19.04.2009 · Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen hat sich abermals für eine Ausweitung der Vätermonate in der nächsten Legislaturperiode ausgesprochen. Sie werde sich dafür einsetzen, dass dies „im Wahlprogramm der Union“ stehe.
Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen hat sich abermals für eine Ausweitung der Vätermonate in der nächsten Legislaturperiode ausgesprochen. Sie werde sich dafür einsetzen, dass dies „im Wahlprogramm der Union“ stehe. „Ich werde natürlich in den Koalitionsverhandlungen dafür sorgen, dass das ein Thema ist, das im Koalitionsvertrag verankert wird“, sagte die CDU-Politikerin im Interview mit dem „Deutschlandfunk“.
Es sei wichtig, noch mehr jungen Männern die Möglichkeit zu verschaffen, die Elternzeit in Anspruch zu nehmen. Dies scheitere derzeit noch zu oft an betrieblichen oder finanziellen Gründen.
Auch SPD will mehr Vätermonate
Handlungsbedarf sieht von der Leyen auch bei der Finanzierung künstlicher Befruchtung bei ungewollt kinderlosen Paaren. Dieses Thema treibe sie um, sagte die Ministerin. Die bisherige Lösung einer 50-prozentigen Kostenübernahme durch die Krankenkassen sei zu restriktiv. Die Ministerin betonte, in der kommenden Wahlperiode müsse gesetzlich geregelt werden, dass sich Bund und Länder mit Steuermitteln beteiligen.
Mit dem Wunsch zur Aufnahme des Punktes „Vätermonate“ ins CDU-Wahlprogramm setzt von der Leyen einen ähnlichen familienpolitischen Schwerpunkt wie auch die SPD: Die Ausweitung der Vätermonate - konkret die Verlängerung von zwei auf vier Monate - findet sich auch im Wahlprogramm der Sozialdemokraten. Die SPD will aber darüber hinaus noch den Rechtsanspruch auf Ganztagesbetreuung ausweiten.
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