08.01.2007 · Ein EU-Gesetzesvorhaben für einen Eingriff in den deutschen Energiemarkt sieht laut einem Zeitungsbericht vor, dass deutsche Energiekonzerne die Kontrolle über ihre Liefernetze verlieren sollen. Statt dessen will die Kommission den Betrieb an einen unabhängigen Operator vergeben.
Die EU-Kommission will einem Zeitungsbericht zufolge deutschen Energiekonzernen wie Eon und RWE die Kontrolle über ihre Liefernetze entziehen.
Dies sehe ein neues Gesetzesvorhaben für einen Eingriff in den deutschen Energiemarkt vor, das für mehr Wettbewerb und eine Senkung der Strom- und Gaspreise sorgen solle, berichtet die „Süddeutsche Zeitung“ in ihrer Montagausgabe unter Berufung auf einen Aktionsplan der Kommission.
Betrieb an unabhängigen Operator vergeben
Die Kommission bezeichne in ihrem Bestreben, die Macht der Versorger zu beschneiden, entgegen früheren Plänen eine Enteignung der Netze nicht mehr als die beste Variante, berichtete die Zeitung. Für genauso wirksam werde inzwischen die Möglichkeit gehalten, dass die Konzerne die Netze behalten dürften, den Betrieb aber an einen unabhängigen Operator vergeben.
Damit sollten die Firmen die Möglichkeit verlieren, Konkurrenten aus dem In- und Ausland zu behindern und somit die Preise hoch zu halten. Zudem wolle die Kommission die Leitungen in und zwischen den Mitgliedstaaten ausbauen.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.379,22 | +0,19% |
| Dow Jones | 12.451,30 | −0,36% |
| EUR/USD | 1,2529 | −0,47% |
| Rohöl Brent Crude | 106,62 $ | +0,43% |
| Gold | 1.549,00 $ | −2,12% |
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