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Energie Eon wehrt sich gegen Endesa-Auflagen

 ·  Der monatelange Übernahmekampf um den spanischen Stromversorger Endesa geht in eine neue Runde. Der deutsche Energiekonzern Eon kündigte eine Beschwerde beim spanischen Industrieministerium gegen die Auflagen der staatlichen Energiebehörde CNE an.

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Der monatelange Übernahmekampf um den spanischen Stromversorger Endesa geht in eine neue Runde. Der führende deutsche Energiekonzern Eon kündigte am Dienstag eine Beschwerde beim spanischen Industrieministerium gegen die Auflagen der staatlichen Energiebehörde CNE an. Das Rechtsmittel soll im Laufe der kommenden Woche eingelegt werden. Die Beschwerde beziehe sich insbesondere auf die Veräußerungsauflagen der CNE, teilte der Konzern in Düsseldorf mit. Details nannte Eon zunächst nicht.

Nach Einschätzung von Branchenkennern ist die Beschwerde das naheliegende Mittel für Eon. Außerdem verfüge der Konzern über weitere Optionen wie den Gang vor Gericht.

19 Bedingungen in Spanien

Die CNE hatte am Freitag nur unter zahlreichen Einschränkungen ihre Zustimmung für das 27 Milliarden Euro schwere Übernahmeangebot von Eon gegeben. Eon soll nach der Übernahme rund ein Drittel von Endesa abgeben und alles in allem 19 Bedingungen erfüllen. Die EU- Wettbewerbshüter hatten das Vorhaben von Eon dagegen ohne Auflagen bereits genehmigt. Angesichts der nationalen Auflagen forderte der Vorsitzende des Europaausschusses des Bundestages, Matthias Wissmann (CDU), daß die EU-Kommission gegen die spanischen Auflagen für die Fusion Eon-Endesa im Interesse des Binnenmarktes vorgehen müsse.

Mit einer umstrittenen Gesetzesänderung hatte die Regierung in Madrid die nationale Energiekommission CNE Ende Februar ermächtigt, die Eon-Offerte zu prüfen. Bis dahin war die Behörde nur für Fusionen unter spanischen Energieunternehmen zuständig gewesen. Neben E.ON bietet der spanische Gaskonzern Gas Natural für Endesa. Die Katalanen bieten zwar deutlich weniger als Eon für Endesa, sie sind aber weiterhin im Rennen. Das Gebot von Gas Natural hat die CNE bereits genehmigt. Das letzte Wort haben die Endesa-Aktionäre.

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