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Energie Eon ordert russisches Gas bis 2036

29.08.2006 ·  Der größte deutsche Energieversorger Eon hat weitere langfristige Gaslieferverträge mit der russichen Gazprom geschlossen. Damit verlängert Eon bestehende Abmachungen, trifft aber auch zusätzliche Vereinbarungen mit Blick auf die neue Ostseepipeline.

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Der Energiekonzern Eon hat sich angesichts steigender Nachfrage nach Gas und zurückgehender Förderung des Rohstoffes in europäischen Feldern eine langfristige Versorgung mit russischem Gas gesichert. Eon und der russische Energieriese Gazprom hätten in Moskau Verträge über die Lieferung von insgesamt etwa 400 Milliarden Kubikmetern Erdgas bis zum Jahr 2036 geschlossen, teilte der größte deutsche Energiekonzern am Dienstag in Düsseldorf mit.

Damit werden einerseits bestehende Verträge verlängert, andererseits werde aber auch die Lieferung zusätzlicher Erdgasmengen vereinbart, die ab den Jahren 2010/2011 durch die neue Ostseepipeline in Richtung Deutschland fließen sollen.

Die jährliche Lieferung von rund 24 Milliarden Kubikmetern entspreche dabei einem Drittel der derzeit von Eon Ruhrgas beschafften Gasmenge. Der Kurs der Eon-Aktie lag am Mittag mit einem leichten Minus bei 99,30 Euro.

Eon wolle sich zudem am Bau von zwei neuen Gasleitungen beteiligen, die die rund 1.200 Kilometer lange Pipeline durch die Ostsee an das deutsche Gasnetz anschließen sollen. Durch die Pipeline soll voraussichtlich ab 2010 russisches Erdgas aus dem westlichen Sibirien nach Deutschland fließen. Die Pipeline soll in Greifswald enden.

Eon leiste mit dem Vertragswerk „erneut einen wichtigen Beitrag dazu, die Versorgung Europas mit Erdgas weit in die Zukunft zu sichern und unsere Position im europäischen Gasmarkt weiter zu stärken“, betonte Eon-Chef Wulf Bernotat. Zudem festige Eon seine Partnerschaft mit dem weltweit größten Gasproduzenten, erklärte der Chef der Eon-Tochter Ruhrgas, Burckhard Bergmann.

Eon will zusammen mit Gazprom auch das Gasfeld Juschno Russkoje erschließen, über dessen Ausbeutung die beiden Konzerne sich im Juli verständigt hatten. Juschno Russkoje gehört zu den größten Erdgasfeldern der Welt und verfügt über Reserven von mehr als 700 Milliarden Kubikmetern - das ist mehr als sieben Mal so viel, wie in Deutschland in einem Jahr verbraucht wird.

An dem Feld ist auch der deutsche Chemieriese BASF beteiligt. Das Feld steht indes nicht in Zusammenhang mit den am Dienstag vereinbarten Lieferungen. Denn die dort gewonnenen Mengen sollen später durch Gazprom vermarktet werden.

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