Home
http://www.faz.net/-gqg-70nw8
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

EnBW-Kauf Mappus war gesteuert

 ·  Stefan Mappus regierte Baden-Württemberg wie ein Fürst. Und kaufte sich im Handstreich einen Atomkonzern. Nun ermittelt ein Untersuchungsausschuss. Und immer mehr peinliche Details kommen ans Licht.

Artikel Bilder (3) Lesermeinungen (62)

Richtlinien für Lesermeinungen

Die FAZ.NET-Redaktion bietet allen registrierten und eingeloggten Nutzern die Möglichkeit, sich mit den aktuellen Beiträgen auf FAZ.NET konstruktiv und kritisch auseinanderzusetzen und eigene Leser-Kommentare zu veröffentlichen. Für jede Meinungsäußerung stehen 1000 Zeichen zur Verfügung. Voraussetzung für eine Veröffentlichung ist, dass die Verfasser und Verfasserinnen ihren wirklichen Namen nennen, d.h. in ihrer FAZ.NET-Registrierung den korrekten Vor- und Nachnamen eingetragen haben. Im Falle der Veröffentlichung des Leser-Kommentars weisen wir am Beitrag sowohl den Klarnamen als auch den Nickname des Lesers aus. Unter Pseudonym oder anonym verfasste Texte können nicht berücksichtigt werden.

Veröffentlicht werden nur Beiträge, die auf den jeweiligen Artikel und sein Thema seriös und sachbezogen eingehen. Links- und rechtsradikale, pornographische, rassistische, beleidigende, verleumderische sowie ruf- und geschäftsschädigende Inhalte können nicht berücksichtigt werden, ebenso wenig sachlich falsche oder in angemessener Zeit nicht nachprüfbare Behauptungen. Links sind in den Leser-Kommentaren von FAZ.NET nicht gestattet. Die Redaktion behält sich vor Leser-Kommentare zu kürzen oder zu modifizieren. Jeder verfasste Beitrag wird von der Redaktion geprüft und schnellstmöglich veröffentlicht, sofern er diesen Richtlinien für FAZ.NET-Lesermeinungen nicht zuwiderläuft. Nutzern, die wiederholt versuchen, den Richtlinien nicht entsprechende Beiträge zu veröffentlichen, kann die Registrierung entzogen werden.

Für veröffentlichte Meinungsbeiträge gewähren Sie uns das unentgeltliche, zeitlich und örtlich unbegrenzte und nicht ausschließliche Recht, diese Aussagen ganz oder teilweise zu nutzen, zu vervielfältigen, zu modifizieren, anzupassen, zu veröffentlichen, zu übersetzen, zu bearbeiten, zu verbreiten, aufzuführen und darzustellen, Dritten einfache Nutzungsrechte an diesen Aussagen einzuräumen sowie die Aussagen in andere Werke und/oder Medien zu übernehmen.

Wir möchten Sie ausdrücklich darauf hinweisen, dass der gesamte Auftritt von FAZ.NET von verschiedenen Suchmaschinen intensiv ausgewertet wird und die Inhalte dort auch gelistet werden. Das schließt die Leser-Kommentare automatisch ein, so dass diese auch über FAZ.NET hinaus im Internet jederzeit recherchierbar sind.

Schließen

1 2  
Lesermeinungssuche (gesamt):
Sortieren nach
Gerd Meier

Guter Artikel

Der Artikel ist sehr schön, ob er tatsächlich die Hintergründe und Entwicklung genau beschreibt, die zum Kauf der EnBW-Papiere geführt haben, wird sicher noch abschließend aufgeklärt. Der Artikel lässt "unsere" und die "französische" Elite ziemlich merkwürdig in ihrem Handeln erscheinen und erahnen, dass zahlreiche große Geschäfte aufgrund enger Bekanntschaften auf Seiten der Käufer wie Verkäufer ähnlich zu Stande kommen. Es gibt immer einen oder zwei, die einen ganz konkreten persönlichen Vorteil von solchen Geschäften haben. Unklar bleibt der Vorteil, den Dirk Notheis (oder Morgan Stanley Deutschland) aus diesem Geschäft gezogen hat, und welchen sozialen und bildungspolitischen Hintergrund dieser Herr wie auch die Partner auf französischer Seite haben. So sieht es aus, als ob die Elite einzig und allein den "Sohn eines Schumachers und einer Arbeiterin" über den Tisch gezogen hat. Den letzten Absatz hätten sich die Autoren so sparen können, was soll gesagt werden?

