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Energiemärkte Der Wettbewerb kommt allmählich in Fahrt

28.08.2007 ·  Seit Jahren können Verbraucher ihren Energieversorger frei wählen, nutzten die Gelegenheit aber kaum. Doch in diesem Jahr werden laut Bundesnetzagentur mindestens eine Million Verbraucher ihren Stromlieferanten wechseln, weil sie sich davon niedrigere Preise versprechen.

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Der Wettbewerb auf den Energiemärkten kommt allmählich in Fahrt. In diesem Jahr werden nach Schätzungen der Bundesnetzagentur mindestens eine Million Verbraucher ihren Stromlieferanten wechseln, weil sie sich davon niedrigere Preise versprechen. Bereits im ersten Halbjahr waren es 520.000 Kunden, während sich im gesamten Jahr 2006 nur 678.000 Verbraucher für einen neuen Stromversorger entschieden hatten.

Sehr rasant verläuft die Entwicklung auf dem Gasmarkt. Die Gebietsmonopole der einzelnen Versorgungsgesellschaften hatten noch im vergangenen Jahr einen Wechsel fast unmöglich gemacht: Weniger als 6000 Verbraucher stellten ihre Gasversorgung auf einen anderen Anbieter um. Im ersten Halbjahr 2007 waren es dagegen bereits 50.000 Kunden, die vom neuen Wettbewerb zwischen den Gasgesellschaften profitierten. „Wir stehen noch am Anfang“, sagte Behördenpräsident Matthias Kurth. Langsam werde auch den Gaskunden bewusst, dass ein Wechsel zu einem preiswerteren Versorger möglich sei.

Durch neue gesetzliche Vorgaben für die Weitergabe der Kunden von einer Gasgesellschaft zu einer anderen will die Netzagentur die Kosten neuer Anbieter weiter senken. Ähnlich wie auf dem Strommarkt wird dazu ein weitestgehend automatisiertes und standardisiertes Verfahren eingeführt. Bisher kann jeder einzelne Netzbetreiber in seinem Gebiet selbst entscheiden, nach welchem Verfahren ein konkurrierender Anbieter Kunden übernimmt. Der damit verbundene Aufwand bildet nach Darstellung der Netzagentur eine große Hürde für neu in den Markt eintretende Gesellschaften.

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