http://www.faz.net/-gqe-7qvvb

Statistisches Bundesamt : Väter bekommen 440 Euro mehr Elterngeld als Mütter

  • Aktualisiert am

Väter bekommen im Durchschnitt mehr Elterngeld als Mütter. Bild: dpa

Immer mehr Väter widmen sich der Erziehung der Kinder. Dabei profitieren sie mehr vom Elterngeld als Mütter.

          Väter bekommen im Durchschnitt fast 440 Euro mehr Elterngeld als Mütter, wenn sie wegen ihrer Kinder im Job pausieren. Das hat das Statistische Bundesamt für im Jahr 2012 geborene Kinder ausgerechnet. Demnach betrug der durchschnittliche Elterngeldanspruch im ersten Bezugsmonat 803 Euro, unabhängig davon, ob die Eltern zuvor erwerbstätig waren oder nicht. Väter bekamen im Mittel 1.140 Euro, Mütter 701 Euro.

          In den unterschiedlichen Durchschnittswerten des Elterngeldanspruchs für Mütter und Väter spiegeln sich laut dem Amt neben den individuellen Entscheidungen zur Inanspruchnahme von Elterngeld auch Unterschiede in der Erwerbsbeteiligung von Eltern wider. Rund neun von zehn Vätern (89,9 %) und fast sieben von zehn Müttern (67,1 %) waren vor der Geburt ihres Kindes erwerbstätig.

          Der durchschnittliche Elterngeldanspruch lag für erwerbstätige Väter im ersten Bezugsmonat im Schnitt bei 1.231 Euro monatlich, für erwerbstätige Mütter hingegen bei 883 Euro. Eltern, die vor der Geburt des Kindes nicht erwerbstätig waren, erhalten den Elterngeldgrundbetrag in Höhe von 300 Euro monatlich.

          Immer mehr Väter widmen sich der Statistik zufolge der Erziehung: Während im Jahr 2008 bundesweit 20,8 Prozent der Neugeborenen einen Vater hatten, der Elterngeld bezog, waren es 2012 nach kontinuierlichem Anstieg 29,3 Prozent. Spitzenreiter im Ländervergleich sind Sachsen mit 38,2 Prozent und Bayern mit 38,1 Prozent; im Saarland liegt die Quote halb so hoch - bei 18,1 Prozent.

          Die durchschnittlichen Elterngeldansprüche wurden auf Basis der Väter und Mütter errechnet, die für im Jahr 2012 geborene Kinder Elterngeld bezogen haben. Für diese Kinder wurden insgesamt 834.359 Leistungsbezüge beendet, davon 640.084 Ansprüche von Müttern und 194.275 Ansprüche von Vätern.

          Weitere Themen

          So will die SPD punkten Video-Seite öffnen

          Landtagswahl in Bayern : So will die SPD punkten

          Ihre Partei liegt in Bayern zwar derzeit laut Umfragen nur auf Rang vier, unverändert bei 12 Prozent: Dennoch macht SPD-Spitzenkandidatin Natascha Kohnen am Montag in München deutlich, sie wolle dem CSU-Ministerpräsident Markus Söder im Oktober Paroli bieten.

          Topmeldungen

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.