Empfehlen
Norbert Regin

Wieder wird nichts passieren!

Wenn man den Artikel verfolgt, wird einem deutlich, in welcher Bananenrepublik wir leben.
Traurig stimmt mich nur, dass wir scheinbar keine gesetzliche Handhabe besitzen, gegen solche kriminellen Politiker vorzugehen. Die Erfahrungen aus der Geschichte haben scheinbar noch nicht ausgereicht, den Deutschen klarzumachen, wie man mit solchen Politiker umgehen muss. Armes Deutschland!

Empfehlen
Karl S. Walter

Gesteuert?

Welch ein merkwürdiger Begriff - »gesteuert«. Wofür mag er stehen? Weise formuliert indes, so lange noch präsentable Beweise fehlen für das, was Menschen mit mehr als vier grauen Zellen ohnehin längst vermuten.

Empfehlen
Frieder Kohler

Mappus ist Verfassungsfeind - er hatte Vorgänger!

Ja, der Verfassungsbruch war offenkundig, das festzustellen, erforderte keine hochkarätigen Anwälte, der Blick in das Gesetz hätte genügt. Doch des "Pudels Kern" war doch etwas anderes, der Machtmensch Mappus wollte Wirtschaftskompetenz zeigen, zu den Großen der CDU/CSU aufschließen und unser Cleverle Späth übertrumpfen. Das Schwarzbuch über FJS kannte er, die Maultaschen-Connection in Baden-Württemberg beherrschte er und auf seinem Weg nach oben konnte er davon ausgehen, daß Recht und Gesetz nur für die Untertanen zu gelten haben. Die CDU hatte das Land und die Pfründe fest im Griff, was sollte bei diesem Deal auch schief gehen? Kiesinger, Filbinger - war da was? Späths Abgang und Versorgung in Jena - wo war die Staatsanwaltschaft? Teufel und seine "Verspargelungs"-Ängste führten uns doch vor Augen, was der hochdekorierte Landesvater von einem Ausstieg aus der Kernkraft hielt und erst Oettinger: Welche Wonne, Filbinger zu einem Widerstandkämpfer zu erklären und trotzdem EU-Karriere..

Empfehlen
Michael Meier
Michael Meier (never1) - 18.06.2012 17:49 Uhr

Verquickung von Legislative und Jurisdiktion

Es ist in gewisser Weise verständlich, daß sich mit solch einem Sachverhalt kein Staatsanwalt und kein Gericht beschäftigen will. Der Arbeitsaufwand ist immens, die Urteilswahrscheinlichkeit dürftig, die Karrierechancen evtl. behindert. Energiekonzerne und Banken dürften mit ihren lukrativen Mandaten immer noch eine wesentliche Stimmungsmacht unter Anwälten sein. Die CDU in BW hat sich damit leider einen weiteren Sargnagel selbst geschmiedet. Daß die CDU in Stuttgart einen PR-Menschen aus Berlin als OB-Kandidat ins Rennen schickt, ist bittere Wahrheit. Demokratie findet bald mangels Kandidaten nicht mehr statt...es werden wohl zu viele kritische Leserbriefe und Artiekl geschrieben :-).

Empfehlen
Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 19.06.2012 10:57 Uhr
Michael Meier
Michael Meier (never1) - 19.06.2012 10:57 Uhr

Zustimmung..

... die meisten Linken waren und sind nicht tolerant ggü. dem polit. Gegner. Das setzt sich heutzutage fort im Medien-Mainstream mit tendenzioöser, diskreditierender Wortwahl und Inhalt. Feind / altbacken / dumm / uncool /unsozial ist meistens alles konservative. Begriffe wie Nation u.ä. sind per se sacrosanct, da sowieso rechtsradikal. Denen kann man mit guten medialen Gewissen vermeintlioch auch ein paar auf die Schnauze hauen. Der Umgang mit Aktivisten der Pro-Bewegung, Autoren und Lesern der Jungen Freiheit usw auch durch Staatsorgane ist nicht mehr vereinbar mit Demokratie und wirklichen Meinungsfreiheit.

