Thesen der sogenannten Klimaforscher zumindest mit Skepsis gesehen werden müssen. Wissenschaftlich gäb e es noch eine Menge zum Thema Klima zu sagen; das würde den Rahmen aber hier bei weitem sprengen.

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Michael Arndt

Soweit mir bekannt ist,

sind die Grünen auch eifrige Gegner aller konventionellen Kraftwerke, insbesondere von Kohlekraftwerken.
Hier in NRW wird gerade der Neubau eines hocheffinzienten Kohlekraftwerks von Rot-Grün torpediert. Machen wir uns nichts vor: wenn die AKWs abgeschaltet sind, kommen als nächstes die übrigen Kraftwerke dran.
Egal, womit sie betrieben werden.
Der Kauf eines Notstromaggregats könnte sich schon kurzfristig als klug erweisen...

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Hans Elmsheuser

@Hans-Ulrich Pietz - Energiepreise für die Chemieindustrie

Herr Pietz errinnern Sie sich noch als Anfang der 90er Jahr die Grünen gegen Chlorchemie wetterten. Nun da vieles Chlorchemie ist, wäre das das Aus der deutschen Chemieindustrie gewesen. Nun jetzt macht man es halt über die Energiepreise und "die dümmsten Kälber wählen ihre Schlächter selber".

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Hans-Ulrich Pietz

Deutschland gefährdet ohne Not seinen Wohlstand…..

. Jörg Fuhrmann, der Vorstandsvorsitzende des Stahlkonzerns Salzgitter AG sagte:
"Deutschland gefährdet ohne Not seinen Wohlstand…..Deutschlands Sonderweg wird extrem teuer…..Mein bescheidener Wunsch ist bloß: Ich will wettbewerbsfähig bleiben - und wenn der Strom aus Hamsterrädern kommt".
. Die Inbetriebnahme des Evonik-Kohle-Kraftwerks in Duisburg-Walsum verzögert sich um 2 Jahre wegen Leckagen am Dampfkessel. Ursache: High-Tech-Stahl T 24 der japanischen Firma Hitachi-Power.
. Stromverbrauch Chemie: BASF Ludwigshafen, 6,7 Mrd. kWh/Jahr, Chemiepark Marl 2,5 Mrd. kWh, Chempark ,Bayer Leverkusen 1,8 Mrd. kWh/Jahr. Durch die sog. Energiewende veranschlagt das IW (Institut der deutschen Wirtschaft Köln) Mehrkosten von 1,9 Mrd. €/Jahr für die Industrie, speziell für die energieintensive Chemie mache dies 340 Mill. € pro Jahr aus. (VAA-Magazin August 2011, S. 6-9) Der jährliche Bruttostromverbrauch in Deutschland betrug 2010 607,8 Mrd. kWh.

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Wolfgang Richter

Wer will die "sehr ernste" Situation akzeptieren?

Da Klimaschutz ja über alles geht, müssen jetzt viele KKW vom Netz bleiben.
Wenn die Energieagentur trotz starkem politischem Druck zur Beruhigung von einer "sehr ernsten Situation" spricht, dann liegt diese auch vor, oder sie will sich zumindest absichern, falls etwas passiert.
Wer will sich die Folgen eines mehrtägigen Blackouts im Winter vorstellen (es reichen einige abknickende Strommasten), wenn plötzlich alle Aufzüge, U-Bahnen und Züge festhängen, das Licht ausfällt, die Wasserversorgung zusammenbricht,... ?
Die moderne Infrastruktur mit ihrer Stromabhängigkeit, stark zentralisiert und interdependent, ist das genaue Gegenteil von krisenfest. Das wäre robust, dezentral, redundant,...
Nach einiger Zeit fällt in Krankenhäusern auch noch der Strom aus, die Lieferketten der Wirtschaft brechen zusammen und lassen sich auch nicht mehr schnell starten etc. Und ein Stromnetz läßt sich auch nicht einfach wieder "hochfahren".
Folge sind Chaos, Unruhe, vielleicht auch Kriminalität und Plünderungen, auf längere Sicht auch der Verlust zahlreicher Menschenleben - und ein starker Abfall der Wirtschaftsleistung und Beschäftigung.
Ist unser Ökowahn auch nur einen solchen Störfall wert?

