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ENBW Utz Claassen geht schon zum 1. Oktober

24.07.2007 ·  Utz Claassen tritt bei ENBW früher ab als erwartet. Nach Angaben des Unternehmens übernimmt der Eon-Manager Hans-Peter Villis schon das Ruder, bevor Claassens Vertrag ausläuft.

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Der designierte Chef der ENBW, Hans-Peter Villis, wird seinen Posten beim Energieversorger in Karlsruhe früher als erwartet antreten. Nach Angaben des Unternehmens übernimmt der Eon-Manager vom 1. Oktober 2007 an das Ruder bei der ENBW.

Der derzeitige Chef des Energiekonzerns, Utz Claassen, war nach bisherigen Angaben davon ausgegangen, bis Ende April 2008 im Amt zu bleiben und damit seinen Vertrag voll zu erfüllen. Der vorzeitige Wechsel Claassens sei im gegenseitigen Einvernehmen mit dem ENBW- Aufsichtsrat vereinbart worden, teilte die Energie Baden-Württemberg (ENBW) mit.

Spekulationen über Rückzugsgrund

Villis war Anfang Juli als neuer Chef des drittgrößten deutschen Energiekonzerns vorgestellt worden (siehe dazu auch: Villis folgt Claassen an der Spitze der ENBW). Bislang war davon ausgegangen worden, dass er den Konzern erst vom kommenden Mai an leiten würde. Der 1959 geborene Villis ist derzeit Finanzvorstand bei Eon Nordic in Schweden. Claassen hatte Mitte Juni angekündigt, seinen Vertrag bei der Energie Baden-Württemberg AG nicht zu verlängern.

Nach Claassens Rückzugsankündigung war spekuliert worden, der Energiemanager sei auf Betreiben der beiden Mehrheitsaktionäre des Karlsruher Stromkonzerns zu dem Schritt gedrängt worden. Im Rennen um den Chefposten war Villis nach nicht bestätigten Medienberichten von einem der beiden ENBW-Großaktionäre, der Electricité de France (EdF), favorisiert worden. Die Franzosen halten ebenso wie der Kommunalverband Oberschwäbische Elektrizitätswerke (OEW) jeweils 45,01 Prozent an der ENBW. Bislang hat sich Claassen noch nicht zu einem möglichen neuen Engagement im deutschen Management geäußert.

Die ENBW zählt nach eigenen Angaben derzeit rund sechs Millionen Kunden. Im vergangenen Jahr erwirtschaftete der Konzern mit seinen etwa 21.000 Mitarbeitern einen Jahresumsatz von mehr als 13 Milliarden Euro.

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