Empfehlen
Gabi Heintz

Sind es wirklich "kritische Leserbriefe und Artikel", die Leute vor der Politik zurückscheuen lassen

...?

Das bezweifle ich. Die gab es nämlich schon immer.

Neu ist, daß man als Politiker nicht mit kritischen Nachfragen und überlegenen Argumenten zu tun kriegt, sondern mit persönlichen Angriffen bzw. Mobbing.

Wollen Sie wissen, wann diese bedrückende Unkultur aufgekommen ist, die jede Demokratie untergräbt, weil die auf Meinungsfreiheit und Toleranz basiert (weshalb das im Nahen Osten auch trotz Wahlen nicht klappen will) ... ?

Es waren die 68er, die an den Universitäten und auf öffentlichen Plätzen das Niederbrüllen und -pfeifen ihrer politischen Gegner wieder eingeführt haben, statt deren Argumente zu widerlegen.

Ein jüdischer Professor, der vor den SA-Trupps nach Amerika geflohen, nach dem Krieg aber wieder nach Berlin gekommen war, hat nach Pfeifkonzerten und Gejohle sowie unverhohlen bedrohendem Verhalten (in Treppenfluren wurden mißliebige - weil kommunismuskritische - Profs unter Beschimpfungen und Fäusterecken bedrängt) Deutschland für immer verlassen.

Empfehlen
Georg Noll

Bei allem bitte nicht die Rolle des damaligen Finanzministers Stächele übersehen

Stächele hatte die Verauslagung von 4,7 Mio anhand Art. 81 der Landesverfassung zu prüfen:

"Über- und außerplanmäßige Ausgaben bedürfen der Zustimmung des Finanzministers. Sie darf nur im Falle eines unvorhergesehenen und unabweisbaren Bedürfnisses erteilt werden. Die Genehmigung des Landtags ist nachträglich einzuholen."

Gegen Stächele wurden m.W. 9 Strafanzeigen erstattet, darunter mehrere "qualifizierte" Anzeigen von Wirtschafts- und sogar Staatsanwälten. Gleichwohl sieht die Staatsanwaltschaft Stuttgart keinen Ermittlungsbedarf.

Empfehlen
Jens Hunger
Jens Hunger (hero02) - 18.06.2012 10:57 Uhr

erhellend.....

nun wissen wir warum mappus alles, aber auch alles getan um die wahl zu verlieren. damit er jetzt nicht so im rampenlicht steht, kluge entscheidung.

Empfehlen
Thomas Kobler

"Wir bräuchten noch einen Dummen..."

So fing vielleicht dieser Deal bei einer Zusammenkunft der Brüder Proglio eines schönen Tages irgendwo in Frankreich an. EdF-Proglio wollte ein Asset möglichst teuer losschlagen, Morgan Stanley- Proglio witterte einen "Sweet Deal", und wie es der Zufall halt manchmal so will, findet sich mit Morgan Stanley-Notheis auch noch ein Kumpel unter dem eigenen Firmendach, der ausgezeichneten Zugang zu einem "Dummen" hat. Der Rest ist dann das übliche Hin und Her bis alles unterzeichnet ist.

Welcher Teufel Herrn Mappus da geritten hat, kann wahrscheinlich nicht einmal er schlüssig erklären, den die Fäden zog Morgan Stanley so geschickt, dass die Puppe glaubte, sie halte sie in der Hand und nicht umgekehrt. Puppe - Dummy - "Dummer" auf Exekutivstufe sind die beliebtesten Ansprechpersonen von Investmentbankern. Dabei hilft es, dass solche Führungspersönlichkeiten nur allzu oft denken, dass die "Idioten" nur die andern sein können.

Ein Schulbeispiel aus dem Investmentbanking-Handbuch.

Empfehlen
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 18.06.2012 18:15 Uhr
Horst Ziegler

Dennoch:

Dummheit schützt vor Strafe nicht. Ein Ministerpräsident ist kein kleines Licht oder doch ..... meistens?

Empfehlen
Kay Schmelzer

Und Merkel?

