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Endesa-Übernahme Spanien will Fusions-Auflagen lockern

14.09.2006 ·  Die spanische Regierung hat im Streit um die Übernahme des Stromriesen Endesa durch Eon offenbar eingelenkt. Dem Industrieministerium zufolge hat sie der EU-Kommission mitgeteilt, daß fast alle Bedingungen geändert werden können.

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Die spanische Regierung ist offenbar bereit, nahezu alle Auflagen für die geplante Übernahme von Endesa durch Eon zu lockern. Dem Industrieministerium zufolge hat sie der Europäischen Kommission mitgeteilt, daß fast alle Bedingungen geändert werden können.

Die spanische Regulierungsbehörde hatte die Fusion der beiden Energiekonzerne an 19 Auflagen geknüpft. Dagegen hatte die EU Einspruch erhoben, weil sie durch die Auflagen die Regeln des gemeinsamen Binnenmarktes in der EU verletzt sieht. Auch beide Konzerne hatten gegen die Bedingungen Beschwerde eingelegt.

Lösung bis Anfang Oktober in Sicht

In der am Mittwoch vorgelegten Erklärung des spanischen Industrieministeriums heißt es, die Konditionen könnten geändert werden, wenn ausreichende Garantien über die Sicherstellung künftiger Lieferungen vorlägen. In dem 40-seitigen Schreiben rechtfertige die spanische Regierung zwar die Auflagen. Zugleich betone sie aber ihren Willen, die Verhältnismäßigkeit der Bedingungen zu prüfen und im Sinne der EU-Kommission zu handeln, so berichteten Medien.

Wirtschaftsminister Pedro Solbes sagte, er rechne damit, daß die EU-Fragen und die beim Ministerium eingegangenen Beschwerden bis Ende September oder Anfang Oktober gelöst sein werden.

Genehmigung zunächst unter massiven Auflagen

Eon will Endesa für 27 Milliarden Euro übernehmen und damit an die Weltspitze der Strom- und Gasunternehmen aufrücken. Die spanische Regierung hatte sich zunächst für eine Übernahme Endesas durch die Spanische Gas Natural ausgesprochen.

Die Gas Natural hat unterdessen Einspruch gegen die Zustimmung der spanischen Energiemarktbehörde zum Gebot von Eon für Endesa eingelegt. Dies teilte das spanische Gasunternehmen am Donnerstag mit.

Monatelanges Ringen um die Übernahme

Die Energiebehörde CNE hatte die geplante Übernahme am 28. Juli unter massiven Auflagen genehmigt. Demnach müßte Eon unter anderem etwa 7600 Megawatt der Erzeugungskapazität von Endesa in Spanien abgeben.

E.ON ringt seit Monaten um die Übernahme von Endesa. Der Düsseldorfer Konzern würde mit der Übernahme zum weltgrößten Energieversorger aufsteigen.

Quelle: FAZ.NET mit Material von Reuters und dpa
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Von Heike Göbel

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