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Energie Hohe Preise kurbeln bei Eon das Geschäft an

08.11.2006 ·  Die hohen Strom- und Gaspreise in Deutschland haben dem Energieriesen Eon in den ersten drei Quartalen2006 hohe Gewinne beschert. Wulf Bernotat äußerte sich zufrieden - auch im Hinblick auf die Fortschritte bei der angestrebten Endesa-Übernahme.

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Trotz der Belastungen durch die Regulierung des deutschen Netzgeschäfts hat die Eon AG ihren operativen Gewinn in den ersten neun Monaten weiter verbessert. Wie der Düsseldorfer Energiekonzern am Mittwoch mitteilte, kletterte das bereinigte Ebit von Januar bis September um 10 Prozent auf 6,064 Milliarden Euro. Der Umsatz stieg in dieser Zeit zugleich deutlich um 25 Prozent auf 49,45 Milliarden Euro.

Eon begründete die Ergebnissteigerung vor allem mit der Entwicklung der Strom- und Gaspreise, Erstkonsolidierungen in Osteuropa und Großbritannien sowie witterungsbedingten Mehrabsätze vor allem im Gasgeschäft.

Deutliche Abschläge beim Nettoergebnis

Trotz der operativen Verbesserungen mußte der Dax-Konzern beim Nettoergebnis erwartungsgemäß deutliche Abschläge hinnehmen. Grund hierfür war das außerordentlich hohe Vorjahresniveau, das von Buchgewinnen aus dem Verkauf von Viterra und Ruhrgas Industries getrieben war. Ähnliche Buchgewinne fielen in diesem Jahr nicht an. Deshalb sank der Konzernüberschuß der ersten neun Monate deutlich um 59 Prozent auf 2,629 Milliarden Euro. An dieser Situation auf Nettoebene wird sich auch im laufenden vierten Quartal nichts Wesentliches ändern.

Eon bekräftigte, daß der Überschuß auch im Gesamtjahr unter dem Vorjahreswert bleiben werde. Das bereinigte Ebit für 2006 soll dagegen steigen, wiederholte der Düsseldorfer Versorger. Mit ihren Zahlen der ersten drei Quartalen lag Eon im operativen Bereich im Rahmen der Markterwartungen. Die zwölf von der Nachrichtenagentur Dow Jones befragten Analysten hatten im Schnitt ein adjustiertes Ebit von 6,19 Milliarden Euro und einen Umsatz von 49,9 Milliarden Euro prognostiziert. Allerdings hatten die Analysten auch einen deutlich höheren Nettogewinn von 3,45 Milliarden Euro erwartet.

Zuversicht für die Endesa-Übernahme

Mit Optimismus äußerte sich der Vorstandsvorsitzende Wulf Bernotat zu der angestrebten Übernahme des spanischen Energieversorgers Endesa. Das spanische Industrieministerium hatte erst in der vergangenen Woche die Auflagen für den Kauf erheblich vermindert. „Diese Entwicklung zeigt, daß es sich gelohnt hat, unsere Ziele konsequent zu verfolgen. Wir erwarten nun, daß die spanische Börsenaufsicht CNMV unser Angebot zügig freigibt“, sagte Bernotat. „Jetzt müssen endlich die Aktionäre von Endesa entscheiden können.“

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Von Heike Göbel

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