Merkel hat in einem Interview zusmmen mit Mappuse den Deal so dargestellt, das man glaube konnte, sie sei die Urheberin..
Wenn nun aber die Anwälte mit den Banken alle Deals in Deutschland für so oder so ähnlich machen, wozu brauchen wir dann diese kostspieligen Regierungen mit ihren
Pseudo-Parlamenten
Und wer stellt nun Mappuse 800 Mio. in Rechnung und wieso ist der Illegale Kauf nicht schon rückabgewickelt und die Verluste beim Verkauf gehen natürlich auch auf Rechnung Mappuse

Empfehlen
Erik Staack
Erik Staack (E_Staack) - 17.06.2012 16:00 Uhr

Sind die Details nur Peinlich oder Strafrechtlich relevant?

Wir wollen keine Diktatoren die sich durch Wahlen legitimiert fühlen über dem Gesetz zu stehen.

Empfehlen
Albert Weinstein

Hexenjagd gegen Mappus!!

Ich bin sicher, dass der hochgeschätzte Herr Ministerpräsident a.D. Mappus dies alles nur getan hat, weil er dieses Land inbrünstig liebt, weil er weiter blickt als alle normalen Menschen auf dieser Erde, weil er die Energieversorgung Baden-Württembergs gegen die Franzosen und die Kommunisten verteidigen wollte. Ein Mann, der solch fantastische Visionen hat, darf sich nicht beirren lassen von wie auch immer gearteten Stolpersteinen, die ihm ein unzuverlässiges und überängstliches Parlament in den Weg wirft. Er weiß es besser. Er trifft die Entscheidung. Er ist bestens vernetzt. Hätten nicht die Grünen den Tsunami in Fukushima verursacht, wären jetzt alle Menschen glücklich. Alle, inklusive die weinerlichen Bedenkenträger und Ökofanatiker, müssten dem MP huldigen bis ans Ende ihres jämmerlichen Daseins. Daher fordere ich, diese diffamierende und unwürdige Justiz-Hexenjagd gegen Mappus sofort einzustellen und alle Akten zu verbrennen.

Empfehlen
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 18.06.2012 22:01 Uhr
Karl S. Walter

Hexenjagd

Sehr gut, werter Herr Weinstein, dass Sie mit dem Begriff »Hexen« das starke weibliche Element im Menschen Mappus a.D. hervorheben. So war es ihm möglich, als Landesvater und -mutter gleichzeitig zu wirken.

Empfehlen
Klaus Wege
Klaus Wege (covenants) - 17.06.2012 12:28 Uhr

Die EnBW-Aktie halbierte sich in 2008 und verfiel lange vor Fukushima - ganz ohne Atomausstieg

Es ist eine Nebelkerze der spesenfreudigen Akteure, dass der Verfall der EnBW-Aktie der Nach-Fukushima-Politik zuzuschreiben sei.
Tatsächlich verfiel der Kurs der stramm verschuldeten EnBW lange vor dem März 2011. In diesen Zusammenhang gehört auch, dass die SocGen im Vorfeld eine negative Prognose für EnBW erstellt hatte. Die frz.EDF war also durchaus abgabefreudig.
Warum nun Landesvater Mappus gegen Ende seiner Amtszeit hektische Börsenambitionen entwickelte und den abgabefreudigen Franzosen 17% über Markt für deren Anteile zahlte, bleibt unklar.
Klar ist aber, dass das Geschäft mit auffällig sportlichen "Erwerbsnebenkosten" im dreistelligen Mio.-Bereich abgewickelt wurde.
Ebenso bemerkenswert war die Finanzierung über ein Zweckvehikel, das sich stellvertretend für Baden-W. im Multmilliardenmaßstab verschuldete.
Auf diese Weise blieben die realen Geldströme und Lasten des Deals vor dem Landeshaushalt verborgen . Die massive Verschuldung wurde anschließend zur "Garantie" umgelogen.

Empfehlen
Klaus Letis

Rot/Grün werden nicht gewählt, weil sie bessere Politik machen, sondern

weil in den anderen Parteien solche Leute nach oben gespült werden.

Empfehlen
Carlos Anton

Ein Hauch von Griechenland

Griechenlands Lage ist deshalb so aussichtslos, weil seine Führungsschicht korrupt und egoistisch ist. Kein gutes Zeichen, dass diese Kultur in Deutschland Einzug hält.

Empfehlen
Alfred Göldner

Wie soll ich den letzten Absatz verstehen, Frau Amann?

