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Energie Eon kauft britische Gasfördergesellschaft

26.09.2005 ·  Der Energiekonzern Eon will die britische Gasfördergesellschaft Caledonia Oil für rund 690 Millionen Euro übernehmen und damit seine eigene Gasförderung ausdehnen.

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Der Energiekonzern Eon will die britische Gasfördergesellschaft Caledonia Oil für rund 690 Millionen Euro übernehmen und damit seine eigene Gasförderung ausdehnen.

Der Schritt passe gut in die Konzern-Strategie, den Gas-Bezug möglichst breit zu diversifizieren, sagte ein Unternehmenssprecher am Montag in Düsseldorf. Er bedeute nicht, daß sich Eon nun weniger um alternative Beschaffungsmöglichkeiten bemühen werde. Eon verhandele beispielsweise weiter mit dem russischen Gasriesen Gazprom um die Beteiligung an dem westsibirischen Gasförderprojekt Juschno Russkoje. Auch halte man grundsätzlich an Plänen fest, Bezugsmöglichkeiten für Flüssiggas (LNG) zu prüfen.

Mehr Gasbedarf aus eigener Produktion decken

„Mit dem Erwerb von Caledonia kommen wir unserem Ziel, langfristig bis zu 15 bis 20 Prozent des Gasbedarfs von Eon Ruhrgas aus eigener Produktion zu decken, ein bedeutendes Stück näher“, erklärte Eon-Konzernchef Wulf Bernotat. Mit Caldedonia werde Eon knapp fünf Prozent seines Gasbedarfs decken. Bislang bezieht Eon Ruhrgas nur etwa ein Prozent seines verkauften Erdgases aus eigenen Quellen in der Nordsee.

Eon kaufe Caledonia von einer Gruppe von Finanzinvestoren unter der Führung des auf Energie spezialisierten Finanzinvestors First Reserve, hieß es weiter. Die Übernahme müsse noch von den zuständigen britischen Behörden genehmigt werden. Caledonia halte Beteiligungen an 15 Gasfeldern in der südlichen Nordsee. Die gesamten Reserven betrügen rund 14 Milliarden Kubikmeter und sollen in den nächsten zehn Jahren gefördert werden. Die Menge entspreche dem Jahresverbrauch von neun Millionen Haushalten.

Die Eon-Aktie lag am Vormittag 2,45 Prozent im Plus auf 77,80 Euro.

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Von Heike Göbel

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