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Einigung mit der GDL Ist der Bahn-Konflikt tatsächlich zu Ende?

14.01.2008 ·  Merkel lobt Tiefensee: Endlich eine Einigung bei der Bahn! Doch schon schwelen neue Konflikte zwischen der GDL und ihren Konkurrenzgewerkschaften. Von Transnet drohen zudem Nachforderungen an die Bahn - denn Norbert Hansen hat eine Revisionsklausel in seinen Tarifvertrag hineingeschrieben.

Von Matthias Müller
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Nach der grundsätzlichen Einigung im Tarifkonflikt bei der Deutschen Bahn wollen der Konzern und die Lokführergewerkschaft GDL rasch die noch offenen Fragen klären. „Wir müssen zügig Termine vereinbaren“, sagte GDL-Vorsitzender Schell am Montag. „Noch diese Woche wäre wünschenswert, denn wir haben keine Zeit zu verplempern.“ Auch die Bahn bekräftige, bis Ende Januar einen unterschriftsreifen Tarifvertrag vorlegen zu wollen.

Bundeskanzlerin Merkel (CDU) appellierte an beide Tarifparteien, die letzten Feinheiten an der Vereinbarung vorzunehmen. Vor allem Bundesverkehrsminister Tiefensee habe in dem seit mehr als neun Monaten dauernden Konflikt unauffällig, aber bestimmt im Hintergrund gewirkt und dafür gesorgt, dass der Gesprächsfaden nicht abgerissen sei, sagte Frau Merkel. Tiefensee hob hervor, dass die Einigung sowohl für die Bahn-Beschäftigten als auch für die Volkswirtschaft von großer Bedeutung sei.

Skeptische Töne von Transnet

Am Sonntag hatten sich Bahn und GDL auf die Eckpunkte des neuen Tarifvertrags verständigt. Danach sollen die Lokführer einen eigenständigen Tarifvertrag erhalten sowie Lohnerhöhungen von durchschnittlich elf Prozent. Zudem soll sich die Wochenarbeitszeit der 20.000 Lokführer vom 1. Februar 2009 an von 41 auf dann 40 Stunden bei gleichem Entgelt verringern.

Allerdings droht schon wieder ein neuer Konflikt zwischen GDL und den beiden anderen Bahn-Gewerkschaften Transnet und GDBA. Während die Bahn darauf beharrt, dass sich bei künftigen Tarifverhandlungen die drei Gewerkschaft auf eine Tarifforderung verständigen, um die Tarifeinheit im Konzern zu wahren, lehnte Schell das ab. Es bestehe kein Einigungszwang, denn seine Gewerkschaft sei ein eigenständiger Tarifpartner der Bahn.

Skeptische Töne kommen von der Gewerkschaft Transnet, die die Tarifeinheit bei der Bahn gefährdet sieht. Zudem will die Tarifgemeinschaft von Transnet und GDBA am 22. Januar über Nachforderungen an die Bahn verhandeln. Sie hatten sich in ihrem im Juli verabschiedeten Tarifvertrag mit der Bahn auf eine Revisionsklausel verständigt, falls der Arbeitgeber mit der GDL einen besseren Abschluss erzielen sollte.

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