"(...) Sohn eines Schumachers und einer Arbeiterin, der einst durchs Ländle fuhr und Firmen Telefonanlagen von Siemens verkaufte"? Diskreditiert das den Mann nun endgültig oder wie soll ich das verstehen? Ich bin beileibe kein Freund von Mappus, aber was diese Bemerkung mit dem Vorgang zu tun haben soll, wissen Sie allein, - ich kann es nur ahnen.

Empfehlen
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 18.06.2012 22:15 Uhr
Karl S. Walter

Danke!

Besten Dank, Herr Göldner, dass Sie mich auf diesen Absatz noch einmal hinweisen. Bisher hatte ich den als eine Art Info à la Wikipedia gelesen. Nun ist mir klar, dass Mappus hier als Parvenue dargestellt wird. Gescheitert wie die ebenfalls »absolut integren« Emporkömmlinge Wulff und Schröder a. D. Warum können solche Menschen den Hals eigentlich nicht voll bekommen?

Empfehlen
Martin Rollinger

Sind das eigentlich die gleichen Anwälte ...

... ,die hier über den grünen Klee gelobt werden ?
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/menschen-wirtschaft/christoph-moench-der-atom-advokat-11784518.html
Honi soit ...

Empfehlen
nikolaus hesse

"Mappus war gesteuert "


Mappus war gesteuert? Natuerlich. So ist das nuneinmal. Wir leben nicht auf dem Mars sondern
als Menschen unter Menschen +also in einem Kontext von Interessen+Gegeninteressen.
(Man denke nur einmal an den destruktiven gruenen Kluengel: Gaertnereifachkraft im Europarlament und aehnlich qualifiziertes Personal in den Aufsichtsraeten der Energieunternehmen des Industrielandes Deutschland).
"Stefan Mappus regierte Baden-Württemberg wie ein Fürst. Und kaufte sich im Handstreich einen Atomkonzern."
Mappus kauft einen Atomkonzern,der GEWINN! machte.
Was wird Mappus jetzt ueberhaupt vorgeworfen?
Dass er BW als Industriestandort zu einer uneinnehmbaren Feste ausbauen wollte?
Dass er das Potential BW's optimieren wollte?
Deutschland braucht 1000 Mappus!
Es waren Leute wie Mappus, die BW zum Erfolg gefuehrt haben.
Und es sind Leute wie der SPORTLEHRER Herman,(muss man sich einmal vorstellen),
und der Ich-Weiss-Nicht-Was-Lehrer Kretschmann, die BW gegen die Wand fahren werden.

Empfehlen
Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 18.06.2012 11:40 Uhr
Reinke Alexander

Mappus war gesteuert

Mir ist eine an das Gemeinwohl denkende Gärtnereifachkraft tausendmal lieber als ein auf sein eigenes Wohl bedachter Diplom-Ökonom (Mappus). Das Sie, Herr Hesse, den Wert eines Politikers an seinem erlernten Beruf messen, sagt leider viel über Ihr Menschenbild aus. Ich vermute, Sie sind previlegiert aufgewachsen?

Empfehlen
Nico Nissen

Dein Held hat versagt

Dein Held Mappus, den Du hier so unkritisch beklatscht, hat als Ministerpräsident versagt, den Bürgern des Landes erheblichen Schaden zugefügt und dabei sogar gegen die Verfassung verstoßen. Das ist völlig indiskutabel und durch nichts zu entschuldigen, was die Grünen bisher an Dummheiten getan haben.

Empfehlen
Jan Frisch

Erst Artikel lesen, dann kommentieren!

Sie fragten: "Was wird Mappus jetzt ueberhaupt vorgeworfen?" Nun, falls es Ihnen entgangen sein sollte, leben wir in einer repräsentativen Demokratie, die das Handeln der Exekutive durch Gesetze regelt. Eines dieser Gesetze sieht vor, dass die Exekutive sich Ausgaben vom Parlament absegnen lassen muss, die sog. Budgethoheit des Parlamentes. Dies ist im Fall EnBW nicht geschehen, Mappus wird daher zu Recht vorgeworfen die demokratische Rolle der Legislative vorsätzlich missachtet zu haben. Dass nebenbei eine äußerst anrüchige Konstellation aus den Zwillingsbrüdern Proglio und JU-Freunden diesen Deal, mit Mappus als ihrer Marionette, durchgezogen haben, wirft ein noch wesentlich schmutzigeres Licht auf diesen Deal.