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Ottmar Heinrich

Klimaänderung

Vielleicht merken wir in deutschland nicht viel, aber auf der Erde ist ein temperaturwechsel in gange, den wir nicht begreifen können. Die statistik sagt aber, dass seit 50 jahren sich die temperatur so stark verändert hat, wie vor der letzten eiszeit und seit tausenden von jahren nicht mehr so drastisch wie jetzt. Wer dann immer noch behauptet, alles sei normal und nicht so schlimm wie die ökos tun, der stellt sich gleichzeitig auch gegen alle wissenschaftlichen erkenntnisse, mit denen wir heute leben...
Also besinnt euch mal, nach einem erlebnis ist man immer schlauer...

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Detlef Symietz
Detlef Symietz (Symietz) - 31.08.2011 18:38 Uhr

Endlich: CO2-Treibhausmärchen durch deutsche Kernkraftgegner widerlegt

Wir können aufatmen. Verbrennen von Öl, Gas und Kohle galtenbis heute in politisch einflussreichen, wenngleich naturwissenschaftlich weniger kompetenten Kreisen als Sakrileg, das den Untergang der Welt dramatisch beschleunigen würde. Es war einem schon angst und bange. Der Hitzetod stand ausser Zweifel, man spürte es förmlich schon an den nicht mehr vorkommenden Schneefällen und Frost im Winter und dort, wo es doch noch solche Artefakte gab, waren sie direkte Folge der arktischen Erwärmung. Doch nun endlich befreiende Entwarnung, wie Schuppen fällt es von den Augen der grünlichen Weltenretter, denn nun sind Kohlekraftwerke, vorzugsweise mit einem Mindestalter von 40-50 Jahren wieder voll im Trend und das emittierte CO2 nun nicht mehr schädlich. "Dreckschleuder", das war einmal, das ist "altes Denken". Das wussten die meisten Naturwissenschaftler zwar schon immer, aber nun kommt die Bestätigung von weit kompetenterer Seite, von Röttgen bis Trittin, also von ausgewiesenen Fachleuten, sorry Fischer vergass ich noch. Wir sollten dankbar sein.
Streng genommen könnte man nun sogar auf die Vogelshreddertürme verzichten, wenn sie denn nicht so profitabel wären, ok, nicht für den kleinen Mann, aber besser als gar nichts.

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johannes moll

Unterirdische Propaganda

Das ist „ein wichtiges Signal für die Unternehmen, dass diese sich auch in den kommenden Wintern auf eine gesicherte Versorgung mit Strom verlassen können“, sagte Rösler am Mittwoch in Berlin.
Dazu noch dieser Schwank aus Kriegstagen, welcher gerne von Familienangehörigen die diese Zeit durchlebt haben erzählt wird:
Das Reichsernährungsministerium gibt bekannt: "Auf dem Weg aus Scheiße Butter zu machen ist man einen wichtigen Schritt vorangekommen. Die Streichfähigkeit ist erreicht; am Geschmack wird noch gearbeitet!"
Glück Auf!

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Wile Coyote
O. P. (Wile_Coyote) - 31.08.2011 18:11 Uhr

@Enzo Aduro (EnzoAduro)

Zu Ihrer Information: Die Abkürzung KKW steht für Kernkraftwerk. Sie meinen sicherlich FKW, also Fossile Kraftwerke (wie z.B. Kohle).
Die Annahme, dass Kernkraftwerke nicht flexibel wären ist eine Mär der Kernkraftgegner. Ein Kernkraftwerk kann deutlich steilere Lastrampen fahren als irgendein anderer Kraftwerkstyp.
Ihre Annahme, wir diskutieren hier über einen undenkbaren Fall, lange Windstille, ist auch falsch. Das Energienetz hat eine bestimmte Frequenz, die stabil gehalten werden muss. Bricht das Netz nun zusammen, z.B. infolge einer kurzen Windstille und fehlenden Reservekapazitäten, dann ist es am Boden. Der Aufbau und die Synchronisation des Energienetzes wird dann, wie hier bereits erwähnt, u.U. mehrere Tage bzw. Wochen in Anspruch nehmen. Unabhängig davon, wie viel Wind denn nun weht.
Die Versorgungssicherheit, die in Deutschland offensichtlich nicht mehr wertgeschätzt wird, soll nun auf dem Altar ökologischer Ideologien geopfert werden.
Ich gebe hier nur zu bedenken, dass es in Hannover nur 30 Min. nachdem der Strom ausgefallen ist schon zu Plünderungen von Geschäften kam. Nicht auszudenken, was passiert wenn der Strom mal Flächendeckend für mehrere Tage weg ist.