Empfehlen
Eberhard Stoeckel

Herr Gröhe & Herr Dobrindt,

wo bleiben ihre Stellungnahmen?
M.E. sollte die Union Herrn Mappus und Herrn Notheis wegen parteischädigenden Verhaltens sofort aus ihren Reihen ausschließen. Oder kann man dort auch bei Verstößen besonderer Art auch noch Finanzminister werden?

Empfehlen
Roland Wagner

Compliant geht anders:

„Du wirst Anrufe von zahlreichen Banken bekommen“, schreibt Dirk an Stefan. „Sie werden Dich drängen, ihnen ein Mandat zu geben. Du musst das alles ablehnen (!!) und sagen, dass Du bereits vollständig beratungstechnisch aufgestellt bist. Bitte achte darauf, dass Du das durchziehst. Das verursacht sonst erheblich Sand im Getriebe, und das kann ich jetzt nicht gebrauchen.“ Die Anwaltskanzlei hätte ihre 4 Partner mal lieber vor dem Eintüten des Deals aktiviert statt einen Abnicker der anscheinend nur Angst hatte aufgrund berechtigter Einwände als Dealbreaker gebrandmarkt zu werden. Das andere Politiker in unserem Land momentan Schlimmeres anrichten ist eine klassische Schuldverdrängungsstrategie von Kriminellen und sollte argumentativ mit Vorsicht verwendet werden (oder besser gar nicht). Herr Mappus ist sympathisch, gut für ihn das er sich diesen Schnitzer in Deutschland erlaubt hatte, in China wäre er bei diesem Ausgang dafür an die Wand gestellt worden.

Empfehlen
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 19.06.2012 18:45 Uhr
klaus keller
klaus keller (klkeller) - 19.06.2012 18:45 Uhr

Wenn Mappus die Idee hat den EnBw-Anteil der EdF zu kaufen

ist es nachvollziehbar das er jemanden fragt wie das geht und der ihm dann einen "Fahrplan" schreibt. Wenn Mappus beim Zahnarzt gewesen wäre hätte ihm dieser ggf auch einen Fahrplan vorgelegt in dem steht was wann zu tun sei und was er besser unterlassen sollte.

Ich habe bei dem Text das Problem das die Sinnhaftigkeit des Unterfangens, die finanztechnische Durchführung und das politische Vorgehen durcheinandergewirbelt werden.

Die Tatsache das BW die Anteile gekauft hat begrüße ich auch wenn die Umsetzung fragwürdig war.
Staatliche Industriepolitik treibt allerdings ganz allgemein seltsame Blüten. Vergl. Aufstände in Niedersachsen wenn jemand VW kaufen will, dafür nutzt man hemmungslos sogar ein besonderes Gesetz.

Empfehlen
Martin Weigele

Nicht nur Mappus war gesteuert - und was ist mit § 134, 138 BGB?

Nicht nur beim EnBW Deal, sondern auch bei der Privatisierung von Post und Telekom waren die Politiker von US Investmentbankern gesteuert - das ist aus heutiger Sicht völlig klar. Irritierend ist allerdings, dass weder dort noch beim EnBW Deal - dort ist es aufgrund des Urteils des Staatsgerichtshofs offenkundig, der den verfassungswidrigen Vertragsabschluß durch die Landesregierung festgestellt hat - die zwingenden Rechtsfolgen der §§ 134, 138 BGB (Nichtigkeit sittenwidriger oder gegen Gesetze verstoßender Rechtsgeschäfte) von irgendjemandem beachtet werden.

Empfehlen
Weitersagen

Jahrgang 1978, Redakteurin in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

Jüngste Beiträge

Jahrgang 1978, Redakteur im Ressort „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

Jüngste Beiträge

Der Steuerbunker

Von Patrick Welter

Die Vereinigten Staaten haben den Trend zu Steuersenkungen für Unternehmen verschlafen. Apple vorzuwerfen, dass es die Möglichkeiten sehr erfindungsreich nutzt, klingt genauso verlogen wie das Lippenbekenntnis des Unternehmens, es diene dem Allgemeinwohl. Mehr

Wichtigste Werte
Name Wert Änderung
  F.A.Z.-Index --  --
  Dax --  --
  Dow Jones --  --
  Euro in Dollar --  --
  F.A.Z.-Anleih… --  --
  Gold --  --
  Rohöl Brent --  --
  Bund Future --  --