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Helmut Wessner

'Die alten Kohlekraftwerke sind ja supi'

Warum waren die denn nicht mehr in Betrieb? Richtig, weil die einen schlechtenn Wirkungsgrad haben und die Rauchgasreinigung unzulänglich ist.
Nach einner Studie der OECD ExternE Report) verursacht eine TWh erzeugter Elektrizität aus einem Kohlekraftwerk (auf dem Stand der Technik aus 1995) die folgenden statistischen Schäden:

24 Tote durch die zusätzliche Luftverschmutzung
225 Schwere Erkrankungen durch die Luftverschmutzung
13 2888 Leichte Erkrankungen durch die Kohlekraftwerke

Die wirklichen Zahlen werden höher ausfallen, da die obigen für Kraftwerke des Standes der Technik von 1995 gültig sind. Der deutsche Kohlekraftwerkspark ist wesentlich älter.

Die nun nicht mehr betriebenen AKWs hätten über das Jahr gesehen konservatiev geschätzt 40TWh schadstoffreie Elektrizität erzeugt. Der Atomausstieg führt daher jährlich statistisch gesehen zu den folgenden zusätzlichen Todesfällen und Erkrankungen:

960 Todesfälle
9 000 Schwere Erkrankkunggen
531 520 Leichte Erkrankungen
Irgendjemand wird dem Volk wohl erklären müssen dass diese Kolaterialschäden notwendig sind, und jemand wird auch dafür die Verantwortung übernehmen müssen.
Wo ist denn die Frau Merkel?

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Wile Coyote
O. P. (Wile_Coyote) - 31.08.2011 18:02 Uhr

Es ist zum verzweifeln! Öko-Lügen

Machen wir uns nichts vor. Die Erneuerbaren Energien sind ein Geschäft wie jedes andere auch. Die Grünen sind die Lobbyisten der Anlagenhersteller und verdienen an dem Hype ordentlich mit. Beweise und Belege werden nicht benötigt, da der Klimawandel ja da ist (Wo denn?).
Mich macht in diesem Zusammenhang stutzig, dass uns die Grünen bislang die Antwort schuldig bleiben, wie denn das richtige Klima auszusehen hat. Das sich das Klima immer geändert hat sollte eigentlich klar sein (von tropisch über Arktisch bis hin zu gemäßigt). Wenn wir die aktuelle Entwicklung als falsch geißeln, muss es zwangsweise ja auch ein richtiges Klima geben, dass wir erreichen müssen (quasi eine Ziellinie).
Dramatisch ist leider auch die in Gang gesetzte Kausalkette. In den letzten Jahrzehnten sind in Deutschland Arbeitsplätze durch zu hohe Lohnkosten verloren gegangen und wurden ins Ausland verlagert. Die verbliebene Produktion war und ist Maschinenintensiv. Steigen die Energiekosten durch grüne Utopien, ist es nur eine Frage der zeit, bis auch die letzten Arbeitsplätze in der Produktion ins Ausland verlagert werden (wo Energie noch bezahlbar ist).
Multi-Kulti ist schon grandios gescheitert, nun ist die Energieversorgung dran.

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Max Munter

Hurra, wir kommen über den Winter 2011/2012!

Aber langfristige Energiepolitik, wie einst zumindest von CDU/CSU versprochen, ist das nicht. Im nächsten Jahrzehnt entscheidet die Politik wohl von Jahr zu Jahr, wo denn der Strom herkommen soll, damit wir noch über den Winter kommen. Indem wir ein bisschen mehr Strom aus Österreich (oder aus tschechischen AKWs?) importieren oder aber alte KKW länger laufen lassen oder aber es gelingt wirklich, ein paar neue Gaskraftwerke samt Leitungen zu bauen. Dass das keine gute Voraussetzungen für den Industriestandort Deutschland sind, braucht man wohl kaum zu erläutern. Aber derzeit ist auch nur mittelfristige Politik bei allen Parteien out und jeder, der über den Tag hinaus denkt, ein Dödel. Wie es ein Lied von Christiane Stürmer ausdrückt: "Wir leben den Moment!" Das Morgen interessiert uns erst morgen.

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Bernhard Sporkmann
Bernhard Sporkmann (bsfaz) - 31.08.2011 17:45 Uhr

@Enzo Aduro

Hier liegt offenbar ein Mißverständnis vor. Ich habe nicht gemeint, man solle ein Kernkraftwerk als Reserve vorhalten. Ich glaube auch nicht, daß das hier jemand meint.
Meine Frage nach der Formulierung war eine rhetorische.
Entscheidend ist, daß Windräder und Solarpanels keine Grundlastkraftwerke ersetzen können. Aus Ihrer Antwort entnehme ich, daß wir da nicht einer Meinung sind. Insbesondere die von Ihnen vorgeschlagene "kurzfristige Verbrauchsreduzierung von Großverbrauchern" hielte ich für einen verheerenden Eingriff, den niemand, der Erfahrungen in der realen Wirtschaft hat, gutheißen kann.

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Jan Matthias

@Bertram von Steuben (Elim_Garak)

Die Kanzlerin hat sich den Milliarden der übermächtigen Öko-Lobby gebeugt?? Sprechen wir von derselben Öko-Branche, die bisher nur als Subventionsempfänger aufgefallen ist? Das große Geld sitzt beileibe an anderer Stelle und die Käuflichkeit wäre deshalb eher mit der kurzfristigen Laufzeitverlängerung in Verbindung zu bringen.
Dass Merkel allerdings eingeknickt ist (aus welchem Grund auch immer), darin besteht kein Zweifel. Ich frage mich allerdings, ob sie heutzutage zwischen dem Einknicken überhaupt noch aufsteht.

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Rudolf Blasy
Rudolf Blasy (bayrubl) - 31.08.2011 17:38 Uhr

2+0=3

Da stutzen Sie?
Merkel- Steinmaiersche Algebra von 2005: Merkel verspricht null Prozent Mehrwertsteuererhöhung, Steinmaier besteht auf zwei Prozent Erhöhung im Wahlkampf; in der Großen Koalition verständigen sie sich dann auf drei Prozent.
kein Aufschrei beim Vierjahresstimmvieh, Verzeihung, beim souveränen Wähler.
Und so zieht die Karawane weiter ihres Weges...
Schon damals habe ich wirklich meinen letzten Glauben in die Politik als berechenbare Größe verloren!

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Sönke Peters

Wer die Sprache kontrolliert, kontrolliert die Gesellschaft

>>Kein "Atomkraftwerk" als Reserve<<
.
Liebe FAZ,
atomare Energie wird in Kraftwerken umgesetzt, die Atome über die Elektronen zu Molekülen verbinden, wobei die Elektronen eine niedrigere "Energiestufe" erlangen. Die dadurch frei gewordene Energie, lässt sich umwandeln; z.B. in elektrische. Solches geschieht etwa in Kohlekraftwerken oder Bakterienbrutreaktoren (Biogas-Verstromungsanlagen). In Kernkraftwerken werden jedoch die zwischen den Protonen (& Neutronen) wirkende Kernkraft genutzt, was etwas völlig anderes ist, als die erwähnte (inter-)Atomkraft.
.
Der Begriff "Atomkraft" ist bei dem, was er hier meint, daher nicht nur sachlich blödsinnig, sondern vor Allem ein Kampfbegriff links-grüner Ideologen und hat meiner Ansicht nach in der weltweit (noch?) angesehensten Tageszeitung Deutschlands schon deswegen Nix zu suchen!

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Enzo Aduro
Enzo Aduro (EnzoAduro) - 31.08.2011 17:18 Uhr

@Bernhard Sporkmann

Sie haben Recht, Braunkohlekraftwerke sind Grundlast, Steinkohlekraftwerke (die stehen im Süden rum) immerhin Mittellastkraftwerke, man kann also Ihre Leistung im Tagesablauf regulieren.
Aber auch AKWs sind Grundlastkraftwerke. Ein bis zwei Wochen dauert das Hochfahren. Da ist Kohle sicher schneller. Und bei der Kohle sind auch die Kosten für ein Kraftwerk "in Bereitschaft" nicht so enorm wie bei einem AKW.
Zu Ihrer Frage: Es geht hier um langfristige Ausfälle, wie bei einer großen Windstille oder falls bei Abschalten der AKW noch nicht genug EE Kapazitäten da sind. Das andere muss man dann durch Gaskraftwerke, kurzfristige Verbrauchsreduzierung von Großverbrauchern und dem Verschieben von Strommassen machen. Da aber gerade der Süden eh schon laufend Energie importiert ist es sicher gut wenn man die Alten, jetzt ersetzten KKW Blöcke (die ineffizientereren) zur Sicherheit "in Bereitschaft" hält. Das ist zumindest definitiv sinvoller wie ein AKW "in Bereitschaft", was naja eher eine politische Trotzreaktion als ein fachlich Sinnvoller Plan war.

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